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Linde Verlag Weitere Titel dieses Verlages anzeigen
| Inhaltsverzeichnis | ||||||
| Vorwort Wir kehren vor der eigenen Tür | 9 | |||||
| Kapitel 1 | Eine Stadt wie viele andere - und doch | 13 | ||||
| Langenfeld ist überall | 14 | |||||
| Die Wurzeln Langenfelds | 14 | |||||
| Die Lage am Knotenpunkt der Verkehrsströme | 16 | |||||
| Der Weg ins industrielle Zeitalter | 18 | |||||
| Überall könnte Langenfeld sein | 21 | |||||
| Der Einsatz: für eine attraktive Stadt sorgen | 22 | |||||
| Das Mittel: die Menschen an die Stadt und ihr Zentrum binden | 24 | |||||
| Der Lohn: stolze Bürger ernten | 26 | |||||
| Kapitel 2 | Die Ärmel hochgekrempelt! | 31 | ||||
| Die Krise in Langenfeld | 33 | |||||
| (Irr-)Wege aus der Krise | 34 | |||||
| In der Umgebung: unglückliche Bindung an Großkonzerne | 34 | |||||
| In Langenfeld: das klare Bekenntnis zum Mittelstand | 35 | |||||
| Der Grundstock für den Erfolg: das ehemalige Mannesmann-Gelände | 37 | |||||
| Das Maß ist voll: die Brandrede des Stadtkämmerers | 39 | |||||
| Null Nettoneuverschuldung! | 41 | |||||
| Freie Bahn nur für wichtige Investitionen | 41 | |||||
| Kein Budget für Prestige- und Lieblingsprojekte | 43 | |||||
| Auf in den Kampf | 45 | |||||
| Erste Hürden | 45 | |||||
| 13 Punkte für die Sanierung des Haushalts | 47 | |||||
| 10 Punkte für die Entwicklung der Stadtmitte | 53 | |||||
| Kapitel 3 | Jedes Unternehmen ist ein Juwel | 57 | ||||
| Wichtige Aspekte des Standorts Langenfeld | 59 | |||||
| Nicht entscheidend, aber förderlich: die Lage | 59 | |||||
| Ein lebendiges Umfeld für Chefs und Mitarbeiter | 60 | |||||
| Der richtige Branchenmix | 61 | |||||
| So gewinnen und halten wir Unternehmen | 65 | |||||
| Die richtige Ansprache | 67 | |||||
| Die erste Prüfung | 67 | |||||
| Die grundlegenden Überlegungen | 68 | |||||
| Der "Runde Tisch" | 69 | |||||
| Die schnelle Abwicklung | 69 | |||||
| Die Bestandspflege | 70 | |||||
| Sinnvolles Flächenmanagement | 71 | |||||
| Das "Langenfelder Modell" | 72 | |||||
| Die Stadtentwicklungsgesellschaft | 74 | |||||
| Auch unbürokratisch zum Ziel | 77 | |||||
| Gegen die Kommunalisierung von Kosten | 78 | |||||
| O-Töne: Was die Unternehmen zu sagen haben | 79 | |||||
| Orthomol - erfolgreich erweitert | 79 | |||||
| Silag - erfolgreich gewechselt | 80 | |||||
| redi-Group - erfolgreich geblieben | 81 | |||||
| Kapitel 4 | Es ist nicht unser Geld - die Stadtverwaltung als Dienstleister | 87 | ||||
| Weg mit der " klassischen Behörde"! | 88 | |||||
| In 5 Schritten vom Amtsschimmel zum Dienstleister | 92 | |||||
| 1 | Wirtschaftlicher organisieren | 92 | ||||
| 2 | Verantwortung übernehmen | 92 | ||||
| 3 | Gemeinsam die "Verwaltung der Zukunft" gestalten | 93 | ||||
| 4 | Vertrauen aufbauen | 94 | ||||
| 5 | Engagiert Dienste leisten | 95 | ||||
| Das Rathaus der offenen Türen | 95 | |||||
| Der Schlüssel zum Glück: das richtige Personal | 97 | |||||
| Gutes Personal braucht Karrierechancen | 99 | |||||
| Gutes Personal bildet sich weiter | 101 | |||||
| Gutes Personal wird belohnt | 102 | |||||
| Gutes Personal darf flexibel arbeiten | 105 | |||||
| Die Kosten im Griff dank Budgetierung und gutem Management | 107 | |||||
| Kapitel 5 | Kluges Gebäudemanagement: Kommunales Eigentum hegen und pflegen | 109 | ||||
| Die Säulen des Gebäudemanagements | 111 | |||||
| Ein effektives Hausmeistersystem | 111 | |||||
| Geschicktes Flächenmanagement | 113 | |||||
| Privat vor Staat ist kein Allheilmittel | 116 | |||||
| Kapitel 6 | Die Bürger als Gesellschafter der Stadt AG | 119 | ||||
| Was die Bürger für ihre Stadt tun | 120 | |||||
| Die Bürger als Träger kommunaler Projekte | 120 | |||||
| Die Vereine als Keimzelle kommunaler Kraft | 122 | |||||
| Das Ehrenamt als Pflichtaufgabe | 126 | |||||
| Die Stadtteilpatenschaft | 127 | |||||
| Die Eigeninitiative - "Kehren Sie Ihre Kosten runter!" | 130 | |||||
| Was die Stadt ihren Bürgern zurückgibt | 133 | |||||
| Die Bürgerdividende | 133 | |||||
| Der Gesellschaftsfonds | 136 | |||||
| Herzliche Begrüßung von Neubürgern | 136 | |||||
| Kommit - das kommunale Leben beleben | 138 | |||||
| Hilfe zur Selbsthilfe | 143 | |||||
| Kapitel 7 | Wissen,
Kunst
und
Kultur
-
den
"anderen
Blick'' möglich machen | 147 | ||||
| Bildung - eine Offensive für bessere Chancen | 150 | |||||
| Wissen
-
ein
neues
Zentrum
bietet
Abwechslung | 152 | |||||
| Kunst und Kultur - auch eine Gegenwelt | 155 | |||||
| Kapitel 8 | Die Republik horcht auf | 161 | ||||
| Die
Entschuldungsuhr
macht
Langenfeld
berühmt | 162 | |||||
| Die Medienpräsenz wird konstruktiv genutzt | 166 | |||||
| Kapitel 9 | 9: Die süßen Früchte des Erfolgs | 173 | ||||
| Worauf es ankommt | 175 | |||||
| 1 | Die Überzeugungskraft guter und positiver Vorbilder | 175 | ||||
| 2 | Die öffentliche Kontroverse | 176 | ||||
| 3 | Die Vorteile pragmatischer Entscheidungen | 178 | ||||
| 4 | Die absolute Verlässlichkeit seitens des Entscheiders | 180 | ||||
| Befreit in die Zukunft! | 183 | |||||
Vorwort :
Wir kehren vor der eigenen Tür
Wie eine deutsche Mittelstadt ihre Schulden abbaut und dadurch den Bürgern die politische Gestaltungsfreiheit wiedergibt.
Wenn Menschen sich über etwas beschweren, dann erteilt der Volksmund gerne den Rat, erst einmal vor seiner eigenen Türe zu kehren. Wir in Langenfeld nehmen diese Empfehlung ganz wörtlich: Bei uns fegen die Bürger ihre Straßen nämlich selbst.
"Unerhört!", werden Sie jetzt sicher denken. So weit ist es in Deutschlands notorisch klammen Kommunen also schon gekommen, dass Kernaufgaben wie die Straßenreinigung gestrichen werden! Müssen Eltern andernorts nicht sogar marode Schulen in Eigenarbeit renovieren? Kümmern sich nicht immer öfter Bürgervereine anstelle des Gartenbauamts um die öffentlichen Grünanlagen? Erheben die Verwaltungen nicht trotzdem vor jedem Handschlag eine gepfefferte Gebühr? Wie kann es also sein, dass Deutschlands Städte und Gemeinden trotzdem an ihren Schulden ersticken?
In etwa so trübe waren auch mal die Aussichten der zwischen Köln und Düsseldorf gelegenen Stadt Langenfeld. Vor 20 Jahren hatte sie 50.000 Einwohner und 38 Millionen Euro Schulden. Damit stand jeder unserer Bürger, vom Säugling bis zum Greis, rein rechnerisch mit 760 Euro in der Kreide - wohlgemerkt nur als Langenfelder. Als Nordrhein-Westfale und als Bundesbürger betrugen seine Schulden auch damals schon ein Vielfaches dieser Summe. Denn der Anteil der Städte und Gemeinden an der bundesdeutschen Staatsverschuldung liegt recht konstant unter zehn Prozent.
Doch unser aufgehäufter Schuldenberg war fast halb so hoch wie die Summe unseres jährlichen städtischen Etats. Wie im Falle so vieler öffentlicher Haushalte schien auch in Langenfeld der Tag nicht mehr fern, an dem die Stadt mehr Geld für Zinszahlungen würde ausgeben müssen als für ihren eigentlichen Dienst am Bürger.
Mit einer Brandrede bewog der damalige Kämmerer Winfried Graw den Stadtrat, erst zögerlich, dann immer entschlossener auf die Schuldenbremse zu treten. Ab 1986 wurde zunächst die Neuverschuldung auf Null gesenkt - Null Nettoneuverschuldung! Seitdem macht unsere Stadt nicht nur keine neuen Schulden mehr, sie stottert ihre alten Kredite ab. Am Rathaus unserer Stadt hängt eine Schuldenuhr, die unaufhörlich dem Null-Euro-Punkt entgegentickt. Wenn Sie dieses Buch in Ihren Händen halten, dann wird Langenfeld die erste deutsche Mittelstadt mit über 50.000 Einwohnern ohne Schulden sein. Doch im Gegensatz zu Großstädten wie Dresden oder Düsseldorf, die dieses Wunder etwas früher vollbracht haben, mussten wir dafür auch nicht unser Tafelsilber "verscherbeln" oder eine Privatisierungswelle auslösen. Wir haben einfach über Jahre eisern gespart - und trotzdem stets in die Zukunft unseres Gemeinwesens investiert.
Von Praktikern für Praktiker - Das Know-how, das wir in dieser Zeit angesammelt haben, finden Sie im Folgenden anschaulich und leicht verständlich dargestellt. Dieses Buch will weder eine wissenschaftliche Abhandlung noch eine kompliziert formulierte Analyse sein: Es ist ein nützlicher Erfahrungsbericht aus 20 Jahren erfolgreicher Kommunalverwaltung und -politik, der sich an der Praxis orientiert. Ich hoffe, dass ich auf diese Weise alle engagierten Bürgerinnen und Bürger in den Tausenden von Städten erreiche, die sich nicht entmutigen ließen und immer noch bereit sind, in Politik und Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen.
In ihrem Sinne verfasste ich kein Lehr-, sondern vielmehr ein Handbuch mit einer breiten Palette von Anregungen, die Auswege aus dem Schuldendilemma zahlreicher Kommunen aufzeigen. Sie sollen Bürgern Hoffnung geben, damit sie nicht ohnmächtig resignieren, sondern sich engagieren. Meine Tipps sollen auch anregen, Kommunalpolitiker dabei zu unterstützen, frei nach dem Motto "Nicht jammern, sondern handeln!" Denn wie Langenfeld zeigt, kann Zukunft vor Ort aktiv gestaltet werden. Dabei lässt sich der Langenfelder Weg sicherlich nicht eins zu eins kopieren. Doch er eröffnet die Chance, einmal ganz neu über lokale Gegebenheiten nachzudenken und erfolgreich Veränderungen einzuleiten. Dabei wünsche ich Ihnen viel Erfolg!
1-2-3 SCHULDENFREI
Magnus Staehler
Nachmachen empfiehlt sich!
Ein kleine Sensation bahnt sich im Herbst 2008 in Deutschland an: Die Stadt Langenfeld ist schuldenfrei! Während sich landauf, landab Stadtkämmerer die Köpfe über schlüssige Finanzkonzepte zerbrechen, hat Langenfeld im Rheinland seinen Königsweg schon vor über 20 Jahren gefunden und beschritten. Mit dem ebenso simplen wie effektiven Hausfrauen-Grundsatz "Gib nicht mehr Geld aus, als du einnimmst" hat sich Langenfeld entschuldet und sorgt so - als erste deutsche Mittelstadt mit über 60.000 Einwohnern - für ein echtes Novum in unserem Land.
Doch im Gegensatz zu den Großstädten Dresden oder Düsseldorf, die dieses Wunder etwas früher vollbracht haben, mussten die Langenfelder dafür nicht ihr Tafelsilber "verscherbeln" oder eine Privatisierungswelle lostreten. Sie haben einfach über Jahre eisern gespart - und trotzdem stets in die Zukunft ihres Gemeinwesens investiert.
Beispiel gefällig? Nach dem Motto "Kehren Sie Ihre Gebühren runter" verteilte die Stadt 1.000 Besen an die Bürger, die diese freudig in Empfang nahmen und so Kosten für die Stadtreinigung einsparen konnten.
Für Politikverdrossene ist der Bürgermeister Langenfelds ein Hoffungsschlmmer am Horizont: Zeigt er doch, dass es in Deutschland noch Volksvertreter gibt, die Wort halten und den Bürgern die ihnen zustehende Dividende auszahlen.
ISBN 978-3-7093-0226-2 www.lindeverlag.de
L*nde
international
DER AUTOR:
Magnus Staehler, der 50-jährige Langenfelder Bürgermeister, wurde zuletzt mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt und genießt inzwischen bundesweit den Ruf eines ausgezeichneten Entschuldungsexperten. Lebensnah schildert er in seinem Buch, dass die Konsolidierung eines öffentlichen Haushalts nichts mit Zauberei zu tun hat.