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    Wie die Stadt Langenfeld aus Amtsschimmeln Rennpferde machte - die Erfolgsformel zur Sanierung städtischer Finanzen

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    Wie die Stadt Langenfeld aus Amtsschimmeln Rennpferde machte - die Erfolgsformel zur Sanierung städtischer Finanzen

    Autoren:

    Verlag:
    Linde Verlag  Weitere Titel dieses Verlages anzeigen

    Erschienen: September 2008
    Seiten: 192
    Sprache: Deutsch
    Maße: 218x150x18
    Einband: Leinen (Buchleinen)
    ISBN: 3709302269
    EAN: 9783709302262

    Inhaltsverzeichnis

    Inhaltsverzeichnis
    Vorwort Wir kehren vor der eigenen Tür9
    Kapitel 1Eine Stadt wie viele andere - und doch13
    Langenfeld ist überall14
    Die Wurzeln Langenfelds14
    Die Lage am Knotenpunkt der Verkehrsströme16
    Der Weg ins industrielle Zeitalter18
    Überall könnte Langenfeld sein21
    Der Einsatz: für eine attraktive Stadt sorgen22
    Das Mittel: die Menschen an die Stadt und ihr Zentrum binden24
    Der Lohn: stolze Bürger ernten26
    Kapitel 2Die Ärmel hochgekrempelt!31
    Die Krise in Langenfeld33
    (Irr-)Wege aus der Krise34
    In der Umgebung: unglückliche Bindung an Großkonzerne34
    In Langenfeld: das klare Bekenntnis zum Mittelstand35
    Der Grundstock für den Erfolg: das ehemalige Mannesmann-Gelände37
    Das Maß ist voll: die Brandrede des Stadtkämmerers39
    Null Nettoneuverschuldung!41
    Freie Bahn nur für wichtige Investitionen41
    Kein Budget für Prestige- und Lieblingsprojekte43
    Auf in den Kampf45
    Erste Hürden45
    13 Punkte für die Sanierung des Haushalts47
    10 Punkte für die Entwicklung der Stadtmitte53
    Kapitel 3Jedes Unternehmen ist ein Juwel57
    Wichtige Aspekte des Standorts Langenfeld59
    Nicht entscheidend, aber förderlich: die Lage59
    Ein lebendiges Umfeld für Chefs und Mitarbeiter60
    Der richtige Branchenmix61
    So gewinnen und halten wir Unternehmen65
    Die richtige Ansprache67
    Die erste Prüfung67
    Die grundlegenden Überlegungen68
    Der "Runde Tisch"69
    Die schnelle Abwicklung69
    Die Bestandspflege70
    Sinnvolles Flächenmanagement71
    Das "Langenfelder Modell"72
    Die Stadtentwicklungsgesellschaft74
    Auch unbürokratisch zum Ziel77
    Gegen die Kommunalisierung von Kosten78
    O-Töne: Was die Unternehmen zu sagen haben79
    Orthomol - erfolgreich erweitert79
    Silag - erfolgreich gewechselt80
    redi-Group - erfolgreich geblieben81
    Kapitel 4Es ist nicht unser Geld - die Stadtverwaltung als Dienstleister87
    Weg mit der " klassischen Behörde"!88
    In 5 Schritten vom Amtsschimmel zum Dienstleister92
    1Wirtschaftlicher organisieren92
    2Verantwortung übernehmen92
    3Gemeinsam die "Verwaltung der Zukunft" gestalten93
    4Vertrauen aufbauen94
    5Engagiert Dienste leisten95
    Das Rathaus der offenen Türen95
    Der Schlüssel zum Glück: das richtige Personal97
    Gutes Personal braucht Karrierechancen99
    Gutes Personal bildet sich weiter101
    Gutes Personal wird belohnt102
    Gutes Personal darf flexibel arbeiten105
    Die Kosten im Griff dank Budgetierung und gutem Management107
    Kapitel 5Kluges Gebäudemanagement: Kommunales Eigentum hegen und pflegen109
    Die Säulen des Gebäudemanagements111
    Ein effektives Hausmeistersystem111
    Geschicktes Flächenmanagement113
    Privat vor Staat ist kein Allheilmittel116
    Kapitel 6Die Bürger als Gesellschafter der Stadt AG119
    Was die Bürger für ihre Stadt tun120
    Die Bürger als Träger kommunaler Projekte120
    Die Vereine als Keimzelle kommunaler Kraft122
    Das Ehrenamt als Pflichtaufgabe126
    Die Stadtteilpatenschaft127
    Die Eigeninitiative - "Kehren Sie Ihre Kosten runter!"130
    Was die Stadt ihren Bürgern zurückgibt133
    Die Bürgerdividende133
    Der Gesellschaftsfonds136
    Herzliche Begrüßung von Neubürgern136
    Kommit - das kommunale Leben beleben138
    Hilfe zur Selbsthilfe143
    Kapitel 7Wissen, Kunst und Kultur - den "anderen Blick'' möglich machen
    147
    Bildung - eine Offensive für bessere Chancen150
    Wissen - ein neues Zentrum bietet Abwechslung
    152
    Kunst und Kultur - auch eine Gegenwelt155
    Kapitel 8Die Republik horcht auf161
    Die Entschuldungsuhr macht Langenfeld berühmt
    162
    Die Medienpräsenz wird konstruktiv genutzt166
    Kapitel 99: Die süßen Früchte des Erfolgs173
    Worauf es ankommt175
    1Die Überzeugungskraft guter und positiver Vorbilder175
    2Die öffentliche Kontroverse176
    3Die Vorteile pragmatischer Entscheidungen178
    4Die absolute Verlässlichkeit seitens des Entscheiders180
    Befreit in die Zukunft!183



    Vorwort

    Vorwort :

    Wir kehren vor der eigenen Tür

    Wie eine deutsche Mittelstadt ihre Schulden abbaut und dadurch den Bürgern die politische Gestaltungsfreiheit wiedergibt.

    Wenn Menschen sich über etwas beschweren, dann erteilt der Volksmund gerne den Rat, erst einmal vor seiner eigenen Türe zu kehren. Wir in Langenfeld nehmen diese Empfehlung ganz wörtlich: Bei uns fegen die Bürger ihre Straßen nämlich selbst.

    "Unerhört!", werden Sie jetzt sicher denken. So weit ist es in Deutschlands notorisch klammen Kommunen also schon gekommen, dass Kernaufgaben wie die Straßenreinigung gestrichen werden! Müssen Eltern andernorts nicht sogar marode Schulen in Eigenarbeit renovieren? Kümmern sich nicht immer öfter Bürgervereine anstelle des Gartenbauamts um die öffentlichen Grünanlagen? Erheben die Verwaltungen nicht trotzdem vor jedem Handschlag eine gepfefferte Gebühr? Wie kann es also sein, dass Deutschlands Städte und Gemeinden trotzdem an ihren Schulden ersticken?

    In etwa so trübe waren auch mal die Aussichten der zwischen Köln und Düsseldorf gelegenen Stadt Langenfeld. Vor 20 Jahren hatte sie 50.000 Einwohner und 38 Millionen Euro Schulden. Damit stand jeder unserer Bürger, vom Säugling bis zum Greis, rein rechnerisch mit 760 Euro in der Kreide - wohlgemerkt nur als Langenfelder. Als Nordrhein-Westfale und als Bundesbürger betrugen seine Schulden auch damals schon ein Vielfaches dieser Summe. Denn der Anteil der Städte und Gemeinden an der bundesdeutschen Staatsverschuldung liegt recht konstant unter zehn Prozent.

    Doch unser aufgehäufter Schuldenberg war fast halb so hoch wie die Summe unseres jährlichen städtischen Etats. Wie im Falle so vieler öffentlicher Haushalte schien auch in Langenfeld der Tag nicht mehr fern, an dem die Stadt mehr Geld für Zinszahlungen würde ausgeben müssen als für ihren eigentlichen Dienst am Bürger.

    Mit einer Brandrede bewog der damalige Kämmerer Winfried Graw den Stadtrat, erst zögerlich, dann immer entschlossener auf die Schuldenbremse zu treten. Ab 1986 wurde zunächst die Neuverschuldung auf Null gesenkt - Null Nettoneuverschuldung! Seitdem macht unsere Stadt nicht nur keine neuen Schulden mehr, sie stottert ihre alten Kredite ab. Am Rathaus unserer Stadt hängt eine Schuldenuhr, die unaufhörlich dem Null-Euro-Punkt entgegentickt. Wenn Sie dieses Buch in Ihren Händen halten, dann wird Langenfeld die erste deutsche Mittelstadt mit über 50.000 Einwohnern ohne Schulden sein. Doch im Gegensatz zu Großstädten wie Dresden oder Düsseldorf, die dieses Wunder etwas früher vollbracht haben, mussten wir dafür auch nicht unser Tafelsilber "verscherbeln" oder eine Privatisierungswelle auslösen. Wir haben einfach über Jahre eisern gespart - und trotzdem stets in die Zukunft unseres Gemeinwesens investiert.

    Von Praktikern für Praktiker - Das Know-how, das wir in dieser Zeit angesammelt haben, finden Sie im Folgenden anschaulich und leicht verständlich dargestellt. Dieses Buch will weder eine wissenschaftliche Abhandlung noch eine kompliziert formulierte Analyse sein: Es ist ein nützlicher Erfahrungsbericht aus 20 Jahren erfolgreicher Kommunalverwaltung und -politik, der sich an der Praxis orientiert. Ich hoffe, dass ich auf diese Weise alle engagierten Bürgerinnen und Bürger in den Tausenden von Städten erreiche, die sich nicht entmutigen ließen und immer noch bereit sind, in Politik und Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen.

    In ihrem Sinne verfasste ich kein Lehr-, sondern vielmehr ein Handbuch mit einer breiten Palette von Anregungen, die Auswege aus dem Schuldendilemma zahlreicher Kommunen aufzeigen. Sie sollen Bürgern Hoffnung geben, damit sie nicht ohnmächtig resignieren, sondern sich engagieren. Meine Tipps sollen auch anregen, Kommunalpolitiker dabei zu unterstützen, frei nach dem Motto "Nicht jammern, sondern handeln!" Denn wie Langenfeld zeigt, kann Zukunft vor Ort aktiv gestaltet werden. Dabei lässt sich der Langenfelder Weg sicherlich nicht eins zu eins kopieren. Doch er eröffnet die Chance, einmal ganz neu über lokale Gegebenheiten nachzudenken und erfolgreich Veränderungen einzuleiten. Dabei wünsche ich Ihnen viel Erfolg!

    Klappentext

    1-2-3 SCHULDENFREI

    Magnus Staehler

    Nachmachen empfiehlt sich!

    Ein kleine Sensation bahnt sich im Herbst 2008 in Deutschland an: Die Stadt Langenfeld ist schuldenfrei! Während sich landauf, landab Stadtkämmerer die Köpfe über schlüssige Finanzkonzepte zerbrechen, hat Langenfeld im Rheinland seinen Königsweg schon vor über 20 Jahren gefunden und beschritten. Mit dem ebenso simplen wie effektiven Hausfrauen-Grundsatz "Gib nicht mehr Geld aus, als du einnimmst" hat sich Langenfeld entschuldet und sorgt so - als erste deutsche Mittelstadt mit über 60.000 Einwohnern - für ein echtes Novum in unserem Land.

    Doch im Gegensatz zu den Großstädten Dresden oder Düsseldorf, die dieses Wunder etwas früher vollbracht haben, mussten die Langenfelder dafür nicht ihr Tafelsilber "verscherbeln" oder eine Privatisierungswelle lostreten. Sie haben einfach über Jahre eisern gespart - und trotzdem stets in die Zukunft ihres Gemeinwesens investiert.

    Beispiel gefällig? Nach dem Motto "Kehren Sie Ihre Gebühren runter" verteilte die Stadt 1.000 Besen an die Bürger, die diese freudig in Empfang nahmen und so Kosten für die Stadtreinigung einsparen konnten.

    Für Politikverdrossene ist der Bürgermeister Langenfelds ein Hoffungsschlmmer am Horizont: Zeigt er doch, dass es in Deutschland noch Volksvertreter gibt, die Wort halten und den Bürgern die ihnen zustehende Dividende auszahlen.



    ISBN 978-3-7093-0226-2 www.lindeverlag.de

    L*nde

    international

    Autor


    DER AUTOR:

    Magnus Staehler, der 50-jährige Langenfelder Bürgermeister, wurde zuletzt mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt und genießt inzwischen bundesweit den Ruf eines ausgezeichneten Entschuldungsexperten. Lebensnah schildert er in seinem Buch, dass die Konsolidierung eines öffentlichen Haushalts nichts mit Zauberei zu tun hat.