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    Abschied vom Homo Oeconomicus

    Warum wir eine neue ökonomische Vernunft brauchen

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    Abschied vom Homo Oeconomicus
    Warum wir eine neue ökonomische Vernunft brauchen

    Autoren:

    Verlag:
    Eichborn Verlag  Weitere Titel dieses Verlages anzeigen

    Erschienen: Februar 2008
    Seiten: 250
    Sprache: Deutsch
    Maße: 226x157x28
    Einband: Leinen (Buchleinen)
    ISBN: 3821856785
    EAN: 9783821856780

    Inhaltsverzeichnis

    Inhalt
    Gibt es stabile Ökonomie?9
    Die Wirtschaftstheorien und das Alltagsreale9
    Räuber und Beutetiere - Fresse, wer kann!14
    Menschen als Jäger nach der Beute namens Verdienst17
    Strebt der Markt in ein Gleichgewicht?22
    Unter Stress zum Prekariat25
    Wie der Stresslevel so der Mensch25
    Der Schweinezyklus31
    Der Instinkt im Bierspiel33
    Die Effizienz und die Industrieschweine40
    Es trickst, wer sonst untergeht43
    Wo betrogen wird, verliert das Ehrliche an Wert45
    Erst Armani oder ALDI -zum Schluss der Basar48
    Signaling, Screening & Co. gegen den Niedergang51
    Die Entstehung der Klassen54
    Wirtschaftszyklen und Life Cycles60
    Lebenszyklen überall61
    Kondratieff-Wellen66
    Das Auf und Ab im Körper74
    Darf Arbeit Spaß machen?75
    Welche (Bio-)Chemie stimmt?80
    Aggressive Typ-A- und entspannte Typ-B-Menschen85
    Hirnwellenlängen88
    Life Cycle der ökonomischen Anschauungen95
    Wachstum und Boom97
    Sättigung und Reife des Marktes - bis zum Gipfel101
    Crash oder Schrecksekunde am Höhepunkt106
    Intermezzo - Warum sich alles wieder umkehrt107
    Nutzenbetrachtung der Arbeit - Konzentration auf Effektivität und Standards109
    Kostenbetrachtung der Arbeit - Konzentration auf Effizienz und Leistungsmessung116
    Craze um das Neue und eventuell ein Crash119
    Intermezzo - Gedanken über das Neue122
    Profitbetrachtung der Arbeit - Konzentration auf Gewinnsteigerung124
    Der neue Zyklus beginnt130
    Der Dow Jones Index im letzten Zyklus131
    Lieblingstheorien im Wandel des Wirtschaftswachstums134
    »Phasic Instinct« und die Wirtschaftstheorien138
    Das Theoriedilemma der Gefangenen und das Vertrauen141
    Gefangenen-Dilemmata im Management145
    Ethik oder der Zwiespalt des Einzelnen148
    Physiologie und Dynamik der verschiedenen Wirtschaftsphasen150
    »Bluttemperaturen« verschiedener Wirtschaftskulturen152
    Das Menschenbild im Zyklus154
    Zeitgemäße Managertypen160
    Up & Down in den Unternehmen163
    Zeit - voranschreiten oder wegrennen164
    Raum - Expansion oder Schrumpfung164
    Mensch & Motivation - extrinsisch oder intrinsisch165
    Personalwesen167
    Produkte und ihre Qualität170
    Service und Kunden172
    Märkte, Marken und Marketing175
    Vertrieb und Kunden177
    Identität und Imagepflege178
    Innovation180
    Finanzen181
    Gewerkschaften182
    Am Ende steht immer die Manie184
    Up-Management als Technik zum Down187
    Auf der Suche nach Spitzenleistungen189
    Benchmarking und Scorecards192
    Ranking und Rankism195
    »Kundenorientierung«197
    Fokus199
    Ceteris-Paribus-Schrauben201
    Black-Box-Ökonomie203
    Black-Box-Menschen206
    Economy-Mitarbeiter als Allzweckmaschinen209
    Als Economy-Kunde in Multiple-Choice-Segmenten210
    Struktur erzeugt strukturierten Inhalt211
    Effizienz erzeugt den effizienten Menschen214
    Lemon Lemmings216
    Kann sich etwas zum Guten ändern?218
    Ökonomie sieht nur bis zum Tellerrand219
    Philosophisch-ökonomische Wahrheit221
    Ökonomie 2.0224
    Leadership und Vertrauen229
    Kooperative Infrastrukturen231
    Kaizen oder Maßhalten232
    Rekapitulation und Ausblick236
    Der mittlere Weg238
    Ökonomie und »Phasic Instinct«240
    Management heute und morgen245
    Quo vadis, Ökonomie?248



    Klappentext


    Wenn Unternehmensgewinne wachsen, Steuereinnahmen sprudeln und Löhne steigen, geben Manager, Politiker und Arbeitnehmer das Geld mit vollen Händen aus. Naht der Abschwung, heifit es

    Gürtel enger Schnallen: Personal freisetzen, Steuererleichterungen streichen und jeden Cent auf die hohe Kante legen. Und auch emotional fallen wir von einem Extrem ins andere: Im Aufschwung sind wir zuversichtlich, fair und kreativ, in der Krise regieren Darwin und Wirtschaftskrieg, ziehen Angst, Stress und Vorsicht in die Köpfe.

    Den Menschen so nehmen wie, er ist, heißt nach Gunter Dueck, diese Emotionen ernst zu nehmen. Was immer wir über die Wirtschaft denken, ist abhängig von unserem Bauchgefühl. Je nach Stresslevel halten wir unterschiedliche Dinge für richtig. Trotzdem operiert die Wirtschaftstheorie mit dem Modell des Homo oeconomicus, der stets rational handelt und auf immer gleiche Weise durch Geld und Nutzen zu motivieren ist. Das ist falsch, sagt Gunter Dueck und fordert eine ökonomische Vernunft, die Instinkte, Emotionen und Vertrauensbeziehungen einbezieht und sich um mehr Stetigkeit und Nachhaltigkeit bemüht.

    In guten Zeiten wollen Manager Vorteile maximieren, in schlechten Schaden minimieren.

    Und weil alle das tun, ist unternehmerisches Handeln nicht vernünftig, sondern von Instinkten geleitet. Hammelherdenverhalten und Lust oder Angstimpulse prägen die Ökonomie, nicht Rationalität.

    Verblüffend einfach und zugleich höchst unterhaltsam zeigt Gunter Dueck anhand vieler Beispiele auf, wie die vermeintliche Cleverness des Einzelnen das Auf und Ab innerhalb der Wirtschaftszyklen verstärkt. Sein Buch ist ein kluges Plädoyer für eine neue wertorientierte, ökonomische Vernunft, die den Menschen in den Blick nimmt und uns lehrt, in fetten Jahren Maß zu halten und in mageren gelassen zu bleiben.

    »Das Prädikat wild duck« ist wohlverdient. Geradezu aufregend quergedacht.«
    Wirtschaftswoche


    ISBN 978-3-8218-5678-0

    Autor

    Prof. Dr. Gunter Dueck,

    geboren 1951, ist Chef-Technologe bei IBM. Er studierte Mathematik und Betriebswirtschaft und war fünf Jahre Professor für Mathematik in Bielefeld. Dueck ist IEEE Fellow, Mitglied der IBM Academy of Technology, Mitglied der Präsidien der Gesellschaft für Informatik und der Deutschen Mathematiker-Vereinigung. Er ist seit über 20 Jahren im Hochschulauswahlausschuss der Studienstiftung des deutschen Volkes tätig. Der Autor zahlreicher Bücher lebt bei Heidelberg. Sein Titel »Lean Brain Management« erhielt von der Financial Times Deutschland den »Wirtschaftsbuchpreis 2006«.

    Mehr unter: www.omnisophie.com

    Vorwort

    IBM-Chefstratege Gunter Dueck entwirft ein Modell für eine wertorientierte ökonomische Vernunft Wenn Unternehmensgewinne wachsen, Steuereinnahmen sprudeln und Löhne steigen, geben Manager, Politiker und Arbeitnehmer das Geld mit vollen Händen aus. Naht der Abschwung, heißt es Gürtel enger schnallen: Personal freisetzen, Steuererleichterungen streichen und jeden Cent auf die hohe Kante legen. Und auch emotional fallen wir von einem Extrem ins andere: Im Aufschwung sind wir zuversichtlich, fair und kreativ, in der Krise regieren Darwin und Wirtschaftskrieg, ziehen Angst, Stress und Vorsicht in die Köpfe. Den Menschen ernst nehmen, sagt Gunter Dueck, heißt, diese Emotionen ernst nehmen. Was immer wir über die Wirtschaft denken, ist abhängig von unserem Bauchgefühl. Je nach Stresslevel halten wir unterschiedliche Dinge für richtig. Trotzdem operiert man in der Wirtschaft mit dem Modell von einem Homo oeconomicus, der stets rational handelt und auf immer gleiche Weise durch Geld und Nutzen zu motivieren ist. Das ist falsch, sagt Gunter Dueck und fordert eine ökonomische Vernunft, die den Menschen in den Blick nimmt und uns lehrt, in fetten Jahren Maß zu halten und in mageren gelassen zu bleiben.

    Reviews

    'Gegen die mit der Wirtschaftslage wechselnden Managementphilosophien setzt Gunter Dueck eine Kultur des rechten Maßes, des Vertrauens und des Respekts. ... Mit seinen Vorträgen vor Managern zum Thema erntet Dueck regelmäßig Begeisterung - und hinterher machen seine Zuhörer regelmäßig so weiter wie bisher. So berichtet er selbst, und das leuchtet ein. Immerhin propagiert Dueck ein ziemlich radikales Umdenken. Konkrete Handlungsanweisungen darf man nicht erwarten, wohl aber eine neue Gesamtschau, über die es lange nachzudenken gilt.“ (Christoph Pöppe, Spektrum der Wissenschaft, August 2009) "Dueck ruft zum Querdenken auf (...) ist ihm erneut ein spannendes und anregendes Buch gelungen, dessen Lektüre sich nicht nur für Manager lohnt." ( Handelsblatt , 25. April 2008) "...argumentiert er kenntnisreich und mit der ihm üblichen Ironie, (...) die Analyse der gegenwärtigen Malaisen jedoch ist durchaus lesenswert und unterhaltsam. Seine Fragen stimmen und um die Antworten wird früher oder später jedes System, jede Organisation und jeder Einzelne ringen müssen." ( Süddeutsche Zeitung , 15./16. März 2008) "Aktueller denn je. So manch ein deutscher Vorstandschef sollte diese Buch in die Hand nehmen." ( Cash , 1. Mai 2008) "Mit seinem neuen Buch Abschied vom Homo oeconomicus erklärt er mal eben ganze Bibliotheken kluger Wirtschaftsliteratur für ungültig. Ein gewagter Versuch - und ein sehr gelungener. Denn Dueck erläutern einleuchtend und unterhaltsam, warum Menschen in der Rezession Dinge sagen und tun, von denen sie im Boom nichts mehr wissen wollen, und umgekehrt. (...) wer lieber Querdenker als vorbildliches Mitglied einer Hammelherde ist, der wird sich in diesem Buch bestätigt sehen." ( Harvard Business Manager , 1. Mai 2008) “get Abstract empfiehlt das Buch nachdrücklich allen Managern, Politikern, Journalisten und Studenten.“ ( get Abstract , 25. Juni 2008) “Ein eindrucksvolles Plädoyer für weniger Verstand und mehr Bauch.' ( CIO - IT Strategie für Manager , 1. Juli 2008) 'Besonders schief liegen wir mit unserer Einschätzung der Dinge, wenn es wirtschaftlich bergab geht. Darauf gründet Duecks Theorie des "Phasic Instinct". Sie erklärt die enormen Auf- und Abschwünge in der Wirtschaft, die sich nach dem "Stresslevel" der beteiligten Akteure richten - wir sind eben keine Rechenmaschinen, sondern "eher eine große Masse von leicht erregbaren Individuen, die wie Lemminge hin und her rasen, je nachdem, wohin der Trend zeigt". Oder anders: Wir neigen habituell zu Überreaktionen, und Wirtschaftstheorien, so Dueck, haben im Wesentlichen die Aufgabe, diese Maßlosigkeit rational aussehen zu lassen.“ (Steffen Martus, Berliner Zeitung , 20. August 2008)