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    Abschied vom Stern

    Eine Frau auf den Spuren ihrer jüdischen Familie

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    Abschied vom Stern
    Eine Frau auf den Spuren ihrer jüdischen Familie

    Autoren:

    Verlag:
    Budrich  Weitere Titel dieses Verlages anzeigen

    Erschienen: März 2009
    Seiten: 234
    Sprache: Deutsch
    Illustration: Mit Abbildungen
    Maße: 205x119x16
    Einband: Kartoniert / Broschiert
    Reihe: Rohnstock Biografien
    ISBN: 3866492316
    EAN: 9783866492318

    Inhaltsverzeichnis

    Inhalt
    9 Zwiegespräch
    Familie Katzenstein, Lichtenstein, Grimmer
    17 Abschied vom Stern
    19 Im Zwickel 13
    27 Ruth Lichtenstein in Berlin
    34 Vertreibung aus Rotenburg
    36 Abschiede
    43 Der Hirschkäfer im Apfelbaum
    46 Mein Bruder Hans
    50 Viele Namen, ein Franz
    53 Der Prozess
    Familie Gützlaff
    71 Hochverrat
    80 Die Jüdin und der Kommunist
    82 Ankunft in Brodowin
    86 Heinz weit weg
    93 Familie Gützlaff in Brodowin
    102 Mein Vater, der Bürgermeister
    107 Ein Beinbruch
    108 Alle in einem Haus
    110 Heinz geht studieren
    117 Katinkas Schulanfang
    120 Allein mit Haus und Hof
    125 Eine berufstätige Frau
    129 Kathrin in Berlin
    136 Die Mischpoche in der DDR
    141 Ilse Ploog
    143 Die Gesellschaft meines Vaters
    147 Heinz Gützlaffs letzte Briefe
    150 Ein versehentlicher »Verrat«
    152 Horst
    Familie Reiher
    157 Noch ein neuer Name
    162 Eigene Wege und die Kuh aus Brodowin
    167 Matthias und Michael
    171 Holz ist nicht rosa
    172 Abschied von Ruth
    177 Die Schichttorte
    180 Die Zeit war reif
    185 Vogel Berta
    186 Mein Bruder Franz
    192 Franziska
    198 Kathrin heute
    202 Lilly
    Spuren
    211 Vom Glauben
    215 Neuseeland, England, Israel, USA - und Schwanebeck
    224 Spuren, in Stein gemeißelt
    226 Spurenlos?
    231 Ruths Stern



    Klappentext

    ROHNSTOCK BIOGRAFIEN
    wurde 1998 von Katrin Rohnstock gegründet. Die Firma hat sich auf das Schreiben von Autobiografien, Familien- und Firmengeschichten spezialisiert. Mit einer von Rohnstock Biografien eigens entwickelten Methode übertragen die Autoren erzählte Lebensgeschichte in Schriftsprache und bewahren dabei die Lebendigkeit und das Charakteristische des mündlich Erzählten.

    Meist entstehen die Bücher im Auftrag von Privatpersonen, die ihre Lebenserinnerungen an die Familie, Freunde oder Kollegen weitergeben möchten. In einigen Fällen sind die Geschichten auch für einen größeren Leserkreis interessant und werden in der Buchreihe von Rohnstock Biografien veröffentlicht - wie diese von Kathrin Reiher.


    »Warum mir der Abschied vom Stern meiner Mutter Ruth so schwerfiel, ist in meinem Inneren verborgen. (...) Als sie ihn an ihren Mantel heften musste, war Ruth die Tochter eines jüdischen Vaters, die Witwe eines jüdischen Mannes und Mitglied der jüdischen Gemeinde in Berlin. Meine Mutter war damit Jüdin. Doch das sollte sich bald ändern. Wie es dazu kam, das ist eine lange Geschichte, die ich dir gern erzählen will.«

    In Briefen an ihre Enkeltochter Franziska begibt sich Kathrin Reiher, Jahrgang 1944, auf die Suche nach der eigenen Vergangenheit. Sie erzählt eine bewegte Familiengeschichte zwischen jüdischer, deutscher und kommunistischer Identität. Eine Geschichte von starken Frauen und einem besonderen Vater. Und die Geschichte einer Familie mit vielen Namen.

    Mit ihren Aufzeichnungen und einem reichen Schatz an Familienfotos und Dokumenten wandte sich Kathrin Reiher 2007 an Rohnstock Biografien. Die Autobiografikerin Susanne Plath sichtete und bearbeitete das Material. In Gesprächen trugen sie weitere Details und Erinnerungen zusammen. Es entstand eine facettenreiche Erzählung, mit der sich Kathrin Reiher der Geschichte ihrer Eltern nähert und sie lebendig hält. Für ihre Enkeltochter. Für sich selbst. Und für die, die all die Namen trugen, die sie unvergessen wissen möchte.


    ISBN 978-3-86649-231-8

    Autor

    Susane Plath, 1979 in Kiel geboren, wuchs an der holsteinischen Ostseeküste auf. Sie studierte Literatur-, Theater- und Editionswissenschaften in München und Berlin, wo sie heute als freie Lektorin und Autorin lebt. Seit 2005 arbeitet sie für Rohnstock Biografien, zunächst als Lektorin. Sie widmete sich besonders der Herausgabe von Nachlässen, Tagebüchern und Briefen. Ihr Interesse an gelebten Geschichten veranlasste sie, zusätzlich den von Rohnstock Biografien entwickelten Ausbildungsgang zur Autobiografikerin zu absolvieren. Seitdem unterstützt sie Menschen, die ihre Lebensgeschichte verfassen möchten.

    Vorwort

    In Briefen an ihre Enkeltochter Franziska begibt sich Kathrin Reiher auf die Suche nach der eigenen Vergangenheit. Sie erzählt eine bewegte Familiengeschichte zwischen jüdischer, deutscher und kommunistischer Identität. Eine Geschichte von starken Frauen und einem besonderen Vater. Und die Geschichte einer Familie mit vielen Namen. "Warum mir der Abschied vom Stern meiner Mutter Ruth so schwer fiel, ist in meinem Inneren verborgen. (...) Als sie ihn an ihren Mantel heften musste, war Ruth die Tochter eines jüdischen Vaters, die Witwe eines jüdischen Mannes und Mitglied der Berliner Jüdischen Gemeinde. Meine Mutter war damit Jüdin. Doch das sollte sich bald ändern. Wie all das kam, ist eine lange Geschichte, die ich Dir gern erzählen will." Nach den Selbstmorden ihres Vaters und ihres ersten Ehemannes lernt Ruth 1935 in Berlin den Kommunisten Heinz Gützlaff kennen, der gerade aus der Haft wegen Hochverrats entlassen wurde. Sie gilt als Jüdin und eine "Misch ehe" ist verboten. Um ihren gemeinsamen Sohn Franz, geb. 1941, zu legitimieren, erkennt ein jüdischer Arzt offiziell die Vaterschaft an. Der zwölfjährige Sohn Hans aus Ruths erster Ehe musste inzwischen als Jude mit einem Kindertransport nach England flüchten, seine Halbschwester Tony geht nach Palästina. Um Ruths Anerkennung als Arierin zu erreichen und sie dadurch vor Verfolgung zu schützen, schwört ihre arische Mutter vor Gericht den Meineid, ihre Tochter sei das uneheliche Kind eines Deutschen. Heinz und Ruth dürfen nun heiraten und ziehen mit Franz ins Brandenburgische Brodowin. Dort wird 1944 Kathrin geboren, sie verbringt eine glückliche Kindheit auf dem Dorf. Nach schwerer Krankheit engagiert sich der Vater als KPDMitglied und Bürgermeister von Brodowin beim sozialistischen Aufbau der jungen DDR. Er lässt sich zum Staatsanwalt ausbilden und geht mit der Familie zurück nach Berlin.