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Budrich Weitere Titel dieses Verlages anzeigen
| Inhalt | ||||||
| 9 | Zwiegespräch | |||||
| Familie Katzenstein, Lichtenstein, Grimmer | ||||||
| 17 | Abschied vom Stern | |||||
| 19 | Im Zwickel 13 | |||||
| 27 | Ruth Lichtenstein in Berlin | |||||
| 34 | Vertreibung aus Rotenburg | |||||
| 36 | Abschiede | |||||
| 43 | Der Hirschkäfer im Apfelbaum | |||||
| 46 | Mein Bruder Hans | |||||
| 50 | Viele Namen, ein Franz | |||||
| 53 | Der Prozess | |||||
| Familie Gützlaff | ||||||
| 71 | Hochverrat | |||||
| 80 | Die Jüdin und der Kommunist | |||||
| 82 | Ankunft in Brodowin | |||||
| 86 | Heinz weit weg | |||||
| 93 | Familie Gützlaff in Brodowin | |||||
| 102 | Mein Vater, der Bürgermeister | |||||
| 107 | Ein Beinbruch | |||||
| 108 | Alle in einem Haus | |||||
| 110 | Heinz geht studieren | |||||
| 117 | Katinkas Schulanfang | |||||
| 120 | Allein mit Haus und Hof | |||||
| 125 | Eine berufstätige Frau | |||||
| 129 | Kathrin in Berlin | |||||
| 136 | Die Mischpoche in der DDR | |||||
| 141 | Ilse Ploog | |||||
| 143 | Die Gesellschaft meines Vaters | |||||
| 147 | Heinz Gützlaffs letzte Briefe | |||||
| 150 | Ein versehentlicher »Verrat« | |||||
| 152 | Horst | |||||
| Familie Reiher | ||||||
| 157 | Noch ein neuer Name | |||||
| 162 | Eigene Wege und die Kuh aus Brodowin | |||||
| 167 | Matthias und Michael | |||||
| 171 | Holz ist nicht rosa | |||||
| 172 | Abschied von Ruth | |||||
| 177 | Die Schichttorte | |||||
| 180 | Die Zeit war reif | |||||
| 185 | Vogel Berta | |||||
| 186 | Mein Bruder Franz | |||||
| 192 | Franziska | |||||
| 198 | Kathrin heute | |||||
| 202 | Lilly | |||||
| Spuren | ||||||
| 211 | Vom Glauben | |||||
| 215 | Neuseeland, England, Israel, USA - und Schwanebeck | |||||
| 224 | Spuren, in Stein gemeißelt | |||||
| 226 | Spurenlos? | |||||
| 231 | Ruths Stern | |||||
ROHNSTOCK BIOGRAFIEN
wurde 1998 von Katrin Rohnstock gegründet. Die Firma hat sich auf das Schreiben von Autobiografien, Familien- und Firmengeschichten spezialisiert. Mit einer von Rohnstock Biografien eigens entwickelten Methode übertragen die Autoren erzählte Lebensgeschichte in Schriftsprache und bewahren dabei die Lebendigkeit und das Charakteristische des mündlich Erzählten.
Meist entstehen die Bücher im Auftrag von Privatpersonen, die ihre Lebenserinnerungen an die Familie, Freunde oder Kollegen weitergeben möchten. In einigen Fällen sind die Geschichten auch für einen größeren Leserkreis interessant und werden in der Buchreihe von Rohnstock Biografien veröffentlicht - wie diese von Kathrin Reiher.
»Warum mir der Abschied vom Stern meiner Mutter Ruth so schwerfiel, ist in meinem Inneren verborgen. (...) Als sie ihn an ihren Mantel heften musste, war Ruth die Tochter eines jüdischen Vaters, die Witwe eines jüdischen Mannes und Mitglied der jüdischen Gemeinde in Berlin. Meine Mutter war damit Jüdin. Doch das sollte sich bald ändern. Wie es dazu kam, das ist eine lange Geschichte, die ich dir gern erzählen will.«
In Briefen an ihre Enkeltochter Franziska begibt sich Kathrin Reiher, Jahrgang 1944, auf die Suche nach der eigenen Vergangenheit. Sie erzählt eine bewegte Familiengeschichte zwischen jüdischer, deutscher und kommunistischer Identität. Eine Geschichte von starken Frauen und einem besonderen Vater. Und die Geschichte einer Familie mit vielen Namen.
Mit ihren Aufzeichnungen und einem reichen Schatz an Familienfotos und Dokumenten wandte sich Kathrin Reiher 2007 an Rohnstock Biografien. Die Autobiografikerin Susanne Plath sichtete und bearbeitete das Material. In Gesprächen trugen sie weitere Details und Erinnerungen zusammen. Es entstand eine facettenreiche Erzählung, mit der sich Kathrin Reiher der Geschichte ihrer Eltern nähert und sie lebendig hält. Für ihre Enkeltochter. Für sich selbst. Und für die, die all die Namen trugen, die sie unvergessen wissen möchte.
ISBN 978-3-86649-231-8
Susane Plath, 1979 in Kiel geboren, wuchs an der holsteinischen Ostseeküste auf. Sie studierte Literatur-, Theater- und Editionswissenschaften in München und Berlin, wo sie heute als freie Lektorin und Autorin lebt. Seit 2005 arbeitet sie für Rohnstock Biografien, zunächst als Lektorin. Sie widmete sich besonders der Herausgabe von Nachlässen, Tagebüchern und Briefen. Ihr Interesse an gelebten Geschichten veranlasste sie, zusätzlich den von Rohnstock Biografien entwickelten Ausbildungsgang zur Autobiografikerin zu absolvieren. Seitdem unterstützt sie Menschen, die ihre Lebensgeschichte verfassen möchten.
In Briefen an ihre Enkeltochter Franziska begibt sich Kathrin Reiher auf die Suche nach der eigenen Vergangenheit. Sie erzählt eine bewegte Familiengeschichte zwischen jüdischer, deutscher und kommunistischer Identität. Eine Geschichte von starken Frauen und einem besonderen Vater. Und die Geschichte einer Familie mit vielen Namen. "Warum mir der Abschied vom Stern meiner Mutter Ruth so schwer fiel, ist in meinem Inneren verborgen. (...) Als sie ihn an ihren Mantel heften musste, war Ruth die Tochter eines jüdischen Vaters, die Witwe eines jüdischen Mannes und Mitglied der Berliner Jüdischen Gemeinde. Meine Mutter war damit Jüdin. Doch das sollte sich bald ändern. Wie all das kam, ist eine lange Geschichte, die ich Dir gern erzählen will." Nach den Selbstmorden ihres Vaters und ihres ersten Ehemannes lernt Ruth 1935 in Berlin den Kommunisten Heinz Gützlaff kennen, der gerade aus der Haft wegen Hochverrats entlassen wurde. Sie gilt als Jüdin und eine "Misch ehe" ist verboten. Um ihren gemeinsamen Sohn Franz, geb. 1941, zu legitimieren, erkennt ein jüdischer Arzt offiziell die Vaterschaft an. Der zwölfjährige Sohn Hans aus Ruths erster Ehe musste inzwischen als Jude mit einem Kindertransport nach England flüchten, seine Halbschwester Tony geht nach Palästina. Um Ruths Anerkennung als Arierin zu erreichen und sie dadurch vor Verfolgung zu schützen, schwört ihre arische Mutter vor Gericht den Meineid, ihre Tochter sei das uneheliche Kind eines Deutschen. Heinz und Ruth dürfen nun heiraten und ziehen mit Franz ins Brandenburgische Brodowin. Dort wird 1944 Kathrin geboren, sie verbringt eine glückliche Kindheit auf dem Dorf. Nach schwerer Krankheit engagiert sich der Vater als KPDMitglied und Bürgermeister von Brodowin beim sozialistischen Aufbau der jungen DDR. Er lässt sich zum Staatsanwalt ausbilden und geht mit der Familie zurück nach Berlin.