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    Am Kanal der blauen Glocken - Künstlerkolonie und Königsschloß

    Nymphenburg-Gern - Erlebte Stadtgeschichte

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    Am Kanal der blauen Glocken - Künstlerkolonie und Königsschloß
    Nymphenburg-Gern - Erlebte Stadtgeschichte

    Autoren:

    Verlag:
    Eos Verlag U. Druck  Weitere Titel dieses Verlages anzeigen

    Erschienen: November 2006
    Seiten: 192
    Sprache: Deutsch
    Illustration: Zahlr. meist farb. Abb., 1 Ktn.-Skizze, 16 farb. Abb.
    Maße: 199x121x17
    Einband: Kartoniert / Broschiert
    ISBN: 3830672594
    EAN: 9783830672593

    Inhaltsverzeichnis

    Inhaltsverzeichnis
    1.IM WILDEN WESTEN MÜNCHENS. DER SCHULWEG 9
    Lange nichts los in der Prärie11
    2.AM NYMPHENBURGER »KANAL DER BLAUEN GLOCKEN« 13
    Die Lindenallee 16
    3.WELTLICHES JAGDREVIER UND GEISTLICHER GRUND 21
    Der nobelste Jägerhochstand Europas: Die Amalienburg23
    Dreieckiges Land rund um vier Klosterhöfe25
    4.PROSIT UND HURRA-DIE VERGNÜGUNGSMEILE FÜR AUSFLÜGLER 29
    Seine Königliche Hoheit im Würm-Familienbad30
    Ritter, Sennerinnen und Zigeuner32
    5.MODELLPROJEKT »FAMILIENHÄUSERCOLONIE GERN«-DIE ÄLTESTE REIHENHAUSSIEDLUNG MÜNCHENS 35
    Jakob Heilmann, der avantgardistische Gründerzeit-Boß36
    Englische Cottages oder Jugendstilhäuser für moderne Münchner38
    Das Elternhaus, ein historischer Prototyp41
    Fitneßtraining inklusive: Treppauf Treppab43
    ... aber die Straßen tipptopp modern45
    6.KÜNSTLERHOCHBURG ZUR GLANZZEIT GERNS 49
    Noch ein Novum: Künstlerkolonie vom Reißbrett51
    Zwischen fürstlichen Künstlerresidenzen und bohemen Malerbuden54
    Im Sog des Kunststil-Gebrodels um die Wendezum 20. Jahrhundert57
    Die Röth-Linde: »Intime Landschaften« und mehr
    »Dachauer Malschule« und Gerner Kollegen Das hosenlose »Brunnenbuberl« - ein Bildhauerskandal oder: Die vernetzten Künstlerkolonien Dachau -
    Holzhausen am Ammersee - Gern66
    Der Prinzregent als nachbarschaftlicher Kunstmäzen72
    7.DIE ROTE »SIMPLICISSIMUS«-BULLDOGGE UND ANDERE BISSIGE GERNER KARIKATURISTEN 77
    Der Oberwadlbeißer Deutschlands Th. Th. Heine81
    Das Multitalent Bruno Paul: von der Zitrone zu Zitronenzimmern87
    Vagabundenwürde gegen Spießerdünkel:
    Rudolf Wilke und Ludwig Thoma91
    Von Gern nach der Sahara-Oase Biskra:
    Das Simpl-Radl-Team100
    Zum Bilderfälschen verführt: Lena Christ105
    Karl Arnold: Die Hakenkreuz-Pupille im Auge des Diktators .106
    Vom »Phosphor« zum neuen »Simplicissimus«:
    Mein Onkel Gerhardt Hentrich109
    Sechzig Jahre Zeitgeschichte mit spitzem Stift113
    8.ALLZU GERN IN GERN: HEUTE EIN GESUCHTES TOP-WOHNVIERTEL 121
    Der große Wandel 123
    9.KIRCH WEG NACH NEUHAUSEN: HERZ-JESU-STATT TURNFESTHALLE EIN FUTURISTISCHER SAKRALBAU 127
    ... und ein Abstecher zum gotischen Winthirkircherl als Kontrast 128
    10.UNTER DER BAYERISCHEN GNADENSONNE IN NYMPHENBURG: DIE HOFNONNEN DER WITTELSBACHER 131
    Im »Ehrenhof« des Rondells: von kessen Porzellanputten bis zur frommen Mädchenschule132
    »Gleichberechtigung« auf Bildung im 17. Jahrhundert - eine Revolution135
    Die Witteisbacher als Schutzherren des ersten modernen weiblichen Lehrordens Europas138
    11.MARY WARD: JESUITESSE, EMANZE UND REBELLIN GEGEN DEN HEILIGEN STUHL 141
    Heilige Frauenrechtlerin oder Häretikerin - Das Geheimnis des Vatikans 144
    12.MOOSRÖSCHEN, MÖPSE UND MODERNE-DIE MARIA-WARD-SCHULE DER ENGLISCHEN FRÄULEIN UNTER KÖNIGLICHER OBERHOHEIT 147
    Gemeinsame Feste: Prinzregententorte und Prozessionen148
    Nackte Amazonen statt Klosterfrauen151
    13.HOCHZEIT IM ZELT: DIE PROGRESSIVE DREIFALTIGKEITSKIRCHE UND DAS ALTE FRIEDHÖFERL IN NYMPHENBURG 155
    Die Zerberusoder Zollpforte vor dem Jugendstil-Schulhaus155
    Die über dreihundertjährigen »Paradeiserhaus«-Glocken157
    »Ein Mensch sieht ein, daß wer, der stirbt, den andern nur den Tag verdirbt«158
    14.WEITER IN DEN WILDEN WESTEN: VON DER GARTENVORSTADT MIT STADTGARTEN IN DIE »GARTENSTADT«, VON GERN NACH GRÖBENZELL 165
    Der Herzogliche Expreß-Kurierweg durchs Moor:
    Postfrischer Fisch und Zollgelder für den Hof in München166
    Malerische Armut der »Mösler« - Motive für Dachauer Künstler168
    Der Gründerzeit-Kollege Heilmanns, August Exter, und seine »Familienhäuser-Colonien«
    Pasing, Blutenburg und Gröbenzell171
    Das Reformideal »Gartenstadt« damals und die typische »S-Bahn-Gemeinde« heute174
    Eingemündet und verbunden179
    ANMERKUNGEN UND QUELLEN 183
    DIE ROUTE 191



    Klappentext

    "Ich habe das Buch mit allergrößtem Vergnügen gelesen. Es ist ein Verdienst, dieses schöne Stadtviertel in so berührender Weise geschildert zu haben."

    Herbert Rosendorrer

    "Liebeserklärung an ein nobles Quartier."
    Süddeutsche Zeitung, Franz Freisleder

    Nymphenburg-Gern - Topviertel Münchens mit historischem Flair heute, zur Prinzregentenzeit Vorstadtidylle mit Superlativen. Eine hochrangige Künstlerkolonie "vom Reißbrett" entwickelte sich ab 1892, in der zeitweise über 70 Künstler wirkten, darunter mit die besten Karikaturisten der berühmten Satirezeitschrift "Simplicissimus" wie Th. Th. Heine. Außerdem entstand es als revolutionäres Architekturmodell, als erste gutbürgerliche Reihenhaussiedlung der boomenden Stadt, mit zahlreichen Ateliervillen durchmischt. Und im Lustschloß Nymphenburg residieren die nobelsten Bewohner Bayerns, die Witteisbacher, die mit weltlichem Prunk und geistlicher Protektion seit der Barockzeit das Viertel in seiner einzigartigen Form mitprägten.


    ISBN 978-3-8306-7259-3

    Autor

    Die Autorin, die Geschichte und Literatur studierte und u. a. Redakteurin beim Bayerischen Fernsehen war, ist einheimische "Insiderin". Ihr Onkel, Karikaturist und Maler, starb 1973 als einer der letzten Zeitzeugen der ehemaligen Künstlerhochburg.

    Vorwort

    München leuchtete in seiner glänzenden Ära als Kunstmetropole zur Prinzregentenzeit - bis ins vorstadtidyllische Viertel Nymphenburg-Gern. Rasch entwickelte sich ab 1892 in Gern eine hochrangige Künstlerkolonie mit zeitweise über 70 Künstlern, vernetzt mit der Künstlerkolonie Dachau und Holzhausen am Ammersee. Hier lebte auch eine Reihe hervorragender Karikaturisten der berühmten Satirezeitschrift "Simplicissimus" wie T.T. Heine. Denn Gern war ein revolutionierendes Bauprojekt der Gründerzeit: eine Künstlerkolonie vom Reißbrett, in der ein Sechstel aller Häuser als "Ateliervilla" gebaut wurde und gleichzeitig die erste gutbürgerliche Reihenhaussiedlung Münchens. Die Wittelsbacher als nobelste "Bewohner" des alten Viertels Nymphenburg-Gern an den Ufern des Kanals beeinflußten vielfältig seine Geschicke. Im Schloßrondell vereinten sie weltlichen Prunk mit geistlicher Fürsorge durch die Integration einer Kirche und Klosterschule der "Englischen Fräulein", dem ersten weiblichen Lehrorden in Europa. Das Buch enthält zahlreiche (Farb-)Abbildungen und Karikaturen sowie einen ausklappbaren Stadtplan zum Nachwandern.