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Eos Verlag U. Druck Weitere Titel dieses Verlages anzeigen
| Inhaltsverzeichnis | ||||||
| 1. | IM WILDEN WESTEN MÜNCHENS. DER SCHULWEG | 9 | ||||
| Lange nichts los in der Prärie | 11 | |||||
| 2. | AM NYMPHENBURGER »KANAL DER BLAUEN GLOCKEN« | 13 | ||||
| Die Lindenallee | 16 | |||||
| 3. | WELTLICHES JAGDREVIER UND GEISTLICHER GRUND | 21 | ||||
| Der nobelste Jägerhochstand Europas: Die Amalienburg | 23 | |||||
| Dreieckiges Land rund um vier Klosterhöfe | 25 | |||||
| 4. | PROSIT UND HURRA-DIE VERGNÜGUNGSMEILE FÜR AUSFLÜGLER | 29 | ||||
| Seine Königliche Hoheit im Würm-Familienbad | 30 | |||||
| Ritter, Sennerinnen und Zigeuner | 32 | |||||
| 5. | MODELLPROJEKT »FAMILIENHÄUSERCOLONIE GERN«-DIE ÄLTESTE REIHENHAUSSIEDLUNG MÜNCHENS | 35 | ||||
| Jakob Heilmann, der avantgardistische Gründerzeit-Boß | 36 | |||||
| Englische Cottages oder Jugendstilhäuser für moderne Münchner | 38 | |||||
| Das Elternhaus, ein historischer Prototyp | 41 | |||||
| Fitneßtraining inklusive: Treppauf Treppab | 43 | |||||
| ... aber die Straßen tipptopp modern | 45 | |||||
| 6. | KÜNSTLERHOCHBURG ZUR GLANZZEIT GERNS | 49 | ||||
| Noch ein Novum: Künstlerkolonie vom Reißbrett | 51 | |||||
| Zwischen fürstlichen Künstlerresidenzen und bohemen Malerbuden | 54 | |||||
| Im Sog des Kunststil-Gebrodels um die Wendezum 20. Jahrhundert | 57 | |||||
| Die Röth-Linde: »Intime Landschaften« und mehr | ||||||
| »Dachauer Malschule« und Gerner Kollegen Das hosenlose »Brunnenbuberl« - ein Bildhauerskandal oder: Die vernetzten Künstlerkolonien Dachau - | ||||||
| Holzhausen am Ammersee - Gern | 66 | |||||
| Der Prinzregent als nachbarschaftlicher Kunstmäzen | 72 | |||||
| 7. | DIE ROTE »SIMPLICISSIMUS«-BULLDOGGE UND ANDERE BISSIGE GERNER KARIKATURISTEN | 77 | ||||
| Der Oberwadlbeißer Deutschlands Th. Th. Heine | 81 | |||||
| Das Multitalent Bruno Paul: von der Zitrone zu Zitronenzimmern | 87 | |||||
| Vagabundenwürde gegen Spießerdünkel: | ||||||
| Rudolf Wilke und Ludwig Thoma | 91 | |||||
| Von Gern nach der Sahara-Oase Biskra: | ||||||
| Das Simpl-Radl-Team | 100 | |||||
| Zum Bilderfälschen verführt: Lena Christ | 105 | |||||
| Karl Arnold: Die Hakenkreuz-Pupille im Auge des Diktators . | 106 | |||||
| Vom »Phosphor« zum neuen »Simplicissimus«: | ||||||
| Mein Onkel Gerhardt Hentrich | 109 | |||||
| Sechzig Jahre Zeitgeschichte mit spitzem Stift | 113 | |||||
| 8. | ALLZU GERN IN GERN: HEUTE EIN GESUCHTES TOP-WOHNVIERTEL | 121 | ||||
| Der große Wandel | 123 | |||||
| 9. | KIRCH WEG NACH NEUHAUSEN: HERZ-JESU-STATT TURNFESTHALLE EIN FUTURISTISCHER SAKRALBAU | 127 | ||||
| ... und ein Abstecher zum gotischen Winthirkircherl als Kontrast | 128 | |||||
| 10. | UNTER DER BAYERISCHEN GNADENSONNE IN NYMPHENBURG: DIE HOFNONNEN DER WITTELSBACHER | 131 | ||||
| Im »Ehrenhof« des Rondells: von kessen Porzellanputten bis zur frommen Mädchenschule | 132 | |||||
| »Gleichberechtigung« auf Bildung im 17. Jahrhundert - eine Revolution | 135 | |||||
| Die Witteisbacher als Schutzherren des ersten modernen weiblichen Lehrordens Europas | 138 | |||||
| 11. | MARY WARD: JESUITESSE, EMANZE UND REBELLIN GEGEN DEN HEILIGEN STUHL | 141 | ||||
| Heilige Frauenrechtlerin oder Häretikerin - Das Geheimnis des Vatikans | 144 | |||||
| 12. | MOOSRÖSCHEN, MÖPSE UND MODERNE-DIE MARIA-WARD-SCHULE DER ENGLISCHEN FRÄULEIN UNTER KÖNIGLICHER OBERHOHEIT | 147 | ||||
| Gemeinsame Feste: Prinzregententorte und Prozessionen | 148 | |||||
| Nackte Amazonen statt Klosterfrauen | 151 | |||||
| 13. | HOCHZEIT IM ZELT: DIE PROGRESSIVE DREIFALTIGKEITSKIRCHE UND DAS ALTE FRIEDHÖFERL IN NYMPHENBURG | 155 | ||||
| Die Zerberusoder Zollpforte vor dem Jugendstil-Schulhaus | 155 | |||||
| Die über dreihundertjährigen »Paradeiserhaus«-Glocken | 157 | |||||
| »Ein Mensch sieht ein, daß wer, der stirbt, den andern nur den Tag verdirbt« | 158 | |||||
| 14. | WEITER IN DEN WILDEN WESTEN: VON DER GARTENVORSTADT MIT STADTGARTEN IN DIE »GARTENSTADT«, VON GERN NACH GRÖBENZELL | 165 | ||||
| Der Herzogliche Expreß-Kurierweg durchs Moor: | ||||||
| Postfrischer Fisch und Zollgelder für den Hof in München | 166 | |||||
| Malerische Armut der »Mösler« - Motive für Dachauer Künstler | 168 | |||||
| Der Gründerzeit-Kollege Heilmanns, August Exter, und seine »Familienhäuser-Colonien« | ||||||
| Pasing, Blutenburg und Gröbenzell | 171 | |||||
| Das Reformideal »Gartenstadt« damals und die typische »S-Bahn-Gemeinde« heute | 174 | |||||
| Eingemündet und verbunden | 179 | |||||
| ANMERKUNGEN UND QUELLEN | 183 | |||||
| DIE ROUTE | 191 | |||||
"Ich habe das Buch mit allergrößtem Vergnügen gelesen. Es ist ein Verdienst, dieses schöne Stadtviertel in so berührender Weise geschildert zu haben."
"Liebeserklärung an ein nobles Quartier."
Süddeutsche Zeitung, Franz Freisleder
Nymphenburg-Gern - Topviertel Münchens mit historischem Flair heute, zur Prinzregentenzeit Vorstadtidylle mit Superlativen. Eine hochrangige Künstlerkolonie "vom Reißbrett" entwickelte sich ab 1892, in der zeitweise über 70 Künstler wirkten, darunter mit die besten Karikaturisten der berühmten Satirezeitschrift "Simplicissimus" wie Th. Th. Heine. Außerdem entstand es als revolutionäres Architekturmodell, als erste gutbürgerliche Reihenhaussiedlung der boomenden Stadt, mit zahlreichen Ateliervillen durchmischt. Und im Lustschloß Nymphenburg residieren die nobelsten Bewohner Bayerns, die Witteisbacher, die mit weltlichem Prunk und geistlicher Protektion seit der Barockzeit das Viertel in seiner einzigartigen Form mitprägten.
ISBN 978-3-8306-7259-3
Die Autorin, die Geschichte und Literatur studierte und u. a. Redakteurin beim Bayerischen Fernsehen war, ist einheimische "Insiderin". Ihr Onkel, Karikaturist und Maler, starb 1973 als einer der letzten Zeitzeugen der ehemaligen Künstlerhochburg.
München leuchtete in seiner glänzenden Ära als Kunstmetropole zur Prinzregentenzeit - bis ins vorstadtidyllische Viertel Nymphenburg-Gern. Rasch entwickelte sich ab 1892 in Gern eine hochrangige Künstlerkolonie mit zeitweise über 70 Künstlern, vernetzt mit der Künstlerkolonie Dachau und Holzhausen am Ammersee. Hier lebte auch eine Reihe hervorragender Karikaturisten der berühmten Satirezeitschrift "Simplicissimus" wie T.T. Heine. Denn Gern war ein revolutionierendes Bauprojekt der Gründerzeit: eine Künstlerkolonie vom Reißbrett, in der ein Sechstel aller Häuser als "Ateliervilla" gebaut wurde und gleichzeitig die erste gutbürgerliche Reihenhaussiedlung Münchens. Die Wittelsbacher als nobelste "Bewohner" des alten Viertels Nymphenburg-Gern an den Ufern des Kanals beeinflußten vielfältig seine Geschicke. Im Schloßrondell vereinten sie weltlichen Prunk mit geistlicher Fürsorge durch die Integration einer Kirche und Klosterschule der "Englischen Fräulein", dem ersten weiblichen Lehrorden in Europa. Das Buch enthält zahlreiche (Farb-)Abbildungen und Karikaturen sowie einen ausklappbaren Stadtplan zum Nachwandern.