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| Inhalt | ||||||
| 1. | Einleitung | 11 | ||||
| 2. | Standortbestimmung der charismatischen Bewegungen | 15 | ||||
| 2.1 | Geschichtliche Entwicklung | 15 | ||||
| 2.1.1 | Stadien | 15 | ||||
| 2.1.2 | Gruppen und Personen | 21 | ||||
| 2.1.3 | Zeitschriften | 28 | ||||
| 2.2 | Die Attraktivität charismatischer Bewegungen | 29 | ||||
| 2.2.1 | Geistvergessenheit der westlichen Kirchen (kirchengeschichtliche Aspekte) | 29 | ||||
| 2.2.2 | Unterwegs zur Postmoderne (geistesgeschichtliche Aspekte) | 33 | ||||
| 2.2.3 | Auf dem Weg zur Erlebnisgesellschaft (gesellschaftliche Aspekte) | 36 | ||||
| 2.2.4 | Religiöse Alternativkultur (religionssoziologische Aspekte) | 39 | ||||
| 2.2.5 | Erfahrung contra Glaube - Neuauflage eines alten Problems? | 42 | ||||
| 3. | Die Geistestaufe | 44 | ||||
| 3.1 | Wurzeln | 44 | ||||
| 3.1.1 | Erstes Auftreten der Geistestaufe | 44 | ||||
| 3.1.2 | Deutungsversuche | 47 | ||||
| 3.2 | Zum Phänomen der Geistestaufe | 49 | ||||
| 3.2.1 | Kennzeichen anhand von Erfahrungsberichten | 49 | ||||
| 3.2.2 | Voraussetzungen des Geistempfangs | 53 | ||||
| 3.3 | Unterschiedliche Deutungen der Geistestaufe | 56 | ||||
| 3.3.1 | Verwendung verschiedener Begriffe | 56 | ||||
| 3.3.2 | Die Geistestaufe im Spannungsfeld von Taufe, Konfirmation, Firmung und Wiedergeburt | 58 | ||||
| 3.4 | Neutestamentliche Texte zur Geistestaufe | 63 | ||||
| 3.5 | Theologische Kriterien für die Geistestaufe | 69 | ||||
| 4. | Geistesgaben | 74 | ||||
| 4.1 | Exegetische Vorüberlegungen | 74 | ||||
| 4.2 | Wiederentdeckung der charismatischen Dimension des Ghristseins | 75 | ||||
| 4.2.1 | Jeder Christ ein Charismatiker | 75 | ||||
| 4.2.2 | Die Bedeutung der Charismen für die Gemeinde | 81 | ||||
| 4.3 | Die spektakulären Charismen | 86 | ||||
| 4.3.1 | Stellenwert der spektakulären Charismen | 86 | ||||
| 4.3.2 | Die Glossolalie | 88 | ||||
| 4.3.3 | Die heilende Dimension des Geistes | 97 | ||||
| 4.3.4 | Das Charisma der Prophétie | 105 | ||||
| 4.4 | Auf dem Weg zu einer trinitarisch konzipierten Charismenlehre | 120 | ||||
| 5. | Das charismatische Gottesdienstverständnis | 123 | ||||
| 5.1 | Bevorzugte Gemeinschaftsformen | 123 | ||||
| 5.1.1 | Gebetskreise, Seminare, Kongresse und Lebensgemeinschaften | 123 | ||||
| 5.1.2 | Der Lobpreisgottesdienst | 128 | ||||
| 5.1.3 | Epikletische Orientierung | 134 | ||||
| 5.2 | Lob und Anbetung Gottes | 137 | ||||
| 5.2.1 | Der Stellenwert von Lob und Anbetung | 137 | ||||
| 5.2.2 | Kirchengeschichtliche Einordnung | 139 | ||||
| 5.2.3 | Berufung auf das biblische Gotteslob | 141 | ||||
| 5.2.4 | Die Forderung nach einer ganzheitlichen Lobpreispraxis | 145 | ||||
| 5.2.5 | Das theozentrische Gefälle charismatischen Liedguts | 147 | ||||
| 5.2.6 | Österlich-pfmgstliche Grundstimmung und der eschatologische Charakter des Gottesdienstes | 149 | ||||
| 5.3 | Kritische Würdigung | 152 | ||||
| 5.3.1 | Stärken charismatischer Gottesdienstkultur | 152 | ||||
| 5.3.2 | Verbleibende Anfragen | 156 | ||||
| 5.3.3 | Charismatische Gottesdienstkultur und traditioneller Gottesdienst | 162 | ||||
| 6. | Charismatische Spiritualität und Seelsorge | 165 | ||||
| 6.1 | Der Geist als Führer | 165 | ||||
| 6.1.1 | Pneumatozentrische Frömmigkeit | 165 | ||||
| 6.1.2 | Die Erwartung unmittelbaren Geistesredens im Herzen | 167 | ||||
| 6.1.3 | Ansätze zu einer eigenständigen charismatischen Hermeneutik | 168 | ||||
| 6.2 | Besonderheiten des charismatischen Heiligungsverständnisses | 174 | ||||
| 6.2.1 | Die Lehre vom Wohlstandsevangelium | 174 | ||||
| 6.2.2 | Positives Denken | 177 | ||||
| 6.2.3 | Das Programm der Visualisierung | 180 | ||||
| 6.3 | Seelsorgerliches Handeln in charismatischen Bewegungen | 182 | ||||
| 6.3.1 | Die verschiedenen Richtungen | 182 | ||||
| 6.3.2 | Die besonderen Felder charismatisch geprägter Seelsorge | 184 | ||||
| 6.3.3 | Die Mittel | 196 | ||||
| 6.3.4 | Kritische Würdigung | 204 | ||||
| 7. | Gemeindeaufbaukonzepte | 212 | ||||
| 7.1 | "Geistliche Gemeinde-Erneuerung" | 212 | ||||
| 7.2 | "Vollmächtige Evangelisation" | 214 | ||||
| 7.3 | Gemeindeaufbau durch Gemeindeneugründung | 218 | ||||
| 7.3.1 | Zum Phänomen | 218 | ||||
| 7.3.2 | Ursachen | 221 | ||||
| 7.3.3 | Anfragen aus pneumatologischer Perspektive | 224 | ||||
| 7.3.4 | Ekklesiologische Perspektiven | 228 | ||||
| 8. | Kritisches Resümee | 237 | ||||
| 9. | Anhang: Forschungsrückblick | 242 | ||||
| Literatur | 261 | |||||
| Personenregister | 291 | |||||
Vorwort
Das Buch ist aus jahrelanger Beschäftigung mit den charismatischen Bewegungen der Gegenwart hervorgegangen. Meine erste Begegnung mit charismatisch-pfmgstlicher Theologie liegt mehr als zwei Jahrzehnte zurück. Sie erfolgte unmittelbar nach dem Studium in Brasilien. Ich hatte die Anfrage bekommen, dort an einer - was ich nicht wusste - pfingstlich geprägten theologischen Ausbildungsstätte zu unterrichten. Seitdem haben charismatische Bewegungen auch im deutschsprachigen Raum eine beachtliche Breitenwirkung entfaltet. Eine kritische Auseinandersetzung von Seiten der Universitätstheologie steckt jedoch immer noch in den Anfängen. Zielhorizont meiner Forschungen war und ist das Ausloten von Möglichkeiten und Grenzen, inwieweit charismatische Impulse in die traditionelle Theologie und Spiritualität integriert werden können.
Die beiden ersten Auflagen meines Buches sind überaus freundlich aufgenommen worden, wobei immer wieder sein hoher Informationsgehalt hervorgehoben wurde. Jedenfalls ist mein Anliegen angekommen, den Dialog mit den charismatischen Bewegungen zu suchen, um die traditionellen Kirchen mitsamt ihrer Theologie durch Wahrnehmung der charismatischen Theologie und Spiritualität zum Nachdenken und zur Horizonterweiterung zu bringen und die Bewegungen selbst vor fundamentalistischer Selbstabschließung zu bewahren. Der frühere Göttinger Praktische Theologe Manfred Josuttis fragte in seiner Rezension, "warum Rechtgläubigkeit und spirituelle Lebendigkeit in Geschichte und Gegenwart so oft einen Gegensatz bilden" (Verkündigung und Forschung 47 [2002], 18). Die Beschäftigung mit den charismatischen Bewegungen macht deutlich: Für die Zukunft der Kirche ist es unerlässlich, an der Überwindung dieses Gegensatzes zu arbeiten.
Dass die Untersuchung in überarbeiteter und aktualisierter Fassung als UTBTaschenbuch erscheinen kann, ist der Idee Jörg Perschs vom Verlag Vandenhoeck & Ruprecht zu danken. Tina Grummel vom dortigen Lektorat hat durch ihren bewährten Einsatz dem Manuskript den letzten Schliff gegeben. Ich danke ihr sehr für ihre freundliche Beharrlichkeit! Die Tag- und Nachtarbeit meines Hilfsassistenten Sebastian Schirmer hat es schließlich möglich gemacht, dass das Manuskript rechtzeitig druckfertig wurde. Er hat viel mehr getan, als seine Stelle vorsah. Dass ich ihn in dieser Zeit nicht nur als zuverlässigen Mitarbeiter, sondern auch als gewieften systematischen Theologen kennen gelernt habe, freut mich besonders.
Leipzig, 5.11.2008 Peter Zimmerling
Aufgrund des raschen Anwachsens der charismatischen Bewegungen kommen Theologinnen heute nicht umhin, sich mit dieser Entwicklung auseinanderzusetzen. Das vorliegende Lehrbuch stellt die charismatischen Bewegungen in ihren Grundzügen dar, skizziert Hauptmerkmale und Entstehungsweg in Theologie- und Kirchengeschichte.
Unter den Themen: Geistestaufe, Geistesgaben, das charismatische Gottesdienstverständnis, charismatische Spiritualität und Seelsorge und charismatische Gemeindeaufbaukonzepte. Peter Zimmerling stellt die charismatischen Strömungen - speziell die der Pfingstkirchen - in den Kontext der unterschiedlichen konfessionellen Ausprägungen von Christsein und schließt mit der Frage nach einer möglichen Integration pfingstlich-charismatischer Impulse in die evangelische Spiritualität.
ISBN 978-3-8252-3199-6
Prof. Dr. Peter Zimmerling ist Professor für Praktische Theologie an der Universität Leipzig.