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| Inhalt | ||||||
| Roger de Weck: China als Chance | 5 | |||||
| Trotz Tibet | 7 | |||||
| Merkels Irrweg | 16 | |||||
| Fortschritt überall | 28 | |||||
| Der böse Drache | 42 | |||||
| Das Supermachtsphantom | 49 | |||||
| Die tüchtigen Macher | 64 | |||||
| Im Reich der Reformen | 82 | |||||
| Lust auf den großen Anderen | 96 | |||||
»Aufgeklärtheit, Bürgerlichkeit und Zivilität der chinesischen Bevölkerung haben sich in einem Maße entwickelt, wie es vor zehn Jahren unvorstellbar war.«
Im Olympiajahr 2008 brach in Tibet eine Revolte aus. Der China-Korrespondent Georg Blume war einer der wenigen Augenzeugen und berichtete aus der Hauptstadt Lhasa über den Zorn vieler Tibeter. China, das neue Reich des Bösen? Nein. Trotz Willkür und Menschenrechtsverletzungen ist die Entwicklung der Volksrepublik zu würdigen. Dies, so Blume, habe Bundeskanzlerin Angela Merkel versäumt und verspiele damit das von ihren Vorgängern in Peking angehäufte politische Kapital.
China ist ein Modernisierungsprozess gelungen, dessen Ausmaß der Westen nicht erkennt: Das rasche Wirtschaftswachstum befreit mehr Menschen als je zuvor in der chinesischen Geschichte von bitterer Armut. Innerhalb der KP entstehen pluralistische Strukturen, und Ansätze eines Rechts- und Sozialstaats bilden sich allmählich aus: Die Stellung des Einzelnen wird zusehends gestärkt.
Eine ernsthafte China-Politik muss diese Bemühungen anerkennen und Demokratiebestrebungen unterstützen. Frieden im Sinne einer zukunftsfähigen Weltgesellschaft wird es nur mit dem heutigen reformkommunistischen China geben.
ISBN 978-3-89684-134-6
Georg Blume
ist unter den deutschen Auslandskorrespondenten einer der profiliertesten. Seit 1997 berichtet er für die ZEIT und die taz aus Peking, zuvor aus Tokio und Paris. Im März 2008 war er Augenzeuge der Unruhen in Lhasa/Tibet und wurde als letzter westlicher Journalist ausgewiesen. Für seine Reportagen über Menschenrechtsverletzungen und Umweltskandale in China erhielt er 2007 den Liberty Award.
Im Olympiajahr 2008 brach in Tibet eine Revolte aus. Der China-Korrespondent Georg Blume war einer der wenigen Augenzeugen und berichtete aus der Hauptstadt Lhasa über den Zorn vieler Tibeter. China, das neue Reich des Bösen? Nein. Trotz Willkür und Menschenrechtsverletzungen ist die Entwicklung der Volksrepublik zu würdigen. Dies, so Blume, habe Bundeskanzlerin Angela Merkel versäumt und verspiele damit das von ihren Vorgängern in Peking angehäufte politische Kapital. China ist ein Modernisierungsprozess gelungen, dessen Ausmaß der Westen nicht erkennt: Das rasche Wirtschaftswachstum befreit mehr Menschen als je zuvor in der chinesischen Geschichte von bitterer Armut. Innerhalb der KP entstehen pluralistische Strukturen und Ansätze eines Rechts- und Sozialstaats bilden sich allmählich aus: Die Stellung des Einzelnen wird zusehends gestärkt. Eine ernsthafte China-Politik muss diese Bemühungen anerkennen und Demokratiebewegungen unterstützen. Frieden im Sinne einer zukunftsfähigen Weltgesellschaft wird es nur mit dem heutigen reformkommunistischen China geben. Georg Blume wurde 1963 in Hannover geboren. Er leistete seinen Zivildienst in einem jüdischen Kinderheim sowie in einem Zentrum für Friedensforschung in Paris. Danach blieb Georg Blume in Frankreich und wurde Korrespondent der taz. Seit 1997 lebt er mit seiner japanischen Frau in Peking, wo er als Auslandskorrespondent für die taz und die ZEIT schreibt. Bekannt geworden ist Georg Blume vor allem durch seine Reportagen über Umweltskandale und Menschenrechtsverletzungen in China. Für dieses Engagement erhielt er 2007 den Liberty Award, mit dem im Ausland tätige Journalisten für ihre couragierten Berichterstattungen gewürdigt werden.