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    Christentum, Islam, Recht und Menschenrechte

    Spannungsfelder und Lösungen

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    Christentum, Islam, Recht und Menschenrechte
    Spannungsfelder und Lösungen

    Autoren:

    Verlag:
    VS Verlag für Sozialw.  Weitere Titel dieses Verlages anzeigen

    Erschienen: August 2008
    Seiten: 86
    Sprache: Deutsch
    Maße: 213x149x13
    Einband: Kartoniert / Broschiert
    Reihe: Otto-von-Freising-Vorlesungender Katholischen Universität Eichstätt
    ISBN: 3531161407
    EAN: 9783531161402

    Inhaltsverzeichnis

    Inhaltsverzeichnis
    Vorwort 7
    Menschenrechte und Religion(en) - ein Spannungsfeld?
    A. Einleitung. 13
    B. Menschenrechte und Religionsfreiheit: Historische und entstehungsgeschichtliche Verbundenheit 15
    1. Entscheidende historische und aktuelle Menschenrechtsdokumente 15
    2. Ideengeschichtlichen Grundlagen und religiöse Wurzeln der Menschenrechte 18
    2.1 John Locke, Naturrecht und Christentum 18
    2.2 Menschenrechte und Islam 22
    C. Menschenrechte als säkulares und universelles Konzept 25
    1. Menschenrechte als säkulares Konzept 25
    2. Menschenrechte als universelles Konzept 26
    3. Besiegelung des Universalitätsanspruches auf der Wiener Menschenrechtskonferenz von 1993 28
    4. Begründungen und Begründungsansätze für den Universalitätsanspruch: die Würde des Menschen 29
    D. Spannungsfeld Religion und Menschenrechte in der Praxis: die Durchsetzung des Anspruches auf Universalität 31
    E. Lösung des Spannungsfeldes durch das Völkerrecht? - "universeller Menschenrechtskern" oder Universalität mit "inhaltlicher Vielfalt" 35
    1. Die "Kerntheorie" 35
    2. Universalität mit "inhaltlicher Vielfalt": Trennung zwischen Geltung und Interpretation 36
    3. Eigene Wertung: die Chance des Dialogs - aber auch die Gefahr des "kleinsten gemeinsamen Nenners" 38
    F. Schlussbemerkung: Menschenrechte: eine "neue Religion"? - zumindest eine Brücke zwischen den Kulturen und den Religionen 41
    Menschenrechte und Islam - ein innerer Widerspruch?: die Antworten der Arabischen Charta der Menschenrechte
    A. Einleitung. 45
    B. Islam und Menschenrechte: Unvereinbarkeit? 47
    1. Menschenrechte im Islam 47
    2. Islam und islamisches Recht: die Scharia 51
    2.1 Die Auslegung des Korans durch die Scharia: der Islam als allumfassende Lebensordnung. 51
    2.2 Menschenrechte und Scharia: rechtliche Ungleichheit zwischen den Geschlechtern und zwischen Muslimen und Nichtmuslimen 52
    C. Mitgliedschaft islamische Staaten in internationalen Menschenrechtsdokumenten und bisherige islamische Menschenrechtsdokumente 55
    1. Die Mitgliedschaft islamischer Staaten in internationalen Menschenrechtsdokumenten: der "eigene" Weg. 55
    2. Die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte im Islam" von 1981 57
    3. "Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam" von 1990 60
    4. Die Arabische Menschenrechtscharta: die Fassung von 1994 und die revidierte Fassung von 2004 63
    4.1 Die Arabische Charta der Menschenrechte von 1994 64
    4.2 Die Arabische Charta der Menschenrechte von 2004 65
    4.2.1 Fortschritte 67
    4.2.2 Defizite und Schwächen 69
    D. Schlussbemerkung. 71
    Bibliographie 73
    Angaben zur Person 79
    Ausgewählte Veröffentlichungen der Autorin 81



    Vorwort

    Vorwort

    Dieser Band umfasst zwei Vorträge, die ich im Rahmen der mir im Wintersemester 2007/2008 übertragenen Otto von Freising-Gastprofessur an der Katholischen Universität Eichstätt halten durfte.

    Ich danke allen, die hieran und an den Diskussionen teilgenommen und mir wertvolle Anstöße und Anregungen gegeben haben. Neben den Kollegen und Kolleginnen - und hier insbesondere Herrn Professor Dr. Joachim Detjen - gilt mein besonderer Dank vor allem den so überaus engagierten und motivierten Teilnehmern und Teilnehmerinnen an den von mir im Wintersemester 2007/2008 abgehaltenen Veranstaltungen; insbesondere in dem von mir angebotenen Menschenrechts Seminar, aber auch in der Völkerrechtsvorlesung, fand ein reger Austausch sowie eine spannende Vor- und Nachbereitung zu den Vortragsdiskussionen statt, für die ich sehr dankbar bin. Frau Gertraud Reinwald und Frau Angelika Schreiner danke ich für ihre Unterstützung bei allen organisatorischen Fragen, die mit der Gastprofessur verbunden waren, sowie für ihre Hilfe bei der Drucklegung der vorliegenden Schrift.

    Zu dem speziellen Themenschwerpunkt "Religion und Menschenrechte" hat mich im übrigen - wie bereits mündlich vor dem ersten Vortrag bekannt - Eichstätt inspiriert. Als ich Eichstätt Mitte Oktober 2007 zum ersten Mal besuchte, war ich sehr beeindruckt von der Vielzahl der Kirchen, die sich dort, abgesehen vom Dom, befinden. Es ist ein Ort mit einer großen Anzahl religiöser Symbole und ein Ort, der zu Überlegungen zu dem Thema Religion(en) anregt.

    Der Vortragsstil der - nochmals überarbeiteten und erweiterten - Texte wurde im Wesentlichen beibehalten.

    Karlsruhe, im Februar 2008

    Michaela Wittinger

    Klappentext

    Christentum, Islam, Recht und Menschenrechte

    Der Band beleuchtet den Zusammenhang zwischen den Religionen - Christentum und Islam - und dem Schutz der Menschenrechte. In zwei Beiträgen wird zum einen aufgezeigt, dass die universellen Menschenrechte als säkulares Konzept, aber mit durchaus religiösen Wurzeln, eine tragfähige Basis für einen gemeinsamen Dialog und bestenfalls auch Konsens darstellen - zwischen den Kulturen und den Religionen. Der internationale Menschenrechtsschutz bietet damit die Chance zum Diskurs, der in Zeiten etwa des Streits um die Mohammed-Karrikaturen, der nur ein Beispiel für den "Religionen-clash" ist, immer dringlicher wird. Zum anderen wird die Entwicklung der bisherigen islamischen Menschenrechtsdokumente und vor allem die Arabische Menschenrechtscharta von 2004 analysiert, die 2008 in Kraft trat. Trotz ihrer Defizite, etwa zur Gleichheit der Geschlechter, kann das darin vorgesehene Schutzorgan ein Diskussionsforum für die verschiedenen islamischen Rechtsströmungen und Denkschulen sein und damit auch die Grundlage schaffen für den Diskurs, der auf universeller Ebene im Menschenrechtsschutz geführt werden muss.

    www.vs-verlag.de


    ISBN 978-3-531-16140-2

    Autor

    Dr. Michaela Wittinger ist Privatdozentin (venia legendi für Staats-, Verwaltungs-, Völker-, Europarecht und Rechtsvergleichung) an der Universität des Saarlandes.

    Reviews

    "Michaela Wittinger [die Autorin] legt [...] ein gut übersichtliches Buch für all jene vor, die wesentliche Aspekte zum Thema Menschenrechte in islamischen Rechtsvorstellungen rasch und präzise nachschlagen wollen." VRÜ - Verfassung und Recht in Übersee, 1-2011