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| Inhaltsverzeichnis | ||||||
| 7 | Vorwort des Herausgebers | |||||
| 9 | Vorwort von Kräuterpfarrer Künzle Warum ich dieses Büchlein schrieb | |||||
| 11 | Wer war Kräuterpfarrer Künzle? | |||||
| 11 | Vom Bauernbub zum weltbekannten Kräuterpfarrer | |||||
| 13 | Ein wichtiger Pionier der Kräuterheilkunde | |||||
| 15 | Helfen ist wichtiger als Predigen | |||||
| 16 | Wo fehlt's - was hilft? | |||||
| 17 | Die erste Frage: Wo fehlt's? | |||||
| 17 | Die zweite Frage: Was hilft? | |||||
| 19 | Ratschläge zur Verhütung von Erkrankungen und zur Selbstbehandlung | |||||
| 35 | Die bewährten Heilpflanzen | |||||
| 120 | Die Teerezepte von Pfarrer Künzle | |||||
| 123 | Die richtige Teezubereitung nach Pfarrer Künzle | |||||
| 124 | Bewährte Kuren des Kräuterpfarrers | |||||
| 124 | Blutreinigungs- und Entschlackungskuren | |||||
| 125 | Kräuterkuren für Herz und Kreislauf | |||||
| 126 | Kräuterwissen und Kräuterbäder | |||||
| 126 | Wickel und Auflagen | |||||
| 130 | Die legendären Kräuterpräparate von Pfarrer Künzle | |||||
| 130 | Der Weg zum neuen, modernen Naturheilmittel nach Kräuterpfarrer Künzle | |||||
| 132 | Die Pfarrer-Künzle-Stube im Freilichtmuseum Ballenberg | |||||
| 134 | Stichwortverzeichnis | |||||
Vorwort des Herausgebers
Vor fast hundert Jahren, 1911, erschien die erste Ausgabe von «Chrut und Uchrut». Schon der Titel lässt die Naturverbundenheit des Kräuterpfarrers Johann Künzle erahnen, die auch wesentlich den Inhalt dieses Büchleins prägt. Geschrieben wurde es für das Volk, Pfarrer Künzle gab darin praktische Erfahrungen und Anleitungen zur Selbsthilfe wieder; dies war damals eine Notwendigkeit, weil es viel weniger Ärzte gab als heute. Seither hat das Buch über vierzig Auflagen erlebt, die Pfarrer Künzle bis zu seinem Tod im Jahr 1945 zum Teil noch selbst ergänzt hat.
Mit dieser neu überarbeiteten, 43. Auflage des berühmten «Chrut und Uchrut» haben die Leserinnen und Leser einen Gesundheitsratgeber zur Hand, der das Gedankengut des legendären Kräuterpfarrers Künzle in die heutige Zeit überträgt.
Der Titel «Chrut und Uchrut» ist aus verschiedenen Gründen besonders treffend: Einerseits gab es für den Kräuterpfarrer Künzle eigentlich kein Unkraut, da für ihn alle Pflanzen zur Schöpfung gehören, und andererseits brauchte er unzählige Kräuter, die von vielen Menschen, damals wie heute, wider besseres Wissen als Unkraut angesehen wurden und werden. So öffnet dieses Büchlein auch dem modern denkenden Menschen ebenso wie Fachleuten den Weg zu längst vergessenen Heilpflanzen.
Dass ich als überzeugter Vertreter der «modernen» Naturheilkunde den Auftrag zur Überarbeitung dieses Büchleins übernommen habe, zeugt von meiner Hochachtung dem Wissen und Wirken von Pfarrer Künzle gegenüber. Zudem bin ich der Überzeugung, dass ein derart grosses Wissen und eine solche Erfahrung nicht in Vergessenheit geraten dürfen. Kräuterpfarrer Johann Künzle war ein ganzheitlich denkender Mensch und Heilpflanzenspezialist. Sein enormes Wissen und seine fundierten Kenntnisse von Heilmethoden stammen aus der Überlieferung und aus dem Studium der berühmten Kräuterbücher wie jenem von Tabernaemontanus aus dem Jahr 1591, das er intuitiv laufend mit seinen eigenen Beobachtungen ergänzte.
Die Überarbeitung bedeutete für mich, die authentischen Texte möglichst originalgerecht zu übernehmen und sie allenfalls etwas der heutigen Zeit anzupassen. Es wäre meiner Meinung nach falsch oder gar arrogant, den Empfehlungen eines Pioniers der Kräuterheilkunde Ergänzungen hinzuzufügen. Natürlich hat die moderne Kräuterheilkunde, die Phytotherapie, durch neue Erfahrungen, Erkenntnisse und insbesondere auch durch die wissenschaftliche Forschung in der Naturheilkunde heute einen neuen Stellenwert erhalten. Trotzdem ist es äusserst wertvoll, das alte Wissen von Pfarrer Künzle als Ergänzung zur modernen Phytotherapie anwenden zu können. Mit diesem Büchlein soll aber medizinisches Fachwissen, ärztliche Hilfe oder die Konsultation von Spezialisten der modernen Phytotherapie nicht ersetzt werden.
Ich wünsche Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, mit dem neuen «Chrut und Uchrut» nicht nur Gesundheit, sondern auch viele interessante Stunden.
Vorwort von Kräuterpfarrer Künzle Warum ich dieses Büchlein schrieb
Vor Jahren veröffentlichte ich verschiedene Abhandlungen über Kräuter im «Sarganserländer»; nebst dem hielt ich da und dort den Leuten Vorträge über die alten Hausmittel; von allen Seiten drängte man mich, das Beste in einem Schriftchen herauszugeben. Wohl existierten eine Menge Kräuterbücher, allein die meisten sind zu umfangreich und zu teuer, einzelne zu wenig praktisch oder benennen die Pflanzen ausschliesslich mit hochdeutschen Ausdrücken, während bei uns oft andere Namen gebräuchlich sind. Wenn man mir zuruft: «Schuster, bleib beim Leisten», die Kräuterkunde sei Ärztesache und gehe den Pfarrer nichts an, so kann ich erwidern, dass ich gerade wieder einen Leist aus dem Dunkel herausgezogen habe, auf dem in früheren Zeiten fast alle Landpfarrer gearbeitet haben. Im Mittelalter war jeder Pfarrer etwa Mediziner; jedes Kloster hatte einen Mönch, der sich mit der Kräutermedizin befassen musste; ja sogar Bischöfe scheuten sich nicht, Kräuterbücher herauszugeben. Somit arbeite ich nicht auf gestohlenem Grunde, sondern auf einem alten Erbteil.
Viele Ärzte verweisen zudem die Leute immer auf Hausmittel. Ist's nicht gut, wenn ich da den Leuten den Gebrauch dieser Hausmittel neuerdings zeige? Der Ärzteberuf leidet darunter nicht, denn in das ganze grosse Gebiet der Chirurgie und der Serumbehandlung greife ich nicht ein.
Überdies haben manche Ortschaften zwei bis drei Stunden und noch mehr zum Arzt, und im Wintersturm ist's oft fast unmöglich, den Doktor herbeizuholen; in manchen Fällen, wie Kolik, Blutvergiftung usw., ist das Übel bis zum Eintreffen des Arztes unheilbar geworden; etwas Kräuterkenntnis kann da manchem das Leben retten. Weit entfernt also, Konkurrent der Ärzte zu sein oder gar Gegner. Die Kräuterkunde ist viel älter als die heutige chemische Medizin; sie geht bis hinunter zur Wiege der Menschheit. Selbst den Tieren hat der Schöpfer einen Instinkt gegeben, der sie bei Krankheiten zu gewissen Pflanzen hintreibt. Hund und Katze nehmen Zuflucht zum
Schliessgras oder Knäuelgras, die Mäuse legen sich einen Vorrat an von Pfefferminzwurzeln, die roten Ameisen pflanzen überall auf ihren Wohnungen den Thymian, verwundete Gamsen wälzen sich auf Alpenwegerich usw. Soll der Mensch allein ganz unbehilflich dastehen und zuerst zehn Jahre studieren müssen, bis er sich helfen kann? Unser Büchlein zeigt, dass der Herrgott dem Menschen die besten Heilkräuter in den Weg gelegt hat, vor die Haustüre, in den Garten als unvertilgbares Unkraut, in die nahe Wiese, in den Berg und Wald. Dem Volke zu helfen, ist eine christlich-soziale Tat; mögen daher alle jene, denen das Wohl des Volkes am Herzen liegt und die dazu Zeit und Gelegenheit haben, die alte, vergessene Kräuterkunde studieren und den Leidenden schnelle, wohlfeile, unschädliche Hausmittel reichen. Es gibt dann immer noch Fälle genug, wo diese nicht mehr ausreichen und der Arzt geholt werden muss, der mit allen modernen Hilfsmitteln ausgerüstet ist. Damit Gott befohlen!
Wangs bei Sargans, im Oktober 1911
Die Neuausgabe eines Klassikers der Pflanzenheilkunde
Generationen von Menschen war das 1911 erstmals erschienene und seither in mehrere Sprachen übersetzte und in über zwei Millionen Exemplaren verbreitete «Chrut und Uchrut» ein zuverlässiger Begleiter.
Auf der Grundlage seiner tiefen Naturverbundenheit, seines grossen Pflanzenwissens und seiner langjährigen heilkundlichen Erfahrung gibt der legendäre Kräuterpfarrer Johann Künzle darin sein Wissen über die bewährtesten Heilpflanzen und ihre Anwendung wieder.
Diese Neuausgabe eines Klassikers der Pflanzenheilkunde vermittelt Laien wie Fachleuten eine fundierte Einführung in die einheimischcen Heilpflanzen und deren Anwendung. Eine wertvolle Erganzung, zur modernen Naturheilkunde.
ISBN 978-3-03800-384-7
Verzeichnisder Indikationen und Anwendungen
AAbführtee 120
Akne 25
Appetitlosigkeit 32
Arterienverkalkung 27
Arthritis 23
Arthrose 23
Asthma 19
Atemwege 19
Auflagen 126
Aufstossen, saures 32
Augen 29
Augenentzündungen 29
Ausscheidungsorgane 23
BBärlauchkur 125
Blasentee 121
Blutdrucktee 121
Bluthochdruck 27
Blutniederdruck 28
Blutreinigung 31
Blutreinigungskur 124
Brandwunden 26
Brechreiz 32
Brennnessel-Teekur 125
Bronchial- und Hustentee 121
Bronchialasthma 19
Bronchitis 20
Brustkatarrh 20
Brusttee 121
DDarmträgheit 33
Diabetes 32
Diättee (bei Diabetes) 121
Durchfall 34
EEkzeme 25
Entschlackung 31
Entschlackungskur 124
Entschlackungstee 121
Erkältung 20
Erkältungstee 121
Essigsocken 127
FFeigenkur 124
Fieber 22
GGrippe 21
HHalsschmerzen 21
Hämorrhoiden 29
Harnverhalten 23
Haut 25
Hautschrunden 25
Heilkräutertee 120
Heiserkeit 21
Herz und Kreislauf 26
Herzbeschwerden, nervöse 26
Herz-Kreislauf-Kräuterkuren 125
Heublumensack 127
Hexenschuss 22
Hormone 24
IIschias 23
KKamillenkompresse 129
Kartoffelwickel 128
Kopf 29
Kopfschmerzen 29
Krampfadern 28
Kräuterbäder 126
Kräuterkissen 126
LLeber-Galle-Beschwerden 34
MMagenbrennen 32
Magentee 121
Migräne 29
Monatsbeschwerden 24
Mund 30
Mundgeruch 30
Muskeln und Gelenke 22
NNerven 30
Nerven-Schlaftee 122
nervöse Störungen 30
Nervosität 30
Nieren-Blasen-Tee 122
Nierenentzündung 24
Nierenschwäche 23
Nierentee 122
Nierenversagen 23
PPfarrer-Künzle-Kräuterpräparate 130
Pusteln 25
RRheumatee 122
SSchlafkissen 126
Schlafstörungen 30
Sonnenbrand 26
Stoffwechsel 32
Stress 30
UÜbelkeit 32
unreine Haut 25
VVenenbeschwerden 28
Verdauung 32
Verdauungsschwäche 33
Verstopfung 33
WWechseljahrbeschwerden 25
Wickel 126
Wickel, kalte 126
Wickel, warme/heisse 127
Wunden 26
ZZahnfleischentzündung 30
Zuckerkrankheit 32
Zwiebelwickel 128
Verzeichnis der Heilpflanzen
AArnika 36, 83
Augentrost 37, 83
BBaldrian 38, 84
Bärlauch 39, 85
Benediktenkraut 40, 86
Bibernelle 41, 87
Birke 42, 88
Blutwurz 43, 89
Brennnessel 44, 90
Brombeere 45, 91
EEnzian, Gelber 46, 92
Erdbeere, Wilde 47, 92
FFrauenmantel/Silbermantel 48, 94
GGänsefingerkraut 49, 94
Geissfuss 50, 95
Goldrute 51, 96
HHolunder 52, 96
Huflattich 53, 97
Hundsrose 54, 98
Hagebutte 54, 98
JJohanniskraut 55, 98
KKamille 56, 99
Kümmel 57, 100
LLabkraut, Echtes 58, 101
Löwenzahn 59, 101
MMalve 60, 102
Meisterwurz 61, 103
Melisse, Zitronen62, 104
PPfefferminze 63, 104
Ringelblume 64, 106
RRosmarin 65, 106
SSalbei 66, 107
Sanikel 67, 108
Schachtelhalm 68, 109
Schafgarbe 69, 109
Schlüsselblume 70, 110
Silberwurz 71, 111
Spierstaude (Moorgeissbart, Mädesüss) 72, 112
Spitzwegerich 73, 113
Stechpalme 74, 114
Storchschnabel 75, 114
TTaubnessel, Weisse 76, 115
Tausendgüldenkraut 77, 115
Thymian (Feld-) 78, 116
VVogelbeere 79, 117
WWacholder 80, 117
Waldmeister 81, 118
Wallwurz 82, 119
Johann Künzle
geboren 1857 in St. Gallen, gestorben 1945 in Zizers, war katholischer Pfarrer, Publizist und ein Wegbereiter der modernen Phytotherapie. Er ist neben Sebastian Kneipp der wohl bekannteste Kräuterpfarrer und war ein Förderer von Alternativmedizin und Pflanzenheilkunde.
Peter Oppliger
geboren 1940, dipl. Drogist/ESD, Ausbildung in Naturheilkunde, Homöopathie und Phytotherapie. Ausbildung in Ernährung an der East West Foundation in Boston. Gründer der Bahnhof-Drogerie-Apotheke in Luzern, Importeur von Grüntee, Führung von Studienreisen und Seminaren zur Naturheilkunde, Lehraufträge im Bereich Naturheilkunde, Projekt und Realisierung der «Teekultur Monte Verita», Präsident der Stiftung AAMI-Monte Verita.