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    Chrut und Uchrut

    Der Klassiker der Kräuterheilkunde, aktualisiert und erweitert von Peter Oppliger

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    Chrut und Uchrut
    Der Klassiker der Kräuterheilkunde, aktualisiert und erweitert von Peter Oppliger

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    Verlag:
    AT Verlag  Weitere Titel dieses Verlages anzeigen

    Erschienen: April 2008
    Seiten: 135
    Sprache: Deutsch
    Illustration: Mit 40 farb. Zeichn.
    Maße: 222x137x12
    Einband: Kartoniert / Broschiert
    ISBN: 3038003840
    EAN: 9783038003847

    Inhaltsverzeichnis

    Inhaltsverzeichnis
    7 Vorwort des Herausgebers
    9 Vorwort von Kräuterpfarrer Künzle Warum ich dieses Büchlein schrieb
    11 Wer war Kräuterpfarrer Künzle?
    11 Vom Bauernbub zum weltbekannten Kräuterpfarrer
    13 Ein wichtiger Pionier der Kräuterheilkunde
    15 Helfen ist wichtiger als Predigen
    16 Wo fehlt's - was hilft?
    17 Die erste Frage: Wo fehlt's?
    17 Die zweite Frage: Was hilft?
    19 Ratschläge zur Verhütung von Erkrankungen und zur Selbstbehandlung
    35 Die bewährten Heilpflanzen
    120 Die Teerezepte von Pfarrer Künzle
    123 Die richtige Teezubereitung nach Pfarrer Künzle
    124 Bewährte Kuren des Kräuterpfarrers
    124 Blutreinigungs- und Entschlackungskuren
    125 Kräuterkuren für Herz und Kreislauf
    126 Kräuterwissen und Kräuterbäder
    126 Wickel und Auflagen
    130 Die legendären Kräuterpräparate von Pfarrer Künzle
    130 Der Weg zum neuen, modernen Naturheilmittel nach Kräuterpfarrer Künzle
    132 Die Pfarrer-Künzle-Stube im Freilichtmuseum Ballenberg
    134 Stichwortverzeichnis



    Vorwort

    Vorwort des Herausgebers

    Vor fast hundert Jahren, 1911, erschien die erste Ausgabe von «Chrut und Uchrut». Schon der Titel lässt die Naturverbundenheit des Kräuterpfarrers Johann Künzle erahnen, die auch wesentlich den Inhalt dieses Büchleins prägt. Geschrieben wurde es für das Volk, Pfarrer Künzle gab darin praktische Erfahrungen und Anleitungen zur Selbsthilfe wieder; dies war damals eine Notwendigkeit, weil es viel weniger Ärzte gab als heute. Seither hat das Buch über vierzig Auflagen erlebt, die Pfarrer Künzle bis zu seinem Tod im Jahr 1945 zum Teil noch selbst ergänzt hat.

    Mit dieser neu überarbeiteten, 43. Auflage des berühmten «Chrut und Uchrut» haben die Leserinnen und Leser einen Gesundheitsratgeber zur Hand, der das Gedankengut des legendären Kräuterpfarrers Künzle in die heutige Zeit überträgt.

    Der Titel «Chrut und Uchrut» ist aus verschiedenen Gründen besonders treffend: Einerseits gab es für den Kräuterpfarrer Künzle eigentlich kein Unkraut, da für ihn alle Pflanzen zur Schöpfung gehören, und andererseits brauchte er unzählige Kräuter, die von vielen Menschen, damals wie heute, wider besseres Wissen als Unkraut angesehen wurden und werden. So öffnet dieses Büchlein auch dem modern denkenden Menschen ebenso wie Fachleuten den Weg zu längst vergessenen Heilpflanzen.

    Dass ich als überzeugter Vertreter der «modernen» Naturheilkunde den Auftrag zur Überarbeitung dieses Büchleins übernommen habe, zeugt von meiner Hochachtung dem Wissen und Wirken von Pfarrer Künzle gegenüber. Zudem bin ich der Überzeugung, dass ein derart grosses Wissen und eine solche Erfahrung nicht in Vergessenheit geraten dürfen. Kräuterpfarrer Johann Künzle war ein ganzheitlich denkender Mensch und Heilpflanzenspezialist. Sein enormes Wissen und seine fundierten Kenntnisse von Heilmethoden stammen aus der Überlieferung und aus dem Studium der berühmten Kräuterbücher wie jenem von Tabernaemontanus aus dem Jahr 1591, das er intuitiv laufend mit seinen eigenen Beobachtungen ergänzte.

    Die Überarbeitung bedeutete für mich, die authentischen Texte möglichst originalgerecht zu übernehmen und sie allenfalls etwas der heutigen Zeit anzupassen. Es wäre meiner Meinung nach falsch oder gar arrogant, den Empfehlungen eines Pioniers der Kräuterheilkunde Ergänzungen hinzuzufügen. Natürlich hat die moderne Kräuterheilkunde, die Phytotherapie, durch neue Erfahrungen, Erkenntnisse und insbesondere auch durch die wissenschaftliche Forschung in der Naturheilkunde heute einen neuen Stellenwert erhalten. Trotzdem ist es äusserst wertvoll, das alte Wissen von Pfarrer Künzle als Ergänzung zur modernen Phytotherapie anwenden zu können. Mit diesem Büchlein soll aber medizinisches Fachwissen, ärztliche Hilfe oder die Konsultation von Spezialisten der modernen Phytotherapie nicht ersetzt werden.

    Ich wünsche Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, mit dem neuen «Chrut und Uchrut» nicht nur Gesundheit, sondern auch viele interessante Stunden.

    Vorwort von Kräuterpfarrer Künzle Warum ich dieses Büchlein schrieb

    Vor Jahren veröffentlichte ich verschiedene Abhandlungen über Kräuter im «Sarganserländer»; nebst dem hielt ich da und dort den Leuten Vorträge über die alten Hausmittel; von allen Seiten drängte man mich, das Beste in einem Schriftchen herauszugeben. Wohl existierten eine Menge Kräuterbücher, allein die meisten sind zu umfangreich und zu teuer, einzelne zu wenig praktisch oder benennen die Pflanzen ausschliesslich mit hochdeutschen Ausdrücken, während bei uns oft andere Namen gebräuchlich sind. Wenn man mir zuruft: «Schuster, bleib beim Leisten», die Kräuterkunde sei Ärztesache und gehe den Pfarrer nichts an, so kann ich erwidern, dass ich gerade wieder einen Leist aus dem Dunkel herausgezogen habe, auf dem in früheren Zeiten fast alle Landpfarrer gearbeitet haben. Im Mittelalter war jeder Pfarrer etwa Mediziner; jedes Kloster hatte einen Mönch, der sich mit der Kräutermedizin befassen musste; ja sogar Bischöfe scheuten sich nicht, Kräuterbücher herauszugeben. Somit arbeite ich nicht auf gestohlenem Grunde, sondern auf einem alten Erbteil.

    Viele Ärzte verweisen zudem die Leute immer auf Hausmittel. Ist's nicht gut, wenn ich da den Leuten den Gebrauch dieser Hausmittel neuerdings zeige? Der Ärzteberuf leidet darunter nicht, denn in das ganze grosse Gebiet der Chirurgie und der Serumbehandlung greife ich nicht ein.

    Überdies haben manche Ortschaften zwei bis drei Stunden und noch mehr zum Arzt, und im Wintersturm ist's oft fast unmöglich, den Doktor herbeizuholen; in manchen Fällen, wie Kolik, Blutvergiftung usw., ist das Übel bis zum Eintreffen des Arztes unheilbar geworden; etwas Kräuterkenntnis kann da manchem das Leben retten. Weit entfernt also, Konkurrent der Ärzte zu sein oder gar Gegner. Die Kräuterkunde ist viel älter als die heutige chemische Medizin; sie geht bis hinunter zur Wiege der Menschheit. Selbst den Tieren hat der Schöpfer einen Instinkt gegeben, der sie bei Krankheiten zu gewissen Pflanzen hintreibt. Hund und Katze nehmen Zuflucht zum

    Schliessgras oder Knäuelgras, die Mäuse legen sich einen Vorrat an von Pfefferminzwurzeln, die roten Ameisen pflanzen überall auf ihren Wohnungen den Thymian, verwundete Gamsen wälzen sich auf Alpenwegerich usw. Soll der Mensch allein ganz unbehilflich dastehen und zuerst zehn Jahre studieren müssen, bis er sich helfen kann? Unser Büchlein zeigt, dass der Herrgott dem Menschen die besten Heilkräuter in den Weg gelegt hat, vor die Haustüre, in den Garten als unvertilgbares Unkraut, in die nahe Wiese, in den Berg und Wald. Dem Volke zu helfen, ist eine christlich-soziale Tat; mögen daher alle jene, denen das Wohl des Volkes am Herzen liegt und die dazu Zeit und Gelegenheit haben, die alte, vergessene Kräuterkunde studieren und den Leidenden schnelle, wohlfeile, unschädliche Hausmittel reichen. Es gibt dann immer noch Fälle genug, wo diese nicht mehr ausreichen und der Arzt geholt werden muss, der mit allen modernen Hilfsmitteln ausgerüstet ist. Damit Gott befohlen!

    Wangs bei Sargans, im Oktober 1911

    Klappentext

    Die Neuausgabe eines Klassikers der Pflanzenheilkunde

    Generationen von Menschen war das 1911 erstmals erschienene und seither in mehrere Sprachen übersetzte und in über zwei Millionen Exemplaren verbreitete «Chrut und Uchrut» ein zuverlässiger Begleiter.

    Auf der Grundlage seiner tiefen Naturverbundenheit, seines grossen Pflanzenwissens und seiner langjährigen heilkundlichen Erfahrung gibt der legendäre Kräuterpfarrer Johann Künzle darin sein Wissen über die bewährtesten Heilpflanzen und ihre Anwendung wieder.

    Diese Neuausgabe eines Klassikers der Pflanzenheilkunde vermittelt Laien wie Fachleuten eine fundierte Einführung in die einheimischcen Heilpflanzen und deren Anwendung. Eine wertvolle Erganzung, zur modernen Naturheilkunde.


    ISBN 978-3-03800-384-7

    Register

    Verzeichnisder Indikationen und Anwendungen


    A

    Abführtee 120
    Akne 25
    Appetitlosigkeit 32
    Arterienverkalkung 27
    Arthritis 23
    Arthrose 23
    Asthma 19
    Atemwege 19
    Auflagen 126
    Aufstossen, saures 32
    Augen 29
    Augenentzündungen 29
    Ausscheidungsorgane 23


    B

    Bärlauchkur 125
    Blasentee 121
    Blutdrucktee 121
    Bluthochdruck 27
    Blutniederdruck 28
    Blutreinigung 31
    Blutreinigungskur 124
    Brandwunden 26
    Brechreiz 32
    Brennnessel-Teekur 125
    Bronchial- und Hustentee 121
    Bronchialasthma 19
    Bronchitis 20
    Brustkatarrh 20
    Brusttee 121


    D

    Darmträgheit 33
    Diabetes 32
    Diättee (bei Diabetes) 121
    Durchfall 34


    E

    Ekzeme 25
    Entschlackung 31
    Entschlackungskur 124
    Entschlackungstee 121
    Erkältung 20
    Erkältungstee 121
    Essigsocken 127


    F

    Feigenkur 124
    Fieber 22


    G

    Grippe 21


    H

    Halsschmerzen 21
    Hämorrhoiden 29
    Harnverhalten 23
    Haut 25
    Hautschrunden 25
    Heilkräutertee 120
    Heiserkeit 21
    Herz und Kreislauf 26
    Herzbeschwerden, nervöse 26
    Herz-Kreislauf-Kräuterkuren 125
    Heublumensack 127
    Hexenschuss 22
    Hormone 24


    I

    Ischias 23


    K

    Kamillenkompresse 129
    Kartoffelwickel 128
    Kopf 29
    Kopfschmerzen 29
    Krampfadern 28
    Kräuterbäder 126
    Kräuterkissen 126


    L

    Leber-Galle-Beschwerden 34


    M

    Magenbrennen 32
    Magentee 121
    Migräne 29
    Monatsbeschwerden 24
    Mund 30
    Mundgeruch 30
    Muskeln und Gelenke 22


    N

    Nerven 30
    Nerven-Schlaftee 122
    nervöse Störungen 30
    Nervosität 30
    Nieren-Blasen-Tee 122
    Nierenentzündung 24
    Nierenschwäche 23
    Nierentee 122
    Nierenversagen 23


    P

    Pfarrer-Künzle-Kräuterpräparate 130
    Pusteln 25


    R

    Rheumatee 122


    S

    Schlafkissen 126
    Schlafstörungen 30
    Sonnenbrand 26
    Stoffwechsel 32
    Stress 30


    U

    Übelkeit 32
    unreine Haut 25


    V

    Venenbeschwerden 28
    Verdauung 32
    Verdauungsschwäche 33
    Verstopfung 33


    W

    Wechseljahrbeschwerden 25
    Wickel 126
    Wickel, kalte 126
    Wickel, warme/heisse 127
    Wunden 26


    Z

    Zahnfleischentzündung 30
    Zuckerkrankheit 32
    Zwiebelwickel 128


    Verzeichnis der Heilpflanzen


    A

    Arnika 36, 83
    Augentrost 37, 83


    B

    Baldrian 38, 84
    Bärlauch 39, 85
    Benediktenkraut 40, 86
    Bibernelle 41, 87
    Birke 42, 88
    Blutwurz 43, 89
    Brennnessel 44, 90
    Brombeere 45, 91


    E

    Enzian, Gelber 46, 92
    Erdbeere, Wilde 47, 92


    F

    Frauenmantel/Silbermantel 48, 94


    G

    Gänsefingerkraut 49, 94
    Geissfuss 50, 95
    Goldrute 51, 96


    H

    Holunder 52, 96
    Huflattich 53, 97
    Hundsrose 54, 98
    Hagebutte 54, 98


    J

    Johanniskraut 55, 98


    K

    Kamille 56, 99
    Kümmel 57, 100


    L

    Labkraut, Echtes 58, 101
    Löwenzahn 59, 101


    M

    Malve 60, 102
    Meisterwurz 61, 103
    Melisse, Zitronen62, 104


    P

    Pfefferminze 63, 104
    Ringelblume 64, 106


    R

    Rosmarin 65, 106


    S

    Salbei 66, 107
    Sanikel 67, 108
    Schachtelhalm 68, 109
    Schafgarbe 69, 109
    Schlüsselblume 70, 110
    Silberwurz 71, 111
    Spierstaude (Moorgeissbart, Mädesüss) 72, 112
    Spitzwegerich 73, 113
    Stechpalme 74, 114
    Storchschnabel 75, 114


    T

    Taubnessel, Weisse 76, 115
    Tausendgüldenkraut 77, 115
    Thymian (Feld-) 78, 116


    V

    Vogelbeere 79, 117


    W

    Wacholder 80, 117
    Waldmeister 81, 118
    Wallwurz 82, 119



    Autor

    Johann Künzle

    geboren 1857 in St. Gallen, gestorben 1945 in Zizers, war katholischer Pfarrer, Publizist und ein Wegbereiter der modernen Phytotherapie. Er ist neben Sebastian Kneipp der wohl bekannteste Kräuterpfarrer und war ein Förderer von Alternativmedizin und Pflanzenheilkunde.

    Peter Oppliger

    geboren 1940, dipl. Drogist/ESD, Ausbildung in Naturheilkunde, Homöopathie und Phytotherapie. Ausbildung in Ernährung an der East West Foundation in Boston. Gründer der Bahnhof-Drogerie-Apotheke in Luzern, Importeur von Grüntee, Führung von Studienreisen und Seminaren zur Naturheilkunde, Lehraufträge im Bereich Naturheilkunde, Projekt und Realisierung der «Teekultur Monte Verita», Präsident der Stiftung AAMI-Monte Verita.