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Philo Fine Arts Weitere Titel dieses Verlages anzeigen
| Inhalt | ||||||
| Das lebende Theater der Aufseher | 7 | |||||
| Orte, Räume, Tätigkeiten. | 15 | |||||
| Die »Mental Maps« von Franz Ackermann | ||||||
| An den Nahtstellen des Sinns. | 27 | |||||
| Albernheit als Methode | ||||||
| Bewegter Stillstand. | 39 | |||||
| Samuel Becketts Alte Meister im Quadrat | ||||||
| Unsägliches. | 59 | |||||
| Zu »Hell« von Jake und Dinos Chapman | ||||||
| Ostentatio excrementorum. | 89 | |||||
| Historische Anmerkungen zu »Cloaca« von Wim Delvoye | ||||||
| Ein mechanischer Flötenkönig. | 114 | |||||
| Anmerkungen zu »The King's Part« von Rodney Graham | ||||||
| Hinwendung. | 132 | |||||
| »Waiden« am Leipziger Platz. Von Tobias Hauser | ||||||
| Leere Räume | 140 | |||||
| Das Ganze in Bewegung. | 163 | |||||
| Yayoi Kusama in Zeiten | ||||||
| Der Menzel geht um! | 179 | |||||
| Abbildungen | 193 | |||||
| Tod durch Käse und Kunstgeschichte. | 217 | |||||
| Pier Paolo Pasolinis »La ricotta« | ||||||
| Protestantische Schriftaltäre und andere Sprachen im Raum | ||||||
| Terror und Ekel. Zu Roland Topor | 295 | |||||
| Stimme, Stimmung, Stimmen. | 303 | |||||
| Kunsthistorische Aspekte zu Momenten bei Ana Torfs | ||||||
| Die Teppiche des Johannes Vermeer | 332 | |||||
| Nachwort | 349 | |||||
| Drucknachweise | 351 | |||||
| Weitere Veröffentlichungen des Autors | 354 | |||||
| Abbildungsnachweise | 374 | |||||
Michael Glasmeiers Texte sind Einübungen in das digressive Denken: Wie sollte man auch nicht abschweifen, wenn Thoreaus Hütte auf dem Potsdamer Platz steht, bei Rodney Graham Friedrich »der Große« sein Unwesen treibt und die Textbilder der Sechziger an protestantische Schriftaltäre erinnern? Der allgegenwärtigen Glorifizierung des Zeitgenössischen begegnet Glasmeier mit Gelassenheit, vergnüglich-präziser Historisierung und einem Lob der Albernheit.
Der Band "Geseheneres" - ein Begriff aus den Künstlerschriften Dieter Roths - erprobt eine Rückkopplung zwischen zeitgenössischer und alter Kunst. Der Glorifizierung des Zeitgenössischen begegnet Michael Glasmeier mit einer Historisierung formaler und inhaltlicher Bezüge. Das ist kein Relativismus - der "Denkraum" (Aby Warburg), den das Kunstwerk bereithält, erweitert sich in einer genaueren Betrachtung und Analyse, so dass schließlich Alte Meister wie zeitgenössische Kunst gleichermaßen profitieren. Mit Beiträgen über Yves Klein, Samuel Beckett, Yoyoi Kusama, Rodney Graham, Wim Delvoye und Franz Ackermann. Weitere Essays widmen sich den Werken Vermeers und Menzels, den Engeln, der Albernheit und ikonografischen Modellen wie Kubus, Landkarte oder Buch.
Michael Glasmeier, geboren 1951 in Bochum, ist Professor für Kunstwissenschaft an der Hochschule für Künste Bremen, Essayist, Publizist und Ausstellungskurator. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Kunstgeschichte und zur Theorie und Praxis zeitgenössischer Kunst.