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    Der kanadische Föderalismus

    Eine historisch-institutionalistische Analyse

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    Der kanadische Föderalismus
    Eine historisch-institutionalistische Analyse

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    Verlag:
    VS Verlag für Sozialwissenschaften  Weitere Titel dieses Verlages anzeigen

    Auflage: 2009
    Erschienen: Februar 2009
    Seiten: 392
    Sprache: Deutsch
    Maße: 210x148x24
    Einband: Kartoniert / Broschiert
    Zum Buch: Paperback
    ISBN: 3531163361
    EAN: 9783531163369

    Inhaltsverzeichnis

    Inhalt
    Inhalt 5
    Tabellenverzeichnis 8
    Abbildungsverzeichnis 9
    Abkürzungsverzeichnis 10
    Vorwort 13
    1 Zur Ambivalenz des Föderalismus in Theorie und Praxis 15
    2 Institutionen, Pfadabhängigkeit und Kontingenz 21
    2.1 Historischer Institutionalismus 21
    2.2 Modelle historischer Wirkungszusammenhänge 23
    2.3 Pfadabhängigkeit 25
    2.4 Pfadabhängigkeit: Kritik und Weiterentwicklung 30
    2.4.1 Endogene Ursachen historischen Wandels 31
    2.4.2 Institutionelle Rigidität und historische Kontingenz 35
    2.4.3 Typen historischer Sequenzen 37
    3 Interstaatlicher und Intrastaatlicher Föderalismus 41
    3.1 Begriffliche und ideengeschichtliche Grundlagen 42
    3.2 Föderalismus als dreidimensionales Regime 45
    3.3 Föderalismus und historischer Wandel 47
    4 Forschungsstand, Fragestellungen und Methodik 53
    4.1 Erkenntnisinteresse 54
    4.2 Methodik: Fallstudien und kausale Prozessrekonstruktion 58
    5 Der kanadische Föderalismus im synchronen Vergleich 67
    5.1 Die institutionelle Dimension 67
    5.2 Die Akteursdimension 79
    5.3 Die gesellschaftliche Dimension 82
    6 Die Bundesstaatsgründung als kritische Weggabelung 87
    6.1 Ausgangsbedingungen 88
    6.1.1 State-Building in den Kolonien Britisch Nordamerikas 89
    6.1.2 Situative Faktoren 97
    6.1.3 Mechanismen des Wandels 102
    6.1.4 Pfadlogik versus Akteurshandeln 105
    6.2 Staatsgründung und Föderalismus im BNA Act 109
    6.2.1 Handlungskontingenz und institutionelles "Lock-ln" 109
    6.2.2 Die Entscheidung aus Sicht der Föderalismustheorie 113
    6.2.3 Der kanadische Föderalismus im BNA Act 117
    6.3 Zusammenfassung 128
    7 Das Erste Föderative Regime 131
    7.1 Paradigmen des kanadischen Föderalismus 132
    7.2 Friktionen im Ersten Föderativen Regime 134
    7.2.1 Das bunde s staatliche Paradigma 135
    7.2.2 Das konföderale Paradigma 141
    7.2.3 Territoriale Cleavages und Föderalismus 144
    7.3 Parteien und Parteiensysteme im Ersten Föderativen Regime 152
    7.3.1 Allgemeine Charakteristika 153
    7.3.2 Parteien und Parteienystem im Bund 158
    7.3.3 Parteien und Parteiensysteme in den Provinzen 161
    7.4 Institutionelle Rekonfiguration im Ersten Föderativen Regime 166
    7.4.1 Kompetenzverteilung und Policy -Wandel 166
    7.4.2 Inter gouvernementale Beziehungen 170
    7.4.3 Finanzverfassung 173
    7.5 Zusammenfassung 176
    8 Das Zweite Föderative Regime 181
    8.1 Rekonstitution des unitarisch-bundesstaatlichen Paradigmas: Die Second National Policy 182
    8.1.1 Ausgangsbedingungen 182
    8.1.2 Die Second National Policy 187
    8.1.3 Die Gegenreaktion: Province-Building und Provincialism 196
    8.2 Parteien und Parteiensysteme im Zweiten Föderativen Regime 198
    8.2.1 Parteien und Parteiensysteme im Bund 200
    8.2.2 Parteien und Province-Building: Drei Fallbeispiele 208
    8.2.3 Nation-Building versus Provincialism 226
    8.3 Institutionelle Rekonfiguration im Zweiten Föderativen Regime 231
    8.3.1 Kompetenzverteilung und Policy -Wandel 233
    8.3.2 Inter gouvernementale Beziehungen 247
    8.3.3 Finanzverfassung 255
    8.4 Zusammenfassung 263
    9 Das Dritte Föderative Regime 267
    9.1 Von der Third zur Fourth National Policy? 267
    9.1.1 Zum Begriff der Third National Policy 268
    9.1.2 Vom Meech Lake Accord zum Charlottetown Accord 272
    9.1.3 Eine Fourth National Policy? 277
    9.2 Parteien und Parteiensysteme im Dritten Föderativen Regime 285
    9.2.1 Parteien und Parteiensystem im Bund 287
    9.2.2 Parteien und Parteiensysteme in den Provinzen 297
    9.3 Institutionelle Rekonfiguration im Dritten Föderativen Regime 313
    9.3.1 Kompetenzverteilung und Policy -Wandel 314
    9.3.2 Intergouvernementale Beziehungen 330
    9.3.3 Finanzverfassung 340
    9.4 Zusammenfassung 348
    10 Historischer Institutionalismus und Vergleichende Föderalismusforschung: Der Beitrag des kanadischen Falls 351
    Literaturverzeichnis 361



    Vorwort

    Vorwort

    Das akademische und soziale Umfeld kann bekanntlich entscheidend zur erfolgreichen Durchführung eines Dissertationsprojektes beitragen.

    Zum akademischen Umfeld, in dem die vorliegende Arbeit entstanden und niedergeschrieben worden ist, zählt zunächst das Institut für Kanada-Studien der Universität Augsburg. Meinem langjährigen akademischen Lehrer, Herrn Prof. Dr. Rainer-Olaf Schultze, sei deshalb an aller erster Stelle herzlich gedankt für die hervorragende Betreuung meiner Arbeit. Rainer-Olaf Schultze hat mich nicht nur immer wieder daran erinnert, die wichtigen Fragestellungen in den Mittelpunkt zu rücken, sondern auch mein Verständnis einer historisch fundierten Politikwissenschaft ganz generell geprägt. Selbst während seiner stressigen Amtszeit als Dekan fand er stets Zeit für unzählige anregende Gespräche - notfalls auch zwischen Gremiensitzungen und Lehrveranstaltungen.

    Keineswegs selbstverständlich war die sofortige Bereitschaft von Herrn Prof. Dr. Wilhelm Hofmann, das Zweitgutachten zu übernehmen sowie von Herrn Prof. Dr. Andreas Wirsching, als fachfremder Prüfer der Disputation beizuwohnen. Beiden sei deshalb ebenfalls herzlich gedankt. Eine großartige Unterstützung habe ich zudem von meinen ehemaligen Kollegen und Freunden am Institut erfahren. Nina Gerstenkorn, Claudia Glöckner, Jan Grasnick sowie Bettina Heibig haben mit inhaltlichen Anregungen und konstruktiver Kritik, Korrekturlesen und technischer Hilfe während der Endphase die Arbeit entscheidend erleichtert. Finanziell unterstützt wurde die Arbeit während der Anfangsphase zudem durch ein Doktorandenstipendium der Landesgraduiertenförderung Bayern.

    Meine Forschungsaufenthalte an der School of Public Policy and Administration der Carleton University in Ottawa waren eine unglaublich wichtige Erfahrung. Finanziell gefördert wurden diese durch einen von der kanadischen Bundesregierung finanzierten Government of Canada Award. Die Hilfsbereitschaft und Unterstützung, die ich vor Ort erfahren habe, war beeindruckend. Dies gilt für die verschiedenen Interview- und Gesprächspartner, die an dieser Stelle nicht alle namentlich erwähnt werden können, genauso wie die Mitarbeiter und Kollegen in Carleton, allen voran Prof. Leslie Pal sowie Martha Clark.

    Die letzten Überarbeitungen des Manuskripts sowie die Fertigstellung der Druckvorlage fanden schließlich an meiner neuen akademischen Wirkungsstätte,dem Institut für Politikwissenschaft an der Fern-Universität in Hagen, statt. Meine neuen Kollegen am Lehrstuhl, Herr Prof. Dr. Arthur Benz, Ingeborg Voss und Christina Zimmer, haben mir nicht nur einen ausgesprochen angenehmen Einstieg bereitet, sondern mir auch die notwendigen Freiräume geschaffen, um die zügige Fertigstellung der Druckfassung zu ermöglichen.

    Herzlich gedankt sei schließlich allen Freunden und Familienmitgliedern, die auf ganz unterschiedliche Weise das Dissertationsprojekt begleitet und unterstützt haben: In Ottawa Barbara Preston und Kelly Steeves, denen ich ganz besonders in tiefer Dankbarkeit verbunden bin. In Ulm meinen Freunden aus der Mathildenstrasse, vor allem Klaus Brannath, Kirsten Brannath-Jacobs und Nick Neustifter, ebenso wie George Kieft. Meine Eltern Gerhard und Silke Broschek haben mein Dissertationsprojekt mit viel Entgegenkommen begleitet, genauso wie sie mich bereits während meines gesamten Studiums stets unterstützt haben. Gewidmet ist die Arbeit meiner Tochter Ronja Kieft.

    Hagen/Ulm im November 2008

    Jörg Broschek

    Klappentext

    Der kanadische Föderalismus

    Die Frage nach der Entwicklungsdynamik föderativer Systeme gehört zu den Kernbereichen der vergleichenden Föderalismusforschung. Ausgehend von einem mehrdimensionalen Konzept untersucht die Studie Kontinuität und Wandel im kanadischen Föderalismus seit der Gründung des Bundesstaates im Jahr 1867. im Vordergrund stehen die institutionelle Konfiguration, das System intergouvernementaler Beziehungen sowie ausgewählte Bereiche der Staatstätigkeit. Die Studie rekonstruiert einerseits die Entwicklung des kanadischen Föderalismus als pfadabhängigen Prozess, in dessen Folge Elemente des interstaatlichen Föderalismusmodells aufgrund von positiven Rückkopplungseffekten kontinuierlich akzentuiert worden sind. Sie zeigt andererseits, dass innerhalb dieses institutionellen Arrangements ein beachtliches Maß an Variationsmöglichkeiten besteht. In ihrer Gesamtheit ist die Entwicklungsdynamik des kanadischen Föderalismus deshalb keineswegs mit Trägheit oder gar Stillstand zu charakterisieren. Aus vergleichender Sicht lässt sich zeigen, dass der kanadischeinterstaatliche Föderalismus im Gegensatz zum bundesrepublikanischen Modell des intrastaatlichen Föderalismus exogen wie endogen erzeugten Veränderungsdruck relativ leicht in weit reichende Anpassungs- und Innovationsleistungen zu übersetzen vermag.


    ISBN 978-3-531-16336-9

    Autor

    Dr. phil. Jörg Broschek ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft an der Fernuniversität in Hagen.

    Reviews

    "[...] hier [liegt] eine eindrucksvolle, detailkenntnisreiche und gut strukturierte Analyse der Entwicklung des kanadischen Föderalismus vor, die durch den originellen Forschungszugang und die Verbindung von Ansätzen der vergleichenden Föderalismusforschung mit dem historischen Institutionalismus und den Thesen zur Pfadabhängigkeit auch einen wichtigen Beitrag zu dieser Theoriedebatte beisteuert." Zeitschrift für Kanada-Studien, 2-2010