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| Inhalt | ||||||
| Inhalt | 5 | |||||
| Tabellenverzeichnis | 8 | |||||
| Abbildungsverzeichnis | 9 | |||||
| Abkürzungsverzeichnis | 10 | |||||
| Vorwort | 13 | |||||
| 1 | Zur Ambivalenz des Föderalismus in Theorie und Praxis | 15 | ||||
| 2 | Institutionen, Pfadabhängigkeit und Kontingenz | 21 | ||||
| 2.1 | Historischer Institutionalismus | 21 | ||||
| 2.2 | Modelle historischer Wirkungszusammenhänge | 23 | ||||
| 2.3 | Pfadabhängigkeit | 25 | ||||
| 2.4 | Pfadabhängigkeit: Kritik und Weiterentwicklung | 30 | ||||
| 2.4.1 | Endogene Ursachen historischen Wandels | 31 | ||||
| 2.4.2 | Institutionelle Rigidität und historische Kontingenz | 35 | ||||
| 2.4.3 | Typen historischer Sequenzen | 37 | ||||
| 3 | Interstaatlicher und Intrastaatlicher Föderalismus | 41 | ||||
| 3.1 | Begriffliche und ideengeschichtliche Grundlagen | 42 | ||||
| 3.2 | Föderalismus als dreidimensionales Regime | 45 | ||||
| 3.3 | Föderalismus und historischer Wandel | 47 | ||||
| 4 | Forschungsstand, Fragestellungen und Methodik | 53 | ||||
| 4.1 | Erkenntnisinteresse | 54 | ||||
| 4.2 | Methodik: Fallstudien und kausale Prozessrekonstruktion | 58 | ||||
| 5 | Der kanadische Föderalismus im synchronen Vergleich | 67 | ||||
| 5.1 | Die institutionelle Dimension | 67 | ||||
| 5.2 | Die Akteursdimension | 79 | ||||
| 5.3 | Die gesellschaftliche Dimension | 82 | ||||
| 6 | Die Bundesstaatsgründung als kritische Weggabelung | 87 | ||||
| 6.1 | Ausgangsbedingungen | 88 | ||||
| 6.1.1 | State-Building in den Kolonien Britisch Nordamerikas | 89 | ||||
| 6.1.2 | Situative Faktoren | 97 | ||||
| 6.1.3 | Mechanismen des Wandels | 102 | ||||
| 6.1.4 | Pfadlogik versus Akteurshandeln | 105 | ||||
| 6.2 | Staatsgründung und Föderalismus im BNA Act | 109 | ||||
| 6.2.1 | Handlungskontingenz und institutionelles "Lock-ln" | 109 | ||||
| 6.2.2 | Die Entscheidung aus Sicht der Föderalismustheorie | 113 | ||||
| 6.2.3 | Der kanadische Föderalismus im BNA Act | 117 | ||||
| 6.3 | Zusammenfassung | 128 | ||||
| 7 | Das Erste Föderative Regime | 131 | ||||
| 7.1 | Paradigmen des kanadischen Föderalismus | 132 | ||||
| 7.2 | Friktionen im Ersten Föderativen Regime | 134 | ||||
| 7.2.1 | Das bunde s staatliche Paradigma | 135 | ||||
| 7.2.2 | Das konföderale Paradigma | 141 | ||||
| 7.2.3 | Territoriale Cleavages und Föderalismus | 144 | ||||
| 7.3 | Parteien und Parteiensysteme im Ersten Föderativen Regime | 152 | ||||
| 7.3.1 | Allgemeine Charakteristika | 153 | ||||
| 7.3.2 | Parteien und Parteienystem im Bund | 158 | ||||
| 7.3.3 | Parteien und Parteiensysteme in den Provinzen | 161 | ||||
| 7.4 | Institutionelle Rekonfiguration im Ersten Föderativen Regime | 166 | ||||
| 7.4.1 | Kompetenzverteilung und Policy -Wandel | 166 | ||||
| 7.4.2 | Inter gouvernementale Beziehungen | 170 | ||||
| 7.4.3 | Finanzverfassung | 173 | ||||
| 7.5 | Zusammenfassung | 176 | ||||
| 8 | Das Zweite Föderative Regime | 181 | ||||
| 8.1 | Rekonstitution des unitarisch-bundesstaatlichen Paradigmas: Die Second National Policy | 182 | ||||
| 8.1.1 | Ausgangsbedingungen | 182 | ||||
| 8.1.2 | Die Second National Policy | 187 | ||||
| 8.1.3 | Die Gegenreaktion: Province-Building und Provincialism | 196 | ||||
| 8.2 | Parteien und Parteiensysteme im Zweiten Föderativen Regime | 198 | ||||
| 8.2.1 | Parteien und Parteiensysteme im Bund | 200 | ||||
| 8.2.2 | Parteien und Province-Building: Drei Fallbeispiele | 208 | ||||
| 8.2.3 | Nation-Building versus Provincialism | 226 | ||||
| 8.3 | Institutionelle Rekonfiguration im Zweiten Föderativen Regime | 231 | ||||
| 8.3.1 | Kompetenzverteilung und Policy -Wandel | 233 | ||||
| 8.3.2 | Inter gouvernementale Beziehungen | 247 | ||||
| 8.3.3 | Finanzverfassung | 255 | ||||
| 8.4 | Zusammenfassung | 263 | ||||
| 9 | Das Dritte Föderative Regime | 267 | ||||
| 9.1 | Von der Third zur Fourth National Policy? | 267 | ||||
| 9.1.1 | Zum Begriff der Third National Policy | 268 | ||||
| 9.1.2 | Vom Meech Lake Accord zum Charlottetown Accord | 272 | ||||
| 9.1.3 | Eine Fourth National Policy? | 277 | ||||
| 9.2 | Parteien und Parteiensysteme im Dritten Föderativen Regime | 285 | ||||
| 9.2.1 | Parteien und Parteiensystem im Bund | 287 | ||||
| 9.2.2 | Parteien und Parteiensysteme in den Provinzen | 297 | ||||
| 9.3 | Institutionelle Rekonfiguration im Dritten Föderativen Regime | 313 | ||||
| 9.3.1 | Kompetenzverteilung und Policy -Wandel | 314 | ||||
| 9.3.2 | Intergouvernementale Beziehungen | 330 | ||||
| 9.3.3 | Finanzverfassung | 340 | ||||
| 9.4 | Zusammenfassung | 348 | ||||
| 10 | Historischer Institutionalismus und Vergleichende Föderalismusforschung: Der Beitrag des kanadischen Falls | 351 | ||||
| Literaturverzeichnis | 361 | |||||
Vorwort
Das akademische und soziale Umfeld kann bekanntlich entscheidend zur erfolgreichen Durchführung eines Dissertationsprojektes beitragen.
Zum akademischen Umfeld, in dem die vorliegende Arbeit entstanden und niedergeschrieben worden ist, zählt zunächst das Institut für Kanada-Studien der Universität Augsburg. Meinem langjährigen akademischen Lehrer, Herrn Prof. Dr. Rainer-Olaf Schultze, sei deshalb an aller erster Stelle herzlich gedankt für die hervorragende Betreuung meiner Arbeit. Rainer-Olaf Schultze hat mich nicht nur immer wieder daran erinnert, die wichtigen Fragestellungen in den Mittelpunkt zu rücken, sondern auch mein Verständnis einer historisch fundierten Politikwissenschaft ganz generell geprägt. Selbst während seiner stressigen Amtszeit als Dekan fand er stets Zeit für unzählige anregende Gespräche - notfalls auch zwischen Gremiensitzungen und Lehrveranstaltungen.
Keineswegs selbstverständlich war die sofortige Bereitschaft von Herrn Prof. Dr. Wilhelm Hofmann, das Zweitgutachten zu übernehmen sowie von Herrn Prof. Dr. Andreas Wirsching, als fachfremder Prüfer der Disputation beizuwohnen. Beiden sei deshalb ebenfalls herzlich gedankt. Eine großartige Unterstützung habe ich zudem von meinen ehemaligen Kollegen und Freunden am Institut erfahren. Nina Gerstenkorn, Claudia Glöckner, Jan Grasnick sowie Bettina Heibig haben mit inhaltlichen Anregungen und konstruktiver Kritik, Korrekturlesen und technischer Hilfe während der Endphase die Arbeit entscheidend erleichtert. Finanziell unterstützt wurde die Arbeit während der Anfangsphase zudem durch ein Doktorandenstipendium der Landesgraduiertenförderung Bayern.
Meine Forschungsaufenthalte an der School of Public Policy and Administration der Carleton University in Ottawa waren eine unglaublich wichtige Erfahrung. Finanziell gefördert wurden diese durch einen von der kanadischen Bundesregierung finanzierten Government of Canada Award. Die Hilfsbereitschaft und Unterstützung, die ich vor Ort erfahren habe, war beeindruckend. Dies gilt für die verschiedenen Interview- und Gesprächspartner, die an dieser Stelle nicht alle namentlich erwähnt werden können, genauso wie die Mitarbeiter und Kollegen in Carleton, allen voran Prof. Leslie Pal sowie Martha Clark.
Die letzten Überarbeitungen des Manuskripts sowie die Fertigstellung der Druckvorlage fanden schließlich an meiner neuen akademischen Wirkungsstätte,dem Institut für Politikwissenschaft an der Fern-Universität in Hagen, statt. Meine neuen Kollegen am Lehrstuhl, Herr Prof. Dr. Arthur Benz, Ingeborg Voss und Christina Zimmer, haben mir nicht nur einen ausgesprochen angenehmen Einstieg bereitet, sondern mir auch die notwendigen Freiräume geschaffen, um die zügige Fertigstellung der Druckfassung zu ermöglichen.
Herzlich gedankt sei schließlich allen Freunden und Familienmitgliedern, die auf ganz unterschiedliche Weise das Dissertationsprojekt begleitet und unterstützt haben: In Ottawa Barbara Preston und Kelly Steeves, denen ich ganz besonders in tiefer Dankbarkeit verbunden bin. In Ulm meinen Freunden aus der Mathildenstrasse, vor allem Klaus Brannath, Kirsten Brannath-Jacobs und Nick Neustifter, ebenso wie George Kieft. Meine Eltern Gerhard und Silke Broschek haben mein Dissertationsprojekt mit viel Entgegenkommen begleitet, genauso wie sie mich bereits während meines gesamten Studiums stets unterstützt haben. Gewidmet ist die Arbeit meiner Tochter Ronja Kieft.
Hagen/Ulm im November 2008
Jörg Broschek
Der kanadische Föderalismus
Die Frage nach der Entwicklungsdynamik föderativer Systeme gehört zu den Kernbereichen der vergleichenden Föderalismusforschung. Ausgehend von einem mehrdimensionalen Konzept untersucht die Studie Kontinuität und Wandel im kanadischen Föderalismus seit der Gründung des Bundesstaates im Jahr 1867. im Vordergrund stehen die institutionelle Konfiguration, das System intergouvernementaler Beziehungen sowie ausgewählte Bereiche der Staatstätigkeit. Die Studie rekonstruiert einerseits die Entwicklung des kanadischen Föderalismus als pfadabhängigen Prozess, in dessen Folge Elemente des interstaatlichen Föderalismusmodells aufgrund von positiven Rückkopplungseffekten kontinuierlich akzentuiert worden sind. Sie zeigt andererseits, dass innerhalb dieses institutionellen Arrangements ein beachtliches Maß an Variationsmöglichkeiten besteht. In ihrer Gesamtheit ist die Entwicklungsdynamik des kanadischen Föderalismus deshalb keineswegs mit Trägheit oder gar Stillstand zu charakterisieren. Aus vergleichender Sicht lässt sich zeigen, dass der kanadischeinterstaatliche Föderalismus im Gegensatz zum bundesrepublikanischen Modell des intrastaatlichen Föderalismus exogen wie endogen erzeugten Veränderungsdruck relativ leicht in weit reichende Anpassungs- und Innovationsleistungen zu übersetzen vermag.
ISBN 978-3-531-16336-9
Dr. phil. Jörg Broschek ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft an der Fernuniversität in Hagen.
"[...] hier [liegt] eine eindrucksvolle, detailkenntnisreiche und gut strukturierte Analyse der Entwicklung des kanadischen Föderalismus vor, die durch den originellen Forschungszugang und die Verbindung von Ansätzen der vergleichenden Föderalismusforschung mit dem historischen Institutionalismus und den Thesen zur Pfadabhängigkeit auch einen wichtigen Beitrag zu dieser Theoriedebatte beisteuert." Zeitschrift für Kanada-Studien, 2-2010