Artikel werden geladen
Verlag:
Deutscher Universitätsvlg Weitere Titel dieses Verlages anzeigen
| Inhalt | ||||||
| Einleitung | ||||||
| 1 | Derrida im deutschsprachigen Kontext | |||||
| Michael
Baum Der "ununterbrochene Dialog" - seine Teilnehmer, Vermittler und Zensoren | 13 | |||||
| Martin
A.
Hainz Intervention - Interpretation: Zu Jacques Derridas Dekonstruktion | 33 | |||||
| Oliver
Kohns Das Gesetz der Gesetzlosigkeit | 53 | |||||
| 2 | Produktive literaturtheoretische Ansätze der Gegenwart | |||||
| Tilmann
Köppe Konturen einer analytischen Literaturtheorie | 67 | |||||
| Bernd
Ulrich
Biere Linguistische Hermeneutik, Konstruktivismus und Dekonstruktivismus - Identität und Differenz | 85 | |||||
| Olaf
Berwald Mythos und Methode. Notizen zur posthumanen Idylle | 101 | |||||
| Sabine
Kuhangel Literarische Offenheit und ihre Grenzen: Semiotik, Rezeptionsästhetik und die Perspektiven eines literaturtheoretischen Konzepts | 111 | |||||
| Christian
Jäger Revolte und Reversion oder Die an/ausstehende Repolitisierung der Literaturwissenschaft | 125 | |||||
| 3 | Literaturtheorie in der Praxis: Trends und Entwicklungen der Gegenwart | |||||
| Werner
Jung Der Text ist Literatur ist Kultur ist der Text. Literaturwissenschaft und/oder Kulturwissenschaften-Eine Miszelle | 137 | |||||
| Daniela
Strigl "Ich seh, ich seh, was du nicht siehst" - Literaturkritik und Literaturtheorie | 145 | |||||
| Renata
Cornejo
und
Karin
S.
Wozonig Gender Studies in der Literaturwissenschaft - Literaturwissenschaft in den Gender Studies. Eine Wechselwirkung | 155 | |||||
| Jens
Zimmermann Gott in der Universität: Religion als neues Forschungsfeld der Literaturtheorie? | 165 | |||||
| Gregor
Thuswaldner Betretenes Schweigen: Vom angeblichen Ende von "Literary Theory" in den USA | 181 | |||||
| Autorinnen und Autoren | 189 | |||||
| Personenregister | 193 | |||||
Einleitung
"When Jacques Derrida died I was called by a reporter who wanted to know what would succeed high theory and the triumvirate of race, gender, and class as the center of intellectual energy in the academy. I answered like a shot: religion."1 - Der hier von einem Journalisten zu Rat Gezogene ist Stanley Fish, ein einflussreicher Literaturwissenschaftler und "public intellectual'', der nun in der Religion das neue "Zentrum der intellektuellen Energie" verortet. Wird aber dieser "religious turn" bleibende Folgen haben oder handelt es sich dabei - wenn überhaupt - um einen möglicherweise bedeutungslosen Trend, der wiederum bald von einem anderen abgelöst wird? Lassen sich literaturtheoretische Entwicklungen in Europa und Nordamerika ausmachen, die Bestand und somit weitreichende Auswirkungen haben könnten? Der vorliegende Band versucht eine kritische Bestandsaufnahme und macht darüber hinaus auch auf produktive literaturtheoretische Ansätze der Gegenwart aufmerksam. Gleichzeitig geht diese Aufsatzsammlung der Frage nach, warum die Rezeption von Derridas Werk im deutschsprachigen Universitätsbetrieb - im Gegensatz zu Frankreich und dem angloamerikanischen Bereich - bisher eher verhalten ausgefallen ist.
Der Titel des Bandes - Derrida und danach? ist dabei bewusst gewählt. Grammatisch gesehen ist das Pronominaladverb danach nicht richtig, denn ,,[d]as Pronominaladverb wird [...] in der Regel nicht gebraucht, wenn das Substantiv, auf das es sich bezieht, eine Person oder ein Lebewesen nennt."2 Doch der Titel deutet mit diesem Regelverstoß darauf hin, dass mit Derrida - zumindest in literaturtheoretischen Diskursen - des öfteren nicht so sehr der französische Philosoph bzw. dessen vielschichtiges Werk gemeint ist, das entweder gar nicht, oder wenn, dann oft nur ansatzweise über sekundäre Quellen, rezipiert wird. Stattdessen wird zumeist Derrida mit dem leider oftmals missverstandenen Projekt der Dekonstruktion gleichgesetzt und - schlimmer noch - ignoriert. Man erspart sich dadurch die Zeit, die notwendig wäre, sich eingehender mit Derridas Texten auseinanderzusetzen. Das danach im Titel, auf das ein Fragezeichen folgt, impliziert auch, dass man nun spätestens nach Derridas Tod andere, neuere, angeblich zeitgemäßere literaturtheoretische Wege beschreiten soll, worauf u. a. auch Stanley Fish anspielt. Dass Derridas Erbe aber keineswegs aufgebraucht ist, sondern dass die genauere Auseinandersetzung mit seinen Werken - gerade im deutschsprachigen Kontext - erst ansteht, darauf will dieser Band aufmerksam machen.
Der erste Teil der Aufsatzsammlung möchte den angesprochenen Vorurteilen, denen Derridas Werk ausgesetzt ist, begegnen. Michael Baum (Karlsruhe) plädiert in seinem Essay dafür, den "ununterbrochenen Dialog" zwischen Hermeneutik und Dekonstruktion, den Hans-Georg Gadamer und Jacques Derrida begonnen hatten, wieder aufzunehmen. In mehreren Arbeiten zur Literaturtheorie weist Baum nämlich den Mangel an Dialogbereitschaft nach, wenn es um die Beschäftigung mit Derrida geht. Stattdessen dominiere entweder eine polemische oder eine synkretistische Auseinandersetzung, die nur Teile der Dekonstruktion in verschiedene Theoriegebäude übernehmen will. Martin A. Hainz (Wien) deutet in seinem Beitrag auf die Verantwortung der Lektüre hin, die einerseits die Interpretation und andererseits die Intervention miteinschließt. Wie spannend eine solche von Derrida inspirierte Interpretation/Intervention sein kann und was es bedeutet, einen Text gegen den Strich zu lesen, davon zeugt dieser Beitrag. Oliver Kohns (Luxemburg) macht deutlich, dass in der deutschsprachigen Diskussion Derridas Theoreme immer wieder als belangloser "Tanz der Signifikanten" abgetan worden sind. Kohns begegnet diesem Miss- und Unverständnis, indem er überzeugend darlegt, dass Derridas tiefschürfende Überlegungen zum Thema Literatur noch zu entdecken sind. Aus mehreren Gründen bleibt daher die Rezeption Derridas eine zukünftige.
Im Mittelpunkt des zweiten Teiles stehen höchst produktive (und auch durchaus provokante) literaturtheoretische Ansätze, die es weiter zu denken und zu entwickeln gilt. Tilmann Köppes (Göttingen) Aufsatz ist der analytischen Literaturtheorie gewidmet. Die analytische Literaturtheorie ist weder an vorgefertigten gegenstandsbezogenen Auffassungen interessiert, noch sind die Fragestellungen und die Herangehensweise vorprogrammiert. Köppe arbeitet in seinem Essay die wissenschaftstheoretisch-methodologischen Voraussetzungen, die von den Vertretern des analytischen Ansatzes geteilt werden, heraus. Dabei wird das beachtliche Potential dieser im deutschsprachigen Raum noch nicht etablierten Literaturtheorie deutlich. Bernd Ulrich Biere (Koblenz-Landau) entwickelt in seinem Beitrag eine hermeneutische Linguistik, die sich jedoch nicht als neue Spezialhermeneutik versteht. Bieres hermeneutische Sprachtheorie, der eine linguistische Hermeneutik gegenübergestellt wird, eröffnet neue Perspektiven in Hinblick auf die sprachliche Konstituierung, Organisation und Vermittlung von Wissen. Olaf Berwald (Grand Forks, ND, USA) macht die inventive kulturtheoretische Hermeneutik in F. W. J. Schellings "Philosophie der Mythologie" für methodologische Debatten der Gegenwart fruchtbar. Berwald plädiert für eine Wiederbelebung literaturwissenschaftlicher Gattungstheorie und -geschichte am Beispiel der subjektentleerten Idylle ausgehend von Hölderlins Turmlyrik über Paul Celan und Jacques Dupin bis zur Lyrik des 21. Jahrhunderts. Sabine Kuhangel (Edinburgh) führt in ihrem Essay Wolfgang Isers (heute oftmals verpönten) rezeptionsästhetischen Ansatz mit Umberto Ecos semiotischer Theorie auf äußerst fruchtbare Weise zusammen. Ausgehend von der kritischen Reflexion von Texten dieser beiden höchst unterschiedlichen Theoretiker entwirft Kuhangel auf überzeugende Weise eine Theorie literarischer Offenheit. Christian Jäger (Berlin) führt eine Reihe guter Gründe an, warum er die Repolitisierung der Literaturwissenschaft als unmittelbar bevorstehend betrachtet. Zum einen macht er auf das politische Potential der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur aufmerksam, dem Stichwort Peter Handkes
Serbientexte - von Seiten der Germanistik kaum Rechnung getragen wird. Zum anderen verweist er auf das Erbe der 68er Generation, dem sich die jüngere Generation zu stellen hat.
Der dritte Teil des Bandes untersucht die gegenwärtige literaturtheoretische Praxis in Deutschland, Österreich und in der angloamerikanischen Welt und macht auf Entwicklungen und (kurzlebige?) Trends aufmerksam. Ausgehend von Karl Heinz Bohrers Dankesrede anlässlich der Verleihung des "Großen Literaturpreises der Bayerischen Akademie" geht Werner Jung (Duisburg-Essen) in seinem pointierten Beitrag den Fragen nach, was denn nun eigentlich ein Text sei und wer darüber zu entscheiden habe - die Literaturwissenschaft oder doch die Kulturwissenschaften? Daniela Strigl (Wien), die selbst sowohl Literaturwissenschaftlerin als auch Literaturkritikerin ist, lotet das Spannungsverhältnis von Literaturkritik und Literaturtheorie im deutschsprachigen Kontext aus. Besonders die Debatte um Volker Weidemanns Lichtjahre hat, wie Strigl demonstriert, Literaturkritiker herausgefordert, über den literaturtheoretischen Aspekt ihrer Arbeit laut nachzudenken. Renata Cornejo ( Ústi nad Labem, Tschechien) und Karin S. Wozonig (Hamburg) stellen in ihrem Beitrag den Einfluss der Gender Studies auf die Germanistik heraus und weisen zugleich auf die wichtigen Impulse hin, die vom feministischen Poststrukturalismus ausgegangen sind. Jens Zimmermann (Langley, BC, Kanada) geht in seinem Essay genauer der oben aufgeworfenen Frage nach, ob Stanley Fish mit seiner Behauptung, das Thema Religion werde nun die literaturtheoretischen Debatten dominieren, Recht gehabt hat. Tatsächlich gibt es ein erstaunliches Interesse an religiösen Themen unter Literaturtheoretikern. Doch auf welche Art nähern sich Literaturtheoretiker diesem brisanten Thema? Existiert ein fairer Dialog zwischen Literaturtheoretikern einerseits und Theologen andererseits? Gregor Thuswaldner (Wenham, MA, USA) geht in dem letzten Aufsatz auf die gegenwärtigen literaturtheoretischen Debatten in den USA ein. In den meisten literaturwissenschaftlichen Universitätsinstituten der USA wird nach wie vor der Schwerpunkt auf poststrukturalistische Interpretationsmodelle gelegt, obwohl deren Relevanz vermehrt in Frage gestellt wird. Warum die Reaktionen auf jene Werke, die die "Literary Theory" höchst kritisch bewerten, verhalten ausfallen, darauf möchte dieser Beitrag eine Antwort geben.
Insgesamt versucht der Band zu demonstrieren, wie lohnend die Auseinandersetzung mit Literaturtheorie sein kann. Voreilig Theorien und Ansätze für tot zu erklären, nur weil sie nicht (mehr) en vogue zu sein scheinen, davon rät die Aufsatzsammlung ab. Stattdessen möchte der Band dazu einladen, sich die nötige Zeit für das genaue literarische Interpretieren und Intervenieren zu nehmen.
Gregor Thuswaldner
1 Stanley Fish: "One University under God," Chronicle of Higher Education, 7 Jan. 2005, 6 Jul. 2005, S. 4.
2 Günther Drosdowski (Hg. et al.): Duden. Grammatik der deutschen Gegenwartssprache. 5. v. n. bearb. u. erw. Aufl. Mannheim, 1995.
Derrida und danach?
Nach dem Tod des französischen Philosophen Jacques Derrida betrachtete der amerikanische Literaturtheoretiker Stanley Fish die Religion als das neue "Zentrum der intellektuellen Energie" literaturtheoretischer Diskurse. Wird aber dieser "religious turn" bleibende Folgen haben oder handelt es sich dabei - wenn überhaupt - um einen möglicherweise bedeutungslosen Trend, der wiederum bald von einem anderen abgelöst wird? Lassen sich literaturtheoretische Entwicklungen in Europa und Nordamerika ausmachen, die Bestand und somit weitreichende Auswirkungen haben könnten? Der vorliegende Band versucht eine kritische Bestandsaufnahme und macht darüber hinaus auch auf produktive literaturtheoretische Ansätze der Gegenwart aufmerksam. Gleichzeitig geht diese Aufsatzsammlung der Frage nach, warum die Rezeption von Derridas Werk im deutschsprachigen Universitätsbetrieb - im Gegensatz zu Frankreich und dem angloamerikanischen Bereich - bisher eher verhalten ausgefallen ist.
Das Buch wendet sich an Dozierende und Studierende der Germanistik, Anglistik/Amerikanistik, Romanistik, Kulturwissenschaft, Komparatistik und Philosophie.
Dr. Gregor Thuswaldner ist Associate Professor of German und Chair des Department of Foreign Languages und Linguistics am Gordon College in Wenham, Massachusetts, USA.
ISBN 978-3-8350-6036-4
www.vs-verlag.de
Personenregister
AAdorno, Theordor W 33, 44-45, 96
Agamens, Giorgio 131
Althusser, Louis 127
Amery, Jean 38
Anders, Günther 33
Ansén, Reiner 46
Aristoteles 177
Arnold, Matthew 175
BBachmann-Medick, Doris 53
Bachtin, Michail 141
Badiou, Alan 178
Bahti, Timothy 53-54
Baltasar, Hans Urs von 37, 47, 178
Barth, Karl 178
Barthes, Roland 40, 159, 138, 145-146
Bartmann, Christoph 147
Baßler, Moritz 127
Baudrillard, Jean 101
Bauerlein, Mark 185-186
Benjamin, Walter 39, 46, 53-54, 149, 151
Bertram, Georg 26-28
Biller, Maxim
Blanchot, Maurice 152
Bohrer, Karl Heinz 137-138
Bonhoeffer, Dietrich 168
Bovenschen.
Silvia 161-162
Bowie, Andrew 102
Brecht, Bertolt 53-54
Brenner, Peter 21-25, 141
Bricmont, Jean 47
Brooks, Cleanth 181-182
Brossard, Nicole 101
Brücke, Ernst Wilhelm von 101-102
Buck, Theo 43
Bühler, Axel 20
Bush, George W. 187
CCanetti, Elias 105
Caputo, John 187
Celan, Paul 8, 3940, 43, 45, 102, 104-105, 107, 109, 134
Chladenius, Johann Martin 89, 98
Chomsky, Noam 89
Cicourel, Aaron 87
Cixous, Hélène 156, 159-162
Culler, Jonathan 36
Czernin, Franz Josef 36, 150
DDarwin, Charles 48
Deguy, Michel 106
Deleuze, Gilles 34, 101, 127-129
Derrida, Jacques 7-8, 13-30, 33-49, 53-63, 88-89, 92, 96, 138, 159, 161, 172, 174, 178-179, 181484, 187
Dilthey, Wilhelm 87, 139-140
Döblin, Alfred 104
Droysen, Johann Gustav 87
Dupin, Jacques 8, 104-105
EEagleton, Terry 168, 174-179
Eco, Umberto 8, 35, 111-112, 116-122
Eliot, T.S. 146, 148
Ellis, John 185
Emmerich, Wolfgang 43
Engelkamp, Johannes 94
FFelman, Shoshona 182
Feyerabend, Paul 85
Fichte, Johann Gottlieb 103
Fish, Stanley 7, 9, 165-167, 178-180
Follesdal, Dagfin 80
Foucault, Michel 20, 42, 67, 102, 129-130, 145, 178
Frank, Manfred 95, 102
Frege, Gottlob 80
Freud, Sigmund 37, 58, 156, 159, 161
Frey, Hans-Jost 38
GGadamer, Hans-Georg 14-19, 89-90, 168, 172
Galletti, Johann Georg August 37
Gallop, Jane 186
Gates, Henry Louis 187
Gauß, Karl Markus 37
Genette, Gerard 73
Gessner, Salomon 105
Girard, René 182
Greiner, Ulrich 147-148
Guattari, Felix 127-129
Gumbrecht, Hans Ulrich 53
HHabermas, Jürgen 87, 97
Hage, Volker 148
Hall, Donald E. 183
Händler, Ernst Wilhelm 126
Handke, Peter 8, 132-133
Hanselmann, Ulrich 25
Harris, Wendeil V. 184
Hart, Michael 128-129
Hartmann, Geoffrey 182
Hartwig, Ina 148
Haug, Walter 138
Haushofer, Marien 104
Heaney, Seamus 104
- Flegel, G. W. F. 54, 58, 125
Heidegger, Martin 45, 58, 102, 126, 165, 167, 174
Hermanns, Fritz 85
Herzinger, Richard 127
Hildesheimer, Wolfgang 106
Hilsenrath, Edgar 46
Holdheim, W. Wolfang 48
Hölderlin, Friedrich 104-106
Höllerer, Walter 147
Homer, 118
Hoppe-Graff,
Siegfried 94
Hospers, John 77
Husserl, Edmund 58-59
IIrigaray, Luce 156, 159-160
Iser, Wolfgang 8, 111-116, 119, 122, 182483
JJäger, Ludwig 91
Johnson, Barbara 182
Joyce, James 118
KKafka, Franz 33-34, 39
Kamerun, Schorsch 134
Kant, Immanuel 139
Kearny, Richard 179
Kinsky-Wein furter, Gottfried 43
Kling, Thomas 108-109
Klopstopck, Friedrich Gottlieb 37
Klossowski, Pierre 108-109
Kodalle, Klaus-Michael 49
Kraus, Karl 38
Kristeva, Julia 156, 159-160, 168-172, 178-179
Küng, Klaus 178Lacan, Jacques 156, 161
Lau, Jörg 147, 150
Lehr, Thomas 104
Lessing, Gotthold Ephraim 37
Levinas, Emmanuel 58-59, 172, 174, 179
Lévi-Strauss, Claude 102
Lichtenberg, Georg Christoph 35
Lubac, Henri de 178
Luhmann, Niklas 140
Lukács, Georg 138-140
Lyotard, Jean-Francois 41
MMan, Paul de 28, 40, 56, 182
Mandelstamm, Ossip 46
Marcuse, Herbert 127
Marx, Karl 125, 131, 177
Mauss, Marcel 60
McIntyre, Alistair 177
Meinecke, Thomas 126
Menninghaus, Winfried 43
Merkel, Reiner 126
Metz, Johann Baptist 107
Michel, Karl Markus 42
Miller, J. Hillis 182
Moore, George Edward 80
Morley, David 141
NNadolny, Sten 85
Nancy, Jean-Luc 36
Negri, Toni 128429
Nietzsche, Friedrich 33, 165, 167
Nozick, Robert 74
Nussbaum, Martha 130Ort, Claus-Michael 142
Ovid, 107
PPatterson, Annabel 104-105
Peirce, Charles Sanders 112
Peltzer, Ulrich 126
Pichler, Christoph 48
Pöggeler, Otto 43
Popper, Karl 67, 73-74
Przywara, Erich 178
RRaabe, Wilhelm 139
Rahner, Karl 38, 178
Ranciére, Jacques 125, 130-131
Ratzinger, Joseph 39
Reich, Wilhelm 127
Reich-Ranicki, Marcel 150
Reilly, Brian J. 185
Rice, Philip 182
Richards, I. E. 182
Rickert, Heinrich 140
Ricoeur, Paul 139
Röggla, Kathrin 126
Rousseau, Jean Jacques 105
Russell, Bertrand 80
SSacher-Masoch, Leopold 34
Saussure, Ferdinand de 91, 112
Schelling, F. W. J. 8, 101-104, 108-109
Schlegel, Friedrich 63, 152
Schleiermacher, Friedrich D. 90, 92, 95-98, 141
Schmidt, Siegfried I 92, 94
Schmeling, Manfred 39
Schmid, Wilhem 129-130
Schmidt, Arno 104
Schmidt-Dengeler, Wendelin 37
Schuh, Franz 145, 148, 150
Scruton, Roger 67
Serres, Michel 47
Shakespeare, William 68
Simmel, Georg 87, 140
Sloterdijk, Peter 35, 46, 49
Sokal, Alan 47, 183-184
Sontag, Susan 151
Stanzel, Franz K. 73
TTitzmann, Michael 140
VValéry, Paul 40
Varela, Francisco J. 94
Vergil 104
Voltaire 49
WWaidenfels, Bernhard 43, 104
Walser, Martin 25
Ward, Graham 178
Warren, Robert Penn 181-182
Waugh, Patricia 182
Weber, Max 87
Weidermann, Volker 147-150
Weinberg, Manfred 53
Wellershoff, Dieter 139
Wilde, Ocar 151-152
Windelbrand, Wilhelm 140
Winkels, Hubert 147-148
ZZizek, Slavoj 127-129, 131, 168, 172474, 178
Autorinnen und Autoren
Dr. Michael Baum, Professor für Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Arbeitsschwerpunkte: Literatur der Moderne, Literatur- und Kulturtheorie, Intermediale Literaturdidaktik und Theorie der Literaturdidaktik. Promotion mit einer Arbeit zu Alfred Döblins Roman "Berlin Alexanderplatz" (2001). Zuletzt sind erschienen: 1955-2005: Emil Staiger und Die Kunst der Interpretation heute. Bern 2007 (hg. zusammen mit Joachim Rickes und Volker Ladenthin) und Wissenschaft der Fachdidaktik. Literatur und Sprache im Vermittlungszusammenhang. Landau 2007 (hg. zusammen mit Detlev Gohrbandt).
Dr. Olaf Berwald (Ph.D. University of North Carolina at Chapel Hill, M.A. Eberhard-Karls-Universität Tübingen) ist Assistant Professor of German an der University of North Dakota. Monographien zu Philipp Melanchthon (1994) und Peter Weiss (2003). Zusammen mit Gregor Thuswaldner Herausgeber des Bandes Der untote Gott. Religion und Ästhetik in der deutschen und österreichischen Literatur des 20. Jahrhunderts (2007). Aufsätze zu Kafka, C. Einstein, Benn, Canetti, Hesse.
Dr. Bernd Ulrich Biere, Studium der Germanistik und Romanistik an den Universitäten Tübingen und Heidelberg; wiss. Ass./ Hochschulassistent am Germanistischen Institut der RWTH Aachen, 1978 Promotion an der Universität Tübingen; 1987 Habilitation an der RWTH Aachen; 1987-94 Leiter der Arbeitsstelle für Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation am Institut für Deutsche Sprache (IDS), Mannheim; Projektleitung im SFB 245; seit 1996 Professor für Germanistik (Schwerpunkt "Didaktik der deutschen Sprache und Literatur") an der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz; 1996-2005 Gastprofessor an der Akademia Bydgoska, Bydgoszez (Polen). Forschungsschwerpunkte: Verstehenstheorie und Verständlichkeitsforschung; Aufsatzdidaktik und Schreibforschung. Publikationen: 1978 Kommunikation unter Kindern; 1989 Verständlichmachen; Beiträge u.a. zur Sprach- und Zeichentheorie, zu Wissenschaftsjournalismus und fachexterner Kommunikation und zur Metapherntheorie.
Dr. Renata Cornejo studierte Germanistik in Jena und Wien, 2005 promovierte sie mit der Arbeit "Das Dilemma des weiblichen Ich" bei E. Jelinek, A. Mitgutsch und E. Reichart (Wien: Praesens, 2006). Sie ist als Literaturdozentin für neuere deutsche Literatur am Lehrstuhl für Germanistik der J. E. Purkyne-Universität in Ú sti nad Labem (Tschechien) tätig und publiziert v.a. zur österreichischen Gegenwartsliteratur ("Wende - Bruch - Kontinuum. Die moderne österreichische Literatur und die Paradigmen ihres Wandels", Wien: Praesens, 2006), zu Deutsch schreibenden tschechischen Exilautor/innen nach 1968 und zur feministischen Literaturwissenschaft. Als Rezensentin schreibt sie für MAL (USA), Germanistik (BRD), bn (Östereich), ZGB (Kroatien), BBGN und Aussiger Beiträge (Tschechien).
Dr. Martin A. Hainz, Literatur- und Kulturwissenschafter, Philosoph. Lehrbeauftragter am Institut für Germanistik der Universität Wien, Humboldt-Stipendiat. Bücher: Entgöttertes Leid (2007), Lunovis ips'albumst (2007), Masken der Mehrdeutigkeit (2001,2 2003); Zwischen Sprachen unterwegs (Hrsg. m. Edit Kir á ly u. Wendelin Schmidt-Dengler, 2006), Vom Glück sich anzustecken (Hrsg., 2005), Stundenwechsel (Hrsg. m. Andrei Corbea-Hoisie u. George Gutu, 2002); zahlreiche Aufsätze zur deutschen und österreichischen Literatur; Mitglied des Herausgebergremiums der historischkritischen Rose Ausländer-Edition (2005ff.). Derzeit mit einer Habilitation zu F. G. Klopstock befasst.
Dr. Christian Jäger, Privatdozent für Neuere Deutsche Literatur am Institut für Deutsche Literatur der Humboldt Universität Berlin. Habilitation in Neuere Deutsche Literatur 2001 (Minoritäre Literatur. Das Konzept der kleinen Literatur am Beispiel prager- und. sudetendeutscher Werke. Wiesbaden 2005), Promotion in Philosophie an der FU Berlin 1993 (Michel Foucault - Das Ungedachte denken. München 1994). Forschungsschwerpunkte: Literatur um 1800, Weimarer Republik, Gegenwartsliteratur, Ästhetik und Literaturtheorie. Weitere wichtige Publikationen: Gilles Deleuze - Eine Einführung. (München 1997), mit Erhard Schütz: Städtebilder zwischen Literatur und Journalismus. Wien, Berlin und das Feuilleton der Weimarer Republik. (Wiesbaden 1999). Zahlreiche Publikationen zur .Kurzprosa zwischen Philosophie und Dichtung, Politik und Literatur, Methodenfragen, Popliteratur, Wien und Berlin etc.
Dr. Werner Jung, lehrt und forscht als Professor an der Universität Duisburg-Essen im Bereich der Neueren Deutschen Literaturgeschichte; Schwerpunkte: Literatur des 18.-20. Jhdts, Ästhetik, Poetik, Literaturtheorie und Editionsphilologie. Letzte Buchveröffentlichungen: Poetik. München, Fink, 2007; Zeitschichten und Zeitgeschichten. Essays über Literatur und Zeit. Bielefeld, Aisthesis, 2008.
Dr. Oliver Kohns, Studium der Germanistik, Soziologie und Geschichte in Köln. 2006 Dissertation in Frankfurt am Main über Wahnsinn bei Kant, E.T.A. Hoffmann und Thomas Carlyle. Zur Zeit Post-Doc an der Universite du Luxembourg. Letzte Publikationen (Auswahl): "Die Verrücktheit des Sinns. Wahnsinn und Zeichen bei Kant, E.T.A. Hoffmann und Thomas Carlyle". Bielefeld: Transcript 2007; "Modelle der Traditionsbildung in Kill Bill: Verrat, Mord, Rache." In: Unfinished Business. Quentin Tarantinos "Kill Bill" und die offenen Rechnungen der Kulturwissenschaften. Hrsg. von Achim Geisenhanslüke und Christian Steltz. Bielefeld: Transcript 2006, S. 159-172; "Friedrich Nietzsche in Bayreuth. Die Oper als Versprechen einer originalen Sprache." In: Original/Ton. Zur Mediengeschichte des O-Tons. Hrsg. von Harun Maye, Cornelius Reiber und Nikolaus Wegmann. Konstanz: UVK 2007, S. 217-236; "Der Souverän auf der Bühne. Zu Novalis' politischen Aphorismen." In: Weimarer Beiträge. Zeitschrift für Literaturwissenschaft, Ästhetik und Kulturwissenschaften 54 (2008), S. 25-41.
Dr. Sabine Kuhangel studierte Germanistik und Anglistik an der Universität Bremen und absolvierte anschließend ein Postgraduiertenstudium (MSc) in englischer Literatur und Literaturtheorie an der University of Edinburgh. Nachfolgend promovierte sie an der Universität Bremen im Bereich deutsche Literaturwissenschaft (Schwerpunkte: Literaturtheorie und Komparatistik). Sie erhielt Stipendien durch den DAAD und den Stifterverband der deutschen Wissenschaft. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. Lehrbeauftragte an der Hochschule Konstanz und der Universität Bremen arbeitete sie in den Gebieten Deutsch als Fremdsprache sowie deutsche Literaturwissenschaft. Gegenwärtig lebt und arbeitet sie in Edinburgh, wo sie u. a. als Lehrbeauftragte für deutsche Sprache und Kultur an der britischen Fernuniversität Open University tätig ist. Zu ihren Veröffentlichungen gehören Der labyrinthische Text und "Ästhetisches Spiel und Eros".
Dr. Tilmann Koppe, Studium der Germanistik, Ev. Theologie, Philosophie und Ästhetik in Göttingen und Southampton. Abschlüsse: 1. Staatsexamen (LG) Deutsch, Ev. Religion (2002) und Philosophie (2003); MA in Aesthetics (2005); philosophische Doktorprüfung (2007). Derzeit Mitarbeiter der Arbeitsstelle für Theorie der Literatur am Seminar für Deutsche Philologie der Universität Göttingen sowie Lehrbeauftragter ebenda. Publikationen zur Literaturtheorie und Ästhetik.
Dr. Daniela Strigl ist Essayistin, Literaturkritikerin und -wissenschaftlerin. Studierte Germanistik, Geschichte, Philosophie und Theaterwissenschaft. Von 1992-1994 verantwortlich für das Literatur Programm der Walter Buchebner Gesellschaft/Kunsthaus Mürzzuschlag, 1995-1998 Chefredakteurin der Kulturzeitschrift "was", von 1996-2001 Mitveranstaltung des Festivals "Literatur im März" in Wien. 2005 Scholar in Residence an der Universität Rutgers, New Jersey. Seit 2007 Assistentin am Institut für Germanistik der Universität Wien. 2001 Österreichischer Staatspreis für Literaturkritik. Seit 2003 ist sie Mitglied der Jury des Ingeborg Bachmann-Preises. Publizierte u.a.: "Wo niemand zuhaus ist, dort bin ich zuhaus". Theodor Kramer - Heimatdichter und Sozialdemokrat zwischen den Fronten (1993), Marien Haushofer. Die Biographie (2000/2007), Im Keller. Der Untergrund des literarischen Aufbruchs nach 1945 (Mit-Hg., 2006), In welcher Sprache träumen Sie? Österreichische Exillyrik. (Mit-Hg. 2007).
Dr. Gregor Thuswaldner ist Associate Professor of German und Chair des Department of Foreign Languages and Linguistics am Gordon College in Wenham, Massachusetts. Studium der Germanistik und Anglistik an den Universitäten Salzburg, Wien, Bowling Green (Ohio) und Chapel Hill (North Carolina). Aufsätze zur Gegenwartliteratur, Sprachwissenschaft, Religion und Kultur; zusammen mit Olaf Berwald Herausgeber des Bandes Der untote Gott: Religion und Ästhetik in der deutschen und österreichischen Literatur des 20. Jahrhunderts (Böhlau 2007).
Dr. Karin S. Wozonig, Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft, Germanistik und Anglistik in Wien und Los Angeles. Wissenschaftliche Schwerpunkte: Österreichische Literatur des 19. Jahrhunderts; Chaostheorie und Literaturwissenschaft.
Dr. Jens Zimmermann ist Canada Research Chair für Interpretation, Religion und Culture an der Trinity Western Universität in Langley, der Provinz von British Kolumbia in Kanada. Seinen Doktorgrad in den vergleichenden Literaturwissenschaften erhielt er 1997 von der University of British Columbia. Zahlreiche Veröffentlichungen in Philosophie, Theologie und Literaturwissenschaft zu den Themen Hermeneutik, Phänomenologie, und Humanismus. Die Monographen Recovering Theological Hermeneutics (Baker 2004) und The Passionate Intellect (Baker 2006), sowie Theologische Hermeneutik (Herder 2008) sind seine neuesten Buchveröffentlichungen.