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    Derrida und danach?

    Tendenzen und Entwicklungen in literaturtheoretischen Diskursen der Gegenwart

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    Derrida und danach?
    Tendenzen und Entwicklungen in literaturtheoretischen Diskursen der Gegenwart

    Verlag:
    Deutscher Universitätsvlg  Weitere Titel dieses Verlages anzeigen

    Erschienen: August 2008
    Seiten: 195
    Sprache: Deutsch
    Illustration: 1 schw.-w. Abb.
    Maße: 210x151x13
    Einband: Kartoniert / Broschiert
    ISBN: 3835060368
    EAN: 9783835060364

    Inhaltsverzeichnis

    Inhalt
    Einleitung
    1Derrida im deutschsprachigen Kontext
    Michael Baum
    Der "ununterbrochene Dialog" - seine Teilnehmer, Vermittler und Zensoren
    13
    Martin A. Hainz
    Intervention - Interpretation: Zu Jacques Derridas Dekonstruktion
    33
    Oliver Kohns
    Das Gesetz der Gesetzlosigkeit
    53
    2Produktive literaturtheoretische Ansätze der Gegenwart
    Tilmann Köppe
    Konturen einer analytischen Literaturtheorie
    67
    Bernd Ulrich Biere
    Linguistische Hermeneutik, Konstruktivismus und Dekonstruktivismus - Identität und Differenz
    85
    Olaf Berwald
    Mythos und Methode. Notizen zur posthumanen Idylle
    101
    Sabine Kuhangel
    Literarische Offenheit und ihre Grenzen: Semiotik, Rezeptionsästhetik und die Perspektiven eines literaturtheoretischen Konzepts
    111
    Christian Jäger
    Revolte und Reversion oder Die an/ausstehende Repolitisierung der Literaturwissenschaft
    125
    3Literaturtheorie in der Praxis: Trends und Entwicklungen der Gegenwart
    Werner Jung
    Der Text ist Literatur ist Kultur ist der Text. Literaturwissenschaft und/oder Kulturwissenschaften-Eine Miszelle
    137
    Daniela Strigl
    "Ich seh, ich seh, was du nicht siehst" - Literaturkritik und Literaturtheorie
    145
    Renata Cornejo und Karin S. Wozonig
    Gender Studies in der Literaturwissenschaft - Literaturwissenschaft in den Gender Studies. Eine Wechselwirkung
    155
    Jens Zimmermann
    Gott in der Universität: Religion als neues Forschungsfeld der Literaturtheorie?
    165
    Gregor Thuswaldner
    Betretenes Schweigen: Vom angeblichen Ende von "Literary Theory" in den USA
    181
    Autorinnen und Autoren189
    Personenregister193



    Vorwort

    Einleitung

    "When Jacques Derrida died I was called by a reporter who wanted to know what would succeed high theory and the triumvirate of race, gender, and class as the center of intellectual energy in the academy. I answered like a shot: religion."1 - Der hier von einem Journalisten zu Rat Gezogene ist Stanley Fish, ein einflussreicher Literaturwissenschaftler und "public intellectual'', der nun in der Religion das neue "Zentrum der intellektuellen Energie" verortet. Wird aber dieser "religious turn" bleibende Folgen haben oder handelt es sich dabei - wenn überhaupt - um einen möglicherweise bedeutungslosen Trend, der wiederum bald von einem anderen abgelöst wird? Lassen sich literaturtheoretische Entwicklungen in Europa und Nordamerika ausmachen, die Bestand und somit weitreichende Auswirkungen haben könnten? Der vorliegende Band versucht eine kritische Bestandsaufnahme und macht darüber hinaus auch auf produktive literaturtheoretische Ansätze der Gegenwart aufmerksam. Gleichzeitig geht diese Aufsatzsammlung der Frage nach, warum die Rezeption von Derridas Werk im deutschsprachigen Universitätsbetrieb - im Gegensatz zu Frankreich und dem angloamerikanischen Bereich - bisher eher verhalten ausgefallen ist.

    Der Titel des Bandes - Derrida und danach? ist dabei bewusst gewählt. Grammatisch gesehen ist das Pronominaladverb danach nicht richtig, denn ,,[d]as Pronominaladverb wird [...] in der Regel nicht gebraucht, wenn das Substantiv, auf das es sich bezieht, eine Person oder ein Lebewesen nennt."2 Doch der Titel deutet mit diesem Regelverstoß darauf hin, dass mit Derrida - zumindest in literaturtheoretischen Diskursen - des öfteren nicht so sehr der französische Philosoph bzw. dessen vielschichtiges Werk gemeint ist, das entweder gar nicht, oder wenn, dann oft nur ansatzweise über sekundäre Quellen, rezipiert wird. Stattdessen wird zumeist Derrida mit dem leider oftmals missverstandenen Projekt der Dekonstruktion gleichgesetzt und - schlimmer noch - ignoriert. Man erspart sich dadurch die Zeit, die notwendig wäre, sich eingehender mit Derridas Texten auseinanderzusetzen. Das danach im Titel, auf das ein Fragezeichen folgt, impliziert auch, dass man nun spätestens nach Derridas Tod andere, neuere, angeblich zeitgemäßere literaturtheoretische Wege beschreiten soll, worauf u. a. auch Stanley Fish anspielt. Dass Derridas Erbe aber keineswegs aufgebraucht ist, sondern dass die genauere Auseinandersetzung mit seinen Werken - gerade im deutschsprachigen Kontext - erst ansteht, darauf will dieser Band aufmerksam machen.

    Der erste Teil der Aufsatzsammlung möchte den angesprochenen Vorurteilen, denen Derridas Werk ausgesetzt ist, begegnen. Michael Baum (Karlsruhe) plädiert in seinem Essay dafür, den "ununterbrochenen Dialog" zwischen Hermeneutik und Dekonstruktion, den Hans-Georg Gadamer und Jacques Derrida begonnen hatten, wieder aufzunehmen. In mehreren Arbeiten zur Literaturtheorie weist Baum nämlich den Mangel an Dialogbereitschaft nach, wenn es um die Beschäftigung mit Derrida geht. Stattdessen dominiere entweder eine polemische oder eine synkretistische Auseinandersetzung, die nur Teile der Dekonstruktion in verschiedene Theoriegebäude übernehmen will. Martin A. Hainz (Wien) deutet in seinem Beitrag auf die Verantwortung der Lektüre hin, die einerseits die Interpretation und andererseits die Intervention miteinschließt. Wie spannend eine solche von Derrida inspirierte Interpretation/Intervention sein kann und was es bedeutet, einen Text gegen den Strich zu lesen, davon zeugt dieser Beitrag. Oliver Kohns (Luxemburg) macht deutlich, dass in der deutschsprachigen Diskussion Derridas Theoreme immer wieder als belangloser "Tanz der Signifikanten" abgetan worden sind. Kohns begegnet diesem Miss- und Unverständnis, indem er überzeugend darlegt, dass Derridas tiefschürfende Überlegungen zum Thema Literatur noch zu entdecken sind. Aus mehreren Gründen bleibt daher die Rezeption Derridas eine zukünftige.

    Im Mittelpunkt des zweiten Teiles stehen höchst produktive (und auch durchaus provokante) literaturtheoretische Ansätze, die es weiter zu denken und zu entwickeln gilt. Tilmann Köppes (Göttingen) Aufsatz ist der analytischen Literaturtheorie gewidmet. Die analytische Literaturtheorie ist weder an vorgefertigten gegenstandsbezogenen Auffassungen interessiert, noch sind die Fragestellungen und die Herangehensweise vorprogrammiert. Köppe arbeitet in seinem Essay die wissenschaftstheoretisch-methodologischen Voraussetzungen, die von den Vertretern des analytischen Ansatzes geteilt werden, heraus. Dabei wird das beachtliche Potential dieser im deutschsprachigen Raum noch nicht etablierten Literaturtheorie deutlich. Bernd Ulrich Biere (Koblenz-Landau) entwickelt in seinem Beitrag eine hermeneutische Linguistik, die sich jedoch nicht als neue Spezialhermeneutik versteht. Bieres hermeneutische Sprachtheorie, der eine linguistische Hermeneutik gegenübergestellt wird, eröffnet neue Perspektiven in Hinblick auf die sprachliche Konstituierung, Organisation und Vermittlung von Wissen. Olaf Berwald (Grand Forks, ND, USA) macht die inventive kulturtheoretische Hermeneutik in F. W. J. Schellings "Philosophie der Mythologie" für methodologische Debatten der Gegenwart fruchtbar. Berwald plädiert für eine Wiederbelebung literaturwissenschaftlicher Gattungstheorie und -geschichte am Beispiel der subjektentleerten Idylle ausgehend von Hölderlins Turmlyrik über Paul Celan und Jacques Dupin bis zur Lyrik des 21. Jahrhunderts. Sabine Kuhangel (Edinburgh) führt in ihrem Essay Wolfgang Isers (heute oftmals verpönten) rezeptionsästhetischen Ansatz mit Umberto Ecos semiotischer Theorie auf äußerst fruchtbare Weise zusammen. Ausgehend von der kritischen Reflexion von Texten dieser beiden höchst unterschiedlichen Theoretiker entwirft Kuhangel auf überzeugende Weise eine Theorie literarischer Offenheit. Christian Jäger (Berlin) führt eine Reihe guter Gründe an, warum er die Repolitisierung der Literaturwissenschaft als unmittelbar bevorstehend betrachtet. Zum einen macht er auf das politische Potential der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur aufmerksam, dem Stichwort Peter Handkes

    Serbientexte - von Seiten der Germanistik kaum Rechnung getragen wird. Zum anderen verweist er auf das Erbe der 68er Generation, dem sich die jüngere Generation zu stellen hat.

    Der dritte Teil des Bandes untersucht die gegenwärtige literaturtheoretische Praxis in Deutschland, Österreich und in der angloamerikanischen Welt und macht auf Entwicklungen und (kurzlebige?) Trends aufmerksam. Ausgehend von Karl Heinz Bohrers Dankesrede anlässlich der Verleihung des "Großen Literaturpreises der Bayerischen Akademie" geht Werner Jung (Duisburg-Essen) in seinem pointierten Beitrag den Fragen nach, was denn nun eigentlich ein Text sei und wer darüber zu entscheiden habe - die Literaturwissenschaft oder doch die Kulturwissenschaften? Daniela Strigl (Wien), die selbst sowohl Literaturwissenschaftlerin als auch Literaturkritikerin ist, lotet das Spannungsverhältnis von Literaturkritik und Literaturtheorie im deutschsprachigen Kontext aus. Besonders die Debatte um Volker Weidemanns Lichtjahre hat, wie Strigl demonstriert, Literaturkritiker herausgefordert, über den literaturtheoretischen Aspekt ihrer Arbeit laut nachzudenken. Renata Cornejo ( Ústi nad Labem, Tschechien) und Karin S. Wozonig (Hamburg) stellen in ihrem Beitrag den Einfluss der Gender Studies auf die Germanistik heraus und weisen zugleich auf die wichtigen Impulse hin, die vom feministischen Poststrukturalismus ausgegangen sind. Jens Zimmermann (Langley, BC, Kanada) geht in seinem Essay genauer der oben aufgeworfenen Frage nach, ob Stanley Fish mit seiner Behauptung, das Thema Religion werde nun die literaturtheoretischen Debatten dominieren, Recht gehabt hat. Tatsächlich gibt es ein erstaunliches Interesse an religiösen Themen unter Literaturtheoretikern. Doch auf welche Art nähern sich Literaturtheoretiker diesem brisanten Thema? Existiert ein fairer Dialog zwischen Literaturtheoretikern einerseits und Theologen andererseits? Gregor Thuswaldner (Wenham, MA, USA) geht in dem letzten Aufsatz auf die gegenwärtigen literaturtheoretischen Debatten in den USA ein. In den meisten literaturwissenschaftlichen Universitätsinstituten der USA wird nach wie vor der Schwerpunkt auf poststrukturalistische Interpretationsmodelle gelegt, obwohl deren Relevanz vermehrt in Frage gestellt wird. Warum die Reaktionen auf jene Werke, die die "Literary Theory" höchst kritisch bewerten, verhalten ausfallen, darauf möchte dieser Beitrag eine Antwort geben.

    Insgesamt versucht der Band zu demonstrieren, wie lohnend die Auseinandersetzung mit Literaturtheorie sein kann. Voreilig Theorien und Ansätze für tot zu erklären, nur weil sie nicht (mehr) en vogue zu sein scheinen, davon rät die Aufsatzsammlung ab. Stattdessen möchte der Band dazu einladen, sich die nötige Zeit für das genaue literarische Interpretieren und Intervenieren zu nehmen.

    Gregor Thuswaldner

    1 Stanley Fish: "One University under God," Chronicle of Higher Education, 7 Jan. 2005, 6 Jul. 2005, S. 4.

    2 Günther Drosdowski (Hg. et al.): Duden. Grammatik der deutschen Gegenwartssprache. 5. v. n. bearb. u. erw. Aufl. Mannheim, 1995.

     

    Klappentext

    Derrida und danach?

    Nach dem Tod des französischen Philosophen Jacques Derrida betrachtete der amerikanische Literaturtheoretiker Stanley Fish die Religion als das neue "Zentrum der intellektuellen Energie" literaturtheoretischer Diskurse. Wird aber dieser "religious turn" bleibende Folgen haben oder handelt es sich dabei - wenn überhaupt - um einen möglicherweise bedeutungslosen Trend, der wiederum bald von einem anderen abgelöst wird? Lassen sich literaturtheoretische Entwicklungen in Europa und Nordamerika ausmachen, die Bestand und somit weitreichende Auswirkungen haben könnten? Der vorliegende Band versucht eine kritische Bestandsaufnahme und macht darüber hinaus auch auf produktive literaturtheoretische Ansätze der Gegenwart aufmerksam. Gleichzeitig geht diese Aufsatzsammlung der Frage nach, warum die Rezeption von Derridas Werk im deutschsprachigen Universitätsbetrieb - im Gegensatz zu Frankreich und dem angloamerikanischen Bereich - bisher eher verhalten ausgefallen ist.

    Das Buch wendet sich an Dozierende und Studierende der Germanistik, Anglistik/Amerikanistik, Romanistik, Kulturwissenschaft, Komparatistik und Philosophie.

    Dr. Gregor Thuswaldner ist Associate Professor of German und Chair des Department of Foreign Languages und Linguistics am Gordon College in Wenham, Massachusetts, USA.


    ISBN 978-3-8350-6036-4

    www.vs-verlag.de

    Register

    Personenregister


    A

    Adorno, Theordor W 33, 44-45, 96
    Agamens, Giorgio 131
    Althusser, Louis 127
    Amery, Jean 38
    Anders, Günther 33
    Ansén, Reiner 46
    Aristoteles 177
    Arnold, Matthew 175


    B

    Bachmann-Medick, Doris 53
    Bachtin, Michail 141
    Badiou, Alan 178
    Bahti, Timothy 53-54
    Baltasar, Hans Urs von 37, 47, 178
    Barth, Karl 178
    Barthes, Roland 40, 159, 138, 145-146
    Bartmann, Christoph 147
    Baßler, Moritz 127
    Baudrillard, Jean 101
    Bauerlein, Mark 185-186
    Benjamin, Walter 39, 46, 53-54, 149, 151
    Bertram, Georg 26-28
    Biller, Maxim
    Blanchot, Maurice 152
    Bohrer, Karl Heinz 137-138
    Bonhoeffer, Dietrich 168
    Bovenschen.
    Silvia 161-162
    Bowie, Andrew 102
    Brecht, Bertolt 53-54
    Brenner, Peter 21-25, 141
    Bricmont, Jean 47
    Brooks, Cleanth 181-182
    Brossard, Nicole 101
    Brücke, Ernst Wilhelm von 101-102
    Buck, Theo 43
    Bühler, Axel 20
    Bush, George W. 187


    C

    Canetti, Elias 105
    Caputo, John 187
    Celan, Paul 8, 3940, 43, 45, 102, 104-105, 107, 109, 134
    Chladenius, Johann Martin 89, 98
    Chomsky, Noam 89
    Cicourel, Aaron 87
    Cixous, Hélène 156, 159-162
    Culler, Jonathan 36
    Czernin, Franz Josef 36, 150


    D

    Darwin, Charles 48
    Deguy, Michel 106
    Deleuze, Gilles 34, 101, 127-129
    Derrida, Jacques 7-8, 13-30, 33-49, 53-63, 88-89, 92, 96, 138, 159, 161, 172, 174, 178-179, 181484, 187
    Dilthey, Wilhelm 87, 139-140
    Döblin, Alfred 104
    Droysen, Johann Gustav 87
    Dupin, Jacques 8, 104-105


    E

    Eagleton, Terry 168, 174-179
    Eco, Umberto 8, 35, 111-112, 116-122
    Eliot, T.S. 146, 148
    Ellis, John 185
    Emmerich, Wolfgang 43
    Engelkamp, Johannes 94


    F

    Felman, Shoshona 182
    Feyerabend, Paul 85
    Fichte, Johann Gottlieb 103
    Fish, Stanley 7, 9, 165-167, 178-180
    Follesdal, Dagfin 80
    Foucault, Michel 20, 42, 67, 102, 129-130, 145, 178
    Frank, Manfred 95, 102
    Frege, Gottlob 80
    Freud, Sigmund 37, 58, 156, 159, 161
    Frey, Hans-Jost 38


    G

    Gadamer, Hans-Georg 14-19, 89-90, 168, 172
    Galletti, Johann Georg August 37
    Gallop, Jane 186
    Gates, Henry Louis 187
    Gauß, Karl Markus 37
    Genette, Gerard 73
    Gessner, Salomon 105
    Girard, René 182
    Greiner, Ulrich 147-148
    Guattari, Felix 127-129
    Gumbrecht, Hans Ulrich 53


    H

    Habermas, Jürgen 87, 97
    Hage, Volker 148
    Hall, Donald E. 183
    Händler, Ernst Wilhelm 126
    Handke, Peter 8, 132-133
    Hanselmann, Ulrich 25
    Harris, Wendeil V. 184
    Hart, Michael 128-129
    Hartmann, Geoffrey 182
    Hartwig, Ina 148
    Haug, Walter 138
    Haushofer, Marien 104
    Heaney, Seamus 104
    - Flegel, G. W. F. 54, 58, 125
    Heidegger, Martin 45, 58, 102, 126, 165, 167, 174
    Hermanns, Fritz 85
    Herzinger, Richard 127
    Hildesheimer, Wolfgang 106
    Hilsenrath, Edgar 46
    Holdheim, W. Wolfang 48
    Hölderlin, Friedrich 104-106
    Höllerer, Walter 147
    Homer, 118
    Hoppe-Graff,
    Siegfried 94
    Hospers, John 77
    Husserl, Edmund 58-59



    I

    Irigaray, Luce 156, 159-160
    Iser, Wolfgang 8, 111-116, 119, 122, 182483


    J

    Jäger, Ludwig 91
    Johnson, Barbara 182
    Joyce, James 118


    K

    Kafka, Franz 33-34, 39
    Kamerun, Schorsch 134
    Kant, Immanuel 139
    Kearny, Richard 179
    Kinsky-Wein furter, Gottfried 43
    Kling, Thomas 108-109
    Klopstopck, Friedrich Gottlieb 37
    Klossowski, Pierre 108-109
    Kodalle, Klaus-Michael 49
    Kraus, Karl 38
    Kristeva, Julia 156, 159-160, 168-172, 178-179
    Küng, Klaus 178


    L

    Lacan, Jacques 156, 161
    Lau, Jörg 147, 150
    Lehr, Thomas 104
    Lessing, Gotthold Ephraim 37
    Levinas, Emmanuel 58-59, 172, 174, 179
    Lévi-Strauss, Claude 102
    Lichtenberg, Georg Christoph 35
    Lubac, Henri de 178
    Luhmann, Niklas 140
    Lukács, Georg 138-140
    Lyotard, Jean-Francois 41


    M

    Man, Paul de 28, 40, 56, 182
    Mandelstamm, Ossip 46
    Marcuse, Herbert 127
    Marx, Karl 125, 131, 177
    Mauss, Marcel 60
    McIntyre, Alistair 177
    Meinecke, Thomas 126
    Menninghaus, Winfried 43
    Merkel, Reiner 126
    Metz, Johann Baptist 107
    Michel, Karl Markus 42
    Miller, J. Hillis 182
    Moore, George Edward 80
    Morley, David 141


    N

    Nadolny, Sten 85
    Nancy, Jean-Luc 36
    Negri, Toni 128429
    Nietzsche, Friedrich 33, 165, 167
    Nozick, Robert 74
    Nussbaum, Martha 130


    O

    Ort, Claus-Michael 142
    Ovid, 107

     


    P

    Patterson, Annabel 104-105
    Peirce, Charles Sanders 112
    Peltzer, Ulrich 126
    Pichler, Christoph 48
    Pöggeler, Otto 43
    Popper, Karl 67, 73-74
    Przywara, Erich 178


    R

    Raabe, Wilhelm 139
    Rahner, Karl 38, 178
    Ranciére, Jacques 125, 130-131
    Ratzinger, Joseph 39
    Reich, Wilhelm 127
    Reich-Ranicki, Marcel 150
    Reilly, Brian J. 185
    Rice, Philip 182
    Richards, I. E. 182
    Rickert, Heinrich 140
    Ricoeur, Paul 139
    Röggla, Kathrin 126
    Rousseau, Jean Jacques 105
    Russell, Bertrand 80



    S

    Sacher-Masoch, Leopold 34
    Saussure, Ferdinand de 91, 112
    Schelling, F. W. J. 8, 101-104, 108-109
    Schlegel, Friedrich 63, 152
    Schleiermacher, Friedrich D. 90, 92, 95-98, 141
    Schmidt, Siegfried I 92, 94
    Schmeling, Manfred 39
    Schmid, Wilhem 129-130
    Schmidt, Arno 104
    Schmidt-Dengeler, Wendelin 37
    Schuh, Franz 145, 148, 150
    Scruton, Roger 67
    Serres, Michel 47
    Shakespeare, William 68
    Simmel, Georg 87, 140
    Sloterdijk, Peter 35, 46, 49
    Sokal, Alan 47, 183-184
    Sontag, Susan 151
    Stanzel, Franz K. 73


    T

    Titzmann, Michael 140


    V

    Valéry, Paul 40
    Varela, Francisco J. 94
    Vergil 104
    Voltaire 49


    W

    Waidenfels, Bernhard 43, 104
    Walser, Martin 25
    Ward, Graham 178
    Warren, Robert Penn 181-182
    Waugh, Patricia 182
    Weber, Max 87
    Weidermann, Volker 147-150
    Weinberg, Manfred 53
    Wellershoff, Dieter 139
    Wilde, Ocar 151-152
    Windelbrand, Wilhelm 140
    Winkels, Hubert 147-148


    Z

    Zizek, Slavoj 127-129, 131, 168, 172474, 178



    Autor

    Autorinnen und Autoren

    Dr. Michael Baum, Professor für Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Arbeitsschwerpunkte: Literatur der Moderne, Literatur- und Kulturtheorie, Intermediale Literaturdidaktik und Theorie der Literaturdidaktik. Promotion mit einer Arbeit zu Alfred Döblins Roman "Berlin Alexanderplatz" (2001). Zuletzt sind erschienen: 1955-2005: Emil Staiger und Die Kunst der Interpretation heute. Bern 2007 (hg. zusammen mit Joachim Rickes und Volker Ladenthin) und Wissenschaft der Fachdidaktik. Literatur und Sprache im Vermittlungszusammenhang. Landau 2007 (hg. zusammen mit Detlev Gohrbandt).

    Dr. Olaf Berwald (Ph.D. University of North Carolina at Chapel Hill, M.A. Eberhard-Karls-Universität Tübingen) ist Assistant Professor of German an der University of North Dakota. Monographien zu Philipp Melanchthon (1994) und Peter Weiss (2003). Zusammen mit Gregor Thuswaldner Herausgeber des Bandes Der untote Gott. Religion und Ästhetik in der deutschen und österreichischen Literatur des 20. Jahrhunderts (2007). Aufsätze zu Kafka, C. Einstein, Benn, Canetti, Hesse.

    Dr. Bernd Ulrich Biere, Studium der Germanistik und Romanistik an den Universitäten Tübingen und Heidelberg; wiss. Ass./ Hochschulassistent am Germanistischen Institut der RWTH Aachen, 1978 Promotion an der Universität Tübingen; 1987 Habilitation an der RWTH Aachen; 1987-94 Leiter der Arbeitsstelle für Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation am Institut für Deutsche Sprache (IDS), Mannheim; Projektleitung im SFB 245; seit 1996 Professor für Germanistik (Schwerpunkt "Didaktik der deutschen Sprache und Literatur") an der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz; 1996-2005 Gastprofessor an der Akademia Bydgoska, Bydgoszez (Polen). Forschungsschwerpunkte: Verstehenstheorie und Verständlichkeitsforschung; Aufsatzdidaktik und Schreibforschung. Publikationen: 1978 Kommunikation unter Kindern; 1989 Verständlichmachen; Beiträge u.a. zur Sprach- und Zeichentheorie, zu Wissenschaftsjournalismus und fachexterner Kommunikation und zur Metapherntheorie.

    Dr. Renata Cornejo studierte Germanistik in Jena und Wien, 2005 promovierte sie mit der Arbeit "Das Dilemma des weiblichen Ich" bei E. Jelinek, A. Mitgutsch und E. Reichart (Wien: Praesens, 2006). Sie ist als Literaturdozentin für neuere deutsche Literatur am Lehrstuhl für Germanistik der J. E. Purkyne-Universität in Ú sti nad Labem (Tschechien) tätig und publiziert v.a. zur österreichischen Gegenwartsliteratur ("Wende - Bruch - Kontinuum. Die moderne österreichische Literatur und die Paradigmen ihres Wandels", Wien: Praesens, 2006), zu Deutsch schreibenden tschechischen Exilautor/innen nach 1968 und zur feministischen Literaturwissenschaft. Als Rezensentin schreibt sie für MAL (USA), Germanistik (BRD), bn (Östereich), ZGB (Kroatien), BBGN und Aussiger Beiträge (Tschechien).

    Dr. Martin A. Hainz, Literatur- und Kulturwissenschafter, Philosoph. Lehrbeauftragter am Institut für Germanistik der Universität Wien, Humboldt-Stipendiat. Bücher: Entgöttertes Leid (2007), Lunovis ips'albumst (2007), Masken der Mehrdeutigkeit (2001,2 2003); Zwischen Sprachen unterwegs (Hrsg. m. Edit Kir á ly u. Wendelin Schmidt-Dengler, 2006), Vom Glück sich anzustecken (Hrsg., 2005), Stundenwechsel (Hrsg. m. Andrei Corbea-Hoisie u. George Gutu, 2002); zahlreiche Aufsätze zur deutschen und österreichischen Literatur; Mitglied des Herausgebergremiums der historischkritischen Rose Ausländer-Edition (2005ff.). Derzeit mit einer Habilitation zu F. G. Klopstock befasst.

    Dr. Christian Jäger, Privatdozent für Neuere Deutsche Literatur am Institut für Deutsche Literatur der Humboldt Universität Berlin. Habilitation in Neuere Deutsche Literatur 2001 (Minoritäre Literatur. Das Konzept der kleinen Literatur am Beispiel prager- und. sudetendeutscher Werke. Wiesbaden 2005), Promotion in Philosophie an der FU Berlin 1993 (Michel Foucault - Das Ungedachte denken. München 1994). Forschungsschwerpunkte: Literatur um 1800, Weimarer Republik, Gegenwartsliteratur, Ästhetik und Literaturtheorie. Weitere wichtige Publikationen: Gilles Deleuze - Eine Einführung. (München 1997), mit Erhard Schütz: Städtebilder zwischen Literatur und Journalismus. Wien, Berlin und das Feuilleton der Weimarer Republik. (Wiesbaden 1999). Zahlreiche Publikationen zur .Kurzprosa zwischen Philosophie und Dichtung, Politik und Literatur, Methodenfragen, Popliteratur, Wien und Berlin etc.

    Dr. Werner Jung, lehrt und forscht als Professor an der Universität Duisburg-Essen im Bereich der Neueren Deutschen Literaturgeschichte; Schwerpunkte: Literatur des 18.-20. Jhdts, Ästhetik, Poetik, Literaturtheorie und Editionsphilologie. Letzte Buchveröffentlichungen: Poetik. München, Fink, 2007; Zeitschichten und Zeitgeschichten. Essays über Literatur und Zeit. Bielefeld, Aisthesis, 2008.

    Dr. Oliver Kohns, Studium der Germanistik, Soziologie und Geschichte in Köln. 2006 Dissertation in Frankfurt am Main über Wahnsinn bei Kant, E.T.A. Hoffmann und Thomas Carlyle. Zur Zeit Post-Doc an der Universite du Luxembourg. Letzte Publikationen (Auswahl): "Die Verrücktheit des Sinns. Wahnsinn und Zeichen bei Kant, E.T.A. Hoffmann und Thomas Carlyle". Bielefeld: Transcript 2007; "Modelle der Traditionsbildung in Kill Bill: Verrat, Mord, Rache." In: Unfinished Business. Quentin Tarantinos "Kill Bill" und die offenen Rechnungen der Kulturwissenschaften. Hrsg. von Achim Geisenhanslüke und Christian Steltz. Bielefeld: Transcript 2006, S. 159-172; "Friedrich Nietzsche in Bayreuth. Die Oper als Versprechen einer originalen Sprache." In: Original/Ton. Zur Mediengeschichte des O-Tons. Hrsg. von Harun Maye, Cornelius Reiber und Nikolaus Wegmann. Konstanz: UVK 2007, S. 217-236; "Der Souverän auf der Bühne. Zu Novalis' politischen Aphorismen." In: Weimarer Beiträge. Zeitschrift für Literaturwissenschaft, Ästhetik und Kulturwissenschaften 54 (2008), S. 25-41.

    Dr. Sabine Kuhangel studierte Germanistik und Anglistik an der Universität Bremen und absolvierte anschließend ein Postgraduiertenstudium (MSc) in englischer Literatur und Literaturtheorie an der University of Edinburgh. Nachfolgend promovierte sie an der Universität Bremen im Bereich deutsche Literaturwissenschaft (Schwerpunkte: Literaturtheorie und Komparatistik). Sie erhielt Stipendien durch den DAAD und den Stifterverband der deutschen Wissenschaft. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. Lehrbeauftragte an der Hochschule Konstanz und der Universität Bremen arbeitete sie in den Gebieten Deutsch als Fremdsprache sowie deutsche Literaturwissenschaft. Gegenwärtig lebt und arbeitet sie in Edinburgh, wo sie u. a. als Lehrbeauftragte für deutsche Sprache und Kultur an der britischen Fernuniversität Open University tätig ist. Zu ihren Veröffentlichungen gehören Der labyrinthische Text und "Ästhetisches Spiel und Eros".

    Dr. Tilmann Koppe, Studium der Germanistik, Ev. Theologie, Philosophie und Ästhetik in Göttingen und Southampton. Abschlüsse: 1. Staatsexamen (LG) Deutsch, Ev. Religion (2002) und Philosophie (2003); MA in Aesthetics (2005); philosophische Doktorprüfung (2007). Derzeit Mitarbeiter der Arbeitsstelle für Theorie der Literatur am Seminar für Deutsche Philologie der Universität Göttingen sowie Lehrbeauftragter ebenda. Publikationen zur Literaturtheorie und Ästhetik.

    Dr. Daniela Strigl ist Essayistin, Literaturkritikerin und -wissenschaftlerin. Studierte Germanistik, Geschichte, Philosophie und Theaterwissenschaft. Von 1992-1994 verantwortlich für das Literatur Programm der Walter Buchebner Gesellschaft/Kunsthaus Mürzzuschlag, 1995-1998 Chefredakteurin der Kulturzeitschrift "was", von 1996-2001 Mitveranstaltung des Festivals "Literatur im März" in Wien. 2005 Scholar in Residence an der Universität Rutgers, New Jersey. Seit 2007 Assistentin am Institut für Germanistik der Universität Wien. 2001 Österreichischer Staatspreis für Literaturkritik. Seit 2003 ist sie Mitglied der Jury des Ingeborg Bachmann-Preises. Publizierte u.a.: "Wo niemand zuhaus ist, dort bin ich zuhaus". Theodor Kramer - Heimatdichter und Sozialdemokrat zwischen den Fronten (1993), Marien Haushofer. Die Biographie (2000/2007), Im Keller. Der Untergrund des literarischen Aufbruchs nach 1945 (Mit-Hg., 2006), In welcher Sprache träumen Sie? Österreichische Exillyrik. (Mit-Hg. 2007).

    Dr. Gregor Thuswaldner ist Associate Professor of German und Chair des Department of Foreign Languages and Linguistics am Gordon College in Wenham, Massachusetts. Studium der Germanistik und Anglistik an den Universitäten Salzburg, Wien, Bowling Green (Ohio) und Chapel Hill (North Carolina). Aufsätze zur Gegenwartliteratur, Sprachwissenschaft, Religion und Kultur; zusammen mit Olaf Berwald Herausgeber des Bandes Der untote Gott: Religion und Ästhetik in der deutschen und österreichischen Literatur des 20. Jahrhunderts (Böhlau 2007).

    Dr. Karin S. Wozonig, Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft, Germanistik und Anglistik in Wien und Los Angeles. Wissenschaftliche Schwerpunkte: Österreichische Literatur des 19. Jahrhunderts; Chaostheorie und Literaturwissenschaft.

    Dr. Jens Zimmermann ist Canada Research Chair für Interpretation, Religion und Culture an der Trinity Western Universität in Langley, der Provinz von British Kolumbia in Kanada. Seinen Doktorgrad in den vergleichenden Literaturwissenschaften erhielt er 1997 von der University of British Columbia. Zahlreiche Veröffentlichungen in Philosophie, Theologie und Literaturwissenschaft zu den Themen Hermeneutik, Phänomenologie, und Humanismus. Die Monographen Recovering Theological Hermeneutics (Baker 2004) und The Passionate Intellect (Baker 2006), sowie Theologische Hermeneutik (Herder 2008) sind seine neuesten Buchveröffentlichungen.