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    Die Behauptung des Dandys

    Eine Archäologie

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    Die Behauptung des Dandys
    Eine Archäologie

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    Erschienen: März 2008
    Seiten: 356
    Sprache: Deutsch
    Maße: 226x139x28
    Einband: Kartoniert / Broschiert
    Reihe: Lettre
    ISBN: 3899429133
    EAN: 9783899429138

    Inhaltsverzeichnis

    Inhalt
    Vorwort9
    1.Einleitung11
    2.Der Stand der Forschung15
    3.Theorie und Methode25
    3.1Die Demokratisierung der Text-Kontext-Beziehung26
    3.1.1Die Anekdote28
    3.1.2Elementare und elaborierte Literatur32
    3.2Die Behauptung der Behauptung33
    3.2.1Positivität und Performativität34
    3.2.2Realität und Fiktionalität38
    3.2.3Kultur und Text39
    3.2.4Objekt und starkes Subjekt42
    3.2.5Modalität, Autor und literarisches Feld45
    3.2.6Die Begriffe Originalität und Exzentrik52
    3.2.7Strategie und Taktik57
    4.Die Behauptung des Subjekts63
    4.1Die Brummelliana65
    4.1.1Selbstbehauptung und Ironie66
    4.1.2Das Wort als Waffe68
    4.1.3Karneval und the great George himself70
    4.1.4Die Ikonographie des Broken Beau73
    4.1.5Oralität und Ondit77
    4.1.6Mythos und die Funktion von Kartoffelstärke80
    4.1.7Geschichtsschreibung und der fat friend84
    4.1.8Theatralität und ein Dinner for One87
    4.2Die Anekdote in Balzacs Traite de la vie elegante89
    4.3Die Anekdote in den fashionable novels91
    4.4Die Anekdote in Barbeys Du Dandysme97
    4.4.1L 'influence98
    4.4.2La maniere102
    4.4.3Die Anekdote als Form106
    5.Die Behauptung des Autors109
    5.1Die Position von Byron110
    5.1.1Die Friktion des Außenseiters115
    5.1.2Die Ironie des broken dandy118
    5.2Die Behauptung Byrons in England125
    5.3Die Position von Carlyle132
    5.3.1Die Friktion des Byronkritikers133
    5.3.2Die Ironie des Autors
    5.4Die Behauptung Byrons in Frankreich136
    5.5Die Position von Gautier142
    5.5.1Die Friktion der Jeunes-France143
    5.5.2Die teuflische Ironie151
    5.6Die Position von Baudelaire156
    5.6.1Die Friktion beim habit noir und bei Guys158
    5.6.2Die Ironie des Flaneurs167
    5.7Die Position von Wilde170
    5.7.1Die Friktion zwischen Leben und Werk172
    5.7.2Die paradoxe Ironie175
    5.8Barbey: Die Materialität der Behauptung178
    6.Die Behauptung der Originalität und Exzentrik181
    6.1Das Über-Setzen des Dandys182
    6.1.1Die Behauptung der originality184
    6.1.2Das Über-Setzen der originality187
    6.1.3Die Behauptung der eccentricity189
    6.1.4Das Über-Setzen der eccentricity193
    6.1.5Byroniana.Byron als exzentrisches Originalgenie195
    6.2Gautiers elaborierte Behauptung198
    6.3Die Regularität von excentricite, originalite und dandy205
    6.4Barbeys elaborierte Behauptung214
    6.4.1Die Behauptung der Originalität215
    6.4.2Die Behauptung der Exzentrik220
    6.4.3Die taktische Behauptung des Originals225
    6.4.4Die taktische Behauptung der Ex-zentrik227
    6.5Baudelaires elaborierte Behauptung229
    7.Die Taktiken der Behauptung235
    7.1Der erste und letzte Dandy236
    7.2Ursprung und Genealogie240
    7.3Etymologie246
    7.4Kulturelle Herkunft251
    7.5Der black dandy als schwarz-weißes Original256
    7.6Der Ursprung des Geschlechts260
    7.7Posthume Prototypen271
    7.8Aristokratie und Nichts277
    7.9Selbstverlust und self-fashioning282
    7.10Auraverlust und Reproduzierbarkeit287
    7.11Glanz und Elend in der Popkultur294
    7.12Ende und Neugeburt in der Konfektionsmode299
    8.Zusammenfassung303
    9.Die Zukunft des Dandys. Von Henry zu Moses Pelham307
    Literatur313
    Abbildungen354



    Vorwort

    Vorwort

    Der Dandy lebt für Jules Barbey d'Aurevilly so autonom, dass er ihn als eine abgeschlossene Insel in der Gesellschaft bezeichnet, in Anspielung auf John Donnes berühmten Appell »No Man is an Island entire of itself«. Und auch wenn sich die vorliegende Arbeit mit dem Dandy auseinandersetzt, bestätigt sie in diesem Punkt John Donne. Denn sie ist zwar abgeschlossen, aber nur dank Mitmenschen und ihrer Unterstützung. Mein Dank geht also an alle, die mich bei meinen insularen Erkundungen begleitet, mir wertvolle Ratschläge mit auf den Weg gegeben und mich tatkräftig unterstützt haben, insbesondere an meine Doktormütter Ursula Link-Heer und Vittoria Borso, an Claudia Anders, Sidonie Engels, Ursula Hennigfeld, Anais und Wolfgang Hörner sowie meinen Norden Marion Schotsch.

    Klappentext

    Was ist ein Dandy? Während die klassischen l'homme et l'aeuvre Ansätze die Figur des Dandys als Amalgam von Autorintention, Werk und Leben sehen, wird hier der Versuch unternommen, den Dandy mit aktuellen Methoden der kulturwissenschaftlich informierten Literaturwissenschaft zu analysieren. Die dezidiert archäologisch-diskurstheoretische Perspektive des Bandes setzt sich kritisch mit dem New Historicism sowie den Ansätzen von Michel Foucault und Jürgen Link auseinander, um Konzept und Theorie der »Behauptung« zu erarbeiten. Dadurch wird eine alternative Betrachtungsweise kanonisierter und nicht-kanonisierter Texte ermöglicht, welche u.a. eine Neubewertung des Genres der Anekdote impliziert. Dies führt zu einem überraschenden Bild des Dandys, das neue Impulse für die Forschung anzuregen vermag.


    ISBN
    978-3-89942-913-8

    [transcript]

    Autor

    Fernand Hörner (Dr. phil.) lehrt französische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Bergischen Universität Wuppertal. Seine Forschungsschwerpunkte sind Literatur des 19. Jahrhunderts, Diskursanalyse, Übersetzungstheorie und -praxis sowie Populärmusik.