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    Die Fabrikation globaler Vielfalt

    Struktur und Logik der transnationalen Popmusikindustrie

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    Die Fabrikation globaler Vielfalt
    Struktur und Logik der transnationalen Popmusikindustrie

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    Erschienen: Januar 2008
    Seiten: 368
    Sprache: Deutsch
    Maße: 227x151x28
    Einband: Kartoniert / Broschiert
    Reihe: Texte zur populären Musik
    ISBN: 3899428501
    EAN: 9783899428506

    Inhaltsverzeichnis

    Inhalt
    VORWORT 9
    DANK 11
    1. EINLEITUNG 15
    1.1 Die Geburt einer transnationalen Industrie 15
    1.2 Aporien der Kulturindustriekritik 18
    1.3 Gegenstand, Fragestellungen und Ansätze 21
    1.4 Zum Aufbau der Arbeit 35
    TEIL I:BEGRIFFE 39
    2. DIMENSIONEN DER POPMUSIK 41
    2.1 Popmusik, Kunstmusik, Volksmusik 41
    2.2 Dimensionen der Produktion 44
    2.3 Dimensionen der Rezeption 48
    2.4 Ästhetik des Populären 53
    2.5 Zur Institutionalisierung der Popularmusik in der Musikindustrie 56
    3. DIMENSIONEN DER GLOBALISIERUNG 59
    3.1 Globalisierung und kultureller Imperialismus 59
    3.2 Deregulierung. Zum Verhältnis von Industrie und Staat 64
    3.3 Konsumismus. Zum Verhältnis von Industrie und Medienrezeption 71
    3.4 Verlust regionaler Besonderheiten. Zum Verhältnis von Industrie und kultureller Vielfalt 82
    3.5 Dimensionen der musikindustriellen Globalisierung 88
    TEIL II:BESCHREIBUNGEN 95
    4. STRUKTURWANDEL DER TRANSNATIONALEN TONTRÄGERINDUSTRIE 97
    4.1 Technologische Entwicklung 97
    4.2. Rechtliche Rahmenbedingungen 99
    4.3 Industriestruktur 108
    4.4 Organisationsstrukturen 122
    4.5 Berufliche Rollen 133
    4.6 Konstruktion der Märkte 144
    5. RADIO, FERNSEHEN UND DIGITALISIERUNG 153
    5.1 Die Radioindustrie 153
    5.2 Musikfernsehen 167
    5.3 Musik im digitalen Zeitalter: Das Ende der phonographischen Industrie? 172
    6. MUSIKALISCHE VIELFALT UND HOMOGENITÄT 177
    6.1 Dimensionen musikalischer Vielfalt 177
    6.2 Angleichung der Regionen 189
    6.3 Konzentration im Mainstream 200
    6.4 Vielfalt und Globalisierung von Nischen 220
    TEIL III:ERKLÄRUNGEN 229
    7. RATIONALITÄT UND IRRATIONALITÄT IN DER MUSIKINDUSTRIE 231
    7.1 Zwischenresümee und soziologische Erklärung 231
    7.2 Ökonomische Rationalität und Marktversagen 238
    7.3 Die Rationalität des Organisierens und Organisationsversagen 260
    8. STRUKTUREN DER NACHFRAGE UND REFLEXIVE KULTURINDUSTRIEKRITIK 291
    8.1 Die gesellschaftlichen Bedingungen der Nachfrage 291
    8.2 Reflexive Kulturindustriekritik 297
    9. DIE FABRIKATION GLOBALER VIELFALT. EIN RESÜMEE 311
    ANHANG 317
    Tabellen 319
    Grafiken 337
    Quellen für die Hitparadenanalyse 342
    Literatur 343



    Vorwort

    Vorwort

    Das vorliegende Buch bilanziert nicht nur die mehr als hundertjährige Geschichte einer Industrie, der das ursprüngliche Produkt - die Schallplatte - abhanden zu kommen scheint. Es stellt auch ein persönliches Resümee über beinahe zehn Jahre Forschung zu den Bedingungen musikalischer Vielfalt in einem industriellen Umfeld dar. Im Jahr 1998 wurde ich von den Leitern des Instituts Mediacult, Alfred Smudits und Robert Harauer eingeladen, an einem vom österreichischen Wissenschaftsministerium finanzierten Projekt zur Globalisierung von Musik teilzunehmen. Seit diesem Zeitpunkt ließ mich das Thema nicht mehr los. Vor allem die industriellen Grundlagen der globalen Verbreitung von Kultur im Allgemeinen und Musik im Speziellen rückten immer mehr ins Zentrum meiner Forschung und mit ihnen auch jene Disziplinen, die sich mit diesen befassen, insbesondere die Organisationssoziologie und die Ökonomie. Der Bericht an das Wissenschaftsministerium im Jahr 2000 (Gebesmair 2000) war von den kultursoziologischen Arbeiten Richard A. Petersons inspiriert. Im Rahmen meines von der österreichischen Akademie der Wissenschaften finanzierten Habilitationsprojekts konnte ich dann mein Wissen über die Musikindustrie vertiefen, wobei vor allem die neoinstitutionalistische Organisationsforschung wie auch netzwerkanalytische Ansätze hilfreiche Instrumentarien der Analyse an die Hand gaben. Dazu kam die intensive Beschäftigung mit den Grundlagen der Volkswirtschaftslehre und ihrer Anwendung auf Fragen der Kultur. Schließlich aber begannen Erinnerungen an die Kulturindustriekritik der Frankfurter Schule wach zu werden, da mir sowohl die ökonomische als auch die organisationssoziologische Sicht für eine grundlegende Bewertung der Kulturindustrie nicht ausreichend erschienen. Beiden gilt der souveräne Medienkonsument als Maßstab der Beurteilung. Zum Verständnis der Musikindustrie ist es aber unerlässlich, die Präferenzen der Hörer und Hörerinnen selbst zum Gegenstand einer kritischen Analyse zu machen. Denn letztlich sind diese nicht nur unhinterfragbare Umwelt industrieller Produktion, sondern auch deren Konsequenz. Vom Wandel, den mein Denken in den Jahren der Beschäftigung mit der Musikindustrie in dieser Hinsicht vollzog, zeugt auch dieses Buch - ich hoffe, nicht zum Missvergnügen der Leser und Leserinnen.

    Einschlägige Studien, Strukturdaten, Industriestatistiken und Hitparaden verschiedener Länder bilden die empirische Basis für die Arbeit. Darüber hinaus konnte ich aber in einer Reihe von mehr oder wenige strukturierten Gesprächen mit Experten aus der Industrie und dessen Umfeld wichtige Informationen gewinnen. In diesem Zusammenhang seien erwähnt Thomas Böhm und Günter Resch (ifpi Austria), Mario Rossori (amadeus award), Ingrid Waldingbrett (AKM), Helmut Steinmetz (austromechana), Thomas Büchel (BMG Austria), Rainer Krispel (chelsea chronicle), Jörg Eiben (Musica), Sylvia Schauer (Zomba Austria), Kathrin Hughes und Nicola Graven (ifpi London), Martin Kretschmer (School of Finance & Law, Bournmouth UK), Peter Rantasa (mica), Horst Unterholzner (EMI Austria), Johnny Dibbon (SRA), Don Cusic, (Curb School of Music, Nashville), William Ivey (Center for the Art, Enterprise, and Public Policy, Nashville), Daniel Glass (Artemis Records New York), Tony Ward (BMG International), Tuma Basa und Alan Swarts (MTV). Was in der einschlägigen Literatur und den Statistiken und Daten zuweilen abstrakt blieb, wurde durch ihre Schilderungen aus der Alltagspraxis des Musikgeschäfts erst fassbar.

    Wien, April 2007

    Klappentext


    Der Band bietet einen spannenden Einblick in das globale Geschäft mit Musik. An zahlreichen Beispielen wird illustriert, welchen Zwängen die Vermarktung von Popmusik unterworfen ist und welcher Logik die Akteure in der Industrie folgen. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie sich die musikalische Vielfalt mit den Strukturen der Produktion und Distribution verändert hat. Haben lokale Innovationen in der Popmusikindustrie noch eine Chance gegenüber den international vermarkteten Superstars?


    [transcript]

    ISBN 978-3-89942-850-6

    Autor

    Andreas Gebesmair (Dr. phil.) leitet das Institut Mediacult und lehrt Medien- und Kultursoziologie in Linz und Wien. Im Zentrum seiner Forschung stehen die Strukturen der Produktion und Rezeption von Kultur.