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| Inhalt | ||||||
| VORWORT | 9 | |||||
| DANK | 11 | |||||
| 1. | EINLEITUNG | 15 | ||||
| 1.1 | Die Geburt einer transnationalen Industrie | 15 | ||||
| 1.2 | Aporien der Kulturindustriekritik | 18 | ||||
| 1.3 | Gegenstand, Fragestellungen und Ansätze | 21 | ||||
| 1.4 | Zum Aufbau der Arbeit | 35 | ||||
| TEIL I:BEGRIFFE | 39 | |||||
| 2. | DIMENSIONEN DER POPMUSIK | 41 | ||||
| 2.1 | Popmusik, Kunstmusik, Volksmusik | 41 | ||||
| 2.2 | Dimensionen der Produktion | 44 | ||||
| 2.3 | Dimensionen der Rezeption | 48 | ||||
| 2.4 | Ästhetik des Populären | 53 | ||||
| 2.5 | Zur Institutionalisierung der Popularmusik in der Musikindustrie | 56 | ||||
| 3. | DIMENSIONEN DER GLOBALISIERUNG | 59 | ||||
| 3.1 | Globalisierung und kultureller Imperialismus | 59 | ||||
| 3.2 | Deregulierung. Zum Verhältnis von Industrie und Staat | 64 | ||||
| 3.3 | Konsumismus. Zum Verhältnis von Industrie und Medienrezeption | 71 | ||||
| 3.4 | Verlust regionaler Besonderheiten. Zum Verhältnis von Industrie und kultureller Vielfalt | 82 | ||||
| 3.5 | Dimensionen der musikindustriellen Globalisierung | 88 | ||||
| TEIL II:BESCHREIBUNGEN | 95 | |||||
| 4. | STRUKTURWANDEL DER TRANSNATIONALEN TONTRÄGERINDUSTRIE | 97 | ||||
| 4.1 | Technologische Entwicklung | 97 | ||||
| 4.2. | Rechtliche Rahmenbedingungen | 99 | ||||
| 4.3 | Industriestruktur | 108 | ||||
| 4.4 | Organisationsstrukturen | 122 | ||||
| 4.5 | Berufliche Rollen | 133 | ||||
| 4.6 | Konstruktion der Märkte | 144 | ||||
| 5. | RADIO, FERNSEHEN UND DIGITALISIERUNG | 153 | ||||
| 5.1 | Die Radioindustrie | 153 | ||||
| 5.2 | Musikfernsehen | 167 | ||||
| 5.3 | Musik im digitalen Zeitalter: Das Ende der phonographischen Industrie? | 172 | ||||
| 6. | MUSIKALISCHE VIELFALT UND HOMOGENITÄT | 177 | ||||
| 6.1 | Dimensionen musikalischer Vielfalt | 177 | ||||
| 6.2 | Angleichung der Regionen | 189 | ||||
| 6.3 | Konzentration im Mainstream | 200 | ||||
| 6.4 | Vielfalt und Globalisierung von Nischen | 220 | ||||
| TEIL III:ERKLÄRUNGEN | 229 | |||||
| 7. | RATIONALITÄT UND IRRATIONALITÄT IN DER MUSIKINDUSTRIE | 231 | ||||
| 7.1 | Zwischenresümee und soziologische Erklärung | 231 | ||||
| 7.2 | Ökonomische Rationalität und Marktversagen | 238 | ||||
| 7.3 Die Rationalität des Organisierens und Organisationsversagen | 260 | |||||
| 8. | STRUKTUREN DER NACHFRAGE UND REFLEXIVE KULTURINDUSTRIEKRITIK | 291 | ||||
| 8.1 | Die gesellschaftlichen Bedingungen der Nachfrage | 291 | ||||
| 8.2 | Reflexive Kulturindustriekritik | 297 | ||||
| 9. | DIE FABRIKATION GLOBALER VIELFALT. EIN RESÜMEE | 311 | ||||
| ANHANG | 317 | |||||
| Tabellen | 319 | |||||
| Grafiken | 337 | |||||
| Quellen für die Hitparadenanalyse | 342 | |||||
| Literatur | 343 | |||||
Vorwort
Das vorliegende Buch bilanziert nicht nur die mehr als hundertjährige Geschichte einer Industrie, der das ursprüngliche Produkt - die Schallplatte - abhanden zu kommen scheint. Es stellt auch ein persönliches Resümee über beinahe zehn Jahre Forschung zu den Bedingungen musikalischer Vielfalt in einem industriellen Umfeld dar. Im Jahr 1998 wurde ich von den Leitern des Instituts Mediacult, Alfred Smudits und Robert Harauer eingeladen, an einem vom österreichischen Wissenschaftsministerium finanzierten Projekt zur Globalisierung von Musik teilzunehmen. Seit diesem Zeitpunkt ließ mich das Thema nicht mehr los. Vor allem die industriellen Grundlagen der globalen Verbreitung von Kultur im Allgemeinen und Musik im Speziellen rückten immer mehr ins Zentrum meiner Forschung und mit ihnen auch jene Disziplinen, die sich mit diesen befassen, insbesondere die Organisationssoziologie und die Ökonomie. Der Bericht an das Wissenschaftsministerium im Jahr 2000 (Gebesmair 2000) war von den kultursoziologischen Arbeiten Richard A. Petersons inspiriert. Im Rahmen meines von der österreichischen Akademie der Wissenschaften finanzierten Habilitationsprojekts konnte ich dann mein Wissen über die Musikindustrie vertiefen, wobei vor allem die neoinstitutionalistische Organisationsforschung wie auch netzwerkanalytische Ansätze hilfreiche Instrumentarien der Analyse an die Hand gaben. Dazu kam die intensive Beschäftigung mit den Grundlagen der Volkswirtschaftslehre und ihrer Anwendung auf Fragen der Kultur. Schließlich aber begannen Erinnerungen an die Kulturindustriekritik der Frankfurter Schule wach zu werden, da mir sowohl die ökonomische als auch die organisationssoziologische Sicht für eine grundlegende Bewertung der Kulturindustrie nicht ausreichend erschienen. Beiden gilt der souveräne Medienkonsument als Maßstab der Beurteilung. Zum Verständnis der Musikindustrie ist es aber unerlässlich, die Präferenzen der Hörer und Hörerinnen selbst zum Gegenstand einer kritischen Analyse zu machen. Denn letztlich sind diese nicht nur unhinterfragbare Umwelt industrieller Produktion, sondern auch deren Konsequenz. Vom Wandel, den mein Denken in den Jahren der Beschäftigung mit der Musikindustrie in dieser Hinsicht vollzog, zeugt auch dieses Buch - ich hoffe, nicht zum Missvergnügen der Leser und Leserinnen.
Einschlägige Studien, Strukturdaten, Industriestatistiken und Hitparaden verschiedener Länder bilden die empirische Basis für die Arbeit. Darüber hinaus konnte ich aber in einer Reihe von mehr oder wenige strukturierten Gesprächen mit Experten aus der Industrie und dessen Umfeld wichtige Informationen gewinnen. In diesem Zusammenhang seien erwähnt Thomas Böhm und Günter Resch (ifpi Austria), Mario Rossori (amadeus award), Ingrid Waldingbrett (AKM), Helmut Steinmetz (austromechana), Thomas Büchel (BMG Austria), Rainer Krispel (chelsea chronicle), Jörg Eiben (Musica), Sylvia Schauer (Zomba Austria), Kathrin Hughes und Nicola Graven (ifpi London), Martin Kretschmer (School of Finance & Law, Bournmouth UK), Peter Rantasa (mica), Horst Unterholzner (EMI Austria), Johnny Dibbon (SRA), Don Cusic, (Curb School of Music, Nashville), William Ivey (Center for the Art, Enterprise, and Public Policy, Nashville), Daniel Glass (Artemis Records New York), Tony Ward (BMG International), Tuma Basa und Alan Swarts (MTV). Was in der einschlägigen Literatur und den Statistiken und Daten zuweilen abstrakt blieb, wurde durch ihre Schilderungen aus der Alltagspraxis des Musikgeschäfts erst fassbar.
Wien, April 2007
Der Band bietet einen spannenden Einblick in das globale Geschäft mit Musik. An zahlreichen Beispielen wird illustriert, welchen Zwängen die Vermarktung von Popmusik unterworfen ist und welcher Logik die Akteure in der Industrie folgen. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie sich die musikalische Vielfalt mit den Strukturen der Produktion und Distribution verändert hat. Haben lokale Innovationen in der Popmusikindustrie noch eine Chance gegenüber den international vermarkteten Superstars?
[transcript]
ISBN 978-3-89942-850-6
Andreas Gebesmair (Dr. phil.) leitet das Institut Mediacult und lehrt Medien- und Kultursoziologie in Linz und Wien. Im Zentrum seiner Forschung stehen die Strukturen der Produktion und Rezeption von Kultur.