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| Inhalt | ||||||
| Vorwort | 9 | |||||
| Einleitung | 11 | |||||
| 1. | Die Kompetenzen | 16 | ||||
| 1.1 | Das kompetente Kind | 16 | ||||
| 1.1.1 | Das Kind als eifriger Forscher | 17 | ||||
| 1.1.2 | Die hundert Sprachen des Kindes | 19 | ||||
| 1.1.3 | Das Kind als Konstrukteur seines Wissens | 22 | ||||
| 1.1.4 | Das Wesen der Potenziale der Kinder | 24 | ||||
| 1.2 | Die kompetente Erzieherin | 28 | ||||
| 1.2.1 | Die Erzieherin als Wegbegleiterin der Kinder | 29 | ||||
| 1.2.2 | Die Erzieherin als Forscherin | 33 | ||||
| 1.2.3 | Die Erzieherin als Zeugin der kindlichen Entwicklung | 34 | ||||
| 1.2.3.1 | Die Erzieherin als zuhörende Zeugin | 35 | ||||
| 1.2.3.2 | Die Erzieherin als sehende Zeugin | 36 | ||||
| 1.2.4 | Zusammenfassung | 38 | ||||
| 1.3 | Die kompetenten Eltern | 40 | ||||
| 1.3.1 | Die elterliche Kompetenz | 41 | ||||
| 1.3.2 | Die persönliche Kompetenz | 44 | ||||
| 1.4 | Die drei Kompetenzen und ihre Wirkungszusammenhänge | 46 | ||||
| 2. | Die Rechte | 51 | ||||
| 2.1 | Die Rechte der Kinder | 51 | ||||
| 2.2 | Die Rechte der Erzieherinnen | 54 | ||||
| 2.3 | Die Rechte der Eltern | 57 | ||||
| 3. | Die Partizipation | 59 | ||||
| 3.1 | Die Partizipation der Kinder | 59 | ||||
| 3.2 | Die Partizipation der Erzieherinnen | 61 | ||||
| 3.3 | Die Partizipation der Eltern | 66 | ||||
| 4. | Das konstitutive Sozialaggregat im Spiegel der Konzeptionen | 71 | ||||
| 4.1 | Der Beitrag der Kinder | 72 | ||||
| 4.2 | Der Beitrag der Erzieherinnen | 85 | ||||
| 4.3 | Der Beitrag der Eltern | 93 | ||||
| 5 | Schlussbetrachtung | 99 | ||||
| 6 | Literaturverzeichnis | 101 | ||||
Vorwort
Seit der ersten Auflage dieses Buches im Jahr 2001 haben sich sowohl der Stellenwert frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung als auch die Bedeutung der Reggio-Pädagogik in der Bundesrepublik Deutschland erhöht. In der Praxis wie im Diskurs werden vermehrt Antworten auf die Frage gesucht, wie Deutschlands Bildungssystem gerechter werden kann.
Auch in der norditalienischen Stadt Reggio Emilia werden Bildungsbiographien - ebenso wie in der Bundesrepublik Deutschland - von Armut, Migration und Behinderung beeinflusst. Diese Unterschiede führen jedoch in den kommunalen Kindertageseinrichtungen Reggio Emilias nicht zu Bildungsbenachteiligungen. Vielmehr steht Bildungsgerechtigkeit für jedes Kind im Zentrum dieser Pädagogik. Kinder mit Lernschwierigkeiten sind daher in Reggio Emilia Kinder mit besonderen Rechten. Es geht im frühkindlichen Bildungssystem Reggio Emilias also darum, die bestmöglichen Lernstrategien und die jeweils bevorzugte Sprache eines Kindes zu finden. So werden die Möglichkeiten und das Recht sämtlicher Kinder anerkannt, sich durch eigene Strategien in der Gemeinschaft zu entwickeln und sich, bildlich gesprochen, in hundert Sprachen auszudrücken. Die pädagogische Haltung beruht auf einer sozialkonstruktivistischen Perspektive, in der Unterschiede keine Hierarchien begründen. Das Respektieren von Unterschieden und das Vermeiden von Hierarchien werden durch eine umfassende Partizipation von Kindern, Erzieherinnen und Eltern erreicht. Die Reggio-Pädagogik basiert demnach auf Wertschätzung von Unterschieden, die im Austausch zwischen Kindern und Erwachsenen willkommen geheißen werden. Als pädagogischer Ansatz ist die Reggio-Pädagogik auch künftig in besonderer Weise geeignet, Impulse für Innovationen im Bereich frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung in der Bundesrepublik Deutschland zu geben. In den Bildungsplänen einiger Bun desländer lassen sich bereits Einflüsse der Reggio-Pädagogik - beispielsweise in den zugrunde gelegten Menschenbildern - deutlich erkennen. Auch in der Erzieherinnenausbildung hat die Reggio-Pädagogik ihren festen Platz gefunden.
Sabine Lingenauber Fulda, im November 2008
Das Buch macht die praktischen und theoretischen Grundlagen der Reggio-Pädagogik systematisch verständlich. Erziehung ist in der Reggio-Pädagogik ein gemeinschaftlicher Prozess. Insbesondere geht es um die Wertschätzung und das kreative Entfalten der Kompetenzen von Kindern, Erzieherinnen und Eltern. Die Einführung ermöglicht Erzieherinnen und Elementarpädagoglnnen, diese faszinierende Pädagogik mit ihrem reichen Bild vom Menschen als Grundlage für Anregungen im eigenen Arbeitsfeld zu nutzen. Zur Veranschaulichung werden Konzeptionen aus den Kindertageseinrichtungen der norditalienischen Stadt Reggio Emilia vorgestellt.
"Insgesamt leistet Sabine Lingenaubers Einführung in die Reggio-Pädagogik einen willkommenen Beitrag zum Verständnis der 'Philosophie' dieses pädagogischen Ansatzes. Insbesondere seine anthropologischen Grundannahmen werden prägnant und plausibel dargelegt."
Prof. Dr. Tassilo Knauf (Welt des Kindes 5/2003)
Prof. Dr. Sabine Lingenauber
Erzieherin, Dipl.-Heilpädagogin und Dipl.-Pädagogin, lehrt Integrationspädagogik an der Hochschule Fulda.
ISBN 978-3-89733-191-4
Prof. Dr. Sabine Lingenauber: Erzieherin, Dipl.-Heilpäd. und Dipl.-Päd., lehrt Integrationspädagogik an der Hochschule Fulda