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| Inhalt | ||||||
| Vorwort | 7 | |||||
| Einleitung | 9 | |||||
| I. | Theoretische Zugänge | |||||
| 1. | Kommunikation im World Wide Web | 31 | ||||
| 1.1 | Begriffsbestimmung und Systematisierung | 31 | ||||
| 1.2 | Hypermedialität | 36 | ||||
| 1.3 | Interaktivität | 39 | ||||
| 1.4 | Zusammenfassung | 48 | ||||
| 2. | Gedächtnistheoretische Grundlegung | 51 | ||||
| 2.1 | Gedächtnis als soziales Phänomen | 51 | ||||
| 2.2 | Das Konzept des kulturellen Gedächtnisses | 55 | ||||
| 2.3 | Zusammenschau alternativer Konzeptionen | 62 | ||||
| 2.4 | Zusammenfassung | 68 | ||||
| 3. | Gedächtnismedien | 71 | ||||
| 3.1 | Zur medialen Konstitution von sozialem Gedächtnis | 71 | ||||
| 3.2 | Kommunikative Erinnerungsprozesse im WWW | 77 | ||||
| 3.3 | Gedächtnismedien: Begriff und Analyseebenen | 91 | ||||
| 3.4 | Zusammenfassung | 98 | ||||
| II. | Empirische Anwendung | |||||
| 1. | Untersuchungsdesign und Methoden | 103 | ||||
| 1.1 | Systematisierung und Auswahl | 103 | ||||
| 1.2 | Qualitative Analyse der Strukturen und Inhalte | 111 | ||||
| 1.3 | Webkommunikatoren als Experten | 119 | ||||
| 1.4 | Methode und Umsetzung der Online-Nutzerbefragung | 125 | ||||
| 2. | Websites als Erinnerungsanlässe: die Angebote | 135 | ||||
| 2.1 | Informationsorientierte Angebote | 137 | ||||
| 2.2 | Serviceorientierte Angebote | 159 | ||||
| 2.3 | Internetportale | 172 | ||||
| 2.4 | Zusammenfassung | 187 | ||||
| 3. | Online-Anbieter als soziale Akteure: die Kommunikatoren | 191 | ||||
| 3.1 | Leitmotivationen und Ziele | 191 | ||||
| 3.2 | Ziel- und Nutzergruppen | 200 | ||||
| 3.3 | Vernetzung, Orientierung und Aufmerksamkeit | 203 | ||||
| 3.4 | Angemessenheit der Darstellung | 207 | ||||
| 3.5 | Websites als virtuelle Gedenkorte? | 212 | ||||
| 3.6 | Zusammenfassung | 217 | ||||
| 4. | Gebrauchsweisen und Bewertungen: die Nutzer | 221 | ||||
| 4.1 | Zur Soziodemografie der Nutzer | 222 | ||||
| 4.2 | Nutzungshäufigkeit und allgemeine Internetnutzung | 226 | ||||
| 4.3 | Zugangswege und Nutzungsmotive | 230 | ||||
| 4.4 | Medialität und intermediale Bezüge | 237 | ||||
| 4.5 | Nutzergruppen | 245 | ||||
| 4.6 | Zum öffentlichen Umgang mit der NS-Vergangenheit | 247 | ||||
| 4.7 | Zusammenfassung | 250 | ||||
| Erinnerungskulturen online: Fazit und Ausblick | 253 | |||||
| Literatur | 265 | |||||
| Abbildungs- und Tabellenverzeichnis | 285 | |||||
| Anhang | 287 | |||||
| A. | Leitfaden: Experteninterviews | 287 | ||||
| B. | Übersicht: Interviewpartner | 290 | ||||
| C. | Fragebogen: Online-Nutzerbefragung | 291 | ||||
Vorwort
Erinnerungskulturen online. Das heißt: Erinnerung in einem als flüchtig, dynamisch und vergessensanfällig beschriebenen Medium. Erinnerung im World Wide Web bedeutet aber auch die Chance zu interaktiven Beteiligungsformen, zu selbstbestimmter Rezeption und nicht zuletzt jene zur Ansprache jüngerer Nutzer. Solche Ambivalenzen sind anregend, scheinbare Widersprüche machen Forschungsdesiderata deutlich und sind - das ist nach dem Abschluss dieser Arbeit erstaunlich flott zu Papier gebracht -produktiv. Dass der Prozess, an dessen Ende dieses Buch steht, zu einem produktiven werden konnte, ist nur zu einem Teil der fachwissenschaftlichen Literatur zu verdanken. Um zwischen kulturwissenschaftlichen Memorialdiskursen, kommunikationswissenschaftlicher Online-Forschung und sozialwissenschaftlicher Methodendebatte das Ziel der Erkenntnis klar vor Augen zu behalten, bedarf es Menschen und Wegbegleiter mit Übersicht und Weitblick.
Ganz besonders danke ich daher meinem Doktorvater Prof. Dr. Klaus Beck für seine anhaltende Unterstützung, seine konstruktiven Ratschläge und die offene Arbeits- und Gesprächsatmosphäre an den verschiedenen Orten der letzten Jahre. Ebenso danke ich meinem Zweitgutachter, Prof. Dr. Bruno Arich-Gerz. Durch ihn erhielt ich vielfältige Anregungen und die Arbeit besonders in der Anfangsphase wichtige Konturen. Geschärft und interdisziplinär erprobt wurden diese auch in den Diskussionen im Rahmen des DFG-Graduiertenkollegs "Technisierung und Gesellschaft" an der Technischen Universität Darmstadt, dessen Mitgliedern ich für den fachlichen Austausch - und insbesondere Dr. Lars Frers, Dr. Lars Meier, Dr. Dominique Gillebeert und Dr. Tina Klug für ihre freundschaftliche Unterstützung - danken möchte.
Dass sich mir der Themenbereich "Erinnerung und Gedächtnis" schon während des Studiums in Leipzig als ein spannendes und herausforderndes Forschungsfeld erschloss, verdanke ich zu großen Teilen Dr. Harald Homann. Für ihre Unterstützung und Förderung während und nach dieser Zeit möchte ich auch Prof. Dr. Arnulf Kutsch, Dr. Stefanie Averbeck-Lietz und Prof. Dr. Bernhard Debatin herzlich danken.
Großer Dank gebührt den Anbietern der Websites, meinen Interviewpartnern. Nur durch ihre Kooperation und wohlwollende Mitwirkung an diesem Projekt, durch ihr Hintergrundwissen als Experten im WWW-Erinnerungsfeld war der empirische Teil der Studie in dieser Weise umsetzbar. Ebenso danken möchte ich der FAZIT-Stiftung, die mir einen Zuschuss zur Drucklegung dieses Buches gewährte, und für die gute Betreuung danke ich Hannah Müller vom UVK Verlag.
Für ihre hilfreichen Hinweise und Korrekturen, für ihre Motivation und den Austausch danke ich herzlich meinen Freunden und Kollegen, insbesondere Dr. Gesine Mierke, Dr. Kerstin Goldbeck, Eileen Klötzer, Dr. Benjamin Fretwurst, Ralph Richter, Dr. Axel Philipps, Dr. Alexandra Meyer, Dr. Christoph Henning, Bernd Semrad, Pascal Pilgram, Anke Offerhaus und Pascal Décarpes. Mein besonderer Dank gilt Dr. Jens Hüttmann, der mich vor allem in der Schlussphase maßgeblich unterstützt und durch seine Anregungen, Gedanken und Kommentare immer wieder inspiriert hat. Und für die produktive, gemeinsam verbrachte Zeit und ihre Hilfe danke ich herzlich meiner Schwester, Dr. Grit Hein. Für all dies und vieles mehr danke ich ganz besonders Christian Schewe, der mich beständig motiviert und diese Arbeit in all ihren Phasen intensiv und mit langem Atem unterstützt hat. Mein ganz herzlicher Dank gilt abschließend meinen Eltern Elke Hein und Dr. Matthias Hein. Sie haben mich in jeglicher Hinsicht unterstützt und in diesem Vorhaben anhaltend bestärkt. Ihnen möchte ich dieses Buch widmen.
Berlin, im Februar 2009
Dörte Hein
Kommunikationswissenschaft
Bücher, Spiel- und Dokumentarfilme spielen eine große Rolle bei der Aufarbeitung und Vermittlung von Geschichte. Mittlerweile hat sich auch das Internet als Ort der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit etabliert, besonders bei jungen Nutzern. Dennoch ist es im Hinblick auf seine Bedeutung für Erinnerungskulturen bislang kaum wahrgenommen und erforscht worden. Am Beispiel von Websites zu Nationalsozialismus und Holocaust untersucht diese Studie, wie im World Wide Web Geschichte "erinnert" wird. Sie beschäftigt sich mit den Motiven der Anbieter, den Inhalten und der Gestaltung der Angebote sowie den Interessen der Nutzer, und überführt so das Gedächtniskonzept in ein theoretisch begründetes und empirisch anwendbares, kommunikationswissenschaftliches Untersuchungsdesign.
Dörte Hein ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Freien Universität Berlin, wo sie 2008 mit dieser Studie promovierte.
ISBN 978-3-86764-162-3
www.uvk.de
UVK Verlagsgesellschaft
Dörte Hein ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Freien Universität Berlin. 2008 promovierte sie dort mit dieser Studie.
Heins Arbeit lässt sich als ein Plädoyer für eine systematischere und genauere Analyse digitaler Medien im Kontext des Erinnerungsdiskurses lesen. (medien + zeit, 4/2009) Die Studie [.] schließt eine Lücke in der bisherigen Forschung zu Medien und Erinnerungen an Nationalsozialismus und Holocaust. (M+K, 2/2010)