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    Gips- und Anhydritkarst in der Mansfelder Mulde - Die Wimmelburger Schlotten

    Exkursionsführer und Tagungspublikation zum 23. Treffen des Arbeitskreises Bergbaufolgen der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften am 23.-24. Mai 2008 in Hettstedt und Wimmelburg

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    Gips- und Anhydritkarst in der Mansfelder Mulde - Die Wimmelburger Schlotten
    Exkursionsführer und Tagungspublikation zum 23. Treffen des Arbeitskreises Bergbaufolgen der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften am 23.-24. Mai 2008 in Hettstedt und Wimmelburg

    Verlag:
    Mecke Druck und Verlag  Weitere Titel dieses Verlages anzeigen

    Erschienen: Mai 2008
    Seiten: 77
    Sprache: Deutsch
    Illustration: 3 farb. Ausklappktn
    Maße: 298x210x7
    Einband: Kartoniert / Broschiert
    ISBN: 3936617821
    EAN: 9783936617825

    Inhaltsverzeichnis

    Inhaltsverzeichnis und Programm
    Inhaltsverzeichnis und Programm3
    Vorwort des Arbeitskreises Bergbaufolgen5
    Freitag, 23.05.2008
    Mansfeld Museum Hettstedt
    12.00UhrAnmeldung und Mittagessen
    13.00UhrBegrüßung und Eröffnung durch den AK Bergbaufolgen
    13.15UhrFOCKE, C. & NAUNDORF, F.: Der Mansfelder und Sangerhäuser Kupferbergbau - Stillegung, Verwahrung und Folgeaufgaben7
    13.45UhrBRUST, M.K.: Die "Mansfeldischen Kalkschlotten" und ihre Bedeutung für den historischen Kupferschieferbergbau10
    14.15UhrKUPETZ, M.: Neue Vorstellungen zur Genese der Höhlen vom Typ der "Mansfeldischen Kalkschlotten"19
    14.45UhrKaffeepause
    15.15UhrKEMPE, S.: Gipskarst - ein Überblick30
    15.45UhrSCHMIDT, S.: Die Bedeutung des Subrosionskatasters für die Bewertung von Karsterscheinungen hinsichtlich der Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit42
    16.15UhrESTERS, F.: Die Bedeutung des Gipskarstes für die öffentliche Ordnung und Sicherheit in Sachsen-Anhalt, Beispiel Erdfälle und behördliches Handeln49
    16.45UhrDiskussion
    Gegen 17.15 Uhr Ende der Vortrags Veranstaltung. Ab 19.00 Uhr Abendessen und gemütliches Beisammensein im Hotel "Graf von Mansfeld" in Eisleben.
    Sonnabend, 24.05.2008: Exkursion
    Treffpunkt W-Schacht in Wimmelburg
    Gruppe 1 08.00 Uhr
    58
    Gruppe 2 10.00 Uhr
    Exkursionsführung durch: M.K. BRUST, C. FOCKE, M. KUPETZ und K. KRÜGER
    Ab 13.30 Uhr Fußexkursion
    1.W-Schacht mit historischer Fördermaschine
    2.Erdfall am Friedhof
    3.T-Schacht
    4.Erdfall in der Pfaffenstraße
    5.Ponor an der Hüttenstraße54
    Ende der Exkursion gegen 16.00 Uhr
    Teilnehmerverzeichnis75
    Übersicht über die bisherigen Treffen und Publikationen des Arbeitskreises Bergbaufolgen76



    Vorwort

    Vorwort des Arbeitskreises Bergbaufolgen

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    das Mansfelder Land ist berühmt geworden durch seinen über 800 Jahre währenden Bergbau auf Kupferschiefer. Seit seiner Einstellung im Jahr 1969 zeugen neben vielfältigen kulturellen Hinterlassenschaften vor allem die zahleichen Abraum- und Schlackenhalden von einer Epoche, die strukturbestimmend und identitätsstiftend für eine ganze Region war. Der historische, nahe der Oberfläche umgehende Bergbau hat aber auch, in der Zeit von etwa 1550 an bis gegen 1900, rund 100 größere Höhlen im Anhydrit über dem Kupferschiefer angetroffen. Sie wurden von den Bergleuten, als man sprachlich noch nicht zwischen Kalk und Gips unterschied, als "Manschfeldische Kalkschlotten" bezeichnet. Diese Schlotten waren und sind spektakuläre, untertägige "Gipskarsterscheinungen", standen aber nie im Zentrum des öffentlichen Interesses. Es handelt sich zwar um natürlich entstandene Höhlen, aber weil sie geogen bedingt eingangslos sind, wurden sie stets nur bei bergbaulichen Aktivitäten angetroffen und insofern als Teil des Bergbaus gesehen bzw. behandelt. Auf die Bedeutung der Schlotten hat zuerst der berühmte Johann Carl Freiesleben (1774-1846) hingewiesen, der sich auch nachdrücklich für ihre Erhaltung einsetzte.

    Oberflächennahe, vergipste Anhydritgesteine bilden den eigentlichen Gipskarst, der besonders am südlichen und westlichen Rand des Harzes sowie am Kyffhäuser als attraktive Landschaft in Erscheinung tritt. Im Gipskarst findet sich aber auch, wo er nicht das Bild der Landschaft prägt, ein breites Spektrum des typischen Inventars: Ponore (Bachschwinden), Karstquellen, Poljen, Dolinen und Erdfälle. Besonders letztere führen uns bei ihrem plötzlichen Auftreten in bewohnten Gebieten immer wieder vor Augen, das unsere Erde "lebt". Das Gebiet um Wimmelburg, westlich von Lutherstadt Eisleben, gehört zu eben jenen intensiv verkarsteten, aber auf den ersten Blick nicht als Karstlandschaft anzusprechenden Arealen.

    Das 23. Treffen des Arbeitskreises wird den Bogen spannen vom geologischen Verständnis der Genese des Karstes, über den ingenieurgeologischen und ordnungsbehördlichen Umgang mit Subrosionsproblemen bis hin zur Entdeckungsgeschichte der Schlotten sowie ihrer Nutzung für bergbauliche Zwecke. Höhepunkt des Treffens wird die Befahrung der Wimmelburger Schlotten sein und das Erlebnis bieten, "einmal unter einem Erdfall" gestanden zu haben. Die Exkursion über Tage wird zum einen den Eindruck der großartigen Haldenlandschaft vermitteln, zum anderen den geomorphologisch "recht diskreten" Gipskarst unter einer weitgehenden Bedeckung durch jüngere Sedimente vorstellen.

    Für die Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung bedanken wir uns insbesondere bei der Gesellschaft zur Verwahrung und Verwertung von stillgelegten Bergwerksbetrieben mbH (GW) mit der Bergsicherung Wimmelburg und beim Mansfeld-Museum Hettstedt sowie dem Förderverein Mansfeld-Museum Hettstedt e.V. sehr herzlich. Unser Dank gilt aber auch all jenen, die eigene Beiträge zur Tagung beigesteuert haben, bei der Realisierung der Exkursionen halfen sowie am Zustandekommen der vorliegenden Publikation beteiligt waren.

    Herzliche Grüße und Glück auf!

    Michael K. Brust
    Jochen Rascher