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    Große Sätze und schöne Beweise der Mathematik

    Identität des Schönen, Allgemeinen, Anwendbaren

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    Große Sätze und schöne Beweise der Mathematik
    Identität des Schönen, Allgemeinen, Anwendbaren

    Autoren:

    Verlag:
    Europa Lehrmittel Verlag  Weitere Titel dieses Verlages anzeigen

    Auflage: 3., korrigierte und erweiterte Auflage (REV).
    Erschienen: April 2009
    Seiten: 200
    Sprache: Deutsch
    Illustration: 40 Abb.
    Maße: 231x162x18
    Einband: Kartoniert / Broschiert
    ISBN: 3817118228
    EAN: 9783817118229

    Inhaltsverzeichnis

    Inhaltsverzeichnis
    Vorwort zur 3., korrigierten und erweiterten Auflage I
    Vorwort IIII
    Kleinste Quadrate 1
    Dynamische Optimierung 11
    Stochastische Prozesse 15
    Einsteins Additionstheorem 25
    Satz von Arzelà-Ascoli 37
    Der Approximationssatz von Weierstraß und Stone 41
    Auswahlaxiom 53
    Satz von Hahn und Banach 61
    Fredholmsche Alternative 67
    Fixpunktsatz von Brouwer 99
    Fixpunktsatz von Schauder 111
    Monotone Operatoren 133
    Anfangswertprobleme 145
    Weylsches Lemma 161
    Wahrheit und Beweisbarkeit 181
    Ein Dialog über Mathematik 191
    Index 201



    Vorwort

    Vorwort zur 3-, korrigierten und erweiterten Auflage

    Seit der ersten Auflage der Großen Sätze und schönen Beweise der Mathematik sind mehr als zwanzig Jahre vergangen, eine Zeitspanne, in der sich auch in der Mathematik vielerlei neue Entwicklungen ergeben haben. Insbesondere die Nutzung elektronischer Hilfsmittel hat auch die Mathematik zu einem noch bedeutsameren Wirtschaftsfaktor werden lassen. Diese Entwicklung hat neben anderen Auswirkungen auch dafür erforderliche Spezialisierungen in der Mathematik noch verstärkt. Damit ist das im Vorwort der ersten Auflage erwähnte Anliegen auch heute noch unverändert aktuell: Um die Wirksamkeit einer Grundlagenwissenschaft wie der Mathematik zu erhöhen, soll versucht werden, prinzipielle mathematische Denkweisen einem größeren Leserkreis aus allen Wissensbereichen zugänglich zu machen.

    Das Buch wendet sich daher insbesondere auch an Leser (wie Naturwissenschaftler und Ingenieure), die spezielle mathematische Methoden in ihrem Beruf anwenden, und die darüber hinaus erfahren wollen, was die Mathematik sonst noch so zu bieten hat. Wer ein volles Mathematik-Studium absolviert, lernt natürlich ein relativ breites Spektrum mathematischer Denkweisen kennen, wenngleich die jetzige Aufspaltung des Diplom-Studiums in ein Bachelor- und ein Master-Studium die Tendenz einer frühzeitigen Spezialisierung ebenfalls verstärkt. Und so ist es nicht unwahrscheinlich, dass auch ein ausgebildeter Mathematiker den einen oder anderen für ihn neuen Gesichtspunkt findet.

    Daher bin ich dem Verlag Harri Deutsch dankbar, eine Neuauflage geplant zu haben, nachdem die bisherigen Auflagen und Nachdrucke im Akademie-Verlag Berlin und Verlag Harri Deutsch vergriffen waren. Während das ursprüngliche Manuskript in der früher üblichen Weise hergestellt worden war (handschriftliches Manuskript, dann Abschrift mit Schreibmaschine und Eintragen der Formeln, händischer Drucksatz mit Fahnen- und Bogenkorrektur) , hatte sich der Verlag Harri Deutsch freundlicherweise zu einer Digitalisierung des Manuskriptes entschlossen. Diese digitalisierte Fassung wurde dann bei der Vorbereitung der hiermit vorliegenden dritten Auflage zur Korrektur und Erweiterung verwendet.

    Mit Ausnahme von Kapitel 13 wurden alle bisherigen Beweisanordnungen beibehalten. Allerdings wird der Beweis des Satzes von Cauchy-Kowalewskaja jetzt anstelle durch sukzessive Approximationen durch das elegantere Kontraktions-Prinzip durchgeführt. In die vorliegende Neuauflage wurde daher (am Ende von Kapitel 9) auch ein Beweis des Kontraktions-Prinzips aufgenommen. In Kapitel 14 wird das WEYLsche Lemma nicht nur auf die bisherige Weise (über die Mittelwerteigenschaft) bewiesen, sondern es wird ein weiterer Beweis hinzugefügt, der auf der Approximation von stetigen Funktionen durch zweimal stetig differenzierbare beruht. Weitere Ergänzungen betreffen beispielsweise einen Ausblick auf den Fixpunktsatz von Leray-Schauder sowie einen Überblick über des Lösen (nichtlinearer) impliziter Gleichungen. Teilweise sollen diese Ergänzungen auch an Methoden heranführen, die von der gegenwärtigen Forschung benutzt werden. Natürlich betrifft das in erster Linie Themen, die zu meinen Forschungs-Interessen gehören.

    Beim Aufbau des Buches wurde versucht, die einzelnen Kapitel mehr oder weniger unabhängig voneinander zu gestalten. Rück- und Querverweise, wie sie in einem systematischen Lehrbuch unumgänglich sind, wurden weitestgehend vermieden. Im Gegenteil, um eine größtmögliche Selbständigkeit der Kapitel zu erreichen, wurden grundlegende Konstruktionen (wie das CANTORsche Diagonal ver fahr en in den Kapiteln 3, 5 und 11) sogar mehrfach erläutert. Andererseits gibt es aber auch Fälle, wo die Aussage eines Kapitels in einem anderen Kapitel gebraucht wird. Das ist beispielsweise beim Beweis des SCHAUDERschen Fixpunktsatzes der Fall (Kapitel 11), da dieser auf den BROUWERschen Fixpunktsatz (Kapitel 10) zurückgeführt werden kann.

    Im Gegensatz zu den früheren Ausgaben werden alle Literaturzitate jetzt am Ende des Buches gesammelt. Natürlich ist es bei der großen Breite der behandelten Themen auch nicht annähernd möglich, einen vollständigen Überblick über relevante Literatur zu geben. In erster Linie werden benutzte Quellen dokumentiert (soweit es sich nicht um Kenntnisse handelt, die zum Standard-Wissen eines ausgebildeten Mathematikers gehören). Davon abgesehen, sollen Anregungen zu weiterführenden Literaturstudien gegeben werden.

    Mein Dank an den Verlag Harri Deutsch geht insbesondere auch an dessen für elektronische Medien zuständigen Abteilungsleiter, Herrn KLAUS HORN. Bei der Vorbereitung dieser Neuauflage konnte ich mich stets auf seine angenehme und konstruktive Zusammenarbeit verlassen, die weit über das rein Verlegerische hinausging: Seine Sachkenntnisse als Physiker haben zu mancher Verbesserung des Textes geführt. Auch das Satzbüro Tanovski & Partners möchte ich dankend erwähnen. Die digitale Fassung wurde sorgfältig erstellt, und sogar der eine oder andere Schreibfehler der Vorlage erkannt und korrigiert.

    So bleibt mir nur zu wünschen, dass die vorliegende Neuauflage einen Beitrag zur Pflege mathematischer Denkweisen leistet.

    Graz, im Januar 2009 Wolfgang Tutschke

    Vorwort

    In allen Wissenschaften ist die Tendenz einer zunehmenden Spezialisierung zu beobachten; so auch in der Mathematik. Diese zunehmende Spezialisierung, die mit immer breiter gefächerten Anwendungen verbunden ist, führt zu der Gefahr, dass die Mathematik in der Praxis nicht mehr als einheitliche Wissenschaft in Erscheinung tritt. Solche Tendenzen hat es auch in früheren Entwicklungsphasen der Mathematik gegeben; sie wurden stets von Versuchen begleitet, einer Zersplitterung entgegenzuwirken und die Einheit der Mathematik zur Geltung zu bringen. Beispiele dafür sind die »Elemente« von Euklid oder die Algebraisierung der Geometrie durch DESCARTES. Der Nutzen, den eine solche auf die Herstellung der Einheit der Mathematik gerichtete Tätigkeit hat, ist ganz offensichtlich, vor allem schon auf Grund unserer historischen Erfahrungen.

    In der heutigen Mathematik zeigt sich die erfreuliche Tatsache, dass sie außerordentlich reichhaltig geworden ist, dass zu vielen alten Anwendungsgebieten immer noch neue hinzugetreten sind. Daher ist es heute sogar wichtiger denn je, die Einheit der Mathematik zu fördern. Dazu ist es erforderlich, das Wesen der Mathematik, das besondere in ihren Beweismethoden zutage tritt, sichtbar zu machen. Der Grund für eine solch große Bedeutung mathematischer Beweismethoden liegt darin, dass sie nicht nur auf speziellen Teilgebieten genutzt werden, sondern allgemeinere Verwendung finden. In diesem Sinne ist ein wichtiger Schritt zum Verständnis des Wesens der Mathematik das Kennenlernen der Beweise für ihre fundamentalen Sätze. In dem vorliegenden Buch sind 15 solcher Sätze aus tragenden Teilgebieten der heutigen Mathematik ausgewählt worden. Dazu gehören Sätze über die Lösbarkeit von Gleichungen, wie die FREDHOLMsche Alternative oder der BROUWERsche und der SCHAUDERsche Fixpunktsatz, die sich vielseitig auswirken und deren Beweise gleichzeitig prinzipielle Bedeutung haben.

    Derartige übergreifende mathematische Gesichtspunkt kommen auch beim Beweis von Aussagen zum Tragen, die ganz spezielle Anwendungen betreffen; ein Beispiel hierfür ist das ElNSTElNsche Additionstheorem für Geschwindigkeiten, dessen tieferer Sinn erst durch den mathematischen Gruppenbegriff erkannt werden kann. Die mathematische Praxis führt zwangsläufig aber auch zu beweistheoretischen Fragen, wie sie in den Unterschieden zwischen Wahrheit und Beweisbarkeit in der Mathematik zum Ausdruck kommen. Desgleichen treten - auch bei konkreten analytischen Untersuchungen - mengentheoretische Problemstellungen auf, wie sie sich beispielsweise in der Äquivalenz von Auswahlaxiom und ZORNschem Lemma äußern. Die moderne Entwicklung der Mathematik erforderte auch, den klassischen Differenzierbarkeitsbegriff und im Zusammenhang damit auch den Lösungsbegriff für Differentialgleichungen zu erweitern. Damit entsteht natürlich auch die Frage, wann eine verallgemeinerte Lösung doch klassische Lösung ist. Eine Antwort hierauf gibt beispielsweise das WEYLsche Lemma, dem Kapitel 14 dieses Buches gewidmet ist.

    In den 15 Kapiteln des Buches, die weitestgehend selbständigen Charakter tragen, werden zentrale mathematische Problemstellungen aus verschiedenen Zweigen der Mathematik und ihrer Anwendungen behandelt. Jeder Abschnitt ist einem fundamentalen mathematischen Sachverhalt gewidmet, wobei die Allgemeingültigkeit der gewonnenen Ergebnisse eingeschätzt wird. Außerdem enthält das Buch einen Dialog über Mathematik, der Bemerkungen über das Wesen der heutigen Mathematik und daraus resultierende Konsequenzen zum Gegenstand hat. Darin sind insbesondere auch Hinweise auf die Identität des Schönen, Allgemeinen und Anwendbaren in der Mathematik eingeschlossen.

    Zu den im Buchtitel auftretenden Begriffen »groß« und »schön« sei eine kurze Bemerkung gemacht. Ihrem Ursprung und ihrer hauptsächlichen Verwendung in der Umgangssprache entsprechend haben beide zunächst einen stark subjektiven Charakter. Andererseits werden im wissenschaftlichen Sprachgebrauch beide Begriffe aber durch die Wissenschaftsentwicklung selbst objektiviert, wobei als wirklich große Sätze der Mathematik diejenigen hervortreten, die allgemein sind und sich demzufolge auch vielfach anwenden lassen. Wirklich zentrale Sätze werden durch die Wissenschaftsentwicklung auch stets so tiefgreifend durchgearbeitet, dass ihre Beweise klar und durchsichtig und damit auch im Sinne des menschlichen Strebens nach Wahrheitsfindung natürlich und schön werden. Die inner- und außermathematische Ausstrahlungskraft der hier zu behandelnden Sätze ist sehr verschiedenartig. In diesem Sinne sind die ausgewählten Sätze keinesfalls gleichermaßen groß. Hier aber noch quantitative Abstufungen innerhalb des qualitativen Begriffes »groß« vornehmen zu wollen, hieße aber doch - zumindest im Rahmen unserer Zielstellungen - zu weit zu gehen. Das gleiche trifft auf die »Schönheit« der Beweise zu.

    Die vorrangige Zielstellung des Buches ist es, Wesen und Bedeutung der Mathematik für einen breiten Leserkreis erkennbar zu machen und so das weitere Eindringen der Mathematik in die Praxis zu fördern.

    Dieses Buch wendet sich an alle, die an der heutigen Mathematik interessiert sind. Die heute unvermeidbare Spezialisierung führt dazu, vornehmlich mit Teilgebieten unserer Wissenschaft bekannt zu sein. Das bewirkt oft, dass ein Überblick über die Möglichkeiten, die in der Mathematik insgesamt enthalten sind, fehlt.

    Hierfür nun sollte die Lektüre des Buches nützlich sein und das Verständnis für Wesen und Anwendbarkeit der Mathematik vertiefen.

    An vielen Schulen existieren derzeit Schülerarbeitsgemeinschaften, die unter der Anleitung erfahrener Mathematiklehrer die Begeisterung junger Talente für unser Fachgebiet wecken; dafür werden Materialien benötigt, die sich an prinzipiellen Entwicklungstendenzen der Mathematik orientieren; das vorliegende Buch enthält geeignete Beiträge dieser Art.

    In den verschiedensten Berufsgruppen sind Kenntnisse klassischer mathematischer Methoden vorhanden, die beispielsweise in Studienrichtungen an Hoch- und Fachschulen mit Mathematik als Nebenfach unterrichtet werden. Da diese Methoden in der neueren Mathematik vielfach verbessert worden sind, ist es zweckmäßig, für die Verbreitung solcher Neuentwicklungen tätig zu sein. Deshalb behandelt das Buch auch klassische Fragestellungen mit modernen mathematischen Methoden, verdeutlicht deren Vorzüge, gibt dem Leser mancherlei Anregung für die mathematische Weiterbildung, um so geeignete Wege für eine breitere Nutzung mathematischer Methoden in der Praxis zu erschließen.

    Einer der Autoren hat in Gestalt des Mathematischen Wörterbuches vor mehr als zwei Jahrzehnten ein umfangreiches Werk veröffentlicht, das eine Antwort auf die Frage gab, was Mathematik sei. Das jetzt vorliegende Buch strebt eine Antwort darauf an, wie Mathematik wird, wie sie neue Gestalt annimmt. Die vielen Auflagen des Mathematischen Wörterbuches sind ein deutlicher Hinweis auf seinen Nutzen. Die Autoren des vorliegenden Buches sind überzeugt davon, dass auch von ihm eine entsprechende Wirkung erwartet werden kann, weil das Interesse für die ständige Neugestaltung der Mathematik aktuell ist und bleibt.

    Schließlich noch eine Bemerkung zum Lesen des Buches. Die einzelnen Kapitel sind in einer Weise voneinander unabhängig, dass sie in beliebiger Reihenfolge gelesen werden können. In manchen Kapiteln finden sich zwar gelegentliche Hinweise auf andere Kapitel. Diese sollen den interessierten Leser aber im allgemeinen nur auf Querverbindungen aufmerksam machen; sie sind für das Verständnis des jeweiligen Kapitels nicht erforderlich. Manche Definitionen und Schlussweisen werden sogar in mehreren Kapiteln wiederholt, falls sie für das Verständnis des jeweiligen Kapitels wesentlich sind. Der Aufbau der einzelnen Kapitel erfolgt im allgemeinen so, dass sie ohne Benutzung weitergehender Literatur verständlich sind.

    Für Hinweise auf die Gestaltung einzelner Kapitel sprechen wir folgenden Fachkollegen, deren Ratschläge besonders hilfreich waren, unseren Dank aus: Herrn Dr. sc. G. DAUTCOURT vom Zentralinstitut für Astrophysik der Akademie der Wissenschaften der DDR für Hinweise zu Kapitel 4, Herrn Prof. G. F. Mandzavidze vom vom I. N. VEKUA-Institut für angewandte Mathematik der Universität Tbilissi zu Kapitel 9 und 10, Herrn Dr. sc. H. Herre vom KARL-WEIERSTRASS-Institut für Mathematik der Akademie der Wissenschaften der DDR zu Kapitel 15.1 Vorschläge hinsichtlich der Gestaltung des Gesamtmanuskriptes verdanken die Autoren Herrn Prof. P. H. MÜLLER von der Sektion Mathematik der Technischen Universität Dresden sowie Herrn Prof. S. PRÖSSDORF vom bereits oben erwähnten Karl-Weier-STRASS-Institut für Mathematik. Den Mitarbeitern des Akademie-Verlages wird für eine vielseitige, konstruktive Zusammenarbeit gedankt, insbesondere Fräulein Dipl.Math. G. Reiher und Herrn Dr. R. Höppner.

    Berlin und Halle, im Juni 1985
    Josef Naas und Wolfgang Tutschke

    1 Im vorliegenden Nachdruck wurde nur eine Beweislücke in Kapitel 7 beseitigt, auf die uns dankenswerterweise Herr Dr. A. Pomp vom KARL-WEIERSTRASS-Institut für Mathematik der Akademie der Wissenschaften der DDR aufmerksam gemacht hat.

    Klappentext

    Es ist eine Binsenweisheit, dass in allen Wissenschaften - also auch in der Mathematik - eine zunehmende Spezialisierung stattfindet. Insbesondere die Beweismethoden und fundamentalen Sätze sind jedoch von einer Allgemeingültigkeit, die angesichts der modernen Entwicklung in Vergessenheit zu geraten droht. Das Anliegen der Autoren ist es, dieser Tendenz entgegenzuwirken. In 15 Kapiteln präsentieren sie zentrale mathematische Problemstellungen und ihre Anwendung aus verschiedenen Zweigen der Mathematik. Das Spektrum reicht von der Methode der kleinsten Quadrate über das Einsteinsche Additionstheorem bis zur Lösung von Anfangswertproblemen.

    Abschließend erhält das Buch einen Dialog über das Wesen der heutigen Mathematik und den daraus resultierenden Konsequenzen.

    ISBN 978-3-8171-1822-9

    Register

    Index


    A

    Ableitung einer Distribution, 169
    Abstand, 44, 113
    Additionstheorem für Geschwindigkeiten, 34
    adjungierte Gleichung, 88 ALEKSANDROW, P. S., 47
    algebraische Gleichung, 111
    - Gleichungssystem, 67, 110
    Algorithmus, 184
    Alphabet, 183
    analytische Funktion, 148

    ANAXAGORAS von Klazomenai, 196
    Anfangswertproblem, 112, 125, 158
    Approximationssatz
    - von WEIERSTRASS, 41, 44
    - von WEIERSTRASS und STONE, 47

    ARISTOTELES von Stagira, 196

    ARZELÀ-ASCOLI, Satz von, 37, 77, 127

    ASSER, G., 187, 189
    assoziierte Gleichung, 88
    assoziierter Raum, 157 ATIYAH, M. F., 90
    Auswahlaxiom, 53
    Axiomensystem, 181
    - PEANOsches, 188, 189


    B

    BANACH-STEINHAUS, Satz von, 138
    BANACHraum, 75, 113, 137
    BANACHscher Fixpunktsatz, 95, 96

    BERNSTEIN, S. N., 41
    Bernsteinpolynome, 42
    beschränkte Menge im Rn , 119
    beschränkter Operator, 77
    beweisbare Aussage, 183
    Be weis ver fahren, 185
    bikompakter Raum, 45
    Bildraum, 72, 88
    BOLZANO- WEIERSTRASS, Satz von, 75
    BoRELsche Menge, 17

    BRACKX, F., 160
    BROUWERscher Fixpunktsatz, 99, 107, 138, 140

    BROWDER und MINTY, Satz von, 138


    C

    CANTORsches Diagonal ver fahr en, 23, 38, 75
    CAUCHY-Folge, 96
    CAUCHYKOWALEWSKAJA Satz von, 145, 155
    CAUCHYsche Integralformel, 148
    CLIFFORD-Analysis, 159
    Coker, 89


    D

    DELANGHE, R., 160

    - δ -Distribution, 172
    demi-stetiger Operator, 138

    DESCARTES, R., iii, 195, 196
    Diagonalfolge, 23, 38, 76, 118
    dicht liegende Menge, 50
    Dichte, 7
    Differentialgleichung
    - gewöhnliche, 12, 125
    - nichtlineare partielle, 128
    - partielle, 136
    Differentialoperator, elliptischer, 90
    Dimension eines Raumes, 75
    DlRAC, P. A. M., 193
    DiRACsche δ -Distribution, 172, 192, 193
    Distanz, 74
    Distribution, 168
    Distributionen-Ableitung, 169, 174
    Distributionenlösung, 169
    Distributivgesetz, 113
    Dreiecksungleichung, 44, 74, 95
    duale Gleichung, 88
    dualer Raum, 136


    E

    eineindeutige Abbildung, 72

    EINSTEIN, A., 193
    ElNSTElNsches Additionstheorem, 34
    Eliminationsverfahren, 68
    EMPEDOKLES, 196
    entscheidbare Menge, 184
    e-Netz, 117
    Ereignis, 15
    Erlanger Programm, 193
    Erwartungswert, 8
    EUKLID von Alexandria, iii, 181, 182, 196
    euklidische Geometrie, 182
    Evolutionsprozess, 11


    F

    Fixpunkt, 94, 99
    Fixpunktproblem, 112
    Fixpunktsatz
    - von BANACH, 95, 96
    - von BROUWER, 99, 107, 138, 140
    - von LERAY-SCHAUDER, 129
    - von SCHAUDER, 120, 125, 127
    Fortsetzungssatz von HAHN und BANACH, 64

    FREDHOLM, I. , 71
    FREDHOLMsche Alternative, 68
    Fundamentalfolge, 74, 96, 113
    Fundamentallösung, 172
    Funktion
    - analytische, 148
    - gleichgradig stetige, 37
    - gleichmäßig beschränkte, 37
    - harmonische, 163
    - hölderstetige, 89
    - holomorphe, 148
    - monotone, 133
    - reguläre, 148
    Funktional, 61, 135


    G

    GÄHLER, W., 59
    GAJEWSKI, H., 138
    GENTZEN, G., 189
    Gerade im BANACHraum, 81
    gewöhnliche Differentialgleichung, 12, 125
    gleichgradig stetige Funktion, 37
    gleichmäßig beschränkte Funktion, 37
    Gleichung
    - adjungierte, 88
    - algebraische, 111
    - assoziierte, 88
    - duale, 88
    - erster, zweiter und dritter Art, 91
    - nicht-lineare, 92
    - transponierte, 88
    Gleichungssystem
    - homogenes lineares, 67
    - lineares algebraisches, 67
    - nicht-lineares, 93
    - nichtlineares algebraisches, 110
    globale Analysis, 90 GÖDEL, K., 183, 186, 189
    GÖDELscher Unvollständigkeitssatz, 183, 188, 189
    GÖDELzahl, 185 GRÖGER, K., 100, 138
    GREENsche Integralformel, 162


    H

    Halbordnung, 53, 64
    harmonische Funktion, 163
    HARNACKscher Konvergenzsatz, 179
    Hauptfall der FREDHOLMschen
    - Alternative, 68, 87
    HAUSDORFF-Raum, 129

    HERMES, H., 53

    HEUSER, H., 10

    HILBERT, D., 183
    hölderstetige Funktion, 89

    HÖRMANDER, L., 90

    HOLMGREN Satz von, 156
    holomorphe Funktion, 148
    homogene Integralgleichung, 87
    homogene Operatorgleichung, 78
    homogenes lineares Gleichungssystem, 67


    I

    Identitätseigenschaft einer Relation, 53
    indefiniter Ausdruck, 34
    Index eines Operators, 89, 90
    Inklusion, 54
    Integralgleichung, 68, 86, 88, 111
    - singuläre, 89
    Integraloperator, 77


    K

    KAMKE, E., 12
    Kern einer Abbildung, 89
    Kette, 55
    klassische Lösung, 163
    KLAUA, D., 59
    KLEIN, F., 193
    Koeffizientenvergleich, 146
    koerzitiver Operator, 137
    KOLMOGOROW, A. N., 6, 15, 16, 21
    kompakte Menge, 116
    kompakte Menge im Rn , 119
    kompakter Operator, 77
    Kontraktions-Prinzip, 95, 96
    konvergente Folge, 113
    Konvergenz von Distributionen, 170
    Konvergenzsatz
    - von HARNACK, 179
    - von WEIERSTRASS, 149
    konvexe Hülle, 114
    konvexe Menge, 108, 114

    KRICKEBERG, K., 9, 21


    L

    LAPLACE, P. S., 3
    LAPLACEsche Differentialgleichung, 161
    LEIBNIZ, G. W., 192, 196
    Lemma
    - von MAZUR, 123
    - von WEYL, 163
    - von ZORN, 55
    LERAY-SCHAUDERscher Fixpunktsatz, 129

    LEUKIPPOS, 196
    linear unabhängige Elemente, 75
    linearer Operator, 77
    lineares algebraisches Gleichungssystem, 67

    LJUSTERNIK, L. A., 142
    LORENTZ-Transformation, 33


    M

    Majorantenverfahren, 147
    maximales Element, 54
    Maximum-Minimum-Prinzip, 163
    Maximumnorm, 44, 75, 125
    MAZUR, Lemma von, 123
    Menge
    - beschränkte im Rn , 119
    - BORELsche, 17
    - dicht liegende, 50
    - entscheidbare, 184
    - kompakte im Rn , 119
    - konvexe, 108, 114
    - rekursiv aufzählbare, 187
    - relativ kompakte im Rn , 119
    - total beschränkte im Rn , 119
    Mengenring, 16
    Methode der kleinsten Quadrate, 2
    Metrik, 74, 113
    metrischer Raum, 44
    MICHELSON- Versuch, 25
    MICHLIN, S. G., 91
    minimales Element, 54
    MINKOWSKI, H., 193
    Mittel, arithmetisches, 1
    Mittelwert einer Funktion, 163
    monotone Funktion, 133
    monotoner Operator, 136
    MOSTOWSKi, A., 190
    MUSCHELISCHWILI, N.L, 90


    N

    NAGY, B. SZ., 86-88

    NATANSON, I. P., 41
    neutrales Element, 73

    NEWTON, L, 192
    NEWTONsche Mechanik, 25, 182
    NEWTONsches Potential, 170
    nichteuklidische Geometrien, 182
    nichtlineares algebraisches Gleichungssystem, 110

    NOLLAU, V., 10
    Norm, 74, 113
    Normal vert eilung, 9
    Nullelement, 73
    Nullraum, 72, 88


    O

    obere Grenze, 55
    obere Schranke, 54
    Operator, 73, 77
    - beschränkter, 77
    - demistetiger, 138
    - koerzitiver, 137
    - kompakter, 77
    - linearer, 77
    - monotoner, 136
    - radial-stetiger, 137
    - stetiger, 78
    Operatorgleichung, 135
    Optimierung, 13
    - von Fixpunktmethoden, 130
    Ordnung, 55


    P

    PALAIS, R. S., 91
    Parallelenaxiom, 181
    PEANO, Satz von, 128
    PEANOsches Axiomensystem, 188, 189
    periodische Funktion, 50
    Peripetierechnung, 195
    PLATON, 196
    POGORZELSKI, W., 120
    POISSONsche Integralformel, 164
    Potential, 170 PRÖSSDORF, S., 91

    PYRRHON, 196
    Pythagoreer, 196


    R

    radial-stetiger Operator, 137
    Randverteilung, 20
    Randwertaufgabe, 164
    Raum
    - bikompakter, 45
    - dualer, 136
    - linearer, 61, 73, 113
    - metrischer, 44
    reflexiver, 137
    - separabler, 51
    - vollständiger, 75, 96, 113
    reflexiver Raum, 137
    Reflexivität einer Relation, 53
    reguläre Distribution, 168
    reguläre Funktion, 148
    Regularisator, 178
    rekursiv aufzählbare Menge, 187
    relativ kompakte Menge, 116
    relativ kompakte Menge im Rn , 119
    Relativitätstheorie, 182
    Retrakt, 100 RIESZ, F., 86-88
    Ring, 44 ROGERS, C. A., 100


    S

    Satz von
    - ARZELà-ASCOLI, 37, 77, 127
    - BANACH-STEINHAUS, 138
    - BOLZANO- WEIERSTRASS, 75
    - BROWDER-MINTY, 138
    - CAUCHY-KOWALEWSKAJA, 145, 155
    - HOLMGREN, 156
    - PEANO, 128
    SCHAUDERscher Fixpunktsatz, 120, 125, 127

    SCHMIDT, E., 71
    schwache Konvergenz, 137, 142

    SCHWARTZ, L., 168
    SCHWARZsche Ungleichung, 135
    separabler Raum, 51
    sigmaadditive Wahrscheinlichkeit, 16
    Sigma-Mengenring, 16
    SlKORSKI, R., 120
    SINGER, I. M., 90
    singuläre Integralgleichung, 89
    Skalarprodukt, 134-136, 139

    SOBOLEW, W. L, 142
    SOBOLEW-Lösung, 163, 170
    SOMMEN, F., 160
    stetiger Operator, 78
    Steuerfunktion, 11
    stochastischer Prozess, 18

    STONE, M. H., 47
    sublineares Funktional, 61
    sukzessive Approximationen, 98
    Supremum, 55


    T

    Teilraum, 61, 79
    Testfunktion, 162, 168

    THALES von Milet, 195
    topologischer Raum, 45
    topologisches Bild, 107
    total beschränkte Menge, 117
    - im Rn , 119
    Träger einer Test funkt ion, 168
    Transitivität einer Relation, 53
    transponierte Gleichung, 88
    triviale Lösung, 67, 87


    U

    unvollständiges Beweis ver fahren, 186

    USPENSKIJ, V. A., 187, 188


    V

    verallgemeinerte Lösung, 163
    Vergleichbarkeit, 55
    Verteilungsfunktion, 4
    Verträglichkeitsbedingungen, 21
    vollständiger Raum, 75, 96, 113
    vollständiges Axiomensystem, 181
    vollständiges System linear unabhängiger Elemente, 138


    W

    wahre Aussage, 183
    Wahrscheinlichkeit, 2, 16
    Wahrscheinlichkeitsdichte, 7
    Wahrscheinlichkeitsmaß, 16
    WElERSTRASSscher Approximationssatz , 41, 44
    WElERSTRASSscher Konvergenzsatz, 149
    Wellengleichung, 158
    WEYLsches Lemma, 163
    widersprüchliches Beweisverfahren, 186
    Wort, 183


    Z

    ZACHARIAS, K., 138
    ZoRNsches Lemma, 55
    zufällige Variable, 17
    Zylinder in Funktionenräumen, 18



    Autoren

    Dr. Josef Naas hatte eine Professur für Mathematik in der Akademie der Wissenschaften in Berlin inne. Dr. Wolfgang Tutschke bekleidet eine Professur für Mathematik an der Technischen Universität Graz.