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Unionsverlag Weitere Titel dieses Verlages anzeigen
| Inhalt | |||||
| Alles, was ich dir zu sagen habe | |||||
| Bin der Schwanengesang eines gehenden Volkes | |||||
| Stein am Hang des Lebensberges | |||||
| Die Gräser und Wasser in uns | |||||
| Im himmellosen Land | |||||
| Hoher Gesang an die Geister | |||||
| Ins Salz gehen | |||||
| Weißes Land der Seele | |||||
| Ein voller Tag, ein ganzes Leben | |||||
| Im Herdenstaub | |||||
| Am unruhigen Nomadenherd | |||||
| Knochen, Fleisch und Blut | |||||
| Als meine Mutter das Hakenkreuz abtrennte | |||||
| Wie eine Yakblase mit gelber Butter | |||||
| Als Spatzenbruder mit den Wolken singen | |||||
| Schau einem Hengst, getrennt von seiner Stute, in die Augen | |||||
| Geboren im Gefäß des Schicksals | |||||
| Wasserauge und Fleischherz | |||||
| Land im Abend | |||||
| Grenzwächter der Wildnis | |||||
| Im Sturm fremder Winde | |||||
| Manches ist ausgesprochen | |||||
| Nachrede | |||||
Zu diesem Buch
Zwei anerkannte Fachleute aus dem Osten und aus dem Westen tun sich zusammen, um über die Welt der Nomaden zu erzählen. Die Ethnologin Amelie Schenk und Galsan Tschinag, das Stammesoberhaupt der Tuwa, berichten in einem Zwiegespräch über Leben, Krankheit, Tod, über das Heranwachsen der Kinder, über das Schamanentum. Sie geben dem Leser einen Einblick in die Lebensweise und Gedankenwelt der Tuwa und zeichnen ein vielschichtiges Bild der nomadischen Kultur.
»Dieses Buch ist vieles zugleich: eine Liebeserklärung an das Nomadenleben in der Mongolei, ein Lesebuch mit Anekdoten, Aphorismen und Geschichten, vor allem aber die Bestandesaufnahme der Sitten und Gebräuche eines kleinen, vom Aussterben bedrohten Volkes. Dieser Text ist voller Würze, er vermischt, ungewöhnlich, aber höchst anschaulich, Völkerkundliches und Biographisches. Die Spannung zwischen den Kulturen, in der auch Galsan Tschinag lebt, bleibt immer spürbar.« Neue Zürcher Zeitung
»Alles, was ich zu sagen habe, erzähle ich dir. Und unterbrich mich nicht, denn einen Nomaden im Redefluß zu unterbrechen, heißt ihn bezwingen, ihn eindämmen und letztlich erdrosseln.«
»Der Leser sinkt völlig ein in großartige Landstriche, in hinreißend erzählte Geschichten.« Uli Rothfuss,
Nagold-Altensteiger Woche
Der tuwinische Erzähler Galsan Tschinag mit dem persönlichsten seiner Bücher. Im Austausch mit der Völkerkundlerin Amelie Schenk ist dieses außergewöhnliche Werk entstanden: eine Liebeserklärung an das Nomadenleben, ein tiefer Blick in die Geheimnisse einer untergehenden Kultur, eine rückhaltlose Bilanz der Wanderungen zwischen Ost und West.
»Worte sind es, die die Geister erwecken.« Galsan Tschinag
Die Erstausgabe erschien im Verlag Im Waldgut, Frauenfeld.
Die Autoren
Amelie Schenk, Ethnologin, Forschungsschwerpunkt Mongolei, ist eine der besten Kennerinnen des Schamanentums. Sie lehrt an der Universität Konstanz und lebt am Bodensee. Veröffentlichungen u.a.: »Schamanen auf dem Dach der Welt«, »Mongolei -Aktuelle Länderkunde«, »Die weite Heimat der Nomaden«.
Galsan Tschinag, 1943 in der Westmongolei geboren, ist Stammesoberhaupt der turksprachigen Tuwa. Er lebt den größeren Teil des Jahres in der Landeshauptstadt Ulaanbaatar und verbringt die restlichen Monate abwechselnd als Nomade in seiner Sippe im Altai und auf Lesereisen im Ausland. Seine Romane, Erzählungen und Gedichte schreibt er meist auf Deutsch. 1992 erhielt Galsan Tschinag den Adelbert-von-Chamisso-Preis und 2001 den Heimito-von-Doderer-Preis. 2002 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Von Galsan Tschinag sind im Unionsverlag lieferbar: »Das Ende des Liedes«, »Die Karawane«, »Tau und Gras« sowie »Der Wolf und die Hündin«.