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| Inhalt | ||||||
| 1. | Einleitung und Ausblick - Kants Ästhetik im Zeitalter der Photographie | 9 | ||||
| 2. | Ästhetik in der Soziologie der Photographie (Bourdieu, Flusser, Kant und Barthes) | 19 | ||||
| 2.1 | Zwei Modelle für das Verhältnis zur Photographie bei Bourdieu | 22 | ||||
| 2.2 | Die photographischen Ästheten und die Negation | 29 | ||||
| 2.3 | Flussers Photographen - Emanzipation statt Negation | 36 | ||||
| 2.4 | Die produktionstheoretische Auffassung des Ästhetischen - systematische Defizite, medienspezifische Einwände und ihre Konsequenzen | 46 | ||||
| 2.5 | Kommentierte Bildbeispiele | 59 | ||||
| 2.6 | Kants Ästhetik und die Soziologisierung der photographischen Rezeption | 62 | ||||
| 2.7 | Zwei Relationen in der frühen Phototheorie Roland Barthes' | 70 | ||||
| 3. | Ästhetik zwischen Bild- und Rezeptionstheorie (Panofsky, Barthes, Bourdieu) | 81 | ||||
| 3.1 | Erwin Panofskys Reflexionen zur kunsthistorischen Methode | 83 | ||||
| 3.2 | Panofskys Differenzierungen in der frühen Phototheorie Roland Barthes' | 91 | ||||
| 3.3 | Bourdieus Panofsky-Rezeption und die kunsthistorischen Prämissen der Kultursoziologie | 101 | ||||
| 3.4 | Der Begriff des ästhetischen Urteils am photographischen Beispiel Bourdieus | 112 | ||||
| 4. | Kants Konzeption reiner Geschmacksurteile | 119 | ||||
| 4.1 | Gegenstandsbereich und Merkmale ästhetischer Urteile bei Kant | 121 | ||||
| 4.2 | Der subjektive Allgemeingültigkeitsanspruch des Geschmacksurteils | 133 | ||||
| 4.3 | Reine Geschmacksurteile als öffentliche Gefallenskundgaben | 145 | ||||
| 5. | Punctum und reines Geschmacksurteil | 155 | ||||
| 5.1 | Thema und Methode von Barthes' später Phototheorie | 157 | ||||
| 5.2 | Die Dichotomie der photographischen Rezeption | 164 | ||||
| 5.3 | Die Merkmale des reinen Geschmacksurteils am punctum | 177 | ||||
| 6. | Das punctum zwischen Artikulation und Öffentlichkeit | 185 | ||||
| 6.1 | Die Artikulation des punctum | 187 | ||||
| 6.2 | Das punctum in der sozialen Isolation | 194 | ||||
| 6.3 | Das punctum in der publizistischen Öffentlichkeit | 199 | ||||
| 6.4 | Öffentlichkeitstheoretischer Exkurs: Habermas | 204 | ||||
| 6.5 | Das punctum im Gespräch | 207 | ||||
| 6.6 | Kommunikationstheoretischer Exkurs : Luhmann | 215 | ||||
| 7. | Das ästhetische Urteil in der photographischen Kultur | 219 | ||||
| Siglenverzeichnis | 238 | |||||
| Literaturverzeichnis | 240 | |||||
| Abbildungsnachweise | 246 | |||||
| Danksagung | 247 | |||||
Pierre Bourdieu zufolge gibt es in der allgegenwärtigen Photographie keine Ästhetik. Leitend sind vielmehr soziale Distinktionen, die auch den gesamten Bildgebrauch (das >Knipsen<, Manipulieren, Vorführen und Versenden) bestimmen. Diese radikale These wird hier mit philosophischen (Immanuel Kant) und phänomenologischen (Roland Barthes) Analysen zum ästhetischen Urteil konfrontiert. Dabei erweist sich gerade die Schnittstelle zwischen Bild und öffentlicher Sprache als das entscheidende Initial ästhetischer Wahrnehmungen und unverbrauchter Diskurse. Kants sensus communis und die photographischen Utopien von Walter Benjamin und Vilém Flusser zielten auf diesen thematischen Ort, dem die Studie eine interdisziplinäre Analyse widmet. Damit wird erstmalig der Status ästhetischer Interjektionen in der photographischen Kultur begründet.
ISBN 978-3-8376-1079-6
Pierre Bourdieu zufolge gibt es in der allgegenwärtigen Photographie keine Ästhetik. Leitend sind vielmehr soziale Distinktionen, die auch den gesamten Bildgebrauch (das 'Knipsen', Manipulieren, Vorführen und Versenden) bestimmen. Diese radikale These wird hier mit philosophischen (Immanuel Kant) und phänomenologischen (Roland Barthes) Analysen zum ästhetischen Urteil konfrontiert. Dabei erweist sich gerade die Schnittstelle zwischen Bild und öffentlicher Sprache als das entscheidende Initial ästhetischer Wahrnehmungen und unverbrauchter Diskurse. Kants sensus communis und die photographischen Utopien von Walter Benjamin und Vilém Flusser zielten auf diesen thematischen Ort, dem die Studie eine interdisziplinäre Analyse widmet. Damit wird erstmalig der Status ästhetischer Interjektionen in der photographischen Kultur begründet.
Ulrich Richtmeyer, gelernter Werkzeugmacher, diplomierter Künstler, promovierter Philosoph, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Künste und Medien der Universität Potsdam.