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MVG Moderne Vlgs. Ges. Weitere Titel dieses Verlages anzeigen
| INHALT | ||||||
| Danksagung | 9 | |||||
| Vorwort | 11 | |||||
| Level 1 | ||||||
| Wer ist schuld? Computerspiele | 13 | |||||
| Wir haben uns an Gewalt gewöhnt | 15 | |||||
| Computerspiele haben keinen guten Ruf | 24 | |||||
| Level 2 | ||||||
| Warum Computerspiele heute unvermeidbar sind | 37 | |||||
| Kinder spielen am Computer. Was denn sonst? | 39 | |||||
| Was sollen denn Kinder heute sonst noch spielen? | 47 | |||||
| Wann sollen denn Kinder noch spielen? | 54 | |||||
| Level 3 | ||||||
| Killerspiele im Kinderzimmer | 65 | |||||
| Die Rolle des Computers in der Kindheit | ||||||
| und Jugend | 67 | |||||
| Die Sache mit der Gewalt | 78 | |||||
| Level 4 | ||||||
| Metzeln, morden, Punkte machen | 89 | |||||
| K(l)eine Schule der wichtigsten Computerspiele-Gattungen | 91 | |||||
| Was wir sonst noch wissen müssen | 138 | |||||
| Level 5 | ||||||
| Zwischen Faszination und Wirkung | 151 | |||||
| Wenn Klicke töten könnten | 153 | |||||
| Die Wirkung von Computerspielen | 178 | |||||
| Wirklichkeit und Schein welt | 183 | |||||
| Die Wissenschaft hat festgestellt | 189 | |||||
| Können Computerspiele konditionieren? | 197 | |||||
| Level 6 | ||||||
| Was taugt der Jugendschutz? | 201 | |||||
| Zu byzantinisch für die Jugend | 203 | |||||
| Das letzte Level | ||||||
| Ein Endgegner namens Erziehung | 219 | |||||
| Was sollen wir denn jetzt machen? | 221 | |||||
| Schlussbemerkung | 231 | |||||
| Glossar | 233 | |||||
| Literatur | 239 | |||||
VORWORT
In seinem Bilderbuch-Klassiker Nicht jetzt, Jakob erzählt David McKee die Geschichte eines kleinen Jungen. Was immer er seinen Eltern erzählen möchte, sie sind zu beschäftigt und haben keine Zeit. »Nicht jetzt, Jakob«, erklären sie, ohne aufzusehen. Dann frisst ein Monster den Jungen in einem Happs, geht ins Haus und brüllt die Eltern an. »Nicht jetzt, Jakob«, meinen sie, ohne aufzusehen. Später stellt die Mutter dem verdatterten Monster das Abendessen vor den Fernseher und schickt es danach ins Bett. »Aber ich bin ein Monster«, protestiert es. »Nicht jetzt, Jakob«, sagt die Mutter und löscht das Licht.
Das Thema der Geschichte von David McKee führt wie ein roter Faden durch dieses Buch. Denn was Computerspiele betrifft, zeigen sich Kinder und Jugendliche sehr auskunftsfreudig - wenn wir sie nur fragen würden. Kein Zweifel: Nichts vermag Kinder im Alltag so stark zu fesseln wie Computerspiele. Je brutaler, desto besser. Die meisten bringen sie von der Schule mit. Die Erwachsenen reagieren unsicher und oft einfach nur ratlos. Sie kennen sich nicht aus, wissen aber nur eins: Computerspiele haben keinen guten Ruf. Spätestens seit dem Massaker von Erfurt sind Computerspiele den meisten Erwachsenen noch suspekter, als sie es ohnehin schon waren.
Befassen sich Eltern mit dem Thema »Kind und Computer« näher, sprechen sie meistens nur über das, was Kinder am Computer machen sollen. Lernen, zum Beispiel. Aber sie verlieren kein Wort über das, was Kinder tatsächlich am Computer machen.
Dieses Buch betrachtet Computerspiele, ihre Faszination und Wirkung auf Kinder und Jugendliche nicht allein und losgelöst für sich, sondern setzt sie in einen Kontext zur heutigen Medienwelt und zur Gesellschaft. Wie sieht Kindheit heute aus? Warum sind Computerspiele für Kinder und Jugendliche heute unvermeidlich? Was geht in Kindern vor, die besonders von brutalen Spielen fasziniert sind? Es zeigt den Leserinnen und Lesern, wie selbstverständlich heute Computerspiele und Internet zur Identitätsfindung der Kinder gehören, welche Bedeutung Computerspiele als letzte Bastion einer heterogenen Jugendkultur haben und weshalb es so reizvoll ist, die Kindheit gleichsam abzustreifen, um als unsterblicher Held in der digitalen Welt zu bestehen. Selbst wenn es die Kinder überfordert. Dieses Buch möchte gleichzeitig Erwachsenen Mut machen zur Erziehung, schließlich schwebt das Thema »Computer und Gewalt« seit Jahren im erziehungsfreien Raum. Eltern und Pädagogen müssen hier das Schweigen und die Resignation überwinden, um wieder mit den Computerkids ins Gespräch zu kommen.
Diese und viele andere Fragen behandelt Thomas Feibel, der seit vielen Jahren als Journalist und Buchautor zum Thema Kinder und Computer publiziert. Anschaulich präsentiert er in diesem Ratgeber für Eltern und Lehrer die gängigsten Computerspiele, unterzieht sie einer differenzierten Bewertung und informiert in einem umfangreichen Glossar über die wichtigsten Begriffe. Anhand vieler Tipps und Beispiele zeigt er, warum Erziehung gerade im Hinblick auf Computerspiele so wichtig ist und warum sich moderne, verantwortungsbewusste Eltern unbedingt über das Thema Gewalt im Kinderzimmer Gedanken machen sollten. Denn nur wer Bescheid weiß, kann erziehen.
"Ein Buch für alle Eltern, die sich einmal gründlich mit dem Thema Computerspiele und Gewalt auseinandersetzen wollen und nicht mit billigen Antworten zufrieden sind."
- family -
ISBN 978-3-636-07250-4
www.mvg-verlag.de
Thomas Feibel ist Journalist und Buchautor und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema "Kinder und neue Medien". Er schreibt u.a. regelmäßig für SPIEGEL online, DIE ZEIT, c't und betreut eine eigene Kolumne in Spielen und Lernen. Außerdem veröffentlichte er zahlreiche Kinder- und Jugendbücher.