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VS Verlag für Sozialw. Weitere Titel dieses Verlages anzeigen
| Inhalt | ||||||
| Vorwort | 7 | |||||
| Helmut Fend, Fred Berger und Urs Grob | ||||||
| 1527 "Lebensgeschichten" von der späten Kindheit ins Erwachsenenalter - Konzept und Durchführung der LifE-Studie | 9 | |||||
| 1. | Wege in den Beruf und in die ökonomische Selbstständigkeit | |||||
| Helmut Fend | ||||||
| Chancengleichheit im Lebenslauf - Kurz- und Langzeitwirkungen von Schulstrukturen | 37 | |||||
| Karin Stuhlmann | ||||||
| Die Realisierung von Berufswünschen - Durch die Identitätsentwicklung im Jugendalter vorhersagbar? | 73 | |||||
| Wolfgang Lauterbach und Mareike Weil | ||||||
| Ausbildungswege in den Arbeitsmarkt - Lohnen sich Mehrfachausbildungen für den beruflichen Aufstieg? | 101 | |||||
| Judith Glaesser | ||||||
| Arbeitslosigkeit als Risiko auf dem Berufsweg - Psychosoziale Bedingungsfaktoren | 123 | |||||
| Werner Georg | ||||||
| Prädiktion des Berufsstatus - Zur unterschiedlichen Bedeutung personaler Ressourcen bei Frauen und Männern | 141 | |||||
| Helmut Fend | ||||||
| Arm und reich im frühen Erwachsenenalter - Wege zu Einkommen und Auskommen | 161 | |||||
| 2. | Soziale Entwicklung und Verselbständigung von der Adoleszenz ins frühe Erwachsenenalter | |||||
| Fred Berger | ||||||
| Auszug aus dem Elternhaus - Strukturelle, familiale und persönlichkeitsbezogene Bedingungsfaktoren | 195 | |||||
| Andrea B. Erzinger | ||||||
| Langzeitfolgen familiärer Beziehungserfahrungen im Jugendalter für partnerschaftliche Beziehungen im Erwachsenenalter - Wird die Qualität der Partnerbeziehung über die Generationen "vererbt"? | 245 | |||||
| Fred Berger | ||||||
| Intergenerationale Transmission von Scheidung - Vermittlungsprozesse und Scheidungsbarrieren | 267 | |||||
| Urs Grob und Karin Stuhlmann | ||||||
| Arbeitsteilung in der Partnerschaft - Zur geschlechtsspezifischen Bedeutung früher Sozialisationserfahrungen und aktueller Gelegenheitsstrukturen | 305 | |||||
| 3. | Wege zu politischer und kultureller Teilhabe | |||||
| Urs Grob | ||||||
| Die Entwicklung politischer Orientierungen vom Jugend- ins Erwachsenenalter - Ist die Jugend eine spezifisch sensible Phase in der politischen Sozialisation? | 329 | |||||
| Jean-Michel Bruggmann | ||||||
| Wege in die "weite Welt" - Auslandaufenthalte und ihr Einfluss auf die Toleranz gegenüber Fremden | 373 | |||||
| Werner Georg | ||||||
| Hochkulturelle Orientierungen von der Adoleszenz ins Erwachsenenalter - Kontinuität und Wandel vor dem Hintergrund Latenter Klassenanalysen | 415 | |||||
| 4. | Psychosoziale Entwicklung und Lebensbewältigung | |||||
| Anita Sandmeier Rupena | ||||||
| Psychische Gesundheit im Lebensverlauf - Die geschlechtsspezifische Bedeutung von sozial-emotionalen Beziehungen | 429 | |||||
| Helmut Fend | ||||||
| Wie das Leben gelingt und wie es so spielt - Lebensbewältigung im frühen Erwachsenenalter | 449 | |||||
| Verzeichnis der Autorinnen und Autoren | 481 | |||||
Vorwort
Dieses Buch zu den Lebensverläufen, der Lebensbewältigung und dem erhofften Lebensglück vom Jugend bis ins Erwachsenenalter möchten wir den jungen Menschen widmen, die in den letzten drei Jahrzehnten an unserer Längsschnittstudie teilgenommen haben. Wir sind von großer Dankbarkeit erfüllt, dass sich über 1500 Personen sowohl im Alter von 12 bis 16 Jahren als auch Jahre später im Alter von 35 Jahren die Mühe gemacht haben, ein ausführliches Inventar zu ihrem bisherigen Leben und ihrer aktuellen Lebenslage auszufüllen. Ohne ihre Offenheit und Gewissenhaftigkeit wäre die hier vorgestellte Forschung nicht möglich geworden.
Ein empirisches Vorhaben dieser Größenordnung ist unmöglich ohne die breite Unterstützung durch engagierte und kompetente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu realisieren. Ein großer Dank gilt deshalb auch den vielen Kolleginnen und Kollegen, die das Projekt während der langen Zeit getragen haben. In der Studie steckt die Arbeit von dreißig Jahren Forschung durch zwei Generationen von Forscherinnen und Forschern. Sie baut auf einer Adoleszenzstudie auf, die von 1976 bis 1984 an der Universität Konstanz im Sonderforschungsbereich für Bildungsforschung unter der Leitung von Helmut Fend durchgeführt wurde. An ihr waren (in alphabetischer Reihenfolge) Ralf Briechle ( ), Wilhelmine Endres ( ), Brunhilde Fratz-Karremann, Sigrid Gsching, Andreas Helmke, Susanne Hiller, Wolfgang Knörzer, Ursula Lauterbach, Willibald Nagl, Hans-Georg Prester, Renate Raab, Paul Richter, Elvira Schacher, Christa Schellhammer, Astrid Schmidt, Hanna Schröder, Sigrid Schröer, Petra Schuler, Werner Specht und Roswitha Väth-Szusdziara beteiligt.
Die Fortsetzung der Studie in den Jahren 2000 bis 2004 wurde durch die Zusammenarbeit der Universitäten Zürich, Konstanz und Münster möglich. Ein neues Team übernahm hier die Aufgaben, wobei Helmut Fend wieder als Initiator und Fred Berger, Werner Georg, Urs Grob und Wolfgang Lauterbach als weitere Projektleiter verantwortlich zeichneten. Im Zusammenhang mit der Weiterführung der Studie gilt es ebenfalls vielen wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu danken. Dazu zählen in erster Linie (in alphabetischer Reihenfolge) Jean-Michel Bruggmann, Lars Dommermuth, Andrea B. Erzinger, Judith Glaesser, Marian Jimenez, Anita Sandmeier Rupena und Karin Stuhlmann.
Ein besonderer Dank gilt ferner den staatlichen Institutionen zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung in Deutschland und in der Schweiz. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft und der Schweizerische Nationalfonds haben die Studie über die vielen Jahre hinweg immer wieder finanziell unterstützt und damit eine der längsten prospektiven Entwicklungsstudien im deutschsprachigen Raum möglich gemacht.
Zur Adoleszenzstudie und zur Folgestudie mit den 35-jährigen Probanden liegen bereits eine Vielzahl an Monografien, Zeitschriftenbeiträgen und Dissertationen vor. Mit dem vorliegenden Band erscheint nun erstmals eine thematisch breite Sammlung an Beiträgen, die den gesamten Beobachtungszeitraum der Studie vom 12. bis zum 35. Lebensjahr umfasst. Bei der Erstellung des Bandes konnten wir auf die große Unterstützung von Christina Hartmann und Helena Steinmann zählen. Sie haben jeden Beitrag in kompetenter, akribischer Kleinarbeit auf seine sprachliche Genauigkeit geprüft und ihm den letzten Schliff gegeben. Ihnen möchten wir an dieser Stelle ebenfalls unseren herzlichen Dank aussprechen.
Lebensverläufe, Lebensbewältigung, Lebensglück
Wie bedeutsam ist die Lebensphase Jugend für die spätere Lebensbewältigung? Werden hier die sprichwörtlichen Weichen für den Lebensverlauf und das spätere Lebensglück gestellt oder ist sie nur eine "Durchgangsphase" ohne nachhaltige Bedeutung? Dieses Buch befasst sich mit den zentralen Fragen der Prognose sowie der Stabilität und des Wandels menschlicher Entwicklung von der späten Kindheit bis ins frühe Erwachsenenalter. Es versucht, mit dem Blick nach vorne (Was ist aus den Jugendlichen geworden?) und dem Blick zurück (Wie sieht die Vorgeschichte der Erwachsenen aus?) die wichtigsten Entwicklungspfade beim Übergang ins Erwachsenenalter zu beschreiben und zu erklären. Vorgestellt werden zentrale Ergebnisse zur beruflichen, sozialen, kulturellen und gesundheitlichen Entwicklung von über 1500 Personen, die vom 12. bis zum 35. Lebensjahr im Rahmen der LifE-Studie (Lebensverläufe ins frühe Erwachsenenalter), einer der längsten prospektiven Entwicklungsstudien im deutschsprachigen Raum, untersucht wurden. Gemessen am überaus langen Zeitraum ergeben sich überraschende Hinweise auf die Relevanz und Vorhersagekraft von frühen Erfahrungen sowie die Stabilität von Orientierungen aus dem Jugendalter. Vor dem Hintergrund der sich verändernden Lebensumstände und Bedürfnisstrukturen beim Übergang ins Erwachsenenalter lassen sich aber auch eine eindrückliche Plastizität in der menschlichen Entwicklung und Vielfalt in den individuellen Lebensverläufen nachweisen.
ISBN 978-3-531-15352-0
www.vs-verlag.de
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Helmut Fend ist emeritierter Professor für Pädagogik und Pädagogische Psychologie an der Universität Zürich.
Dr. phil. Fred Berger arbeitet als wissenschaftlicher Oberassistent am Pädagogischen Institut der Universität Zürich.
Dr. phil. Urs Grob ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Pädagogischen Institut der Universität Zürich.