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Psychologie der Massen

Gebundene Ausgabe, Nikol Verlagsges.mbH, Erschienen: April 2009, 203 Seiten, ISBN: 3868200266, EAN: 9783868200263

Erschienen: April 2009
Seiten: 203
Sprache: ger
Preis: 4,95 €
Maße: 193x130x25
Einband: Gebundene Ausgabe
ISBN: 3868200266
EAN:9783868200263
Die wichtigsten Lebensdaten
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Vorwort zur ersten Auflage
Einleitung: Das Zeitalter der Massen
21
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Entwicklung des gegenwärtigen Zeitalters - Die großen Kultur-
wenden sind die Folge von Wandlungen im Denken der Völker -
Der Glaube der Neuzeit an die Macht der Massen - Er verändert
die hergebrachte Politik der Staaten - Wie sich das Emporkom-
men der Volksklassen vollzieht und wie sie ihre Macht ausüben
- Die Syndikate - Notwendige Folgen der Macht der Massen -
Sie können nur eine zerstörerische Rolle spielen - Durch sie
vollendet sich die Auflösung der zu alt gewordenen Kulturen -
Allgemeine Unkenntnis der Psychologie der Massen - Wichtig-
keit des Studiums der Massen für Gesetzgeber und Staatsmänner
Erstes Buch: Die Massenseele
1. Kapitel: Allgemeine Kennzeichen der Massen.
Das psychologische Gesetz von ihrer
seelichen Einheit
Was kennzeichnet eine Masse vom psychologischen Gesichts-
punkt - Eine zahlenmäßige Menge von Einzelnen bildet noch
keine Masse - Besondere Eigentümlichkeiten der psychologi-
schen Massen - Unveränderliche Richtung der Gedanken und
Gefühle der einzelnen, die sie bilden, und Auslöschung ihrer Per-
sönlichkeit - Die Masse wird stets vom Unbewussten beherrscht
- Zurücktreten des Gehirnlebens und Vorherrschen des Rücken-
marklebens - Verminderung des Verstandes und völlige Um-
wandlung der Gefühle - Die veränderten Gefühle können besser
oder schlechter sein als die der einzelnen, aus denen die Menge
besteht - Die Masse wird ebenso leicht heldenhaft wie verbre-
cherisch
2. Kapitel: Gefühle und Sittlichkeit der Massen
I. Triebhaftigkeit, Beweglichkeit und
Erregbarkeit der Massen40
Die Masse ist der Spielball aller äußeren Reize, deren unaufhör-
liche Schwankungen sie widerspiegelt - Die Antriebe, denen sie
gehorchen, sind so gebieterisch, dass der persönliche Vorteil zu-
rücktritt - Bei den Massen ist nichts vor bedacht - Wirkungs-
kraft der Rasse
II. Beeinflussbarkeit und Leichtgläubigkeit
der Massen43
Ihre Empfänglichkeit für Beeinflussungen - Die in ihrem Gemüt
hervorgerufenen Bilder werden für Wirklichkeit gehalten - Wa-
rum diese Bilder für alle einzelnen, aus denen eine Masse be-
steht, gleichartig sind - Angleichung der Gelehrten und des Ein-
fältigen in einer Masse - Verschiedene Beispiele von Täuschun-
gen, denen alle Mitglieder in einer Masse unterliegen - Unmög-
lichkeit, der Zeugenschaft der Massen irgendwelchen Glauben
beizumessen - Die Einmütigkeit zahlreicher Zeugen ist einer der
schlechtesten Beweise, den man zur Erhärtung einer Tatsache
beibringen kann - Geringer Wert der Geschichtswerke
III. Überschwang und Einseitigkeit
der Massengefühle53
Die Massen kennen weder Zweifel noch Ungewissheit und erge-
hen sich stets in Übertreibungen - Ihre Gefühle sind stets über-
schwänglich
IV. Unduldsamkeit, Herrschsucht und
Konservatismus der Massen56
Ursachen dieser Gefühle - Unterwürfigkeit der Massen vor einer
starken Macht - Die augenblicklichen revolutionären Triebe der
Massen hindern sie nicht, höchst rückständig zu sein - Sie sind
instinktiv Feinde von Veränderung und Fortschritt
V. Sittlichkeit der Massen
Die Sittlichkeit der Massen kann je nach den Einflüssen viel
niedriger oder viel höher sein als die der einzelnen, die sie bilden
- Erklärung und Beispiele - Die Massen werden selten durch
den Eigennutz geleitet, der meist den einzigen Antrieb für den
einzelnen bildet - Versittlichende Wirkung der Massen
3. Kapitel: Ideen, Urteile und Einbildungskraft
der Massen62
I. Die Ideen der Massen62
Grundlegende und nebensächliche Ideen - Wie entgegen gesetz-
te Vorstellungen gleichzeitig bestehen können - Wandlungen, die
die höheren Ideen durchmachen müssen, um für die Massen an-
nehmbar zu werden - Die soziale Bedeutung der Vorstellungen
ist unabhängig von dem Wahrheitsgehalt, den sie in sich tragen
können.
66
68
II. Die Urteile der Massen
Die Massen sind nicht durch Beweisgründe zu beeinflussen -
Die Urteile der Massen sind stets sehr niedriger Art - Die Vor-
stellungen, die sie assoziieren, haben nur den Schein von Analo-
gie und Folgerichtigkeit
III. Die Einbildungskraft der Massen
Macht der Massenphantasie - Sie denken in Bildern, die ohne
jegliche Verbindung aufeinander folgen - Die Massen nimmt be-
sonders die wunderbare Seit der Dinge gefangen - Das Wunder-
bare und das Sagenhafte sind die wahren Träger der Kulturen -
Die Völksphantasie war stets der Stützpunkt der Macht aller
Staatsmänner - Auf welche Weise die Tatsachen auf die Einbil-
dungskraft der Massen Eindruck machen können
4. Kapitel: Die religiösen Formen, die
Überzeugungen der Masse annehmen73
Wodurch das religiöse Gefühl gebildet wird - Es ist unabhängig
von der Anbetung einer Gottheit - Seine Merkmale - Macht der
Überzeugungen, die religiöse Formen angenommen haben - Ver-
schiedene Beispiele - Die Volksgötter sind nie ganz verschwun-
den - Neue Formen ihrer Wiedergeburt — Religiöse Formen des
Atheismus - Bedeutung dieser Begriffe in historischer Hinsicht
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- Die Reformation, die Bartholomäusnacht, die Schreckenstage
und alle ähnlichen Ereignisse sind die Folgen der religiösen Ge-
fühle der Massen und nicht des Willens einzelner Persönlichkei-
ten
Zweites Buch:
Die Meinungen und Glaubenslehren der Massen
1. Kapitel: Entfernte Triebkräfte der Glaubenslehren
und Meinungen der Massen79
Vorbereitende Ursachen der Massenüberzeugungen - Das Auf-
treten von Glaubenslehren in den Massen ist die Folge vorange-
hender Verarbeitung - Untersuchung der verschiedenen Ursa-
chen dieser Glaubensüberzeugungen
I. Die Rasse80
Ihr außerordentlicher Einfluss - Sie zeigt die Wirkungen der
Vorfahren
II. Die Überlieferungen81
Sie sind die Zusammenfassung der Rassenseele - Soziale Bedeu-
tung der Überlieferungen - Wodurch sie schädlich werden, nach-
dem sie notwendig gewesen sind - Die Massen sind die zähesten
Bewahrer der überlieferten Ideen
III. Die Zeit84
Sie bereitet allmählich die Einführung der Glaubenslehren vor,
dann ihre Zerstörung - Dank ihrer erhebt sich die Ordnung aus
dem Chaos
IV. Die politischen und sozialen Einrichtungen85
Irrige Auffassung von ihrer Aufgabe - Ihr Einfluss ist äußerst ge-
ring - Sie sind Wirkungen, nicht Ursachen - Die Völker können
sich nicht die Einrichtungen aussuchen, die ihnen am besten er-
scheinen - Sie sind Etiketten, die mit derselben Aufschrift die
verschiedensten Dinge decken - Wie die Verfassungen entstehen
können - Die Notwendigkeit gewisser theoretisch schlechter
Einrichtungen, wie z. B. der Zentralisation, für gewisse Völker
V. Unterricht und Erziehung
Irrigkeit der herrschenden Anschauungen über den Einfluss des
Unterrichts auf die Massen - Statistische Nachweise - Entsittli-
chende Wirkung der klassischen Bildung - Die Wirkung, die der
Unterricht ausüben könnte - Beispiele, die die verschiedenen
Völker bieten
2. Kapitel: Unmittelbare Triebkräfte
der Anschauungen der Massen98
I. Bilder, Worte und Redewendungen98
Magische Macht der Worte und Redewendungen - Die Macht
der Worte knüpft sich an Bilder, die durch sie hervorgerufen wer-
den, und ist unabhängig von ihrem wahren Sinn - Diese Bilder
wechseln mit jedem Zeitalter und mit jeder Rasse - Abnutzung
der Worte - Beispiele für die außerordentliche Veränderlichkeit
der Bedeutung einiger sehr gebräuchlicher Worte - Es ist poli-
tisch nützlich, alte Dinge mit neuen Namen zu taufen, wenn die
Ausdrücke, mit denen man sie früher bezeichnete, auf die Mas-
sen einen ungünstigen Eindruck machen - Der Rasse gemäße
verschiedenartige Bedeutung der Worte - Verschiedenartiger
Sinn des Wortes »Demokratie« in Europa und Amerika
II. Die Täuschungen104
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Ihre Wichtigkeit - Man findet sie in Anfängen jeder Kultur - So-
ziale Notwendigkeit der Täuschungen - Die Massen ziehen sie
stets den Wahrheiten vor
106
III. Die Erfahrung
Die Erfahrung allein kann notwendig gewordene Wahrheiten in
der Massenseele befestigen und gefährlich gewordene Täuschun-
gen zerstören - Die Erfahrung wirkt nur bei häufiger Wiederho-
lung - Was die Erfahrungen kosten, die nötig sind, um die Mas-
sen zu überzeugen
IV. Die Vernunft
Nichtigkeit ihres Einflusses auf die Massen - Man wirkt auf sie
nur durch Beeinflussung ihrer unbewussten Gefühle - Die Rolle
der Logik in der Geschichte - Die verborgenen Ursachen der un-
wahrscheinlichen Ereignisse
108
3. Kapitel: Die Führer der Massen
und ihre Überzeugungsmittel111
I. Die Führer der Massen111
Ursprüngliches Bedürfnis aller Massen, einem Führer zu gehor-
chen - Psychologie der Führer - Sie allein können Vertrauen er-
wecken und die Massen organisieren - Notwendige Gewaltherr-
schaft der Führer - Einteilung der Führer - Die Macht des Wil-
lens
II. Die Wirkungsmittel der Führer117
Behauptung, Wiederholung, Übertragung - Die verschiedenen
Aufgaben dieser Faktoren - Wie die Übertragung sich von den
niederen zu den höheren Gesellschaftsschichten fortpflanzen
kann - Eine volkstümliche Anschauung wird bald zur allgemei-
nen Anschauung
III. Nimbus122
Erklärung und Einteilung des Nimbus - Erworbener und persön-
licher Nimbus - Beispiele - Verlust des Nimbus
4. Kapitel: Grenzen der Veränderlichkeit der
Grundanschauungen und Meinungen der Massen131
I. Die unveränderlichen Grundanschauungen131
Unveränderlichkeit gewisser Gesamtüberzeugungen - Sie sind
die Führer einer Kultur - Schwierigkeit sie auszurotten - Inwie-
fern Unduldsamkeit bei den Völkern eine Tugend ist - Die philo-
sophische Sinnwidrigkeit einer Gesamtüberzeugung schadet ih-
rer Ausbreitung nicht
II. Die veränderlichen Meinungen der Massen136
Äußerste Veränderlichkeit der Anschauungen, die nicht aus all-
gemeinen Glaubensüberzeugungen hervorgehen - Scheinbare
Veränderungen der Ideen und Überzeugungen in weniger als ei-
nem Jahrhundert - Tatsächliche Grenzen dieser Wandlungen -
Die Elemente, auf die sich die Veränderung erstreckt - Das
Schwinden allgemeiner Glaubensüberzeugungen und die außer-
ordentliche Verbreitung der Presse heutzutage machen die mo-
dernen Ansichten immer veränderlicher - Wie die Anschauungen
der Massen über die meisten Angelegenheiten zur Gleichgültig-
keit neigen - Unfähigkeit der Regierungen, wie ehedem die An-
schauungen zu lenken - Die Zersplitterung der Anschauungen
verhindert in der heutigen Zeit ihre Tyrannei
Drittes Buch:
Einteilung, Besehreibung
der verschiedenen Arten von Massen
1.Kapitel: Einteilung der Massen145
I. Ungleichartige Massen146
Ihre Unterscheidungsmerkmale - Einfluss der Rasse - Die Mas-
senseele ist um so schwächer, als die Rassenseele stärker ist -
Die Rassenseele stellt die Stufe der Kultur, die Massenseele die
Stufe der Barbarei dar
II. Gleichartige Massen148
Einteilung - Sekten, Kasten, Klassen
2. Kapitel: Die sogenannten
verbrecherischen Massen149
Eine Masse kann nur juristisch, nicht psychologisch verbreche-
risch sein - Völlige Unbewusstheit der Massenhandlungen -
Verschiedene Beispiele - Psychologie der Septembermänner -
Ihre Urteile, ihre Empfindsamkeit, Grausamkeit und Sittlichkeit
3. Kapitel: Die Geschworenen
bei den Schwurgerichten154
Allgemeine Eigenschaften der Geschworenen - Die Statistik
zeigt, dass ihre Entscheidungen unabhängig sind von ihrer Zu-
sammensetzung - Wie auf die Geschworenen Eindruck gemacht
wird - Geringe Wirkung der Logik - Art der Verbrechen, die von
den Geschworenen milde, und solcher, die streng beurteilt wer-
den - Überredungsweisen berühmter Rechtsanwälte - Nutzen
der Geschworenen und die große Gefahr, dass sie durch Richter
ersetzt werden
4.Kapitel: Die Wählermassen161
Allgemeine Eigenschaften der Wählermassen - Wie man sie
überzeugt - Welche Eigenschaften der Wahlkandidat haben muss
- Notwendigkeit des Nimbus - Warum Arbeiter und Bauern so
selten ihre Vertreter aus ihrer Mitte wählen - Macht der Worte
und Redewendungen über den Wähler - Allgemeines Bild der
Wahlversammlungen - Wie sich die Anschauungen des Wählers
bilden - Die Macht der Ausschüsse - Sie bilden die schlimmste
Form der Tyrannei - Die Revolutionsausschüsse - Trotz seines
geringen psychologischen Wertes ist das allgemeine Stimmrecht
unersetzlich - Warum die Abstimmungen die gleichen bleiben
würden, auch wenn man das Stimmrecht auf eine bestimmte
Bürgerklasse beschränkte - Das allgemeine Stimmrecht in allen
Ländern
5.Kapitel: Die Parlaments Versammlungen171
Die parlamentarischen Massen zeigen die meisten allgemeinen
Eigenschaften der nicht namenlosen, ungleichartigen Massen -
Einseitigkeit der Anschauungen - Die Beeinflussbarkeit und ihre
Grenzen - Unverrückbar feste und flüchtige Meinungen - Wa-
rum Unentschiedenheit vorherrscht - Die Rolle der Führer - Ur-
sache ihres Einflusses - Sie sind die wahren Leiter einer Ver-
sammlung, deren Abstimmung also nur die einer kleinen Min-
derheit ist - Unumschränkte Macht der Führer - Die Mittel ihrer
Redekunst - Worte und Bilder - Psychologische Notwendigkeit,
dass die Führer eine allgemeine Überzeugung haben und be-
schränkt sind - Unmöglichkeit für den Führer, seine Beweis-
gründe ohne Nimbus durchzusetzen - Überschwang sowohl der
guten als auch der schlechten Gefühle in den Versammlungen -
Automatismus, der sich unter gewissen Umständen herausbildet
- Die Sitzungen des Konvents - Ein Fall, dass eine Versamm-
lung die Massenkennzeichen verliert - Einfluss der Fachleute
auf die technischen Fragen - Vorteile und Gefahren der parla-
mentarischen Regierungsweise in allen Staaten - Sie hat sich
den Bedürfnissen der Gegenwart angepasst, führt aber zu wirt-
schaftlicher Verschwendung und allmählichen Freiheitsbeschrän-
kungen - Geschichtsphilosophisches Ergebnis
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Erläuterndes Verzeichnis
Anmerkungen