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    Mathematik für Physiker 1

    Grundlagen aus Analysis und Linearer Algebra

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    Mathematik für Physiker 1
    Grundlagen aus Analysis und Linearer Algebra

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    Verlag:
    Springer-Verlag   Weitere Titel dieses Verlages anzeigen

    Erschienen: März 2007
    Seiten: 425
    Sprache: Deutsch
    Illustration: 100 Abb.
    Maße: 237x159x19
    Einband: Kartoniert / Broschiert
    Reihe: Springer-Lehrbuch
    ISBN: 3540487670
    EAN: 9783540487678

    Inhaltsverzeichnis

    Inhaltsverzeichnis
    BenutzerhinweiseXIII
    Teil I Analysis in einer reellen Variablen
    1Reelle und komplexe Zahlen3
    A.Mengen, Funktionen, Körper3
    B.Anordnung, Betrag, Induktion8
    C.Das Supremumsaxiom12
    D.Der Körper der komplexen Zahlen14
    E.Wurzeln algebraischer Gleichungen17
    F.Elementare Funktionen (Formelsammlung)19
    Ergänzungen25
    Aufgaben31
    2Differenziation in R35
    A.Reelle Zahlenfolgen35
    B.Stetigkeit in R38
    C.Ableitung von Funktionen einer Variablen42
    D.Mittelwertsatz und TAYLOR-formel46
    E.Die Regeln vonDE L'HOSPITAL 49
    F.Elementare Funktionen II (Formelsammlung)52
    Ergänzungen54
    Aufgaben62
    3Integration in 167
    A.Eigenschaften des RIEMANN-Integrals67
    B.Hauptsatz der Differenzial- und Integralrechnung70
    C.Integrationsmethoden72
    Ergänzungen74
    Aufgaben80
    4Lösungsmethoden für Differenzialgleichungen85
    A.Differenzialgleichungen 1. Ordnung86
    B.Lineare Differenzialgleichungen 2. Ordnung90
    C.Homogene lineare Differenzialgleichung 2. Ordnung mit konstanten Koeffizienten93
    D.Bestimmung einer speziellen Lösung der inhomogenen Differenzialgleichung mit der Methode der Variation der Konstanten98
    Ergänzungen100
    Aufgaben108
    Teil II Lineare Algebra und lineare Differenzialgleichungen
    5Vektoren, Matrizen, Determinanten113
    A.Vektoren und Matrizen113
    B.Lineare Gleichungssysteme und GAUSS-Elimination118
    C.Determinanten und Permutationen123
    D.Die inverse Matrix131
    E.Lineare Gleichungssysteme, Determinanten und Rang133
    Ergänzungen136
    Aufgaben138
    6Vektorräume143
    A.Dimension und Basis eines Vektorraumes143
    B.Norm und Skalarprodukt149
    C.Das Vektorprodukt im R3 155
    Ergänzungen157
    Aufgaben160
    7Lineare Abbildungen165
    A.Definition und einfache Eigenschaften linearer Abbildungen165
    B.Die Matrix einer linearen Abbildung169
    C.Eigenwerte linearer Abbildungen172
    D.Lineare Abbildungen im Prähilbertraum175
    E.Unitäre und orthogonale Gruppen180
    Ergänzungen185
    Aufgaben190
    8Lineare Differenzialgleichungssysteme197
    A.Allgemeine lineare Differenzialgleichungssysteme 1. Ordnung197
    B.Homogene Differenzialgleichungssysteme mit konstanten Koeffizienten203
    C.Spezialfälle207
    Ergänzungen209
    Aufgaben214
    Teil III Analysis in mehreren reellen Variablen
    9Differenziation in Rn 219
    A.Kurven in Rn 219
    B.Partielle Ableitungen223
    C.Totale Differenzierbarkeit228
    D.Die Kettenregel230
    E.Höhere Ableitungen232
    F.Die TAYLOR-Formel235
    G.Extremwertprobleme237
    Ergänzungen240
    Aufgaben247
    10Ausbau der Differenzialrechnung: Implizite Funktionen und Vektoranalysis253
    A.Inverse und implizite Funktionen253
    B.Vektorfelder und Potenziale257
    C.Kurvenintegrale von Vektorfeldern260
    D.Krummlinige Koordinaten265
    E.Die Feldoperationen in Kugel- und Zylinderkoordinaten (Formelsammlung)269
    Ergänzungen273
    Aufgaben284
    11Integration im Rn 289
    A.Definition des RIEMANN-Integrals289
    B.Eigenschaften des RIEMANN-Integrals293
    C.Iterierte Integrale298
    D.Die Transformationsformel303
    Ergänzungen308
    Aufgaben317
    12Integralsätze323
    A.Flächen im R3 323
    B.Flächenintegrale327
    C.Der GREEN'sche Satz in der Ebene329
    D.Integralsatz vonGAUSS 331
    E.Integralsatz vonSTOKES 336
    Ergänzungen338
    Aufgaben344
    Teil IV Grenzprozesse
    13Konvergenz349
    A.Metrische Räume349
    B.Konvergenz von Folgen351
    C.Kompaktheit und Vollständigkeit355
    D.Konvergenz von unendlichen Reihen357
    E.Konvergenzkriterien361
    Ergänzungen363
    Aufgaben371
    14Stetigkeit375
    A.Definition der Stetigkeit375
    B.eitere Eigenschaften stetiger Funktionen378
    C.Fixpunktsatz vonBANACH 379
    D.Funktionenfolgen und -reihen381
    E.Differenziation und Integration von Folgen und Reihen386
    Ergänzungen388
    Aufgaben391
    15Uneigentliche Integrale und Integrale mit Parameter395
    A.Uneigentliche Integrale in R395
    B.Parameterabhängige Integrale398
    C.Mehrdimensionale uneigentliche Integrale401
    D.Die EULER'sche Gammafunktion407
    Ergänzungen408
    Aufgaben412
    Literaturverzeichnis417
    Sachverzeichnis419

    Vorwort

    Vorwort

    Lehrbücher, die - wörtlich oder sinngemäß - den Titel "Mathematik für Physiker" tragen, sind in den letzten Jahren mit zunehmender Häufigkeit erschienen. Dass wir dennoch ein weiteres derartiges Werk vorlegen, hat folgenden Grund: Der erste Autor hat über gut drei Jahrzehnte hinweg die mathematische Ausbildung der Studierenden der Physik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz maßgeblich mitgestaltet, und zwar, wie wir ohne Übertreibung sagen dürfen, mit einer ausgesprochen positiven Resonanz bei Lehrenden und Lernenden gleichermaßen. Die fragliche Lehrtätigkeit bestand nicht nur aus einem viersemestrigen Grundkurs, der immer wieder umgestaltet, modernisiert und optimiert wurde, sondern auch aus weiterführenden Vorlesungen zu Themen wie etwa "Differenzialoperatoren der mathematischen Physik", "Lineare Analysis", "Gruppen und Darstellungen in der Physik" oder "Mannigfaltigkeiten in der Physik". Der zweite Autor hat sich bei seiner eigenen Lehrtätigkeit im Rahmen des Service für die Physiker mit diesem Material auseinander gesetzt und ist dabei zu der Überzeugung gelangt, dass es verdient, der Nachwelt erhalten zu bleiben und einem größeren Kreis von Interessenten zugänglich gemacht zu werden. So entstand der Plan, es zu einem modernen Lehrwerk auszugestalten, ergänzt durch weiterführende Abschnitte, zusätzliche Übungsaufgaben, Ausblicke und Literaturhinweise für die stärker theoretisch orientierten Studierenden. Das vorliegende Buch ist der erste von drei geplanten Bänden, und ein weiteres Lehrbuch, das auf einem fortgeschrittenen Niveau ansetzt (nämlich [14]) ist in Vorbereitung.

    Die große Beliebtheit der Vorlesungen, aus denen dieses Buch und seine Nachfolgebände entstanden sind, dürfte in erster Linie auf ihre kompromisslose Konzentration aufs Wesentliche zurückzuführen sein. Die mathematische Ausbildung der zukünftigen Physiker und Physikerinnen steht heute ja mehr denn je im Spannungsfeld zwischen zwei gegensätzlichen Anforderungen: Einerseits verwendet und benötigt die Physik - zumindest in ihrer theoretischen Ausrichtung - immer mehr und immer anspruchsvollere Mathematik aus den verschiedensten Teildisziplinen dieser vielfältigen Wissenschaft, und so entsteht das Bedürfnis, die Studierenden sogar schon im Grundstudium zur Beherrschung einer erstaunlichen Fülle mathematischer Werkzeuge anzuleiten. Andererseits bleibt die Mathematik für die physikalischen Studiengänge doch nur ein Nebenfach, das auf keinen Fall das Kerngeschäft Physik beeinträchtigen oder davon ablenken soll, zumal einige eher experimentell orientierte Fachleute argumentieren werden, dass der durchschnittliche Physiker für einen Großteil der fortgeschrittenen mathematischen Werkzeuge gar keine Verwendung habe. Die neuen Bachelor- und Master-Studiengänge mit ihrer stärkeren Straffung der Studieninhalte werden dieses Dilemma noch verschärfen. Wir behaupten nicht, dass uns hier die Quadratur des Kreises gelungen wäre, aber wir glauben, dass wir zu einer recht guten Approximation gelangt sind. Dabei präsentieren wir in einem "Basistext" ein Minimalprogramm, das man jedem Studierenden der Physik zumuten muss, und in den jedem Kapitel beigefügten "Ergänzungen" bieten wir den mathematisch interessierten Lesern - die tendenziell auch in ihrer physikalischen Laufbahn eher theoretisch ausgerichtet sein werden - anregenden, aufregenden und nutzbringenden Zusatzstoff. Entfernt man aus jedem Kapitel die Abschnitte "Ergänzungen", "Aufgaben" sowie die als "Formelsammlung" gekennzeichneten Sonderabschnitte, so bleiben ca. 250 Seiten Basistext übrig, und auf diesen 250 Seiten behandeln wir den gesamten üblichen Stoffkanon der Differenzial- und Integralrechnung in einer und mehreren Variablen (mit Ausnahme der Potenzreihen, die am Beginn des zweiten Bandes im Zusammenhang mit komplexer Funktionentheorie systematisch diskutiert werden), die Grundlagen der linearen Algebra einschl. Räumen mit Skalarprodukt und ihrer speziellen Transformationen, ferner die klassische Vektoranalysis in zwei und drei Dimensionen, elementar lösbare Differenzialgleichungen erster und zweiter Ordnung sowie lineare Systeme von Differenzialgleichungen erster Ordnung, und schließlich die wichtigsten topologischen Grundlagen der Analysis.

    Bei der Ausgestaltung dieses Basistexts haben wir uns von folgenden Gedanken leiten lassen:

    • Die Auswahl des Stoffes deckt ein breites Spektrum mathematischer Konzepte und Methoden ab, die für die heutige Physik relevant sind. Im Gegenzug wird das Herumreiten auf angeblich erhellenden Einzelheiten, in das man als Mathematiker so gerne verfällt, überall dort vermieden, wo sie sich in der Praxis als nicht wirklich erhellend erwiesen haben. Gerade in dieser Hinsicht wurde das zugrunde liegende Vorlesungsskript im Laufe einer langjährigen Lehrerfahrung immer weiter optimiert. Die umfangreiche Sammlung von Übungsaufgaben liefert natürlich etliche Details nach, die im Basistext vermisst werden könnten.

    • Die Anordnung des Materials folgt nicht so sehr einer mathematischen Systematik als vielmehr den kurrikularen Bedürfnissen des Physikstudiums. Das wirkt zwar oft etwas unkonventionell und führt auch zu gewissen Redundanzen, vermeidet aber den verbreiteten Missstand, dass wichtige mathematische Begriffe und Methoden von den Dozenten der Physik ad hoc eingeführt werden müssen, weil das betreffende Material im mathematischen Grundkurs erst viel später an der Reihe ist. Dabei werden auch Vorwärtszitate in Kauf genommen, und diese werden didaktisch nutzbringend eingesetzt, indem abstraktere und für die Studierenden schwer motivierbare theoretische Überlegungen zurückgestellt werden, bis sie schließlich als Lösung eines schon durch mehrfache Erfahrung vertrauten Problems in Erscheinung treten. Ebenso haben die erwähnten Redundanzen einen didaktischen Nutzeffekt, da man einen abstrakten Begriff wesentlich besser versteht, wenn man vorher schon sein Auftreten in verschiedenen konkreten Situationen erlebt hat.

    • Die Präsentation und sprachliche Ausgestaltung folgt dem Prinzip, dass gute Didaktik nicht darin besteht, möglichst viele Worte zu machen, sondern durch wenige gut gewählte Worte erreicht wird, unterstützt durch geeignete Illustrationen und ein breites Angebot von sinnvollen Übungsaufgaben. Ein derartiges Lehrbuch existiert ja nicht im luftleeren Raum, sondern wird i. Allg. im Rahmen des Lehrbetriebs an einer Hochschule benutzt, wo den Studierenden stets kompetente Ansprechpartner für ihre Fragen zur Verfügung stehen dürften. Ein Buchautor sollte also nicht versuchen, jede denkbare Frage zu beantworten, die ein Leser oder eine Leserin eventuell haben könnte, sondern seine Kommentare darauf beschränken, den wichtigsten und offensichtlichsten Quellen von Unverständnis oder Missverständnissen entgegenzutreten.

    • Die meisten Behauptungen werden auch bewiesen oder hergeleitet, doch handelt es sich nur im Ausnahmefall um die detaillierte Ausführung eines mathematisch rigorosen Beweises. Zumeist ist es eine recht knappe Darstellung des prinzipiellen Gedankengangs, manchmal unterstützt durch Veranschaulichungen oder physikalische Motivationen. Die Beweisteile, die am ausführlichsten dargestellt sind, sind Rechengänge, wie sie auch für die Praxis des Physikers typisch sind. Manchmal wird ein leichter Spezialfall bewiesen und die dringend benötigte allgemeinere Version schlicht berichtet. Bei Bedarf sind Literaturzitate als Quellennachweis angeführt. Einfache Beweisdetails nachzuliefern ist natürlich für die Studierenden immer eine gute Übung, und an vielen Stellen werden die Leser ausdrücklich hierzu aufgefordert.

    • Wo immer auf einen vollständigen Beweis verzichtet wird, wird deutlich erklärt, dass hier eine Beweislücke in Kauf genommen wurde. Im Sinne der begrifflichen Klarheit und der Schulung der mathematischen Kritikfähigkeit erscheint es uns nämlich dringend geboten, dem Leser stets reinen Wein darüber einzuschenken, ob er es gerade mit einem strengen Beweis, einer Beweisskizze oder einer bloßen Plausibilitätserklärung zu tun hat. Was als Beweis bezeichnet wird, kann ein knapp skizzierter Beweis sein, aber kein fehlerhafter.

    • Hier und da werden exemplarisch auch mathematische Beweise in aller Strenge und Ausführlichkeit dargeboten, um die Studierenden mit der mathematischen Denk- und Ausdrucksweise zu konfrontieren und ihre Kritikfähigkeit bezüglich mathematischer Vertrauenswürdigkeit einer Argumentation zu schulen. Dies scheint uns in der Tat - zumindest für die begabteren Studierenden - ein wichtiger Aspekt zu sein, angesichts einer schier unübersehbaren Flut von Fachliteratur, bei der junge Wissenschaftler es oft als eine Herausforderung empfinden, zwischen vertrauenswürdigen und weniger vertrauenswürdigen Beiträgen zu unterscheiden.

    • Manche weiterführenden Themen, die den Rahmen des Buches sprengen würden, werden durch Verwendung einer modernen mathematischen Sprache, durch frühzeitige Einführung bestimmter Grundbegriffe (z. B. Gruppen) und durch Diskussion von illustrativen Beispielen gezielt vorbereitet. In Bezug auf die Sprache steuern wir allerdings einen Mittelweg und benutzen häufig auch ältere, in der angewandten Literatur verbreitete Sprechweisen, um für die Leser nicht eine unnötige Sprachbarriere zu schaffen.

    • Wir möchten der Sprachbarriere zwischen Mathematik und Physik weiter entgegenwirken, indem wir überall dort, wo für ein und dieselbe Sache unterschiedliche Konventionen oder Terminologien benutzt werden, explizit auf diesen Umstand hinweisen und die beiden Terminologien gleichberechtigt nebeneinander stellen.

    • Der Basistext ist auch als Nachschlagewerk zur Klausur- und Prüfungsvorbereitung verwendbar. Dies wird zum einen durch ein sehr ausführliches Sachregister erreicht, zum anderen dadurch, dass die nummerierten und kursiv gedruckten Zusammenfassungen i. Allg. für sich alleine verständlich sind und das unverzichtbare Katalogwissen abdecken. Durch die Wahl der Überschriften "Theorem", "Satz", "Korollar" und "Lemma" wird unter den mathematischen Behauptungen eine Reihung bezüglich ihrer Wichtigkeit vorgenommen, die den Anfängern den Überblick über den Stoff erleichtern soll.

    Die schon angesprochenen "Ergänzungen", mit denen wir den mathematisch interessierten Leserinnen und Lesern entgegenkommen wollen, sind weniger straff organisiert und sprachlich meist in einem essayistischen Ton gehalten. Sie bieten in loser Folge:

    Nachträge von Beweisen oder Beweisschritten mit stärker theoretischem Charakter, interessante Beispiele und Gegenbeispiele, mögliche Verallgemeinerungen (soweit sie physikalisch relevant sind) und Ausblicke auf fortgeschrittene Themen und entsprechende Literaturhinweise.

    Die Aufgabensammlung enthält etwa zu 70-80% Aufgaben, bei denen das Schwergewicht auf dem Einüben von Rechentechniken liegt. Theoretische Aufgaben, die helfen, Begriffe zu klären, Beweisschritte nachzutragen, logisches Argumentieren zu üben oder Ausblicke auf zusätzlichen Stoff zu geben, sind durchaus vertreten, aber nur zu 20-30%. Diese Angaben bleiben unpräzise, weil die Grenze zwischen beiden Aufgabentypen fließend ist. Bei den allermeisten Aufgaben, in denen Beweise verlangt werden, bestehen diese Beweise aus intelligenten Rechnungen, wie sie auch in der theoretischen Physik gang und gäbe sind.

    Das Material dieses ersten Bandes entspricht, wenn man nur den Basistext berücksichtigt, etwa anderthalb bis zwei Semestern eines vierstündigen Vorlesungszyklus. Es lässt sich in vielerlei Weise umstellen oder auch durch Streichen gewisser Abschnitte auf ein Semester reduzieren. Z.B. ist es denkbar, die Kap. 4 und 8 und/oder die Kap. 10 und 12 wegzulassen, wenn gesichert ist, dass die entsprechenden Themen - also die elementare Theorie der linearen Differenzialgleichungen im ersten Fall, die Vektoranalysis und Integralsätze in zwei und drei Dimensionen im zweiten - den Studierenden im Rahmen ihrer physikalischen Lehrveranstaltungen in befriedigender Weise nahe gebracht werden. Es spricht auch sachlich nichts dagegen, mit linearer Algebra zu beginnen, also etwa die Kap. 5-7 direkt hinter Kap. 1 einzufügen. Uns scheint es jedoch psychologisch günstiger, in den ersten Wochen noch bei Material zu verweilen, das wenigstens teilweise aus der Schule vertraut ist. Unendliche Reihen werden erst recht spät eingeführt (nämlich am Schluss von Kap. 13), und das ist unserer Meinung nach angebracht, weil andere Themen für die Physik vordringlicher sind, aber auch hier ist nach geringer Modifikation eine Verschiebung der entsprechenden Abschnitte in den Teil über Analysis in einer reellen Variablen leicht möglich. Des Weiteren lässt sich Zeit sparen, indem man die Redundanzen des Textes vermeidet. In erster Linie betrifft das die topologischen Grundbegriffe über Mengen und Abbildungen im eindimensionalen euklidischen Raum, die in den Kap. 8-12 überall dort, wo man sie braucht, ad hoc eingeführt werden, obwohl sie dann in den Kap. 13, 14 im Kontext metrischer Räume durchaus systematisch behandelt werden. Die Kap. 13 und 14 sowie ein Großteil von Kap. 15 lassen sich aber vor die Analysis in mehreren Variablen schieben, und dann kann man die provisorische Behandlung besagter topologischer Grundbegriffe einsparen. Allerdings entsteht dabei für die Studierenden eine ausgesprochene Durststrecke, in der sie keine Anwendung und erst recht keine physikalische Motivation für das theoretische Material wahrnehmen können. Es war in erster Linie dieser Umstand, der uns von unserer Anordnung überzeugt hat.

    Zusammen mit den nächsten beiden Bänden wird sich ein drei bis viersemestriger Grundkurs ergeben. Für diese Bände sind die folgenden Themen vorgesehen:

    • Potenzreihen und komplexe Funktionentheorie,

    • Exponentialfunktion von Matrizen und klassische Gruppen,

    • Allgemeine Theorie der gewöhnlichen Differenzialgleichungen: Existenz, Eindeutigkeit und Stabilität, dynamische Systeme, Flüsse und Phasenporträts, Ausblick auf deterministisches Chaos,

    • Teilmannigfaltigkeiten des euklidischen Raums, Extremwertaufgaben mit Nebenbedingungen, PFAFF'sche Formen, Integration über Teilmannigfaltigkeiten, Gauss 'scher Integralsatz in beliebiger Dimension,

    • Variationsrechnung und mathematische Grundlagen der klassischen Mechanik,

    • Orthogonalreihen, insbes. FOURIER-reihen,

    • Potenzialgleichung, Wellengleichung, Wärmeleitungsgleichung,

    • Reihenansätze für Randwertprobleme und Anfangs-Randwertprobleme, STURM-LIOUVILLE-Probleme, spezielle Funktionen und

    • Integraltransformationen und ihre Anwendung auf partielle Differenzialgleichungen.

    Die mathematischen Grundlagen von Quantenmechanik und Relativitätstheorie finden in diesem Basiskurs allerdings keinen Platz, sondern sind dem geplanten Aufbaukurs [14] vorbehalten.

    Zuletzt bleibt die angenehme Pflicht, allen denjenigen, die dieses Unternehmen mit Rat und Tat unterstützt haben, unseren herzlichen Dank auszusprechen. An erster Stelle sind hier Prof. Dr. Volker Bach und Prof. Dr. Florian Scheck zu nennen, die uns zu diesem Projekt ermutigt und wertvolle Hinweise und Hilfestellungen gegeben haben. Des Weiteren danken wir Herrn Prof. Dr. Nils Blümer und Frau Privatdozentin Dr. Margarita Kraus für ihre Durchmusterung großer Teile des Manuskripts und die daraus resultierenden kritischen Anmerkungen und konstruktiven Vorschläge. Herr stud. nat. Martin Huber hat mit großer Gewissenhaftigkeit die Zeichnungen angefertigt, immer wieder technisch unterstützt von Herrn Dr. Peter Dauscher, und Frau Renate Emerenziani hat sich mit bewundernswertem Fleiß und Sachverstand der mühseligen Aufgabe unterzogen, die handschriftliche Vorlage in LaTeX-Quelltext zu verwandeln. Ihnen allen gilt unser aufrichtiger Dank. Last but not least danken wir den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Springer-Verlags, die uns stets mit Verständnis, Geduld, Flexibilität und großer Kompetenz zur Seite gestanden haben.

    Mainz, Oktober 2006

    Karl-Heinz Goldhorn

    Hans-Peter Heinz

    Klappentext

    Mathematik für Physiker 1

    Dieses Buch bietet einen schnellen und effizienten Zugriff auf das mathematische Basiswissen für die Studierenden der Physik und der Ingenieurwissenschaften, und zwar in einer prägnanten, zeitgemäßen Sprache, die von Mathematikern, Physikern und Ingenieuren gleichermaßen verstanden wird. Infinitesimalrechnung einer und mehrerer Variabler, Vektor- und Matrizenrechnung, Grundbegriffe der abstrakten linearen Algebra und der abstrakten Analysis; all diese Themen werden angesprochen und in ausreichender Tiefe behandelt, ohne den Leser/die Leserin durch übertriebene Stoffmenge oder Weitschweifigkeit unnötig zu belasten. Das Buch eignet sich zudem als mathematisches Nachschlagewerk und zur Prüfungsvorbereitung. Eine breite Palette von Übungsaufgaben, die in jahrelanger Lehrpraxis getestet sind, unterstützt den Erwerb der nötigen mathematischen Fähigkeiten. Last not least, bietet das Buch in optionalen Zusatzabschnitten eine Fülle von weiterführenden Informationen und Anregungen für die mathematisch besonders interessierten Leser.

    Die Themen Elemente der komplexen Funktionentheorie, gewöhnliche und partielle Differentialgleichungen, Variationsrechnung, Fourierreihen und Fouriertransformation sind für zwei Nachfolgebände vorgesehen.


    ISBN 978-3-540-48767-8

    Register

    Sachverzeichnis


    A

    Abbildung, 5
    - stetige 375
    ABEL'sche Gruppe, 7

    abgeschlossen, 351
    Ableitung, 42
    - einer Vektorfunktion 220
    - höhere 47, 232
    - linksseitige 43
    - rechtsseitige 43
    - totale 228
    Abschluss, 224, 350
    absolut integrierbar, 397, 402
    absolut konvergent, 357, 397
    absolut summierbar, 368
    Abstandsfunktion, 349
    Addition, 14, 115
    Additionstheoreme, 19, 23
    adjungierte Abbildung, 176
    adjungierte Matrix, 115
    Adjunkte, 130
    - Ähnlichkeit (von Matrizen), 171

    Ähnlichkeitstransformation, 171

    Äquivalenz (von Normen), 354
    affine Transformationen, 303
    affiner Teilraum, 321
    algebraische Gleichung, 17
    algebraische Vielfachheit, 175
    allgemeine Lösung, 86, 92
    - eines homogenen Systems von Differenzialgleichungen 201
    - eines inhomogenen Systems von Differenzialgleichungen 201
    alternierende Reihe, 360
    Anfangsbedingung, 86, 91, 198
    Anfangspunkt (einer Kurve), 221
    Anfangswertaufgabe, 86, 198
    angeordneter Körper, 9
    Arcus-Cosinus, 20
    Arcus-Cotangens, 20
    Arcus-Sinus, 20
    Arcus-Tangens, 20
    Area Cosinus hyperbolicus, 24
    Area Sinus hyperbolicus, 24
    Area Tangens hyperbolicus, 24
    Argument, 16
    Assoziativgesetz, 7
    Aussagen, 3
    Ausschöpfung, 367, 402


    B

    BANACH-Raum, 353
    BAN ACH 'scher Fixpunktsatz, 380
    Basis, 143
    Basistransformation, 147
    bedingt konvergent, 357
    Begleitmatrix, 211
    Berührpunkt, 350
    BERNOULLi'sche Ungleichung, 11
    beschränkt, 12, 35, 351, 352
    - nach oben 35
    - nach unten 35
    Betrag, 10, 15
    Betrag der Geschwindigkeit, 222
    Betragsmetrik, 350
    Bewegung, euklidische, 321
    bijektiv, 6
    Bild
    - einer linearen Abbildung 166
    - einer Menge 5
    eines Elements 5
    - Binomialkoeffizient, 10
    binomische Formel, 11
    Bogenbzw. Flächenelement auf der Einheitssphäre, 404
    Bogenelement, 223
    Bogenlänge, 223
    Bogenlänge des Einheitskreises, 404


    C

    CAUCHY-Folge, 352
    CAUCHY-Kriterium, 357
    CAUCHY-Kriterium (für Reihen), 359
    CAUCHY-Kriterium (für uneigentliche Integrale), 397
    charakteristische Funktion, 295
    charakteristisches Polynom, 173
    Cosinus hyperbolicus, 22
    Cotangens hyperbolicus, 23
    CRAMER'sche Regel, 133


    D

    Defekt (einer linearen Abbildung), 166
    Definitionsbereich, 5
    Determinante, 123
    Determinanten-Multiplikationssatz, 129
    Diagonalmatrix, 172
    Diffeomorphismus, 266
    Differenz (von Mengen), 4
    Differenzial, 228
    Differenzialgleichung, 85
    - gewöhnliche erster Ordnung 86
    - lineare 88, 91
    - vom EuLER-CAUCHY-Typ 104
    Differenzialoperator, 186
    Differenzialtopologie, 277
    differenzierbar, 42, 220
    - fc-mal 47
    - partiell 225, 226
    - total 228
    Dimension, 144
    - unendliche 144
    Dimensionsformel, 167
    direkte Summe, 154, 159, 187
    direkte Zerlegung, 154
    disjunkt, 4
    divergente Minorante, 361
    Divergenz, 257
    Divergenzsatz, 332
    Dreiecksmatrix, 130
    Dreiecksungleichung, 151, 350
    Durchmesser (eines mehrdimensionalen
    - Intervalls), 290
    Durchschnitt, 4


    E

    Eigenvektor, 172
    Eigenwert, 172
    einfach zusammenhängend, 264
    Einheitsmatrix, 115
    Einheitswurzeln, n-te, 18
    Einschränkung (einer Abbildung), 5
    Element (einer Menge), 4
    elementare Funktionen, 19, 52
    elementare Matrixoperationen, 119
    Ellipsoid, 321
    endliche geometrische Reihe, 11
    Endomorphismus, 166
    Endpunkt (einer Kurve), 221
    Entwicklung einer Determinante nach Zeilen oder Spalten, 130
    erweiterte Matrix, 118
    euklidische Metrik, 350
    euklidische Norm, 151
    euklidischer Raum, 149
    euklidisches Skalarprodukt, 152
    EULER'sche Gamma-Funktion, 407
    EULER'sche Winkel, 184
    EULER'sche Zahl, 45
    Existenz einer Eins (neutrales Element), 7
    Existenz eines inversen Elementes, 7
    explizite allgemeine Lösung, 87
    Exponentialansatz, 203
    Exponentialdarstellung (einer komplexen Zahl), 16
    Exponentialfunktion, 20
    Extremstelle, 237


    F

    Fakultät, 10
    Feinheit (einer Zerlegung), 68, 291
    Fixpunkt, 380
    Fixpunktsätze, 380
    Flächenelement
    - skalares 328
    - vektorielles 328
    Flächeninhalt, 328
    Flächeninhalt der Einheitssphäre, 404
    Flächenintegral, 328, 329
    Folge, 35, 351
    - beschränkte 35, 352
    - konvergente 36, 352
    monotone 35
    Folgenkriterium, 39, 376
    Formel von DE MOIVRE, 17
    Fortsetzung (einer Abbildung), 5
    - FOURIER-Koeffizienten, 153
    Fundamentalmatrix, 200
    Fundamentalsystem, 91, 200, 211
    Funktion, 5
    - integrierbare 69, 292
    - stetige 39, 225, 375
    - (streng) monotone 42
    Funktionswert, 5


    G

    Gamma-Funktion, 407
    ganze Zahlen, 8
    - GAUSS'scher Integralsatz, 332
    Gebiet, 224
    Geometrische Reihe, 358
    geometrische Vielfachheit, 175
    geordnetes Paar, 5 gestufte Form
    - einer Matrix 120
    - eines linearen Gleichungssystems 120
    gleichmäßig stetig, 379
    gleichmäßige CAUCHY-Folge, 383
    gleichmäßige Konvergenz, 382
    Grad (eines Polynoms), 28
    Gradient, 226
    Graph, 5
    GREEN'sche Formeln, 335
    GREEN'scher Bereich, 330, 331
    Grenzwert, 36, 39, 219, 225, 352, 357
    Gruppe, 7
    Gruppenaxiome, 7
    - harmonische Funktion, 257
    - harmonische Reihe, 358


    H

    Häufungspunkt, 351
    Hauptachsentransformation, 180
    HERMITE'sch, 177
    HESSE'sche Matrix, 238
    HILBERT-Raum, 353
    hinreichende Bedingung, 3

    homogene lineare Differenzialgleichung, 91
    homogenes Polynom, 242
    Homomorphismus, 165
    homotop, 276
    Homotopie, 276


    I

    imaginäre Achse, 15
    imaginäre Einheit, 14
    Imaginärteil, 15
    implizite allgemeine Lösung, 87
    implizite Darstellungen (von Kurven und Flächen), 325
    implizite Funktionen, Satz über, 256
    implizite reguläre Fläche, 326
    implizite reguläre Kurve, 326
    Induktionsanfang, 11
    Induktionsannahme, 11
    Induktionsbehauptung, 11
    Infimum, 12
    Inhalt, 295
    injektiv, 6 innerer Punkt, 350
    Inneres (einer Menge), 330, 350
    Integrabilitätsbedingungen, 258
    Integralsatz von GAUSS, 332
    Integralsatz von STOKES, 336
    integrierbar über S, 295
    integrierbare Majorante, 400
    Intervall
    - abgeschlossenes 38
    - kompaktes 38
    - mehrdimensionales 290
    - offenes 38
    Intervalle, 9
    invarianter Unterraum, 178
    inverse Abbildung (Umkehrfunktion), 6

    inverse Funktionen, Satz über, 254
    inverse Matrix, 131, 132
    inverses Bild, 5 isolierter Punkt, 351
    isomorph, 166
    Isomorphismus, 166


    J

    JACOBI-Determinante, 227
    JACOBI-Identität (für das Vektorprodukt), 164
    JACOBI-Matrix, 226
    JORDAN-Block, 189
    JORDAN-Inhalt, 295
    JORDAN-messbar, 294, 402
    JORDAN-Kurve, 221


    K

    kanonische Basis, 145
    kartesisches Produkt, 5
    Kegel, 319
    Kern (einer linearen Abbildung), 166
    Kettenregel, 44, 230
    Koeffizientenmatrix, 118
    Körper, 7
    Körper der komplexen Zahlen, 14
    Körperaxiome, 7
    Kommutativgesetz, 7

    kompakt, 305, 356
    komplexe Ebene, 15
    komplexe Eins, 14
    komplexe Null, 14
    komplexe Zahlen, 14
    Komponenten (bei direkten Zerlegungen), 154
    Komposition (von Funktionen), 6

    konjugiert komplexe Zahl, 15
    konjugierte Matrix, 115
    konservativ, 257
    kontrahierend, 380
    konvergente Majorante, 361
    Konvergenz
    - gleichmäßige 382
    komponentenweise 355
    - von Folgen 36, 352
    - von Reihen 357
    konvex, 224
    konvexe Hülle, 163
    Konvexkombination, 163
    Koordinatentransformation, 266
    - orthogonale 267
    kritischer Punkt, 237
    KRONECKER-Symbol, 115
    Kugelschalen, 405
    Kurve
    - glatte 221
    - orientierte 221
    - reguläre 221
    - stetige 221
    Kurvenintegral, 260


    L

    Lösung einer Differenzialgleichung, 86
    LAPLACE-Gleichung, 257
    LAPLACE-Operator, 257
    leere Menge, 4
    LEiBNiz-Kriterium, 360
    Limes, 36, 39, 219, 225, 352
    linksseitiger 40
    - rechtsseitiger 40
    linear abhängig, 91, 117
    linear unabhängig, 91, 117
    lineare Abbildung, 165
    lineare Differenzialgleichung
    - Ordnung 88
    - Ordnung 91
    lineare Hülle, 117
    linearer Teilraum, 114
    lineares Differenzialgleichungssystem 1. Ordnung, 198
    lineares Gleichungssystem
    - homogenes 118
    - inhomogenes 118
    Linearkombination, 91, 117
    linksstetig, 40
    Liouvi-LLE'sche Formel, 200
    Lösung einer Differenzialgleichung, 85
    lokales Maximum, 237
    lokales Minimum, 237


    M

    Majoranten-Minoranten-Kriterium, 398
    Majorantenkriterium, 361
    Maßstabsfaktor, 267
    Matrix
    - m x n114
    - HERMiTE'sche 177
    - HESSE'sche 238
    - JACOBI 226
    - quadratische 115
    - reguläre bzw. singuläre 132
    - symmetrische 177
    Matrixlösung, 198
    Maximum, 10, 12
    Maximummetrik, 350
    Menge, 4
    - abgeschlossene 351
    - beschränkte 351
    - kompakte 356
    messbare 294, 402
    - offene 351
    - vom JORDAN-Maß Null 294
    Methode der sukzessiven Approximation, 380
    Metrik, 349
    - euklidische 350
    metrischer Raum, 349
    Minimum, 10, 12
    Mittelwertsatz
    - der Differenzialrechnung 46, 236
    - der Integralrechnung 70, 296
    - zweiter 59
    monoton wachsend (fallend), 35
    monotone Funktion, 42
    Multiindex, 234
    Multiplikation, 14


    N

    nach oben (unten) beschränkt, 12
    natürliche Zahlen, 8
    natürlicher Logarithmus, 22
    negativ definit, 238
    negativ semidefinit, 238
    negativer Teil (einer Funktion), 402
    Norm, 151
    - euklidische 151
    normal, 177
    Normalableitung, 335
    Normalen-Einheitsvektor, 325
    Normalenvektor, 324
    Normalgebiet, 302, 329, 331
    Normaxiome, 151
    normierter linearer Raum, 151
    Normmetrik, 350
    notwendige Bedingung, 3
    Nullfolge, 37
    Nullmatrix, 115
    Nullmenge, 294


    O

    obere (untere) Schranke, 12
    Obersumme, 291
    offen, 224, 351
    Operatornorm, 385
    Ordnung
    - einer Differenzialgleichung 85
    - eines Multiindex 234
    Orientierung, 341
    orthogonal, 152
    orthogonale Gruppe, 181
    orthogonale Koordinaten, 267
    orthogonales Komplement, 154
    Orthogonalisierungsverfahren, 153
    Orthogonalsystem, 152
    Orthonormalbasis, 152
    Orthonormalsystem, 152


    P

    Parallelepiped, 305
    Parallelogrammgleichung, 162
    Parameterdarstellung
    - der Tangentialebene 324
    - einer Fläche 323, 324
    - einer Kurve 221
    Partialbruchzerlegung, 76
    partiell differenzierbar, 225, 226
    partielle Ableitung, 225
    partielle Integration, 71
    Permutation, 126
    - gerade 127
    - ungerade 127
    Polardarstellung, 16
    Polarisationsgleichungen, 162
    Polarkoordinatenabbildung, 255
    positiv definit, 193, 238
    positiv semidefinit, 194, 238
    positiver Teil (einer Funktion), 402
    Potenzregeln, 13
    Prähilbertraum, 149
    Prinzip von CAVALIERI, 300
    Produktintegration, 71
    Produktregel, 44
    Projektionsoperator, 188
    Projektor, 187, 194
    punktweise CAUCHY-Folge, 383
    punktweise konvergent, 381


    Q

    quadratische Form, 238
    Quantoren, 6 quellenfrei, 257
    Quotientenkriterium, 362
    Quotientenregel, 44


    R

    Rand, 224, 294, 350
    Randpunkt, 224, 294, 350
    Rang
    - einer linearen Abbildung 166
    - einer Matrix 134
    rationale Zahlen, 8
    - Realteil, 15
    rechtsstetig, 40
    reelle Achse, 15
    reelle Zahlen, 9 reguläre Fläche, 328
    reguläre Matrix, 132
    Reihe
    - absolut konvergente 357
    - alternierende 360
    - divergente 357
    - konvergente 357
    - (un)bedingt konvergente 357
    Richtungsableitung, 250
    RIEMANN-Integral, 292
    RIEMANN-Integral, 69
    RIEMANN-integrierbar, 69, 292
    RIEMANN'sche Zwischensumme, 69, 291
    Rotation, 257
    rotationssymmetrisch, 404


    S

    Sattelpunkt, 237
    Satz über implizite Funktionen, 256
    Satz über inverse Funktionen, 254
    Satz vom Maximum, 378
    Satz von EULER, 285
    Satz von H. A. SCHWARZ, 233
    Satz von ROLLE, 46
    Satz von STOKES, 336
    Satz von TAYLOR, 47, 236
    Schraubenlinie, 221
    SCHWARZ 'sche Ungleichung, 150
    selbstadjungiert, 177
    Signum, 127
    Simplex, 318
    Standard318
    singuläre Matrix, 132
    Singularitätentheorie, 237
    Sinus hyperbolicus, 22
    skalares Flächenelement, 328
    skalares Potenzial, 257
    skalares Vielfaches eines Vektors, 113
    Skalarfeld, 257
    Skalarmultiplikation, 113, 115
    Skalarprodukt, 149
    - euklidisches 152
    Spaltenvektoren, 114
    Spatprodukt, 155
    spezielle unitäre Gruppe, 181
    Spur, 115
    Stammfunktion, 70, 257
    Standardbasis, 145
    sternförmig, 264
    stetig, 39, 40, 220, 225, 375
    stetig differenzierbar, 226
    stetig differenzierbar, k-mal, 47

    STOKES 'scher Integralsatz, 336
    streng monotone Funktion, 42
    Stützstellenmenge, 68, 291
    Substitutionsregel, 71
    Summe
    - einer unendlichen Reihe 357
    - von Vektoren 113
    Summenmetrik, 350
    Superpositionsprinzip, 91
    Supremum, 12
    surjektiv, 6


    T

    Tangens hyperbolicus, 23
    Tangenteneinheitsvektor, 222, 223
    Tangentenvektor, 222, 324
    Tangentialraum, 324
    TAYLOR-Formel, 47, 236
    TAYLOR-Polynom, 47
    TAYLOR'scher Rest, 48
    Teilfolge, 356
    Teilmenge, 4
    total differenzierbar, 228
    totale Ableitung, 228
    totales Differenzial, 228
    Transformationsformel, 306
    Transformationsmatrizen, 147
    transponierte Matrix, 115
    Transposition, 126
    Tripel, 5
    triviale Lösung, 118
    Tupel (n-Tupel), 5


    U

    Umgebung, 61, 254, 350
    unbedingt konvergent, 357
    unbestimmtes Integral, 71
    uneigentliche Integrale, 395
    unendliche Reihe, 357
    unitär, 177
    unitäre Gruppe, 181
    unitärer Raum, 149
    Unterräum, 114
    - von einem Vektorsystem aufgespannter 117
    Untersumme, 291
    Urbild, 5


    V

    Vektorfeld, 257
    vektorielles Flächenelement, 328
    Vektorpotenzial, 258
    Vektorprodukt, 155
    Vektorraum, 113
    Vektorraum-Endomorphismus, 166
    Vektorraum-Homomorphismus, 165
    Vektorraum-Isomorphismus, 166
    Vektorraumaxiome, 113
    Vereinigung, 4
    Vielfachheit
    - einer Nullstelle 29, 61
    - eines Eigenwerts 175
    Vierecksungleichung, 371
    vollständig, 353
    Volumen, 295
    - eines mehrdimensionalen Intervalls 290


    W

    wegunabhängig, 261
    Wellengleichung, 251
    Wertebereich, 5
    Windungszahl, 277
    Wirbelfeld, 258
    wirbelfrei, 258
    WRONSKi-Determinante, 92, 198
    Wurzel, n-te, 13, 18
    Wurzelkriterium, 362


    Z

    Zahlen
    - ganze 8
    - komplexe 14
    - natürliche 8
    - rationale 8
    - reelle 9
    Zahlengerade, 9
    Zeilenvektoren, 114
    Zerlegung, 68, 291
    - direkte 154
    Zeta-Funktion, 415
    zusammenhängend, 224
    zweimal differenzierbar, 47
    Zwischensumme, 69, 291
    Zwischenwertsatz, 41



    Autor

    Dr. Karl-Heinz Goldhorn

    Geboren 1941 in Traben-Trarbach. Ab 1960 Studium der Mathematik und Physik an der Univ. Mainz bei E. Hölder und S. Hildebrandt, 1971 Promotion an der Univ. Mainz. Von 1967 bis 1972 Assistententätigkeit, von 1972 bis 2003 Akad. Rat/Oberrat/Direktor am Fachbereich Mathematik der Univ. Mainz

    Prof.-Dr. Hans-Peter Heinz

    Geboren 1947 in Idar-Oberstein. 1966-1971 Studium der Mathematik und Physik an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. 1972-1974 Auslandsaufenthalt an der University of Washington, Seattle, USA. Promotion 1975 bei N. W. Bazley an der Universität zu Köln. Ab 1975 Assistent, später wiss. Angestellter am Fachbereich Mathematik der Universität Mainz. Forschungsschwerpunkte in nichtlinearer Funktionalanalysis und nicht-linearen Randwertproblemen der mathematischen Physik. 1987 Habilitation für Mathematik. 1995 Ernennung zum apl. Professor.

    Reviews

    Aus den Rezensionen: "... Der Band enthält kompakt und klar das, was für den Studierenden der Physik nötig ist an mathematischem Wissen aus den Bereichen Analysis in einer oder mehreren reellen Variablen, linearer Algebra und Differentialgleichungen sowie Grenzprozessen. Die Autoren haben so einen gelungenen Kompromiss zwischen eher Mathematik-ferner, experimenteller und auf die Mathematik essenziell angewiesener theoretischer Physik gefunden, für den der Markt bisher kein vergleichbares Angebot bereit hielt." (http://www.buchkatalog.de)   "... einen schnellen und effizienten Zugriff auf das mathematische Basiswissen für die Studierenden ... und der Ingenieurwissenschaften, und zwar in einer prägnanten, zeitgemäßen Sprache, die von Mathematikern, Physikern und Ingenieuren gleichermaßen verstanden wird. ... Das Buch eignet sich ... als mathematisches Nachschlagewerk und zur Prüfungsvorbereitung. Eine breite Palette von Übungsaufgaben, die in jahrelanger Lehrpraxis getestet sind, unterstützt den Erwerb der nötigen mathematischen Fähigkeiten. Darüberhinaus bietet das Buch in optionalen Zusatzabschnitten eine Fülle von weiterführenden Informationen und Anregungen für die mathematisch besonders interessierten Leser ..." (Olaf Ninnemann, in: Zentralblatt MATH, 2009, Vol. 1152) "... Zahlreiche nützliche Hinweise zur Bearbeitung vermindern signifikant die Gefahr, dass man auf zufällige Geistesblitze zum Auffinden diverser Tricks angewiesen bleibt. Insgesamt ist ... dieses Werks für Studierende der Physik, aber auch für Physiker-Innen im Forschungsprozess ... ein wertvolles Werkzeug entstanden, dessen Einsatz in den genannten Situationen nur wärmstens empfohlen werden kann." (M. Grosser, in: Monatshefte für Mathematik, April/2011, Vol. 162, Issue 4, S. 508)