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Springer-Verlag KG Weitere Titel dieses Verlages anzeigen
| Inhalt | ||||||
| Vorwort von Abt Shi Yong Chuan | 9 | |||||
| 1. | Shaolin-Qi Gong | 15 | ||||
| Einleitung | 15 | |||||
| Was ist Qi Gong? | 15 | |||||
| Die Geschichte des Qi Gong | 17 | |||||
| Formen des Qi Gong | 18 | |||||
| Shaolin-Qi Gong | 18 | |||||
| Yi-jin-jing (Transformation der Muskeln, Sehnen und Bänder) | 18 | |||||
| Xi-sui-jing (Knochenmarkswäsche) | 18 | |||||
| Gong Fu / Kung Fu als Medizinische Form und als Wu Shu (Kampfkunst) | 79 | |||||
| 2. | Buddhistische Wurzeln | 21 | ||||
| Geschichte des Buddhismus | 21 | |||||
| Siddhartha Gautamas Erwachen zum Buddha Shakyamuni | 21 | |||||
| Buddhas Nachfolge und die Verbreitung der Lehre | 22 | |||||
| Chan-Zen-Buddhismus | 24 | |||||
| Die Geschichte des Shaolin-Tempels China | 27 | |||||
| Shaolin-Abt Shi Yong Xin, der ranghöchste Shaolin-Abt in China | 28 | |||||
| Abt Shi Yong Chuan, der Leiter des Shaolin-Tempels in Deutschland | 30 | |||||
| Die Prinzipien des Buddhismus | 30 | |||||
| Buddhistische Philosophie | 30 | |||||
| Die vier edlen Wahrheiten | 34 | |||||
| Der achtfache Pfad | 35 | |||||
| 3. | Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) | 43 | ||||
| Grundlagen der TCM | 43 | |||||
| Qi | 44 | |||||
| Blut-Xue | 48 | |||||
| Körperflüssigkeiten -Jin-Ye | 49 | |||||
| Die drei Schätze und die drei Dan Tiens | 49 | |||||
| Yin und Yang | 53 | |||||
| Die 5 Elemente (Wandlungsphasen) | 55 | |||||
| Holz | 55 | |||||
| Feuer | 56 | |||||
| Erde | 56 | |||||
| Metall | 57 | |||||
| Wasser | 58 | |||||
| Der Fütterungszyklus | 58 | |||||
| Der Kontrollzyklus | 59 | |||||
| Die Säulen der TCM | 59 | |||||
| Die Diagnose in der TCM | 60 | |||||
| Akupunktur | 61 | |||||
| Tuina-Massage und Akupressur | 73 | |||||
| Pflanzenheilkunde | 73 | |||||
| Ernährung nach den 5 Elementen | 74 | |||||
| Bewegungslehre (Qi Gong) | 79 | |||||
| Bildteil 1 | 81 | |||||
| 4 | Die Übungen des Yi-jin-jing-Qi Gong | 89 | ||||
| Transformation der Muskeln, Sehnen und Bänder | 89 | |||||
| Die richtige Haltung | 90 | |||||
| Innere Haltung | 90 | |||||
| Äußere Haltung | 97 | |||||
| Die Bedeutung des Atems | 99 | |||||
| Atem und Psyche | 99 | |||||
| Natürliches Atmen | 101 | |||||
| Die vorbereitenden Übungen - Ba jins | 103 | |||||
| 1. Lungen-Bajin | 104 | |||||
| 2. Lungen-Bajin | 106 | |||||
| 3. Lungen-Bajin | 108 | |||||
| 4. Schulter-Bajin | 110 | |||||
| 5. Schulter-Bajin | 112 | |||||
| 6. Schulter-Bajin | 114 | |||||
| Hüft-Übung: Ma bu | 116 | |||||
| Hüft-Übung: Gun bu | 118 | |||||
| Hüft-Übung: Pu bu | 120 | |||||
| Hüft-Übung: Shie bu | 122 | |||||
| Hüft-Übung: Xu bu | 124 | |||||
| Hüft-Übung: Tuo bu shan yao | 126 | |||||
| Die 12 Yi-jin-jing-Übungen | 128 | |||||
| Die 1. Übung: »Wei Tuo tragend eine Stange darbieten« - 1. Bewegung | 130 | |||||
| Die 2. Übung: »Wei Tuo tragend eine Stange darbieten« - 2. Bewegung | 132 | |||||
| Die 3. Übung: »Wei Tuo tragend eine Stange darbieten« - 3. Bewegung | 134 | |||||
| Die 4. Übung: »Einen Stern pflücken und gegen den großen Bären tauschen« | 136 | |||||
| Die 5. Übung: »Neun Rinder am Schwanz zurück ziehen« | 138 | |||||
| Die 6. Übung: »Krallen zeigen und Flügel ausbreiten« | 140 | |||||
| Die 7. Übung: »Neun Teufel nehmen das Pferdemesser ab« | 142 | |||||
| Die 8. Übung: »Drei Teller fallen auf den Boden« | 144 | |||||
| Die 9. Übung: »Grüner Drache streckt seine Krallen aus« | 146 | |||||
| Die 10. Übung: »Liegender Tiger stürzt sich auf seine Beute« | 148 | |||||
| Die 11. Übung: »Sich tief verbeugen« | 150 | |||||
| Die 12. Übung: »Kopfende umkehren« | 152 | |||||
| 5. | Die Wirkung des Yi-jin-jing-Qi Gong aus medizinischer Sicht | 155 | ||||
| Anatomischer Exkurs | 155 | |||||
| Die Muskulatur | 155 | |||||
| Sehnen und Bänder | 159 | |||||
| Gelenke | 159 | |||||
| Die Lunge und Atmung | 161 | |||||
| Das Herz-Kreislauf-System | 165 | |||||
| Das Lymphsystem | 167 | |||||
| Das Nervensystem | 168 | |||||
| Auswirkungen auf Muskeln, Sehnen, Bänder und Knochen | 170 | |||||
| Auswirkungen auf die Atmung und Sauerstoffversorgung | 171 | |||||
| Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf- und Lymphsystem | 173 | |||||
| Auswirkungen auf die Psyche und das Nervensystem | 174 | |||||
| Einige Fallgeschichten | 176 | |||||
| Anhang | 179 | |||||
| Die 12 Yi-jin-jin-Übungen im chinesischen Original | 179 | |||||
| Bevollmächtigung des Shaolin-Tempels für Shaolin Österreich | 181 | |||||
| Shaolin Diplom Qi Gong Lehrgang | 182 | |||||
| Links und Kontakte | 185 | |||||
| Literatur | 187 | |||||
| Sachverzeichnis | 189 | |||||
| Bildteil 2 | 193 | |||||
Vorwort
Shaolin und Shaolin-Qi Gong
Von Großmeister Shi Yong Chuan, Abt des
Shaolin-Tempels Deutschlands
Shaolin ist heutzutage weltweit bekannt. Überall sind Plakate der Shaolin-Shows zu sehen. Shaolin-Zentren oder-Schulen sind wie Bambussprossen aus dem Boden geschossen. Viele Menschen sind von Shaolin begeistert, meistens wegen seiner spektakulären Kampfkunst. Manche Meister vermitteln auch den Eindruck, dass Shaolin gleich Kung Fu wäre. Es ist einseitig, Shaolin mit Kampfkunst gleichzustellen. In diesem Text versuche ich einen Überblick über Shaolin und Shaolin-Qi Gong zu geben.
Shaolin - eine eigenartige Kultur
Was ist Shaolin? Shaolin ist eine Kurzbezeichnung des legendären Songshan Shaolin-Tempels in China (gegründet im Jahr 496). Es beinhaltet eine einzigartige Kultur, die seit mehr als 1500 Jahren in diesem Tempel entwickelt und gepflegt wird. Diese Kultur, die vom indischen Mönch Bodhidharma gegründet wurde, gilt als ein Ergebnis der gemeinsamen Bemühungen der Shaolin-Mönche.
Shaolin-Kultur umfasst verschiedene Bereiche. Buddhismus, Gesundheitslehre, Heilmedizin, Shaolin-Kung Fu, Kunst usw. bilden im Shaolin ein organisches System. Darunter ist Shaolin-Kung Fu nur ein Bestandteil. Entscheidend ist der Chan-Buddhismus. Ohne Chan-Buddhismus gibt es kein Shaolin. Er gilt als Seele der Shaolin-Kultur. Alle anderen Bereiche sind ein Ausdruck des Chan-Buddhismus.
Redet man von Chan (Zen), ist ein allgemeines Missverständnis zu beseitigen. Viele glauben, dass Chan-Buddhismus aus Japan gekommen wäre. Der japanische Begriff Zen ist eine direkte Übersetzung des chinesischen Wortes Chan. Chan ist wieder die chinesische Übersetzung des indischen Begriffs Dhyana. Chan hat den Ursprung in Indien. Der historische Buddha Shakyamuni zeigte einmal seiner Schülerschar eine Blume. Er drehte die Blume zwischen den Fingern und sagte nichts dazu. Nur sein Schüler Mahakashyapa lächelte, weil er diese Geste unmittelbar als zentralen Punkt der Lehre Buddhas verstand. Das heißt, man kann Weisheit ohne Wort und Schrift, nur»von meinem Geist zu deinem Geist« weitergeben. Diese Einsicht des Kashyapa von Chan wurde in Indien auch nicht schriftlich fixiert und nur von Meister zu Schüler weitergegeben.
Bodhidharma war der 28. Patriarch dieser indischen Chan-Linie. Erging im Jahr 527 über den Seeweg nach China. Er lebte neun Jahre lang in einer Berghöhle (Dhamo-Höhle) des Tempels. Dort meditierte er hauptsächlich. Der Legende nach konzentrierte er sich so tief, dass ein Vogel auf seiner Schultern ein Nest baute und eine Spinne in seinen Händen ihr Netz flickte. Ab und zu machte er auch körperliche Übungen, um gesund zu bleiben. So galt er nicht nur als Gründer des Chan-Buddhismus, sondern auch als Gründer des Shaolin-Kung Fu und Shaolin-Qi Gong. Einige Übungsformen wie »Die Form der 1 8 Handbewegungen des Archats« (Luo Han shi ba shou), Qi Gong-Formen wie Yi-jin-jing (Transformation der Muskeln, Sehnen und Bänder) und Xi-sui-jing (Reinigung des Knochenmarks) sind auf ihn zurückzuführen.
Nach Bodhidharma kann jeder durch Praktizierung am eigenen Körper und Geist die höchste Wahrheit erfahren. Diese Lehre wurde von den chinesischen Mönchen aufgrund der chinesischen Kultur weiter entwickelt und mit dem 6. Patriarchen Hui Neng (638-713) vollendet. Im 8.Jhd. wurde der Chan-Buddhismus als die größte buddhistische Schule in ganz China verbreitet. Im 1 3. Jhd. wurde der Chan vom japanischen Mönch Dogen nach Japan gebracht, was die japanische Kultur tief beeinflusst hat. Damit gilt der Songshan Shaolin-Tempel als heiliger Ursprungsort für den Chan-Buddhismus.
Im Chan-Buddhismus wird eine direkte Wahrnehmung der Wahrheit betont. Man legt wenig Wert auf Rituale und Sutren-Rezitation. Die Eigenschaft des Chan-Buddhismus ist durch folgende Strophe gekennzeichnet:
Eine Übermittlung außerhalb jeglicher Doktrin,Im Songshan Shaolin-Tempel wurde die chan-buddhistische Lehre mit Meditation und verschiedenen anderen Kunstfertigkeiten verbunden. Die Shaolin-Mönche wollten genau wie bei anderen buddhistischen Richtungen spirituelle Erleuchtung erlangen. Für sie galt Chan als ein geistiger Zustand. Um diesen Zustand zu erreichen, kann man neben Meditation auch Kultivierungsmöglichkeiten verwenden. Hat man das Ziel der Erleuchtung im Auge und die Gelassenheit und Ruhe im Inneren, kann man bei jeder Beschäftigung Chan praktizieren. So sind zahlreiche Varianten von Chan-Praktiken entstanden, wie z. B. Kung-Fu-Chan, Shu-Fa (Kalligraphie)-Chan, Chan-Tee usw.
All diese Kultivierungsmöglichkeiten dienen dazu, den Körper und Geist zu reinigen und eine harmonische Einheit des Körpers, des Geistes und der Seele zu erzielen. Aus diesem Grund können die Shaolin-Mönche die Übungsformen des Kung Fu und Shaolin-Qi Gong perfekt beherrschen und auf das höchste Niveau entwickeln.
Auch im Bereich der Kunst wie Kalligraphie und Malerei haben die Mönche im Lauf der Geschichte zahlreiche wertvolle Werke geschaffen. Dadurch haben sie einen großen Beitrag zur Entwicklung der chinesischen Kunst geleistet. Es ist nicht verwunderlich, dass der Chan mit Kunstschaffen zu tun hat. Erreicht man den Chan-Zustand, gewinnt man eine bessere Wahrnehmungsfähigkeit und dadurch mehr Schaffenskraft.
Shaolin ist ein Weg zur physisch und geistig vollständigen Entwicklung. Es ist undogmatisch und praktisch. Egal, ob man im Tempel ist oder nicht, ob man überhaupt einen Tempel hat oder nicht, wo die Shaolin-Mönche sind, wird der Chan-Geist Wurzeln schlagen und sich weiter entwickeln. Das ist einer der Hauptgründe dafür, warum die Shaolin-Kulturtrotz mehrmaligen Zerstörungen des Tempels in den letzten Jahrhunderten ihre Lebenskraft nicht verloren hat. Stattdessen hat sie mit der Globalisierung weltweit sogar einen unvergleichbaren Ruhm gewonnen. Wichtig ist, dass die Shaolin-Kultur bei dieser Neuentwicklung vollständig und unverzerrt vermittelt wird. Dies setzt voraus, dass der Vermittler nicht nur die wahre Lehre von Shaolin begreift, sondern auch durch eigene Kultivierung die buddhistische Weisheit tatsächlich bestätigt.
Shaolin-Qi Gong - ein praktischer Weg zur Gesundheit
Shaolin-Qi Gong ist ein wichtiger Bestandteil der Shaolin-Kultur. Es ragt unter zahlreichen Qi Gong-Schulen in China heraus, weil Shaolin-Qi Gong durch seine leichte Erlernbarkeit und gute Wirkung bekannt ist. Für die Shaolin-Mönche ist Qi Gong ein notwendiges Hilfsmittel, um nicht nur gesund zu bleiben, sondern auch das wahre Ich zu erkennen.
Shaolin-Qi Gong wird als das innere Kung Fu bezeichnet, während Shaolin-Kung Fu als äußeres Kung Fu gilt. Die Shaolin-Mönche praktizieren sowohl das äußere Kung Fualsauch das innere Kung Fu. Während die Kampfkunst die Muskeln und Knochen stärkt, wirkt das Üben von Shaolin-Qi Gong auf tiefere unsichtbare Ebenen des Körpers. Ein altes Sprichwort der Shaolin-Mönche zeigt die Bedeutung des inneren Kung Fu: »Übt man nur Kampfkunst, kein Qi Gong, wird man am Ende nichts erreichen.«
Im Shaolin-Qi Gong kann man nach der unterschiedlichen Funktion zwischen hartem Qi Gong und weichem Qi Gong unterscheiden. Das harte Shaolin-Qi Gong gehört eher zur Kampftechnik. Durch jahrelange Übung von hartem Shaolin-Qi Gong kann man im eigenen Körper eine Art von Energie ansammeln. Diese Energie ist anders als Kraft. Sie ist viel schneller und stärker. Sie kann bei Bedarf blitzschnell mobilisiert werden und den Körper unschlagbar machen. Das ist der Grund dafür, warum ein Meister von hartem Shaolin-Qi Gong selbst durch einen schweren Schlag harter Gegenstände wie Metall oder Stein unverletzt bleiben kann. Solche spektakuläre Wirkung von hartem Qi Gong wird häufig als Bruchtest bei Shaolin-Shows gezeigt.
Das weiche Shaolin-Qi Gong dient hauptsächlich zur Gesundhaltung und hat auch medizinische Wirkung. Das Qi, das man dabei gewinnt, ist anders als das Qi von hartem Shaolin-Qi Gong. Mit diesem Qi kann man Krankheit vorbeugen, sie abbauen oder heilen. Man kann auch das Qi senden, um anderen Menschen zu helfen.
Die heilende Funktion des Shaolin-Qi Gong besteht darin, dass das Qi auf die tieferen Ebenen des Körpers wirkt. Der physische Körper des Menschen bildet die oberflächliche Ebene. Er besteht aus Grobstoff. Die tieferen Ebenen des Körpers bestehen jedoch aus feinen Stoffen. Diese sind trotz der Entwicklung der Wissenschaft und Technik bis heute kaum erfassbar. Der Grund liegt darin, dass technische Instrumente aus Grobstoff bestehen. Nur das Qi, eine Art von Hochenergie, kann solche Ebenen erreichen und die Ursache der im physischen Körper auftretenden Krankheiten beseitigen.
Zu solchem gesunderhaltenden Shaolin-Qi Gong gehören zahlreiche Übungen wie Shaolin Ba Duan Jing (Acht Brokate), Yi-jin-jing (Transformation von Muskeln, Sehnen und Bändern), Xi-sui-jing (Reinigung des Knochenmarks), Shaolin Yangsheng Zhuang Gong (Shaolin Baumübung für Gesundheitspflege) usw. Die bekanntesten davon sind die von Bodhidharma entwickelten Yi-jin-jing und Xi-sui-jing. Da solche Übungsmethoden in der Vergangenheit streng geheim gehalten wurden, sind im Lauf der Geschichte verschiedene Varianten entstanden. Die Originalformen können dank der originalen Geheimschrift mit Abbildern von den Shaolin-Mönchen bis heute gepflegt und weitergegeben werden. Um die buddhistische Barmherzigkeit zu befolgen, wurden solche Übungen auch den Menschen im Westen zugänglich gemacht.
Beim Kultivieren des Chan-Buddhismus gilt es als Leitprinzip, das Xin (Herz) zu reinigen, um die wahre Natur zu erkennen. Dieses Prinzip gilt auch beim Üben von Shaolin-Qi Gong. Die entscheidende Rolle des Xin (Herz) wurde von Bodhidharma und seinen Schülern stets betont. Auch wenn man nur wegen der Gesundheit Shaolin-Qi Gong übt, soll man nicht nur auf die Form achten. Die äußere Bewegung des Shaolin-Qi Gong dient dazu, um innere Ruhe zu erzielen. Ohne innere Ruhe kann man sich nicht auf sich konzentrieren und der Qi-Mechanismus kann auch nicht richtig funktionieren.
Die Übungen des Shaolin-Qi Gong sind leicht erlernbar und für jedes Alter geeignet. Sie können ohne große körperliche Anstrengungen durchgeführt werden. Durch regelmäßiges Üben wird man von den positiven Wirkungen profitieren. Durch hohe Konzentration und Ruhe im Geist kann man sogar seltsame Kultivierungsfunktionen gewinnen. Der Legende nach konnte Bodhidharma beim Üben hören, dass der Streit der Ameisen so laut wie Donner war.
Meinen jahrelangen Erfahrungen nach kann man die positive Wirkung von Shaolin-Qi Gong wie folgt zusammenfassen:
Shaolin-Qi Gong fördert die Konzentrationsfähigkeit. Durch regelmäßige Übung wird man mehr Ausdauer und Belastbarkeit gewinnen. Es hat eine wirkungsvolle Funktion zur Stressbewältigung.
Shaolin-Qi Gong aktiviert die Selbstheilungskräfte. Es bekämpft die Ursache der Krankheit und zielt auf eine grundlegende Gesundheit. Probleme wie Schlaflosigkeit, Verdauungsprobleme, Probleme mit der Muskulatur und Migräne werden durch das Üben von Shaolin-Qi Gong innerhalb von kurzer Zeit wesentlich besser und beseitigt. Chronische Krankheiten wie Herz- und Kreislauferkrankungen, Nervenleiden, Erkrankungen der Wirbelsäule und des Bewegungsapparats sind durch regelmäßiges Üben während etwas längerer Zeit abzubauen oder zu beseitigen.
Durch Shaolin-Qi Gong findet man den Weg zur inneren Ruhe. Der Übende wird innere Gelassenheit haben und allmählich eine positive Lebenseinstellung gewinnen.
Shaolin-Qi Gong kann auch die Kreativität fördern. Es entfaltet die eigene Kreativität, indem es die Übenden von den Anspannungen befreit. In Ruhe gewinnt man auch leichter Eingebung.
Schlussbemerkung
Shaolin ist eine tiefgründige und inhaltsreiche Kultur. Ihr praktischer Anwendungsbereich wie Qi Gong kann den Menschen tatsächlich helfen. Es ist keine Voraussetzung, dass man an die buddhistische Lehre glaubt, um die Übungsmethode zu lernen. Aber je mehr man sich damit beschäftigt, desto mehr wird man unvermeidlich die tiefere spirituelle Ebene erreichen. Ich wünsche mir nur, dass immer mehr Menschen im Westen von dieser undogmatischen Schule profitieren können, sowohl körperlich als auch geistig.
Was Shaolin-Mönche und Menschen im Westen verbindet, sind langes Sitzen und geistiges Arbeiten. Deshalb können wir vom alten Wissen der Mönche profitieren und lernen wie wir Energie aufbauen. Die dargestellten Körperübungen helfen uns erfolgreich Stress abzubauen und unsere Leistung zu steigern. Das 1500 Jahre alte Wissen aus dem Shaolin-Tempel wurde lange geheim gehalten und ausschließlich hinter Klostermauern weitergegeben. Erst seit wenigen Jahren teilen die Äbte des Shaolin-Tempels ihre Weisheit mit dem Westen. Robert Egger wurde von seiner Heiligkeit Abt Shi Yong Xin eine offizielle Vollmacht für die Leitung von Shaolin Österreich verliehen. Zudem erhielt er als langjähriger, persönlicher Schüler von Abt Shi Yong Chuan die Vollmacht, Shaolin-Qi Gong zu lehren. In dem vorliegenden Buch wird dieses Wissen mit zahlreichen Zeichnungen und verständlichen Anleitungen dargestellt und ist so für jedermann einfach umsetzbar.
9783211335499
Sachverzeichnis
AAbwehr-Qi 48, 49, 64, 68, 72
Akupressur 55, 59, 62, 73
Akupunktur 43, 55, 59, 67-63, 65, 75, 187
Atem 17, 39, 44, 46, 47, 51 60, 72, 79, 91 94, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 108131, 136, 146, 162, 164, 187
Atem-Qi 46, 57, 72, 79
Atmung 16, 18, 40, 45, 47, 72, 89, 99, 100-102, 128, 134, 155, 160-164, 168, 169, 171-174, 176-178, 183, 184, 187
BBa jin 104, 106, 108, 110, 112, 114
Bänder 10, 15, 18, 79, 89, 103, 129, 130, 132, 134, 136, 138, 140, 142, 144, 146, 148, 150, 152, 155, 158, 159, 170-172, 177
Befragung 60
Bewegungslehre 45, 59, 61, 79
Blase 49, 58, 66, 70, 72, 73, 76, 78
Blut 43, 44, 46-49, 52, 53, 60, 63, 66, 68, 70-72, 74-76, 1 57, 163-170, 174
Bodhidharma 9, 10, 12, 13, 15, 17, 24, 25, 27
Buddha 9, 19, 21, 22, 24, 25, 29, 30, 31, 33, 35, 40
Buddhismus 9, 10, 12, 15, 17, 19, 21-27, 30-38, 40, 41, 89, 128, 187
CChan 9-72, 15, 19, 22, 24-27, 29, 30
DDan Tien 50, 99
Diagnose 60, 74
Dickdarm 49, 57, 65-67, 70, 72, 76, 168
Dienergefäß 69
Dreifacherwärmer 66, 68, 70, 71
Drei Schätze 49-50
Dünndarm 56, 66, 67, 70-72, 75
EEnergie 12, 15-17, 23, 25, 40, 43-46, 49-54, 57, 58, 67, 64, 65, 69, 70-72, 76, 78, 79, 90, 91 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 129, 1 63, 170, 172, 174, 175, 177 , 183
Energieleitbahnen 16, 24, 43, 45, 46, 52, 67, 62, 64, 65, 71, 73
Erde 53, 56, 57, 53, 59, 60, 76, 78, 97, 101, 114, 115
Ernährung nach den 5
Elementen 46, 55, 59, 67, 74, 75, 78, 79, 187
Essenz 45, 46, 48, 49, 50, 57, 52, 67, 69, 72, 89
Extra-Leitbahnen 69
FFeuer 56, 58-60, 67, 68, 70, 75, 78
Funktionskreise 44, 45, 52, 56, 69-72
Fütterungszyklus 58, 78, 79 5
Elemente 57, 55, 59, 76, 78
GGallenblase 55, 56, 69, 70, 75, 78
Gehirn 49, 51, 63, 69, 72, 89, 95, 100, 103, 1 57, 164, 165, 167-169, 171, 173, 175
Gelenke 16, 49, 70, 89, 103, 129, 159, 160, 170, 176
Gong Fu 15, 18, 19, 40
Gouverneursgefäß 69
HHauptleitbahnen 64-66, 68, 69
Herz 12, 13, 19, 47, 52, 56, 66, 67, 6971, 74, 75, 89, 128, 130, 146, 152, 155, 161, 162, 165-167, 170, 173, 174, 184
Herz-Kreislauf-System 79, 155, 165, 173
Herzbeutel 56, 66, 68, 70, 71, 1 65
Holz 55, 56, 58-60, 68, 70, 75, 78
JJing 72, 43, 46, 48-52, 57, 59, 64, 69. 72, 74
KKlares Qi 47
Knochen 11, 49, 69, 72, 76, 1 03, 155, 157-159, 170, 171, 184
Kontrollzyklus 6, 59
Konzeptionsgefäß 69
Körperflüssigkeiten 19, 43, 44, 49, 52, 60, 68, 72, 75
Kräuter 73, 74, 75
Kung Fu 9-11, 15, 18, 19, 25, 29, 30, 40
LLeber 49, 52, 55, 56, 66, 68, 70, 75, 78, 89, 165, 173
Leitbahnen 45, 67, 62, 64, 66-69, 72, 73
Lenkergefäß 69
Lunge 45, 47-49, 52, 57, 65, 66, 77, 72, 74, 76, 89, 103, 161-165, 167, 169, 172, 173
Luo-Gefäße 68
Lymphsystem 167, 173
MMagen 47, 48, 57, 66, 67, 70, 71, 74, 76, 1 29, 157, 169
Mahakashyapa 9, 22
Meridiane 16, 24, 46, 47, 55, 60-62, 64-69
Metall 6, 12, 57-60, 67, 72, 76, 78
Milz 47-49, 52, 57, 66, 67, 70, 77, 74, 76, 77, 168
Moxa 62
Moxibustion 62
Muskelleitbahnen 64
Muskeln 10-12, 15, 16, 18, 46, 48, 49, 70-72, 76, 79, 89, 93, 103, 128-130, 132, 134, 136, 138, 140, 142, 144, 146, 148, 150, 152, 155, 157-159, 170-172, 174, 1 77
Muskulatur 73, 89, 155, 157, 158, 165, 166, 169, 170-172, 184
NNachgeburtliches Qi 46, 69, 75
Nähr-Qi 48, 49, 65
Nahrungs-Qi 46-48, 51, 67, 70-72
Nervensystem 63, 99-101, 157, 164. 168, 169, 174
Nieren 46-48, 51, 52, 66, 67, 71-74, 97, 173
OOrgane 44, 45, 47, 55-58, 60, 63, 64, 66, 69-72, 89, 155, 161, 165-769, 173
Organsysteme 45
PParasympathikus 99, 168, 169
Perikard 56, 66, 68, 74, 1 65
Pflanzenheilkunde 55, 59, 73
Psyche 99-101, 103, 155, 173, 174
Pulsdiagnose 67
SSammel-Qi 47, 72
Sauerstoffversorgung 7, 18, 89, 98, 171, 177
Sehnen 10, 12, 1 5, 18, 49, 64, 70, 75, 79. 89, 103, 128, 129, 130, 132, 134, 136 , 1 38, 140, 142, 144, 146, 148, 150, 152, 155, 158, 159, 162, 170-174, 176, 177
Shen 49-53, 70
Shi Yong Chuan 9, 17, 30, 83-87, 190, 191, 193, 1 94, 1 98
Shi Yong Xin 5, 13, 28-30, 81
Siddhartha Gautama 27
Sympathikus 100, 168, 169
TTCM 24, 43-46, 48, 49. 51-55, 59-62, 64, 69, 73-75, 78, 89, 97. 99, 102
Traditionelle Chinesische Medizin 43,53
Tuina 55, 59, 62, 73
UUrsprungs-Qi 46-48, 52, 64, 68, 71
VVorgeburtliches Qi 46
WWahres Qi 47
Wasser 58-60, 67, 72, 73, 76-78, 129, 768
Wushu 18, 19
XXi-sui-jing 10 , 12, 13, 1 8, 19, 25, 30
Xue 48, 52
YYang 43, 44, 46, 53-56, 58-61, 6567, 69, 70, 72-77, 83, 84, 100, 101, 103, 187
Yi-jin-jing 10, 12, 13, 15, 18, 25, 30, 89, 97, 103, 128, 130, 132, 134, 136, 138, 140, 142, 144, 146, 148, 150, 152, 155, 170, 183
Yin 43, 44, 46, 53-56, 58-67, 65, 66-70, 72, 74, 75, 100, 101, 103, 187
ZZen 9, 22, 24-27, 47
Zungendiagnose 60
Robert Egger, Dipl. Ing. ist Geschäftsführer des Shaolin Tempel Österreichs, Tai Chi Meister und Shaolin QiGong Trainer Dr. Hartmut Zwick, Facharzt für Lungenheilkunde und Leiter der Pulmologischen Abteilung, Krankenhaus Wien, zudem Geschäftsführer des Medical Fitness Studios in Wien Shi Yong Chuan, Abt und Meister Shi Yong Chuan ist buddhistischer Mönch des Songshan Shaolin Klosters in China. Im Kloster lernte er Buddhismus, das vom Gründer des Songshan Shaolin Kloster, entwickelte Yi Jin Jing (Transformation der Muskeln, Bänder und Sehnen) sowie Xi Sui Jing (Reinigung des Knochenmarks). Shi Yong Chuan ist Leiter von Shaolin Europa Sabine Knoll, Mag. ist freie Journalistin und beim Österreichischen Rundfunk beschäftigt.