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Drachen Verlag Weitere Titel dieses Verlages anzeigen
| Inhalt | |||||||
| Zum Geleit | 8 | ||||||
| Vorwort | 10 | ||||||
| Einführung | 12 | ||||||
| 1 | Rutengänger - Scharlatane oder Naturtalente? | 17 | |||||
| Rutengänger im Spiegel der Presse | 18 | ||||||
| Drei Kategorien phantastischer Behauptungen | 19 | ||||||
| Die Wünschelrute - ein Sex-Objekt? | 22 | ||||||
| Theorie-Vorstellungen in der Radiästhesie | 23 | ||||||
| Die Wünschelrute - Kaffeesatz-Ersatz oder aussagekräftiges Instrument? | 24 | ||||||
| 2 | Erfahrungen aus Jahrhunderten | 26 | |||||
| Antike Berichte | 26 | ||||||
| Dreihundert Jahre - und kein Fortschritt | 27 | ||||||
| Unbehagen über moderne Vertreter der Radiästhesie | 29 | ||||||
| Hundert Jahre Rutengänger-Tests | 32 | ||||||
| Die herrschenden Meinungen | 33 | ||||||
| Im Namen des Volkes | 33 | ||||||
| Standpunkte in der Medizin | 35 | ||||||
| Erklärungen der Geologen | 37 | ||||||
| Ein überflüssiger Streit | 40 | ||||||
| Ansichten von Physikern | 42 | ||||||
| Beurteilung durch Vertreter der Radiästhesie | 43 | ||||||
| 3 | Ungewöhnliche Leistungen herausragender Rutengänger | 46 | |||||
| Der Reichsbahnamtmann Georg Kittemann | 46 | ||||||
| Wasser im Felsenhang | 48 | ||||||
| Im Westerwald | 48 | ||||||
| Bewertung durch die Reichsbahn | 50 | ||||||
| Die Prämie | 51 | ||||||
| Ein unterirdischer Fluss bei Holzkirchen | 53 | ||||||
| Überraschung am Irschenberg | 55 | ||||||
| Die Rutenmeisterin Emmy Kittemann | 56 | ||||||
| Eine Molkerei benötigt mehr Wasser | 56 | ||||||
| Bohrung im Hunsrück | 58 | ||||||
| Ein Skeptiker wird überzeugt | 58 | ||||||
| Harte Arbeit: 113 Meter durch Granit | 59 | ||||||
| Nachhilfe an der Autobahn | 59 | ||||||
| Guter Rat war billig | 60 | ||||||
| Rutengänger als Ausweg | 60 | ||||||
| Wassereinbruch auf der Tauernautobahn | 61 | ||||||
| Die Entdeckung der Benedictus-Quelle | 62 | ||||||
| Vorgeschichte | 62 | ||||||
| Spaziergang im Kurgarten | 63 | ||||||
| Rutengänger contra Wissenschaft | 64 | ||||||
| Die erste Bohrung - ein scheinbarer Fehlschlag | 66 | ||||||
| Überraschung am Bohrloch | 70 | ||||||
| Erklärungsversuche | 71 | ||||||
| Heilwasser im Bohrloch II | 73 | ||||||
| Beurteilung der Fakten | 74 | ||||||
| 4 | Brunnen in Sri Lanka | 80 | |||||
| Eine kleine Schrift mit großer Wirkung | 80 | ||||||
| Schwieriger Beginn | 84 | ||||||
| Experiment auf dem Schulhof | 86 | ||||||
| Das Projekt | 88 | ||||||
| Wasser für Vavuniya | 90 | ||||||
| 604 Brunnen auf dem Lande | 91 | ||||||
| Süßwasser am Salzmeer | 94 | ||||||
| Die unglaubliche Bilanz | 95 | ||||||
| Vergleich mit anderen Projekten | 97 | ||||||
| Gegenargumente und Einwände | 98 | ||||||
| Die Hypothese vom glücklichen Zufall | 98 | ||||||
| Ist Brunnen-Bohren überall erfolgreich? | 99 | ||||||
| Super-Beobachter? | 101 | ||||||
| Kontroll-Experimente in Sri Lanka | 105 | ||||||
| Wassersuche in anderen Trockengebieten | 110 | ||||||
| Wassersuche in Nigeria | 112 | ||||||
| Karstwasser im Kongo | 112 | ||||||
| Auf einer Insel der Philippinen | 117 | ||||||
| Vier Quellen im Schacht - eine präzise Vorhersage | 123 | ||||||
| Mineralwasser im Dornenwald | 125 | ||||||
| Besuch auf der Feuerinsel | 127 | ||||||
| Wasser im Wadi Ayyan | 130 | ||||||
| Auf den Spuren von Mose | 132 | ||||||
| Ein Blitz aus heiterem Himmel | 135 | ||||||
| Zusammenarbeit - Devise der Zukunft? | 137 | ||||||
| 5 | Ein Testort im Spessart | 139 | |||||
| Auf der Suche nach Kohlensäure und Sprudelwasser | 139 | ||||||
| Zwei Rutengängerfinden ein Kluftsystem | 142 | ||||||
| Bestätigung durch geophysikalische Messungen | 147 | ||||||
| Geoelektrik | 148 | ||||||
| Strahlenmessungen | 148 | ||||||
| Überraschende Bodenschwingungen | 149 | ||||||
| Rutengänger-Experimente am Bohrpunkt | 151 | ||||||
| 6 | Das Münchener Forschungsprojekt | 154 | |||||
| Ein Nachmittag in der Villa Hammerschmidt | 154 | ||||||
| Die 3-Tage-Diskussion der Experten | 156 | ||||||
| Suche nach Stecknadeln im Heuhaufen (Durch das Tal der Enttäuschungen) | 158 | ||||||
| Lichtblicke | 161 | ||||||
| Die Kommission tagt | 163 | ||||||
| Institut gesucht | 164 | ||||||
| Coup im Pressereferat | 165 | ||||||
| Rutengänger im Härtetest | 167 | ||||||
| Drei Hypothesen | 167 | ||||||
| Das Scheunen-Experiment oder die Suche nach X=Y | 168 | ||||||
| Die Laufbrett-Experimente | 177 | ||||||
| Wasser - kein Reiz für Rutengänger? | 187 | ||||||
| Wasser garantiert | 188 | ||||||
| 7 | Aktuelle Bestandsaufnahme und Erklärungsversuche | 190 | |||||
| Was können Rutengänger wirklich ? | 190 | ||||||
| Ja oder Nein - das ist die Frage | 190 | ||||||
| Der Ort gibt den Ton an | 191 | ||||||
| Breit gestreut und scharf gebündelt | 192 | ||||||
| Das Rätsel der Tiefenbestimmung und andere Spezialitäten | 195 | ||||||
| Unverstandene Sensibilitäten bei Mensch und Tier | 196 | ||||||
| Hypersensorische Leistungen von Tieren | 196 | ||||||
| Ergebnisse beim Menschen | 198 | ||||||
| Hypothesen | 200 | ||||||
| Erklärungsspektrum | 200 | ||||||
| Verfügen Rutengänger über einen Magnet-Sinn? | 202 | ||||||
| Elektromagnetische Felder | 204 | ||||||
| Infraschall | 205 | ||||||
| Modellprinzipien | 206 | ||||||
| Gefragt sind Beiträge aus den Wissenschaften | 208 | ||||||
| Biologisch-medizinische Projekte | 208 | ||||||
| Geophysikalische Projekte | 209 | ||||||
| 8 | Krankheit als Standortproblem? | 213 | |||||
| Erfahrungen und Beobachtungen | 213 | ||||||
| Behauptungen und Konsequenzen | 213 | ||||||
| Der Fall von Pohl | 215 | ||||||
| Suche nach krankmachenden Plätzen | 218 | ||||||
| Hausuntersuchungen | 218 | ||||||
| Linien im Übermaß | 224 | ||||||
| Objektivierung biologisch wirksamer Zonen | 225 | ||||||
| 9 | Einwände und Kritiker | 229 | |||||
| Beweise, Beweise | 229 | ||||||
| (Weg-)Erklärungsversuche oder Einwände in vier Stufen | 230 | ||||||
| Alles schon widerlegt (,,Gemessen und nichts gefunden") | 233 | ||||||
| Theorie-Einwände | 235 | ||||||
| Die Rolle der Fehlschläge | 236 | ||||||
| Extreme Kritik | 238 | ||||||
| Kreuzzügler gegen die Wissenschaft | 241 | ||||||
| Der 1-Million-Dollar-Bluff | 243 | ||||||
| Show-Time in Australien | 244 | ||||||
| Zauberer kontra Wissenschaft | 245 | ||||||
| 10 | Das Rutengänger-Phänomen als wissenschaftliches Grenzgebiet | 248 | |||||
| Über vierzehn Gräben musst du gehn | 248 | ||||||
| Abgrenzung zur Parapsychologie | 251 | ||||||
| Fernmutungen | 251 | ||||||
| Was ist paranormal? | 253 | ||||||
| Anomalien in der Naturwissenschaft | 254 | ||||||
| Rutengänger und Wissenschaft | 256 | ||||||
| Forschung auf Grenzgebieten - private und offizielle Erkenntnis | 261 | ||||||
| Schlusswort | 265 | ||||||
| Anhang | 267 | ||||||
| Interview mit Hans Schröter | 268 | ||||||
| Literaturverzeichnis | 280 | ||||||
Vorwort
Das hohe Alter eines Themas stellt keine Garantie für einen optimalen Stand der Diskussionen darüber dar. Rutengänger und "Erdstrahlen" beschäftigen die Menschheit seit Urzeiten, und dennoch ist das allgemeine Verständnis dieses Gebiets auf einem zutiefst vorwissenschaftlichen Niveau verblieben. Gewiss lassen sich die Mehrzahl der hierdurch aufgeworfenen Fragen auch heute noch nicht mit der letztlich gewünschten Sicherheit beantworten; es besteht jedoch eine Fülle von eigentlich unübersehbaren Beobachtungen und Fakten über die Leistungsfähigkeit von Rutengängern, die im Umfang ständig wachsen und doch zu Unrecht im Nebel des Kontroversen ein verstecktes und unnötigerweise umstrittenes Dasein führen.
Sowohl die ausgeprägte Komplexität des Themas, seine meist in weit übertriebenem Maß angenommene Verwobenheit mit okkulten, esoterischen und irrationalen Bereichen wie auch die gemeinhin leicht erkennbaren Fehlleistungen von Rutengängern haben es bis heute verhindert, eine minimale Übereinstimmung in den Ansichten der Grundtatsachen zu erlangen. Eine nachhaltige Verbesserung des Kenntnisstands über das vielschichtige Thema, das allgemein mit dem Sammelbegriff "Radiästhesie" bezeichnet wird, wäre für Öffentlichkeit und Wissenschaft nicht nur wünschenswert, sondern auch möglich.
Dieses Buch stellt einen Versuch dar, die geheimnisvollen Tätigkeiten von Rutengängern nicht nur mit Kritik und schonungsloser Offenheit, sondern auch mit Fairness und Verständnis aus der Sicht des Naturwissenschaftlers möglichst objektiv zu beleuchten. Das Ergebnis mag für viele eine Überraschung darstellen: Trotz aller durch Fluten von Scharlatanerie und Fehlverhalten berechtigten Einwände erweisen nachprüfbare Befunde einen bislang unerklärten, harten Kern an Fähigkeiten von Rutengängern. Damit gewinnt die Erscheinung neue Dimensionen des Interesses für manche Laien und moderne wissenschaftliche Disziplinen.
Unzweifelhaft reiht sich das spannende Thema in die lange Liste heißer Eisen ein, die tabubelegt in akademischer Verbannung verharren. Aber durch Schweigen und Verdrängen finden sich selten Lösungen und Chancen für erweitertes Erkennen. Mit den Darlegungen dieses Buchs sind Appelle verbunden, historisch gewachsene Vorurteile zu überkommen und Grenzgebiete unvoreingenommener zu betrachten, als dies bisher geschehen ist. Begründeter Anlass dazu sind die hier präsentierten Beiträge zum Lüften der dichten Schleier über den Geheimnissen der Wünschelrute. Obwohl auch weiterhin dringende Notwendigkeit zu vernünftiger Skepsis besteht, rechtfertigt das inzwischen angesammelte Wissen über die Rutengänger eine rationale Bestandsaufnahme und ihre Einbeziehung in künftige Forschungen.
Danksagungen
Es ist mir ein herzliches Bedürfnis, den vielen Personen und Institutionen zu danken, die in verschiedenartigster Weise zum Entstehen dieses Buchs beigetragen haben. Da meine Vorarbeiten zum Thema des Buchs schon lange vor Abfassung des Manuskripts begannen und in sehr unterschiedliche Kreise reichten, ist es inzwischen unmöglich geworden, alle Namen von Informanten und Gesprächspartnern sowie von Mitarbeitern und projektfördernden Damen und Herren einzeln zu nennen.
Besonderer Dank gilt Frau Emmy Kittemann und der Stadt Tegernsee, ohne deren reichhaltige Unterlagen und Berichte das Kapitel 3 nicht zustande gekommen wäre. Ich war sehr davon beeindruckt, wie klar und unmissverständlich Frau Kittemann trotz ihres hohen Alters mir ihr Wissen um die Geheimnisse der Wünschelrute anvertraute.
Durch ungewöhnlich glückliche Umstände war es möglich, die Arbeiten von Herrn Hans Schröter und seine faszinierenden Rutengänger-Tätigkeiten aus allernächster Nähe zu begleiten und einen reichhaltigen Erfahrungsschatz zu sammeln; ihm und der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) sei für die Überlassung und Verwendung von wichtigen Unterlagen ganz herzlich gedankt. Die Kapitel 4 und 5 wären ohne diese großzügige Mithilfe nicht entstanden.
Schließlich ist es mir ein aufrichtiges Anliegen, den Begründern der Stiftung Natur und Medizin, voran Herrn Altbundespräsident Professor Dr. Karl Carstens und seiner Frau Dr. Veronica Carstens, für tatkräftige Unterstützung zu danken. Ihren Initiativen ist es zu verdanken, dass ich dieses interessante und aufregende Thema über lange Zeit so intensiv verfolgen konnte.
Dass der Mensch über Sensorien verfügt, die ihm über den Sehsinn oder das Tastempfinden hinaus die nicht sicht- und greifbare Welt erschließen, wird in unzähligen Gelegenheiten im Alltag deutlich: Man fühlt sich in einem Raum wohl, an einem anderen Ort empfindet man Bedrückung, man ruft spontan einen Menschen an, weil man fühlt, dass er Zuspruch braucht, man »verursacht« einen Parkplatz oder »weiß«, was gleich passiert. Eines der erstaunlichsten Phänomene jener von keinem bisher bekannten physischen Medium vermittelten Wahrnehmung ist der Sinn für unterirdische Wasservorkommen und geologische Eigenschaften, der bei einigen Menschen in schier unglaublichem Maß ausgeprägt ist. Sie sind beispielsweise in der Lage, selbst in Wüstengebieten Brunnenbohrpunkte in mehreren hundert Metern Tiefe zu finden, und das buchstäblich im Handumdrehen: Der Ausschlag ihres Zeigerinstruments, der Wünschelrute, macht das körperliche Empfinden sichtbar, das offenbar auf mentalem Weg auf die zielgenaue Ortung eines solchen Punkts eingestellt werden kann.
Die Wissenschaft tut sich schwer, das Wünschelrutenphänomen oder, allgemeiner, den Erfahrungsbereich der Radiästhesie (»Strahlenfühligkeit«) einzuordnen oder gar zu erklären. In der Regel wird das Rutengehen als Aberglaube und Scharlatanerie abgetan, und selbst Rutenmeister, die ihr Können unter strengster Überwachung und gegen alle Wahrscheinlichkeit unter Beweis gestellt haben, müssen damit rechnen, lächerlich gemacht zu werden.
Hans-Dieter Betz geht in diesem Buch der Frage nach: Was können Rutengänger wirklich? In einer gründlichen Bestandsaufnahme untersucht er die Leistungen der beiden Rutenmeister Georg und Emmy Kittemann, die unter anderen die Heilquelle von Tegernsee gefunden haben, sowie von Hans Schröter, der als Wasserbau-Ingenieur mit Hilfe seiner radiästhetischen Fähigkeiten für die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit tausende von erfolgreichen Bohrungen für Trinkwasserbrunnen bestimmt hat. Schröters eindrucksvolle Tätigkeit mit der Wünschelrute ist wissenschaftlich dokumentiert und widersteht allen Wegerklärungsversuchen.
Hans-Dieter Betz hat zusammen mit seinem Kollegen Prof. Herbert König den vieldiskutierten »Wünschelrutenreport« verfasst. Im vorliegenden Buch beschreibt er den Aufbau und den Ablauf der Versuche und zieht daraus kritische Schlussfolgerungen als Naturwissenschaftler. Demnach ist anzuerkennen, dass es neben vielen Rutengängern, die kaum signifikante Befunde liefern, eine kleine Anzahl hochbegabter Sensitiver gibt, deren Wirken auf eine bisher unerklärte Wahrnehmungsfähigkeit des Menschen schließen lässt. Eine seriösere Antwort auf die Frage, was Rutengänger wirklich können, ist bisher nicht gegeben worden.
ISBN 978-3927369-16-0
Prof. em, Dr. Hans-Dieter Betz, Jahrgang 1940, lehrte nach seiner Promotion als Physiker fünf Jahre lang am Massachusetts Institute of Technology, USA. 1972 wurde er Professor für Experimentalphysik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Gemeinsam mit Prof. Herbert König leitete er das vom Forschungsministerium der Bundesrepublik Deutschland finanzierte Projekt über »Erdstrahlen und Rutengänger« (1984-89).