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    Phänomen Wünschelrute

    Was Rutengänger wirklich können. Eine Bestandsaufnahme

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    Phänomen Wünschelrute
    Was Rutengänger wirklich können. Eine Bestandsaufnahme

    Autoren:

    Verlag:
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    Erschienen: Januar 2007
    Seiten: 288
    Sprache: Deutsch
    Illustration: zahlreiche Fotos und Abbildungen
    Maße: 233x161x27
    Einband: Kartoniert / Broschiert
    Reihe: Edition Eike Hensch
    ISBN: 3927369160
    EAN: 9783927369160

    Inhaltsverzeichnis

    Inhalt
    Zum Geleit8
    Vorwort10
    Einführung12
    1Rutengänger - Scharlatane oder Naturtalente?17
    Rutengänger im Spiegel der Presse18
    Drei Kategorien phantastischer Behauptungen19
    Die Wünschelrute - ein Sex-Objekt?22
    Theorie-Vorstellungen in der Radiästhesie23
    Die Wünschelrute - Kaffeesatz-Ersatz oder aussagekräftiges Instrument?24
    2Erfahrungen aus Jahrhunderten26
    Antike Berichte26
    Dreihundert Jahre - und kein Fortschritt27
    Unbehagen über moderne Vertreter der Radiästhesie29
    Hundert Jahre Rutengänger-Tests32
    Die herrschenden Meinungen33
    Im Namen des Volkes33
    Standpunkte in der Medizin35
    Erklärungen der Geologen37
    Ein überflüssiger Streit40
    Ansichten von Physikern42
    Beurteilung durch Vertreter der Radiästhesie43
    3Ungewöhnliche Leistungen herausragender Rutengänger46
    Der Reichsbahnamtmann Georg Kittemann46
    Wasser im Felsenhang48
    Im Westerwald48
    Bewertung durch die Reichsbahn50
    Die Prämie51
    Ein unterirdischer Fluss bei Holzkirchen53
    Überraschung am Irschenberg55
    Die Rutenmeisterin Emmy Kittemann 56
    Eine Molkerei benötigt mehr Wasser56
    Bohrung im Hunsrück58
    Ein Skeptiker wird überzeugt58
    Harte Arbeit: 113 Meter durch Granit59
    Nachhilfe an der Autobahn59
    Guter Rat war billig60
    Rutengänger als Ausweg60
    Wassereinbruch auf der Tauernautobahn61
    Die Entdeckung der Benedictus-Quelle 62
    Vorgeschichte62
    Spaziergang im Kurgarten63
    Rutengänger contra Wissenschaft64
    Die erste Bohrung - ein scheinbarer Fehlschlag66
    Überraschung am Bohrloch70
    Erklärungsversuche71
    Heilwasser im Bohrloch II73
    Beurteilung der Fakten 74
    4Brunnen in Sri Lanka80
    Eine kleine Schrift mit großer Wirkung80
    Schwieriger Beginn 84
    Experiment auf dem Schulhof86
    Das Projekt 88
    Wasser für Vavuniya90
    604 Brunnen auf dem Lande91
    Süßwasser am Salzmeer94
    Die unglaubliche Bilanz95
    Vergleich mit anderen Projekten97
    Gegenargumente und Einwände 98
    Die Hypothese vom glücklichen Zufall98
    Ist Brunnen-Bohren überall erfolgreich?99
    Super-Beobachter?101
    Kontroll-Experimente in Sri Lanka 105
    Wassersuche in anderen Trockengebieten 110
    Wassersuche in Nigeria112
    Karstwasser im Kongo112
    Auf einer Insel der Philippinen117
    Vier Quellen im Schacht - eine präzise Vorhersage123
    Mineralwasser im Dornenwald125
    Besuch auf der Feuerinsel127
    Wasser im Wadi Ayyan130
    Auf den Spuren von Mose 132
    Ein Blitz aus heiterem Himmel135
    Zusammenarbeit - Devise der Zukunft? 137
    5Ein Testort im Spessart139
    Auf der Suche nach Kohlensäure und Sprudelwasser139
    Zwei Rutengängerfinden ein Kluftsystem 142
    Bestätigung durch geophysikalische Messungen 147
    Geoelektrik148
    Strahlenmessungen148
    Überraschende Bodenschwingungen149
    Rutengänger-Experimente am Bohrpunkt 151
    6Das Münchener Forschungsprojekt154
    Ein Nachmittag in der Villa Hammerschmidt154
    Die 3-Tage-Diskussion der Experten156
    Suche nach Stecknadeln im Heuhaufen (Durch das Tal der Enttäuschungen)158
    Lichtblicke161
    Die Kommission tagt163
    Institut gesucht164
    Coup im Pressereferat165
    Rutengänger im Härtetest167
    Drei Hypothesen167
    Das Scheunen-Experiment oder die Suche nach X=Y168
    Die Laufbrett-Experimente177
    Wasser - kein Reiz für Rutengänger? 187
    Wasser garantiert 188
    7Aktuelle Bestandsaufnahme und Erklärungsversuche190
    Was können Rutengänger wirklich ?190
    Ja oder Nein - das ist die Frage190
    Der Ort gibt den Ton an191
    Breit gestreut und scharf gebündelt192
    Das Rätsel der Tiefenbestimmung und andere Spezialitäten 195
    Unverstandene Sensibilitäten bei Mensch und Tier196
    Hypersensorische Leistungen von Tieren196
    Ergebnisse beim Menschen198
    Hypothesen 200
    Erklärungsspektrum200
    Verfügen Rutengänger über einen Magnet-Sinn?202
    Elektromagnetische Felder204
    Infraschall205
    Modellprinzipien206
    Gefragt sind Beiträge aus den Wissenschaften208
    Biologisch-medizinische Projekte208
    Geophysikalische Projekte209
    8Krankheit als Standortproblem?213
    Erfahrungen und Beobachtungen213
    Behauptungen und Konsequenzen213
    Der Fall von Pohl215
    Suche nach krankmachenden Plätzen 218
    Hausuntersuchungen218
    Linien im Übermaß224
    Objektivierung biologisch wirksamer Zonen225
    9Einwände und Kritiker229
    Beweise, Beweise229
    (Weg-)Erklärungsversuche oder Einwände in vier Stufen230
    Alles schon widerlegt (,,Gemessen und nichts gefunden")233
    Theorie-Einwände235
    Die Rolle der Fehlschläge236
    Extreme Kritik238
    Kreuzzügler gegen die Wissenschaft241
    Der 1-Million-Dollar-Bluff243
    Show-Time in Australien244
    Zauberer kontra Wissenschaft245
    10Das Rutengänger-Phänomen als wissenschaftliches Grenzgebiet248
    Über vierzehn Gräben musst du gehn248
    Abgrenzung zur Parapsychologie251
    Fernmutungen251
    Was ist paranormal?253
    Anomalien in der Naturwissenschaft254
    Rutengänger und Wissenschaft256
    Forschung auf Grenzgebieten - private und offizielle Erkenntnis261
    Schlusswort265
    Anhang267
    Interview mit Hans Schröter268
    Literaturverzeichnis280



    Vorwort

    Vorwort

    Das hohe Alter eines Themas stellt keine Garantie für einen optimalen Stand der Diskussionen darüber dar. Rutengänger und "Erdstrahlen" beschäftigen die Menschheit seit Urzeiten, und dennoch ist das allgemeine Verständnis dieses Gebiets auf einem zutiefst vorwissenschaftlichen Niveau verblieben. Gewiss lassen sich die Mehrzahl der hierdurch aufgeworfenen Fragen auch heute noch nicht mit der letztlich gewünschten Sicherheit beantworten; es besteht jedoch eine Fülle von eigentlich unübersehbaren Beobachtungen und Fakten über die Leistungsfähigkeit von Rutengängern, die im Umfang ständig wachsen und doch zu Unrecht im Nebel des Kontroversen ein verstecktes und unnötigerweise umstrittenes Dasein führen.

    Sowohl die ausgeprägte Komplexität des Themas, seine meist in weit übertriebenem Maß angenommene Verwobenheit mit okkulten, esoterischen und irrationalen Bereichen wie auch die gemeinhin leicht erkennbaren Fehlleistungen von Rutengängern haben es bis heute verhindert, eine minimale Übereinstimmung in den Ansichten der Grundtatsachen zu erlangen. Eine nachhaltige Verbesserung des Kenntnisstands über das vielschichtige Thema, das allgemein mit dem Sammelbegriff "Radiästhesie" bezeichnet wird, wäre für Öffentlichkeit und Wissenschaft nicht nur wünschenswert, sondern auch möglich.

    Dieses Buch stellt einen Versuch dar, die geheimnisvollen Tätigkeiten von Rutengängern nicht nur mit Kritik und schonungsloser Offenheit, sondern auch mit Fairness und Verständnis aus der Sicht des Naturwissenschaftlers möglichst objektiv zu beleuchten. Das Ergebnis mag für viele eine Überraschung darstellen: Trotz aller durch Fluten von Scharlatanerie und Fehlverhalten berechtigten Einwände erweisen nachprüfbare Befunde einen bislang unerklärten, harten Kern an Fähigkeiten von Rutengängern. Damit gewinnt die Erscheinung neue Dimensionen des Interesses für manche Laien und moderne wissenschaftliche Disziplinen.

    Unzweifelhaft reiht sich das spannende Thema in die lange Liste heißer Eisen ein, die tabubelegt in akademischer Verbannung verharren. Aber durch Schweigen und Verdrängen finden sich selten Lösungen und Chancen für erweitertes Erkennen. Mit den Darlegungen dieses Buchs sind Appelle verbunden, historisch gewachsene Vorurteile zu überkommen und Grenzgebiete unvoreingenommener zu betrachten, als dies bisher geschehen ist. Begründeter Anlass dazu sind die hier präsentierten Beiträge zum Lüften der dichten Schleier über den Geheimnissen der Wünschelrute. Obwohl auch weiterhin dringende Notwendigkeit zu vernünftiger Skepsis besteht, rechtfertigt das inzwischen angesammelte Wissen über die Rutengänger eine rationale Bestandsaufnahme und ihre Einbeziehung in künftige Forschungen.

    Danksagungen

    Es ist mir ein herzliches Bedürfnis, den vielen Personen und Institutionen zu danken, die in verschiedenartigster Weise zum Entstehen dieses Buchs beigetragen haben. Da meine Vorarbeiten zum Thema des Buchs schon lange vor Abfassung des Manuskripts begannen und in sehr unterschiedliche Kreise reichten, ist es inzwischen unmöglich geworden, alle Namen von Informanten und Gesprächspartnern sowie von Mitarbeitern und projektfördernden Damen und Herren einzeln zu nennen.

    Besonderer Dank gilt Frau Emmy Kittemann und der Stadt Tegernsee, ohne deren reichhaltige Unterlagen und Berichte das Kapitel 3 nicht zustande gekommen wäre. Ich war sehr davon beeindruckt, wie klar und unmissverständlich Frau Kittemann trotz ihres hohen Alters mir ihr Wissen um die Geheimnisse der Wünschelrute anvertraute.

    Durch ungewöhnlich glückliche Umstände war es möglich, die Arbeiten von Herrn Hans Schröter und seine faszinierenden Rutengänger-Tätigkeiten aus allernächster Nähe zu begleiten und einen reichhaltigen Erfahrungsschatz zu sammeln; ihm und der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) sei für die Überlassung und Verwendung von wichtigen Unterlagen ganz herzlich gedankt. Die Kapitel 4 und 5 wären ohne diese großzügige Mithilfe nicht entstanden.

    Schließlich ist es mir ein aufrichtiges Anliegen, den Begründern der Stiftung Natur und Medizin, voran Herrn Altbundespräsident Professor Dr. Karl Carstens und seiner Frau Dr. Veronica Carstens, für tatkräftige Unterstützung zu danken. Ihren Initiativen ist es zu verdanken, dass ich dieses interessante und aufregende Thema über lange Zeit so intensiv verfolgen konnte.

    Klappentext

    Dass der Mensch über Sensorien verfügt, die ihm über den Sehsinn oder das Tastempfinden hinaus die nicht sicht- und greifbare Welt erschließen, wird in unzähligen Gelegenheiten im Alltag deutlich: Man fühlt sich in einem Raum wohl, an einem anderen Ort empfindet man Bedrückung, man ruft spontan einen Menschen an, weil man fühlt, dass er Zuspruch braucht, man »verursacht« einen Parkplatz oder »weiß«, was gleich passiert. Eines der erstaunlichsten Phänomene jener von keinem bisher bekannten physischen Medium vermittelten Wahrnehmung ist der Sinn für unterirdische Wasservorkommen und geologische Eigenschaften, der bei einigen Menschen in schier unglaublichem Maß ausgeprägt ist. Sie sind beispielsweise in der Lage, selbst in Wüstengebieten Brunnenbohrpunkte in mehreren hundert Metern Tiefe zu finden, und das buchstäblich im Handumdrehen: Der Ausschlag ihres Zeigerinstruments, der Wünschelrute, macht das körperliche Empfinden sichtbar, das offenbar auf mentalem Weg auf die zielgenaue Ortung eines solchen Punkts eingestellt werden kann.

    Die Wissenschaft tut sich schwer, das Wünschelrutenphänomen oder, allgemeiner, den Erfahrungsbereich der Radiästhesie (»Strahlenfühligkeit«) einzuordnen oder gar zu erklären. In der Regel wird das Rutengehen als Aberglaube und Scharlatanerie abgetan, und selbst Rutenmeister, die ihr Können unter strengster Überwachung und gegen alle Wahrscheinlichkeit unter Beweis gestellt haben, müssen damit rechnen, lächerlich gemacht zu werden.

    Hans-Dieter Betz geht in diesem Buch der Frage nach: Was können Rutengänger wirklich? In einer gründlichen Bestandsaufnahme untersucht er die Leistungen der beiden Rutenmeister Georg und Emmy Kittemann, die unter anderen die Heilquelle von Tegernsee gefunden haben, sowie von Hans Schröter, der als Wasserbau-Ingenieur mit Hilfe seiner radiästhetischen Fähigkeiten für die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit tausende von erfolgreichen Bohrungen für Trinkwasserbrunnen bestimmt hat. Schröters eindrucksvolle Tätigkeit mit der Wünschelrute ist wissenschaftlich dokumentiert und widersteht allen Wegerklärungsversuchen.

    Hans-Dieter Betz hat zusammen mit seinem Kollegen Prof. Herbert König den vieldiskutierten »Wünschelrutenreport« verfasst. Im vorliegenden Buch beschreibt er den Aufbau und den Ablauf der Versuche und zieht daraus kritische Schlussfolgerungen als Naturwissenschaftler. Demnach ist anzuerkennen, dass es neben vielen Rutengängern, die kaum signifikante Befunde liefern, eine kleine Anzahl hochbegabter Sensitiver gibt, deren Wirken auf eine bisher unerklärte Wahrnehmungsfähigkeit des Menschen schließen lässt. Eine seriösere Antwort auf die Frage, was Rutengänger wirklich können, ist bisher nicht gegeben worden.


    ISBN 978-3927369-16-0

    Autor


    Prof. em, Dr. Hans-Dieter Betz, Jahrgang 1940, lehrte nach seiner Promotion als Physiker fünf Jahre lang am Massachusetts Institute of Technology, USA. 1972 wurde er Professor für Experimentalphysik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Gemeinsam mit Prof. Herbert König leitete er das vom Forschungsministerium der Bundesrepublik Deutschland finanzierte Projekt über »Erdstrahlen und Rutengänger« (1984-89).