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Bertelsmann W. Weitere Titel dieses Verlages anzeigen
| Inhalt | ||||||
| Vorbemerkungen | 7 | |||||
| 1 | Einleitung | 9 | ||||
| 2 | Historische Entwicklung | 15 | ||||
| 3 | Rechtliche Grundlagen | 22 | ||||
| 4 | Institutionen | 27 | ||||
| 5 | Finanzierung | 35 | ||||
| 6 | Angebote | 40 | ||||
| 7 | Teilnahme | 46 | ||||
| 8 | Personal | 55 | ||||
| 9 | Forschung und Lehre | 59 | ||||
| 10 | Internationale Kontakte | 66 | ||||
| 11 | Tendenzen und Perspektiven | 69 | ||||
| 12 | Anhang | 72 | ||||
| 12.1 | Literatur | 72 | ||||
| 12.2 | Glossar | 78 | ||||
| 12.3 | Ausgewählte Adressen | 82 | ||||
| Verzeichnis der Tabellen, Abbildungen und der Übersicht | 86 | |||||
| Register | 87 | |||||
| Autoren | 91 | |||||
Vorbemerkungen
Bildung und Kultur gehören zu den Kernbereichen, in denen Ziele und Identitäten im zusammenwachsenden Europa gefunden und gefestigt werden. So ist das Leitziel der Europäischen Union, im Jahre 2010 die global gesehen wettbewerbfähigste wissensbasierte Region der Welt zu sein, eng verbunden mit den Bemühungen um das lebenslange Lernen in den Mitgliedstaaten. Gerade in Bildung und Kultur, insbesondere auch in der Weiter- und Erwachsenenbildung, bestehen aber zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union große Unterschiede.
Die erste Fassung des hier vorliegenden "Porträts Weiterbildung Deutschland" ist 1994 veröffentlicht worden -und damit in einer Phase beginnender europäischer Bildungspolitik, in der sich Partnerschaften entwickelten, Diskurse und Projekte entstanden sowie Kenntnisse zusammengetragen wurden. Das meiste davon geschah mit Unterstützung der Europäischen Union, die in Programmen solche Kommunikationen und Produktionen förderte. Damals diente das Buch dazu, die Informationsinteressen der speziellen Projektpartner aus den europäischen Nachbarländern zu befriedigen, Hilfe zu bieten, das jeweils nationale Erwachsenenbildungssystem zu verstehen und Anknüpfungspunkte zu formulieren für eine engere Zusammenarbeit. Das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE) hat diese Interessen zu der damaligen Zeit nicht nur für Deutschland realisiert, sondern - im weiteren Verlauf dann mit dem Europäischen Konsortium "European Research and Development Institutes of Adult Education" (ERDI) - für andere Länder realisiert (Frankreich, Griechenland, Österreich, Spanien, Schweiz, Dänemark, Rumänien und Finnland), schließlich auch in einem Band über die Europäische Union selbst. Diese kurzen Texte wurden außerordentlich begrüßt von all jenen, die praktisch in der Erwachsenenbildung arbeiten, aber auch von Studierenden sowie von denjenigen, die einen ersten Zugang zu der Erwachsenenbildung in dem jeweiligen Land suchten.
Inzwischen haben sich die Dinge weiterentwickelt. Es gibt zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union und ihren Bildungsbereichen vielfältige Kommunikationen, Verknüpfungen, Projekt- und Programmbeziehungen. Die Kenntnisse über die jeweiligen nationalen Systeme haben sich deutlich verbessert, es werden immer häufiger "Best-practice// -Modelle ausgetauscht und es wird gemeinsam nach Lösungen für gemeinsame Probleme gesucht. Auch das politische Geschehen in Europa, in dem nach dem Verfahren der offenen Koordinierung Indikatoren definiert und Benchmarks gesetzt werden, hat die Transparenz erhöht. Europaweite Verfahren wie der Bologna-Prozess haben auch in der Weiterbildung Europäer einander nähergebracht: Die Aktivitäten im Anschluss an das "Memorandum lebenslanges Lernen" (2000) sind hier ebenso zu nennen wie der Einsatz des "Adult Education Survey", der teilweise nationale Erhebungen ersetzen wird. Die geringe Kenntnis von- und die Neugier aufeinander aus den ersten Jahren europäischer Bildungspolitik sind damit in den Hintergrund getreten.
Umso deutlicher wird dabei aber auch die Schwierigkeit, aktuelle und systematisch aufbereitete Daten über die jeweiligen Bildungssysteme zu erhalten. Gerade in der Erwachsenenbildung ist die Datenlage in allen europäischen Mitgliedstaaten eher dürftig, genauere Kenntnisse über diesen Bildungsbereich ergeben sich hauptsächlich durch langjährige Arbeit und damit erworbenes Wissen. Dem Bedürfnis nach einer knappen, übersichtlichen, systematischen und aktuellen Information über das jeweilige Bildungssystem dienen die "Porträts Weiterbildung" des DIE heute. Das innerhalb und außerhalb Deutschlands bestehende Interesse an einer solchen Informationsbroschüre über die deutsche Weiterbildung ist unübersehbar, belegt durch die Anzahl der verkauften Exemplare, aber auch durch die Übersetzungen von Vorauflagen im europäischen Raum (albanisch, englisch, französisch, polnisch, rumänisch, russisch, türkisch, ungarisch) und darüber hinaus (chinesisch, koreanisch). Ergänzend zur vorliegenden Printversion werden die herangezogenen Daten und Fakten in einem besonderen Servicebereich der DIE-Website zugänglich gemacht werden und dort jeweils aktualisiert erreichbar sein.
Mit der erneuten und aktualisierten Auflage des "Porträts Weiterbildung Deutschland" verfolgt das DIE seine Aufgabe, Dienstleistungen für Wissenschaft und Praxis der Erwachsenenbildung zu erbringen. Dazu stellt es jeweils Informationen, Dokumente und Materialien zur Verfügung und disseminiert diese in Konferenzen, Arbeitsgruppen und Publikationen. Die Dienstleistungen des DIE stehen dabei jeweils in engem Zusammenhang mit seinen Forschungsarbeiten, die unverzichtbarer Bestandteil der Weiterbildungsforschung in Deutschland sind. So stützt sich der vorliegende Text auf die institutsinterne Arbeit zu den "Trends der Weiterbildung" (für 2008) und auf die Statistiken, die im DIE bearbeitet werden (zuletzt "Verbundstatistik 2006"; "Volkshochschul-Statistik 2007").
Im Interesse einer weiteren Verbesserung des "Porträts Weiterbildung Deutschland" ist das DIE auch an Rückmeldungen der Leser/innen interessiert; bitte wenden Sie sich mit Fragen, Anregungen und Kommentaren direkt an meinen Co-Autor Peter Brandt (brandt@die-bonn.de).
Ekkehard Nuissl von Rein
Deutsches Institut für Erwachsenenbildung
Mit dieser Ausgabe legt das DIE eine Aktualisierung des nunmehr in 4. Auflage erscheinenden Porträts der Weiterbildung in Deutschland vor. Eingearbeitet wurde aktuelles Zahlenmaterial zu zentralen Bereichen der Weiterbildung, so u.a. zum Angebot, zur Weiterbildungsbeteiligung, zu Institutionen und zum Personal.
Zudem skizziert der Band die Geschichte der deutschen Erwachsenenbildung und informiert über rechtliche Grundlagen und Finanzierung.
Vertreter/innen aus Wissenschaft, Bildungsplanung und -Verwaltung erhalten ebenso wie in der Weiterbildungspraxis Tätige eine grundlegende Orientierung zum Weiterbildungssystem in Deutschland sowie zu aktuellen und künftigen Entwicklungstendenzen.
ISBN 978-3-7639-1970-3
Register
AAbschluss 20, 42, 44
Adult Education Survey (AES) 14, 46f., 49, 50
Adult Learning Documentation and Information Network (ALAD1N) 77
allgemeine Weiterbildung 29, 41 f., 50, 78
Arbeit und Leben 30f., 42-44, 55, 78, 83
Arbeit/Arbeiterbildung 14f., 24, 30, 35, 66, 78
Arbeitgeber 29, 32, 43, 55
Arbeitsförderungsgesetz (AfG) 23, 32, 78, 81
Arbeitsgemeinschaft Betriebliche Weiterbildungsforschung (ABWF) 83
Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB) 31, 44, 83
Aufklärung 15, 18f.
BBeamtengesetze 24
Beratung 40, 58
Berichtssystem Weiterbildung (BSW) 46, 50
berufliche Weiterbildung 16, 19, 21, 29-32, 37, 41-43, 50, 52, 66, 69, 79f.
Berufsausbildung 22f.
Berufsbild 57
Berufsbildungsgesetz 23
Betrieb 29, 35, 37f., 41, 46, 49, 79, 81
betriebliche Weiterbildung 16f., 30, 32, 42, 49, 56, 70, 79
Betriebsverfassungsgesetz 24, 31
Bezugswissenschaften 63f.
Bildungsgutschein 81
Bildungsprämie 36
Bildungsstätte 19, 31, 42, 83
Bildungsurlaub 25, 42, 79
Bildungswerk 27, 31, 32
Bologna-Prozess 59
Bund/Bundesregierung 35, 39, 50
Bundesagentur für Arbeit (BA) 23, 35, 37, 39, 70, 79f., 83
Bundesarbeitsgemeinschaft Familienbildung und Beratung (AGEF) 83
Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) 23
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) 23, 63, 75, 79, 82
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 83
Bundesrepublik Deutschland 16, 18, 22, 27, 43, 80
Bundesverband der Träger der beruflichen
Bildung (BBB) 32
Bund-Länder-Kommission (BLK) 11, 18, 72, 79
CCoaching 32, 40
DDachverband der Weiterbildungsorganisationen (DVWO) 32, 84
Deutsche Demokratische Republik (DDR) 9, 11, 18, 80
Deutsche Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (DEAE) 30, 44, 76, 84
Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaften (DGfE) 62f., 84
Deutsche Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium (DGWF) 63, 84
Deutscher Bildungsrat 18
Deutscher Bildungsserver 77
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) 30f., 79, 84
Deutscher Volkshochschul-Verband (DVV) 30, 44, 76, 81, 84
Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (DIE) 44, 47, 54f., 59, 62, 65f., 76-79, 82
Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) 63, 77, 82 duales System 12
dvv international 75, 78, 82
EEhrenamt 55, 79
Europäische Union 9, 21, 26, 35, 66f.
Europarat 67
European Association of the Education of Adults (EAEA) 66
European Master of Adult Education (EMAE) 59
European Research and Development Institutes of Adult Education (ERDI) 66
European Society for Research on the Education of Adults (ESREA) 66
European Universities Continuing Education Network (EUCEN) 67
EUROSTAT 68
Eurydice 78
FFamilienbildungsstätte 31
Fernlehrinstitute 27, 32
Fernunterricht 22, 32, 79f., 82f.
Fernunterrichtsschutzgesetz 23, 80, 82
Finanzierung 35, 37, 70f.
Föderal ismusreform 21, 79f.
Förderprogramme (europäische) 26, 67
formale Bildungsgänge 42, 46f., 80
Forschung 21, 59, 79
Fortbildung 16, 18f., 23f., 43, 46, 78, 80, 82
Forum Distanc-E-Learning 32, 84
freiberufliches pädagogisches Personal 55, 80
GGemeinsame Wissenschaftskonferenz 79, 84
Genderdimension 52, 54f.
Gesetze 22, 24f., 38
Gewerkschaft(en) 16f., 19, 24, 27, 29-32, 42f., 56, 70, 78f.
gewerkschaftliche Erwachsenenbildung 17, 30
Grundbildung 43, 69
HHartz-Reformen 19, 37, 81
hauptberufliches Personal 55-57, 80
Heimvolkshochschule 17, 31
Hessisches Landesinstitut für Pädagogik (HELP) 82
historische Entwicklung 15-21
Hochschulen 22f., 31, 56, 70
Hochschulrahmengesetz 23, 31
Honorarkräfte 55f., 80
Iinformelles Lernen 34, 46f., 70, 80
Info-Web Weiterbildung 77
Inklusion/Exklusion 69
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) 83
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) 79, 82
Integrationskurs 53
International Council for Adult Education (ICAE) 66
International Society for Comparative Adult Education (ISCAE) 67
internationale Dimension 14, 21, 26, 46, 66
KKammern 32, 42, 84
Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (KBE) 30, 44, 76, 78, 85
Kerncurriculum 62
Kirche(n) 19, 22, 24, 27, 31, 43, 55f.
kommerzielle Erwachsenenbildungseinrichtungen 32
Kommunen 35, 39
Kompetenz 14, 21, 26
konfessionelle Erwachsenenbildung 14fv 17, 21, 26, 29, 31, 42, 47, 55, 57, 70
kulturelle Bildung 411, 80
Kultusministerkonferenz (KMK) 11, 80, 85
LLänder 11f., 21, 35, 37, 39, 80
- Baden-Württemberg 25, 39
- Bayern 22, 25, 39
- Berlin 15, 25, 27
- Brandenburg 22
- Bremen 25, 29
- Hamburg 25, 27, 29
- Hessen 25, 37
- Mecklenburg-Vorpommern 25
- Niedersachsen 25
- Nordrhein-Westfalen 22, 25, 31, 37
- Rheinland-Pfalz 39
- Sachsen 22, 25
- Sachsen-Anhalt 22, 29
- Schleswig-Holstein 22, 25
- Thüringen 25
Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) 83
lebenslanges Lernens 12, 67, 69, 80
Lehrende 37, 55, 58, 70
Lehrerfortbildung 56
Leibniz-Gemeinschaft 62
Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) 63, 82
Lernberatung 21
MMarketing 58
Medien 40, 46, 81
Migranten/Migration(shintergrund) 9, 11 f., 53
Milieus, soziale 53
Mindestlohn 58
NNachholen von Schulabschlüssen 42, 46f.
National Institute of Adult Continuing Education (NIACE) 75f.
Nationaler Bildungsbericht 63
nebenberuflich Beschäftigte 56, 58, 80
Netzwerk 21, 34, 71
neue Bundesländer 51, 55
non-formale Bildung 42, 46f., 81
Oöffentliche Hand 81
Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) 14, 68
Organisationsentwicklung 58
PParteien 29
Personal 55-57
PIAAC 14, 68
PISA-Studien 14
politische Bildung 17, 20, 31, 41-43, 55, 66, 81
private Anbieter 33
Professionalisierung 18, 32, 58
Profil-PASS 21, 47, 70
QQualifikation 79
Qualifikationsrahmen 21, 26, 58
Qualifizierung 32, 43, 51, 58, 81
Qualität(sentwicklung) 18, 20, 33, 37, 58, 70f., 81
RRegionen 67
SSchweizerischer Verband für Weiterbildung (SVEB) 76, 78
selbstgesteuertes Lernen/Selbstlernen 40, 46f., 69, 81
Selbstständige 55
Sozialgesetzbuch (SGB) 32, 37f., 41, 81
Sprachenlernen 42f., 45
Studiengänge 57, 59
Studium 47
Subsidiarität 18, 20, 26, 71, 81
TTeilnahme siehe Weiterbildungsbeteiligung
Träger 17, 20, 22, 29, 81
Trainer 32
UÜbergänge 12, 69
Umschulung 18f., 23, 43, 78, 81 f.
UNESCO 67
Unternehmen siehe Betrieb URANIA 19
VVerband 30
Verbundstatistik 8, 44, 55-57
Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) 31, 85
Volksbildung 15, 19, 76, 81
Volkshochschule 16f., 19, 22, 27, 30f., 33, 37f., 40-44, 54-56, 76, 81 f.
Wwbmonitor 40, 42, 63
WeGeBAU 38
Weimarer Republik 16f.
Weiterbildungsbeteiligung 36, 46, 69f.
Wirtschaft 66
Wissenschaft (der Erwachsenenbildung) 59, 64, 79
ZZertifikat 42, 69, 79, 80
Zertifizierung 82
Zuwanderungsgesetz 53
zweiter Bildungsweg 82
Autoren
Prof. Dr. Dr. h.c. Ekkehard Nuissl
Professor im Fachbereich Erziehungswissenschaften der Universität Duisburg-Essen und wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung in Bonn, nuissl@die-bonn.de
Dr. Peter Brandt
Leiter des Daten- und Informationszentrums (DIZ) im Deutschen Institut für Erwachsenenbildung in Bonn; verantwortlicher Redakteur der DIE Zeitschrift für Erwachsenenbildung, brandt@die-bonn.de