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    Psychotherapie und Entwicklungspsychologie

    Beziehungen: Herausforderungen, Ressourcen, Risiken

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    Psychotherapie und Entwicklungspsychologie
    Beziehungen: Herausforderungen, Ressourcen, Risiken

    Autoren:

    Verlag:
    Springer-Verlag   Weitere Titel dieses Verlages anzeigen

    Auflage: 2. Aufl.
    Erschienen: November 2008
    Seiten: 286
    Sprache: Deutsch
    Illustration: 93 schwarz-weiße Abbildungen, 58 schwarz-weiße Fotos, 35 schwarz
    Maße: 249x179x22
    Einband: Leinen (Buchleinen)
    ISBN: 3540682902
    EAN: 9783540682905

    Inhaltsverzeichnis

    Inhaltsverzeichnis
    1Entwicklungspsychologie und Psychotherapie: Zwei »feindliche Schwestern«?1
    1.1Berührungspunkte in den Anfängen2
    1.2Erste Annäherungen: Freuds Beitrag zur Entwicklungspsychologie4
    1.3Vorstellungen über die Entwicklung in der frühesten Kindheit: Von Freud zu Mahler5
    Das Bild des Säuglings und Kleinkindes bei Freud5
    Das Bild des Säuglings und Kleinkindes bei Anna Freud7
    Das Bild des Säuglings und Kleinkindes bei Melanie Klein8
    Das Bild des Säuglings und Kleinkindes bei Winnicott10
    Das Bild des Säuglings und Kleinkindes bei Spitz11
    Das Bild des Säuglings und Kleinkindes bei Margaret Mahler12
    1.4Veränderungen in der psychoanalytischen Entwicklungstheorie über die Zeit14
    Bausteine zu einer psychoanalytischen Entwicklungstheorie14
    Übereinstimmungen zwischen den verschiedenen Ansätzen14
    Ist die von Sigmund Freud erarbeitete Konzeption der frühen Entwicklung entscheidend weiterentwickelt worden16
    Skotome, Diskontinuitäten und Kontroversen17
    1.5Psychoanalyse und Entwicklungspsychologie17
    Von Elterntagebüchern zu Lebensspannen-Psychologie18
    Ein etwas anderer Entwicklungsbegriff: Individuen als aktive Gestalter ihrer Entwicklung19
    1.6Unterschiede in den Konzepten: Vom rekonstruierten zum kompetenten Säugling20
    Ursachen für die Unterschiede in den Entwicklungskonzeptionen20
    Bestätigung oder Verwerfung psychoanalytischer Ideen?21
    1.7Integrative Ansätze23
    Psychoanalytische Entwicklungspsychologie23
    Entwicklungspsychopathologie23
    Forschungsanstöße für die Entwicklungspsychologie24
    2Wenn die fördernde Umwelt ausfällt27
    2.1Winnicotts Beitrag zum Verständnis früher Beziehungsentwicklung28
    2.2Wilde Kinder oder Wolfskinder30
    Peter von Hameln30
    2.3Verbrechen an der Seele: Kaspar Hause31
    2.4Victor von Aveyron34
    2.5Extreme Entwicklungsbedingungen: Kinder in Heimen37
    Hospitalismus37
    Anaklitische Depression38
    Kinder in Frauengefängnissen40
    2.6Kinder depressiver Mutter41
    Prävalenz und Ätiologie41
    Mütterliche Depression und Kindesentwicklung42
    Depression und Mutter-Kind-Interaktionen44
    Langzeiteffekte elterlicher Depression auf Kinder und Jugendliche44
    Auswirkungen auf die kognitive Entwicklung45
    2.7Elternverlust durch Tod45
    Trauer bei kleinen Kindern45
    Kurz- und längerfristige Entwicklungsbesonderheiten bei Kindern mit verstorbenen Eltern47
    2.8Der therapeutische Umgang mit frühen Verlusten: Das zerbrochene Herz48
    »Entwicklungsstörungen« oder »Bindungsstörungen«?48
    2.9Das zerbrochene Herz: Reinszenierung von Trennungen in der Psychotherapie49
    3Bindungsentwicklung53
    3.1Von Winnicott zur Bindungstheorie54
    Haltephase und primäre Mütterlichkeit55
    Entstehung von Ich-Strukturen, vom Selbst und von Objektbeziehungen56
    Die Bindungstheorie58
    Bindung und Exploration58
    Langfristige Auswirkungen früher Bindungserfahrungen59
    Beziehungen zwischen Bindungstheorie und verschiedenen psychoanalytischen Theorien60
    3.2Noch einmal: Der kompetente Säugling61
    Größen-, Farb- und Formkonstanz62
    Figur-Grund-Unterscheidung und Wahrnehmung von Details62
    Tiefenwahrnehmung63
    Bewegungswahrnehmung63
    Frühe Synchronizität zwischen Mutter und Kind64
    3.3Antwortlächeln und Fremdeln64
    Das Antwortlächeln65
    Die Achtmonatsangst67
    3.4Bindungsentwicklung in der Kindheit und im Erwachsenenalter68
    Stufenweise Ausbildung des Bindungsverhaltens68
    Die Messung von Bindung in der Kindheit69
    Bindungsbeziehung und Krippeneintritt72
    Bindungsverhalten bei Erwachsenen72
    3.5Stabilität und transgenerationale Weitergabe von Bindungsmustern73
    3.6Das »Bindungsloch« in der Adoleszenz75
    3.7Mütterliche Feinfühligkeit und »schwierige« Babys78
    Hilfen bei Babys mit Regulationsstörungen79
    3.8Effekte von Bindungssicherheit: Mentalisierung und Emotionskontrolle80
    Bindung und Mentalisierung80
    Bindung und Emotionsregulierung82
    3.9Bindung und Psychopathologie85
    Unsichere Bindung und psychische Störungen86
    Desorganisation von Bindung86
    Bindungsklassifikation und Psychotherapie88
    4Phantasien, Symbolisierungen und Kreativität als Ressourcen91
    4.1Symbole und Phantasien in der Psychoanalyse92
    Die Macht der inneren Bilder94
    4.2Phantasie und Aggression94
    4.3Entwicklungspsychologische Grundlagen: Phantasie, Spiel und Kreativität95
    Entwicklung des Spiels95
    Kreativitätsentwicklung97
    Trauma, Verlust und Phantasie98
    Traumatische Erfahrungen98
    Veränderungen von Spiel, Kreativität und Phantasie durch Traumata99
    Phantasie und Bindung oder Phantasie und Verlust?101
    4.5Hilfreiche und tröstliche Phantasien102
    Der Familienroman102
    Rettungsphantasien103
    Der imaginäre Gefährte104
    4.6Kreative Tätigkeiten: Malen und Schreiben106
    Tagebuchschreiben zwischen Abwehr und Wunscherfüllung106
    Malen: Der leere Raum wird gefüllt109
    Kunst und depressive Position110
    4.7Theoretische Weiterentwicklungen: Übergangsraum und Übergangsobjekt111
    Übergangsraum111
    Übergangsobjekt112
    4.8»Das Chaos ordnen«: Die Bedeutung von Märchen113
    4.9Umsetzung im therapeutischen Raum: Geschichten und der Übergangsraum des Vorlesens114
    5Freunde und romantische Partner als »Entwicklungshelfer«117
    5.1Warum werden Freunde zunehmend bedeutsamer?118
    5.2Entwicklungsprozesse, die zu Veränderungen in den Freundschaftsbeziehungen führen119
    Frühes Interesse an Gleichaltrigen121
    Ein scheinbarer Rückschritt: Egozentrisches Verhalten122
    »Ich denke an meine Mutter, die meint, mein Vater findet ...«123
    Zunehmende Offenheit gegenüber Freunden und romantischen Partnern124
    5.3Stufenfolgen in der Entwicklung von Freundschaftsbeziehungen124
    5.4Wesentliche Lernprozesse in Freundschaftsbeziehungen: Emotionsregulierung, Konfliktbewältigung, Identitätsstiftung128
    Emotional kompetent oder emotionale Analphabeten?128
    Konfliktbewältigung: Wenn Freunde lächeln131
    Konturierung der Identität134
    5.5Beste Freunde: Prototyp für romantische Beziehungen?136
    Romantische Liebe ist sehr facettenreich137
    Funktion von Freunden in unterschiedlichen Phasen der romantischen Entwicklung137
    5.6Psychoanalytische Konzeptionen: Wie entwickeln sich romantische Beziehungen?139
    5.7Entwicklungspsychologische Phasenmodelle: Theorien und empirische Belege141
    Romantische Beziehungen zur Erreichung emotionaler Autonomie von den Eltern142
    Der »Aufstieg« des romantischen Partners in der Beziehungshierachie142
    4-Phasen-Modell der romantischen Entwicklung143
    5.8Unterschiedliche Bindungen an die Eltern und ihr Einfluss auf die Qualität von Liebesbeziehungen145
    5.9Enge Beziehungen: Risiko oder Ressource?147
    Unterstützung und Verführung147
    Self-handicapping: Kann man auch zu viel emotionale Kompetenz haben?148
    6Familiäre Entwicklungsprozesse im Beziehungskontext151
    6.1Familie früher und heute152
    Historische Perspektiven: Was ist eine »Familie«?152
    Familiärer Wandel in der Nachkriegszeit bis heute153
    6.2Familienentwicklung über die Lebensspanne157
    6.3Die Entwicklung des Paares: Bindungsfähigkeit und Nähe-Distanz-Regulierung160
    Beziehungsarbeit und Nähe-Distanz-Regulierung161
    Bindungsfähigkeit in Partnerschaften163
    6.4Familiendynamische Veränderungen durch die Ankunft des ersten und zweiten Kindes164
    Der Übergang zur Elternschaft164
    Der Übergang von der Dyade zur Triade165
    Die Veränderungen in der Partnerschaft166
    Konflikte zwischen den Generationen167
    Die Beziehungsgestaltung zwischen Eltern und Kind167
    Familiendynamische Veränderungen durch die Ankunft des zweiten Kindes168
    6.5Familien mit Latenzkindern: Eine Phase relativer Stabilität169
    Im Fokus: Die Schule170
    Balance zwischen Paar- und Elternebene170
    Elterliches Stressniveau, Paarkonflikte und kindliche Verhaltensauffälligkeiten171
    6.6Familienturbulenzen während der Adoleszenz der Kinder171
    Aushandeln von Autonomie durch Zunahme von Konflikten171
    Der Jugendliche initiiert die Veränderungen in der Beziehung174
    Verschlechterung des mütterlichen Wohlbefindens175
    Familiärer Interaktionsstil und Weiterentwicklung175
    6.7Die Kinder verlassen das Elternhaus: »Leeres Nest« oder »Hotel Mama«?177
    Wandel der Eltern-Kind-Beziehung: Ungleiche Interessenlage178
    Das Ende der aktiven Elternschaft: Das »leere Nest«178
    Verzögerter Auszug der jungen Erwachsenen: »Hotel Mama«179
    Die Neuformulierung der elterlichen Paarbeziehung181
    Krisenhafte Entwicklungen181
    6.8Paare im Alter182
    Neue Aufgaben: Großelternschaft182
    Veränderungen durch die Pensionierung183
    Höhere eheliche Zufriedenheit oder Scheidung nach langjähriger Ehedauer?184
    Psychotherapie im Alter185
    Auseinandersetzung mit Alter und Tod.186
    6.9Präventions- und Interventionsprogramme186
    Familiäre Risikofaktoren187
    Interventionen in frühen Phasen der Familienentwicklung188
    7Väter: Notwendig, überflüssig oder sogar schädlich für die Entwicklung ihrer Kinder?193
    7.1Der Körper des Kindes und die Beziehung zum Vater194
    7.2Perspektivenwechsel in der Vaterforschung195
    Phase 1: Peripherer Status des Vaters196
    Phase 2: Vergleich mit der Mutter196
    Phase 3: Distinktive Charakteristiken des Vaters196
    7.3Die »Passung« mit psychoanalytischen Theorien197
    7.4Die distinktive Funktion von Vätern200
    Väter von kleinen Kindern: Die »etwas andere Bindung«200
    Die Spielfeinfühligkeit des Vaters201
    Väter und Schulkinder: Das Kamikaze-Spiel202
    Väter und Jugendliche: Das Modell für Autonomie203
    Väter und erwachsene Kinder204
    7.5Differenzerfahrungen: Unterschiedliche Rollen von Müttern und Vätern205
    7.6Väter und Töchter, Väter und Söhne207
    Der Sohn als »Spiegel des Vaters«?207
    »Daddy's little girl...«209
    7.7Verschiedene Typen von Vätern211
    Die »neuen Väter«211
    Der »Disneyland-Daddy«212
    Der »Sag-du-doch-mal-was!«-Vater213
    7.8Väter und Psychopathologie ihrer Kinder216
    7.9Väter in psychotherapeutischen Behandlungen: »Make room for daddy!«217
    Väter von Patienten218
    Typische Behandlungsprobleme219
    8Geschwisterbeziehungen zwischen Verbundenheit und Individuation223
    8.1Geschwister: Ein vergessener Beitrag zur Beziehungsentwicklung und Psychotherapie224
    8.2Mit Geschwistern aufwachsen: Realität und Phantasie225
    8.3Einflüsse von Alter, Altersabstand und Geschlecht der Geschwister227
    8.4Bedeutung und Funktion von Geschwistern im Familienverband228
    8.5Unterschiede zwischen Geschwistern: Die Nischenspezialisierung230
    8.6Krankheit des Geschwisters: Ein Risikofaktor?233
    8.7Veränderungen der Geschwisterbeziehungen über die Lebensspanne236
    8.8Unterschiedliche Rollen und Funktionen von Geschwisterbeziehungen238
    Der Helfer und Lehrer239
    Der Gehasste240
    Der Beneidete241
    Der Rivale242
    Der Elternersatz243
    Der Sündenbock244
    Der Verführer244
    Der erotische Partner245
    Der Ersatz246
    8.9Ursachen für die vernachlässigte Geschwisterbeziehung in Psychotherapien247
    9Ressourcenorientierung251
    Komplexe Beziehungsmuster: Triadische Beziehungen252
    Kontinuitäten, Gefahren und integrative Leistungen252
    Respekt vor dem kompetenten Individuum, der kompetenten Familie253
    Von der Defizitorientierung zur Ressourcenorientierung254
    Botschaften, die erhört werden wollen255
    »Dezentrierung« als Burn-out-Prophylaxe255
    10Literatur257
    Quellenverzeichnis277
    Sachverzeichnis281



    Vorwort

    Vorwort

    Ich freue mich, dass die Intention dieses Buches, die Integration von Perspektiven aus der Entwicklungspsychologie und der Psychotherapie, speziell der analytischen bzw. tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie, bei den Lesern und Leserinnen so gut angekommen ist. Die erste Auflage dieses Buches hat sich zügig verkauft, was zeigt, das Studenten unterschiedlicher Fachrichtungen, Therapeuten u. Berater damit viel anfangen konnten. Auch die Rückmeldungen, die ich bei meinen Vorträgen über dieses Thema bekommen habe zeigten mir, dass diese Integration begeistert aufgenommen und produktiv genutzt wurde. In der Tat ist eine entwicklungspsychologische Perspektive in Behandlungen dringend erforderlich, markiert sie doch die baseline, vor der bestimmte pathologische Veränderungen überhaupt erst verständlich und sichtbar werden. Wissen über psychologische Prozesse, über Beziehungsentwicklung, Emotionsregulierung und Bewältigung sind nicht nur hilfreich im Verstehen der Dynamik in Psychotherapien, sie ermöglichen auch eine adäquate Einschätzung von Veränderungen, die sich in einer psychotherapeutischen Behandlung vollziehen. Aber auch die Entwicklungspsychologie kann Erkenntnisse aus psychotherapeutischen Behandlungen nutzen, um zu einem besseren Verständnis von Entwicklungsprozessen zu gelangen. In der Tat gibt es einen fließenden Übergang zwischen Normalität und Pathologe, sind in allen Beziehungskontexten und Entwicklungsprozessen sowohl Risikofaktoren als auch Schutzfaktoren zu beobachten. Diesem integrativen Konzept bin ich treu geblieben, habe aber bei der zweiten Auflage das gesamte Buch gründlich überarbeitet und um neue Ergebnisse aus der Entwicklungspsychologie, der Familienpsychologie, der Familientherapie und der analytischen Psychotherapie ergänzt.

    Die enorme Bedeutung der frühen Eltern-Kind-Beziehungen wird vor allem in ► Kap. 3 herausgearbeitet, das sich mit der Bindungsforschung und den langfristigen Auswirkungen sicherer und unsicherer Bindungsmuster beschäftigt. Aber auch in ► Kap. 2, in dem unter extremer Vernachlässigung aufgewachsene Kinder beschrieben werden, ist offenkundig, welchen zentralen Stellenwert die haltende und beschützende Mutter hat.

    Weitere Kapitel beschäftigen sich mit zahlreichen in der Forschung aber auch in der Psychotherapie eher übersehenen Perspektiven, z.B. dass Freunde und romantische Partner echte »Entwicklungshelfer« sind, dass sie gemeinsam Agenten, Produzenten ihrer Entwicklung sind (► Kap. 5). Eine Zentrierung auf die Eltern, oder genauer: auf die Mutter, beherrschte nicht nur lange Zeit die entwicklungspsychologische Forschung, die horizontale Perspektive ist auch in Psychotherapien selten im Blickpunkt. Der Beziehungsraum ist aber von Beginn an sehr komplex, und die Einflüsse, Entwicklungsimpulse und Ressourcen durch andere nahe Personen werden enorm unterschätzt. Dies gilt nicht nur für Geschwisterbeziehungen, auf die wir in ► Kap. 8 gesondert eingehen, dies gilt auch für die Bedeutung von Freunden und romantischen Partnern.

    Innerhalb der Familienbeziehungen gibt es allerdings weitere Skotome: Dass pathologische Väter in psychotherapeutischen Behandlungen besonders Thema sind, liegt auf der Hand. Aber was wissen wir über normale Vater-Kind-Beziehungen? ►Kap. 7 zeigt auf, welchen wichtigen Beitrag Väter zur Entwicklung von Körperkonzept, Autonomie und Geschlechtsidentität leisten. Zu wenig beachtet wurde auch, dass die Familienentwicklung ein Prozess ist, der in einzelnen Phasen, besonders zu Beginn der Elternschaft, wenn aus Paaren Eltern werden, und nach dem Auszug der Kinder aus dem Elternhaus besondere Herausforderungen und Belastungen mit sich bringt und eine immer neue Abstimmung in den Subsystemen »Eltern« und »Kinder« verlangt (► Kap. 6). Mütter klagen während dieser hoch belasteten Phasen der Familienentwicklung vermehrt über psychische und körperliche Symptome, sind jedoch auch diejenigen, die verstärkt die Initiative ergreifen, um eine nicht mehr angemessene eheliche Beziehung aufzulösen.

    Zu den Prozessen, die zunächst in der Familie und dann mit dem Alter zunehmend vor allem in Freundschafts- und Partnerbeziehungen gelernt werden, zählen Fertigkeiten in der Emotionsregulierung, in der Mentalisierung und im Umgang mit Konflikten, die zeigen, dass echte Beziehungsarbeit geleistet wird, die die Beziehungen auf ein höheres Niveau bringen. Wichtige Beziehungspartner helfen nicht nur bei der Konturierung der eigenen Identität, des Selbst- und des Körperkonzeptes. Kinder, Jugendliche und Erwachsene verfügen auch über eigene Ressourcen, um ihre Entwicklung voranzubringen ► Kap. 4). In diesem Zusammenhang werden wir auf Kreativität, Schreiben, Malen, Lesen und die Konstruktion von hilfreichen Phantasien eingehen.

    Die in diesem Buch vertretene Konzeption von Entwicklung ist eine Lebensspannen-Konzeption, die Entwicklung und Veränderung über die gesamte Lebenspanne beschreibt. Diese Perspektive hat in der Psychotherapie noch nicht so recht Einzug gehalten, wie an einer Zusammenschau der verschiedenen psychoanalytischen Entwicklungskonzeptionen deutlich wird (► Kap. 1). Dem Individuum wird in diesem Buch wesentliche Aktivität bei der Gestaltung seines Lebens, seiner Beziehungen zuerkannt. Dass dies eine Entwicklung im Beziehungskontext ist, wird in allen Kapiteln eindrücklich deutlich. ► Kap. 9 integriert die verschiedenen Ansätze und Befunde unter der Perspektive der Ressourcenorientierung, die in der Entwicklungspsychologie bei der Auseinandersetzung mit normalen und gestörten Entwicklungsprozessen wichtig ist, jedoch in der Psychotherapie noch zu wenig beachtet wird. Dieses Kapitel gibt auch Hilfen zur Burn-out Prophylaxe bei Psychotherapeuten.

    Bei dieser zweiten Auflage haben mich Susanne Pfaff beim Korrekturlesen der vorläufigen Fassung, Peter Flaig und Hiltrud Kirsch beim Erstellen des Quellenverzeichnisses unterstützt. Besonders möchte ich mich bei Renate Schulz und Renate Scheddin vom Springer-Verlag für die angenehme Zusammenarbeit bedanken. Sie waren stets hilfreich und haben unkomplizierte Lösungen für die vielen Bilder, die ich verwendet habe, gefunden.

    Mainz, im Oktober 2008 Inge Seiffge-Krenke

    Klappentext

    Entwicklungspsychologie und Psychotherapie integrieren ...

    Wie entstehen enge Bindungen? Warum ist ein Kind eine Entwicklungschance für das Paar? Sind Väter notwendig, überflüssig oder sogar schädlich für die Entwicklung ihrer Kinder? Warum scheitern Beziehungen und was sind stabilisierende Elemente in Beziehungen? Lassen sich unsichere Bindungsmuster durch Therapie verändern?

    Trotz der offenkundigen Berührungspunkte zwischen Entwicklungspsychologie und Psychotherapie, führten beide Disziplinen lange Zeit ein Dasein als »feindliche Schwestern«.

    Dabei versteht man bestimmte pathologische Veränderungen erst durch fundierte entwicklungspsychologische Kenntnisse. Auch die Entwicklungspsychologie profitiert von den Erkenntnissen psychotherapeutischer Behandlung und gelangt so zu einem besseren Verständnis von Entwicklungsprozessen.

    Aus dem Inhalt:

    • Bindungsentwicklung
    • Entwicklungsprozesse im Beziehungskontext
    • Geschwisterbeziehungen zwischen Verbundenheit und Individuation

    ... so profitieren beide Disziplinen !


    ISBN 978-3-540-68290-5

    Register

    Sachverzeichnis


    A

    AAI (Adult Attachment Interview) 24, 61, 69, 72, 145, 164
    Ablehnung durch Gleichaltrige 148
    Ablösung 128, 236
    absent father 196
    Abwehrmechanismen 7, 61, 140
    Achtmonatsangst 67
    ADHS 171
    Adoption 40, 41
    Adoptivkinder 87
    Adultomorphismus 20
    Affektregulation 42
    Aggression 41, 85, 87, 95, 128, 209
    Alkoholmissbrauch 88
    allein erziehender Mütter 19, 205
    allein erziehende Väter 205
    anaklitische Depression 37, 39
    anale Phase 6
    Angst 46, 51, 68, 88, 128
    ängstliche Liebe 77, 137, 146
    antisoziales Verhalten 49, 123
    Antwortlächeln 64, 65
    Arbeit 134
    arbeitslose Väter 196
    Ärger 47, 85, 132
    Askese 140
    Attrappenversuche 66
    Augenkontakt 120, 122
    Ausbruchsschuld 177
    Auszug der Kinder 178, 253
    Autonomieentwicklung 163, 171


    B

    Baby-Honeymoon 164, 166
    Baby-Lesestunden 190
    battered parents 177
    behinderte Kinder 233
    Beobachtungsstudien 11, 16, 201
    berufliche Mobilität 160
    Berufstätigkeit der Mutter 218
    Bewältigungsprozesse 24, 149, 171, 255
    Bewegungswahrnehmung 64
    Beziehungsstressoren 149
    bezogene Individuation 252
    Bindungsentwicklung 24, 58, 68, 101
    Bindungsforschung 22, 54
    Bindungsklassifikationen 75
    Bindungsloch 75, 77, 163
    Bindungsrepräsentation im Erwachsenenalter 73
    Bindungsstörungen 49
    Bindungstheorie 55, 58, 85, 163, 198
    Breadwinner-Funktion 153, 196
    Brüder 228, 233, 238
    Bühler-Hetzer-Test 11
    Bulimie 134
    Bullying 130, 148
    Burn-out-Prophylaxe 255


    C

    Chatrooms 106, 119
    Child Behavior Checklist (CBCL) 119, 188
    chronische Erkrankung 176, 213
    Containing 61, 111, 254
    Cool-Sein 128, 132
    Copingstil 128
    Couvade-Syndrom 196
    Current Relationship Interview (CRI)164


    D

    Dankbarkeit 10
    Delegationen 181
    Delinquenz 148
    Depression 46, 148, 175, 187, 191, 242
    depressive Mütter 44, 68
    depressive Position 9, 61, 110
    depressive Symptome 149
    Deprivation 37
    desorganisiertes Bindungsverhalten 70, 87
    Destruktivität 218
    diabetische Kinder 234
    Differenzerfahrungen 206
    difficult babys 79
    Disneyland-Daddy 212
    display rules 129
    dissoziales Verhalten 83, 171
    distinktive Funktion von Vätern 194, 195, 197, 200, 204
    Disziplin 197, 203
    double dating 138
    Drogengebrauch 87, 148
    dyadische Beziehungskompetenz 165, 198
    dysfunktionaler Copingstil 149


    E

    earned security 88, 89, 164
    easy baby 231
    Egozentrismus 22, 122, 133
    Ehekonflikte 169
    eheliche Kommunikation 158, 190
    eheliche Zufriedenheit 158, 234
    Eifersucht 10, 220
    Einelternfamilien 158
    Einschulung 171
    einseitige Hilfestellung 125
    Einzelkinder 105, 226, 227, 228
    elterliche Kompetenzen 178, 189, 227
    Eltern-Jugendlichen-Konflikte 171, 172
    Elternrolle 189
    Elternsubsystem 237
    Elternverlust 48
    Elternzentrierung 254
    emerging adulthood 19, 141
    emotionale Kompetenz 130
    emotionale Unterstützung 236
    Emotionskontrolle 83, 84, 131, 148
    Emotionsregulierung 59, 77, 80, 114, 118
    Empathie 119, 122
    Empty-nest-Syndrom 179, 181
    Enkel 183
    Enthüllungsbereitschaft 174, 204
    Entthronung des Erstgeborenen 228
    Entwicklungsaufgabe 98
    Entwicklungsbehinderung 3, 37, 48
    Entwicklungsfortschritte 32, 118
    Entwicklungshelfer 118
    Entwicklungskontext 20, 28, 254
    Entwicklungskonzeption 19, 28
    Entwicklungslinie 8, 16, 95, 120
    Entwicklungspsychopathologie 2, 19, 24
    Entwicklungsquotient 3, 38-40
    Entwicklungstest 38
    Erkrankungen der Eltern 86, 99
    Ersatzkinder 246
    Erste-Kind-Schock 164
    erster Geschlechtsverkehr 137
    Erstgeborene 105, 194, 200, 227, 229
    Erwachsenenanalyse 17
    Erziehungsinkompetenz 189
    Erziehungskompetenz 171, 176
    Es 4, 11
    Exploration 58, 59, 101, 202


    F

    falsches Selbst 57, 81

    familiäre Kommunikation 187, 216

    familiärer Wandel 153, 254
    Familiendynamik 182, 233
    Familienentwicklung 173, 253, 254
    Familienentwicklungsaufgaben 157
    Familienforschung 224
    Familien mit Misshandlungsproblematik 216
    Familienroman 93, 102, 226, 252
    Familienstressmodell 157
    Familienwerte 156
    Family Interaction Task (FIT) 213
    Feinfühligkeit 78
    Feinfühligkeit des Vaters 80, 101
    Fernbeziehungen 160
    FIT 215
    formales Denkniveau 22, 123
    freie Assoziation 9
    Fremdbetreuung 168
    Fremde-Situation-Test (FST) 59, 61, 69, 201
    Fremdeln 64, 67
    Freud-Klein-Kontroverse 17
    Freundschaftsaktivitäten 119, 134
    Freundschaftskonzept 19, 127

    frozen watchfulness 99

    frühe Triangulierung 10, 167, 198

    frühgeborene Eltern 168

    frühkindliche Traumatisierung 101
    Fütterungsprobleme 49


    G

    Geburt eines Geschwisters 229
    Geburtenrückgang 156
    Gedächtnisentwicklung 54
    Gedeihstörungen 49
    Gegenübertragung 10, 186, 220
    Geheimnisse 174
    Generationsgrenze 170, 177, 211, 249
    Generationskonflikte 172
    Genitalität 4
    Geschwisteranzahl 226
    Geschwister Behinderter 233
    Geschwisterinzest 245
    Geschwisterkonflikte 229
    geschwisterliche Unterstützung 239
    Geschwistersubsystem 169
    Gesundheitsprobleme der Mütter 152
    Gesundheitsstatus und Intimität 127
    Gewalt in Familien 195, 216
    good enough mother 11, 55
    Grenzregulation 150
    Großeltern 167, 182
    Größenkonstanz 62
    Gruppenkonformität 98


    H

    halluzinatorische Wunscherfüllung 22, 92
    Haltestadium 55
    Hampstead Index 7
    Hass 218
    Heirat 160, 155, 160, 182, 253
    hinreichend gute Mutter 112
    hinreichend guter Therapeut 255
    holding function 11, 56
    homoerotische Aktivitäten 131, 134, 141
    homoerotische Identifizierungsliebe 220
    homosexuelle Partnerschaften 137
    Hospitalismus 37, 39


    I

    Ich 4, 9, 11, 28
    Ich-Entwicklung 7, 54, 93
    Ich-Ideal 4
    Idealisierung 61, 140, 213
    Identifikation 9, 239
    Identität 28, 145
    imaginäre Audienz 122
    imaginärer Gefährte 105, 108, 227, 252
    Imitation 64, 200
    Impulskontrolle 105
    Individuation 105, 203, 210, 252
    infantile Phantasien 21
    infantile Sexualtheorien 5 innere Helfer 102
    inneres Arbeitsmodell 22, 24, 51, 59, 68, 80, 89, 146, 164
    instrumentelle Unterstützung 236
    Intellektualisierung 140
    intimate sharing 125, 131
    Intimität 126, 136, 138, 142, 162, 253
    intuitive Elternschaft 200


    J

    jugendlicher Egozentrismus 122


    K

    Kamikaze-Spiel 202, 206
    Kastrationskomplex 6, 23
    Katharsishypothese 101
    Kinder
    - alkoholkranker Eltern 49
    - depressiver Eltern 49
    - schizophrener Eltern 48
    Kinderanalyse 3, 8
    kinderanalytische Schule 3
    Kindergarten 188
    Kindersterblichkeit 225
    Kindesmisshandlung 87
    Kleinfamilie 152
    kognitive Entwicklung 21, 31, 48
    Kohärenz 72, 77
    kollektiver Monolog 122
    Komorbidität 187
    kompetentes Baby 64
    Konflikte
    - in der Mutter-Tochter-Dyade 206
    - in Freundschaftsbeziehungen 131, 132
    - in Geschwisterbeziehungen 229, 236, 247
    - in romantischen Beziehungen 144
    Konkordanz 76
    kontrollierte Erotik 220
    Kopffüßler 98, 109
    Körper des Kindes 194, 203
    Körper für zwei 195, 199, 213
    Körperkontakt 122, 174, 200, 203
    Körperkonzept 7, 28, 118, 145, 198
    körperliche Aggression 82
    körperliche Erkrankungen 185
    körperliche Reife 139, 140, 175, 203, 210
    Körperwahrnehmung der Mutter 198
    Krankheitsbewältigung 213, 234
    Krankheitswandel 92
    Kreativität 93, 95, 97, 101, 105
    Kreativitätsforschung 97
    Kreativitätstest 97, 103
    Krippenkinder 72
    Kummereffekt 186


    L

    Längsschnittuntersuchungen 19
    Lebensrückblickstherapie 185
    Lebensspannen-Perspektive 18, 19
    Lernen 54, 74
    Lesen 255
    Libidoentwicklung 14
    Liebesstile 137
    Loyalitätskonflikt 163


    M

    Macht 208, 228
    Malen 92, 116, 255
    Märchen 2, 113, 114
    Masturbation 41
    Mehrkindfamilien 168
    Mentalisierung 54, 81, 93, 201
    mentalisierungsbasierte Behandlung 94
    Mentalisierungsstörung 88
    Meta-Analyse 44, 87
    Midlife-Crisis 179
    Minderwuchs 37
    Missbrauch 5, 24, 195
    Missbrauchsforschung 216
    Missbrauch zwischen Geschwistern 245
    Misshandlung 87
    Mobilität 156, 205, 213, 253
    Mortalität 183, 186
    Motivation 88
    motorische Entwicklung 37
    Multimorbidität 186
    Mütter
    - unsicher-ambivalent gebundener Kinder 71
    - unsicher-vermeidender Kinder 71
    Mutter-Tochter-Beziehung 42
    mütterliche Depression 86
    mütterliche Feinfühligkeit 22, 56, 59, 71, 78, 79
    mütterliche Fürsorge 11, 14, 29
    Mutterrolle 179
    Mütter sicher gebundener Kinder 71
    Mythos vom Generationskonflikt 172


    N

    nachelterliche Gefährtenschaft 182
    Nacktheit 203
    Nähe 122, 209, 220
    Nähe-Distanz-Regulierung 121, 161
    narzisstische Wache 105
    Neid 10, 220, 241
    Nesthocker 180
    neue Väter 211
    Neugier 54, 101, 202
    Neurodermitis 12
    Neuropsychoanalyse 5

    neurotische Familienkonstellationen 155
    Nischenspezialisierung 230, 231
    nonshared environment 231
    Normverletzung 134


    O

    Objektbeziehung 4, 11, 14, 93
    Objektbeziehungstheorie 5, 16, 198
    Objektpermanenz 82
    ödipale Phase 6, 14, 60, 198
    Ödipuskomplex 5, 6, 9, 10, 14, 139, 167, 198, 209
    Omnipotenz 47, 57, 105
    orale Phase 6, 14, 28


    P

    Paar- und Elternsystem 164
    Paardyade 161
    paartherapeutische Intervention 188
    Paarzufriedenheit 170
    paranoid-schizoide Position 9, 61
    Parentifizierung 230, 243
    Partnerkonflikte 161
    Partnerschaftsmodell 160
    Patchwork-Familien 238, 253
    pathognomisches Zeichen 38
    pathologische Trauer 183
    Pathomorphismus 20
    Penisneid 6, 23
    Pensionierung 182, 183
    Perspektivenkoordinierung 122, 124
    pflegeleichte Babys 78
    Phantasie 92, 95, 221
    Phantasiefreunde 104, 108, 118, 147, 226, 239
    Phase 111
    - der biologischen Einheit 8
    - der Individuation 13
    - der Loslösung 13
    - der romantischen Entwicklung 138
    Phasenmodell der Elternschaft 166
    postnatale Depression 41, 42
    präödipale Neurose 4
    Prävalenzraten für psychische Störungen 187
    primäre Mütterlichkeit 11, 29, 55, 56
    primärer Narzissmus 6, 12
    Projektion 9 protektive Funktion 118
    psychischer Apparat 4

    psychoanalytische Entwicklungstheorie 3, 14, 17
    psychoanalytische Rekonstruktion 20, 21, 23
    psychologischer Nutzen der Kinder 154
    psychosexuelle Entwicklung 4

    psychosomatische Beschwerden 184
    psychosomatische Beschwerden bei Müttern 175, 230


    R

    Rachephantasien 100
    Rauchen 148
    reale Traumata 60, 92
    Realitätsorientierung 104
    Rebellen in der Familie 231
    Regelspiel 96
    Regression 113
    Reizschutz 6
    Resilienz 24, 123
    Ressourcen 92, 118
    Ressourcenorientierung 254
    Retraumatisierung 71, 100
    Rettungsphantasie 102, 252
    Reziprozität 22
    Risikofaktor 41, 42, 86
    riskantes Autofahren 148
    riskantes Sexualverhalten 148
    Rivalität 206, 235
    Rolle des Kindes 243
    Rollenspiel 96
    romantische Beziehung 74
    romantische Entwicklung 74, 137, 141
    Rooming-in 37


    S

    »Sag-du-doch-mal-was!«-Vater 213
    Sandwich-Generation 183
    Säuglingsforschung 23
    Scham 46
    Scheidung 76, 158, 182, 184, 230
    - nach kurzer Ehedauer 156, 184
    - nach langer Ehedauer 156, 184
    Scheidungsfamilien 19, 191, 219
    Scheidungskinder 48
    Schlaf-wach-Stadien 78
    Schlafstörungen 38, 43, 46
    Schönwetterkooperation 125
    Schreibabys 190
    Schreibaktivität 92, 108, 134, 255
    Schuldgefühle 43, 46
    Schule 134
    Schulleistungsstörungen 188
    Schulnoten 148
    Schulschwierigkeiten 170
    Schutzfaktor 24, 98
    Schwangerschaft 166, 189
    Schwangerschaft im Kopf 166
    Schwestern 228, 233, 238
    schwierige Babys 79
    secure base 163
    Sehen-Lernen 61
    Selbstenthüllung 123, 204
    Selbsterziehung 135
    Selbstpsychologie 16
    Selbstwertgefühl 47
    self-handicapping 148, 253
    sensumotorisches Spiel 96
    sexuelle Beziehungen 185
    sexuelle Entwicklung 23, 107, 137
    sexuelle Identität 177
    sexuelle Phantasien 93
    sichere (»secure«) Bindungsrepräsentation 71, 73, 85
    sichere Basis 59, 101, 116
    sicherer Ort 102
    Sohn als »Spiegel des Vaters« 220
    Söhne 197, 207, 232
    soziale Fertigkeiten 31, 124
    soziales Lächeln 60
    soziale Unterstützung 179
    Spaltung 2194
    Spätauszieher 180
    Spätergeborene 232
    Spiegelung 61, 81
    Spiel 2, 19, 36, 92, 95, 99, 104, 121
    Spielfeinfühligkeit 101, 202
    - des Vaters 78, 202
    Sprache 31, 36, 42, 112
    sprachliche Symbolisierung 116
    Stabilität von Bindungsmustern 74-76
    Stadien der Familienentwicklung 157
    Stieffamilien 238
    Still-face-Experi mente 44
    Störungen des Sozialverhaltens 130
    Stressoren 211, 218
    Subsystem der Eltern bzw. der Kinder 229
    Suizid 46, 185
    Sündenbock-Funktion des Kindes 244
    Symbiose 22
    symbiotische Phase 13
    Symbolbildung 21, 93
    symbolische Gleichsetzung 93
    Symbolisierung 51, 92, 95, 100, 112
    Symbolspiel 82, 96
    Synchronizität 64, 71


    T

    Tagebuch 2, 18, 102, 108, 131, 134
    Tagebuchschreiben 106
    Tagtraum 92, 94
    talking-cure 5
    Teilobjektbeziehungen 6
    Temperament 79, 83, 86, 231
    theory of mind 81
    therapeutische Feinfühligkeit 89
    Tiefenwahrnehmung 63
    Töchter 197, 207
    Tod 102, 158, 182
    - eines Elternteils 45
    Todeswünsche 240
    Toleranz negativer Emotionen 85
    Tomboy-Verhalten 140
    Traditionalisierungseffekt 167, 212
    transgenerationale Weitergabe
    - von Aggression 216
    - von Bindungsmustern 75, 87, 167
    Trauer 45, 46, 163
    Trauma 4, 24, 49, 51, 98, 216
    Traumanalyse 5, 92
    Trennung 89, 230
    triadische Kompetenz 16, 208, 252
    triadischer Vater 199
    Triangulierung 169, 219
    Triebentwicklung 8, 140
    Triebtheorie 54
    Trinken 148
    Trotzphase 169


    U

    Über-Ich 4, 8
    Übergangsobjekt 11, 102, 108, 111, 112
    Übergangsphänomen 11
    Übergangsraum 93, 102, 111
    Überstimulation 99
    Übertragung 10, 186, 220
    Übertragungsneurose 8
    Umdeuten 139
    Umgang mit Konflikten 118
    Umgang mit Nacktheit 174
    unbewusste Konflikte 17
    unbewusste Motivation 88
    unbewusste Phantasien 9, 93
    unbewusster Inzest 220
    unergiebige Patienten 89
    Ungleichbehandlung von Geschwistern 231
    unresolved trauma 72, 87
    unsicher-ambivalenter Bindungsstil 51, 70, 84, 145
    unsicher-distanzierte (»dismissed«) Bindungsrepräsentation 73
    unsicher-vermeidende Kinder 70, 84
    unsicher-verwickelte (»preoccupied«) Bindungsrepräsentation 73, 163
    unsichere Arbeitsmodelle 88
    Untergewicht 49
    Urvertrauen 60


    V

    Vater-Sohn-Beziehungen 208
    Vater-Tochter-Beziehungen 209
    Vater als Modell 204
    Vaterforschung 195
    Vaterlosigkeit 218
    verbale Aggression 82
    Verbergen negativer Gefühle 129
    Verführungstheorie 60, 92, 244
    Verlust 60, 101, 105, 128
    vermeidender Bindungsstil 145
    Vernachlässigung 194
    Viktimisierung 148
    visuelle Klippe 63
    Vorlesen 114, 115
    Vulnerabilität der Familie 253


    W

    wechselseitige Enthüllung 124
    weibliche Geschlechtsrolle 136
    weibliche Sexualität 139
    widersprüchliche Erziehungsziele 155
    Wiederannäherung 13, 77
    Wiedergutmachung 61, 110
    Wiederverheiratung 158
    wilde Kinder 30, 31, 253
    Wolfskinder 30
    Wut 46, 47, 88


    Y

    Youth Self Report (YSR) 119


    Z

    zentrale Masturbationsphantasie 140
    Zusammenleben des Paares 160
    zweite Bemutterung 213



    Autor

    Inge Seiffge-Krenke ist Professorin für Entwicklungspsychologie an der Universität Mainz und als Psychoanalytikerin in der Ausbildung für Erwachsenen-, Kinder- und Jugendlichentherapeuten aktiv.