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    Public Relations und Kommunikationsmanagement

    Eine medienwissenschaftliche Grundlegung

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    Public Relations und Kommunikationsmanagement
    Eine medienwissenschaftliche Grundlegung

    Autoren:

    Verlag:
    VS Verlag für Sozialw.  Weitere Titel dieses Verlages anzeigen

    Erschienen: Oktober 2008
    Seiten: 234
    Sprache: Deutsch
    Illustration: 18 schw.-w. Abb.
    Maße: 239x172x15
    Einband: Kartoniert / Broschiert
    Reihe: Organisationskommunikation
    ISBN: 3531162217
    EAN: 9783531162218

    Inhaltsverzeichnis

    Inhalt
    Vorwort7
    1Ausgangs situation: "Conditions of uncertainty and flux"9
    1.1Gang der Untersuchung13
    1.2Defizite der bisherigen Forschung18
    2Reputation: Zur anthroplologischen Grundlage strategischer Kommunikation21
    3Theoretische Grundlagen einer medienwissenschaftlichen Rekonstruktion von Public Relations (PR) und Kommunikationsmanagement (KM)27
    3.1Eine kulturkritische Perspektive auf PR und KM27
    3.2Zum verwendeten Kommunikationsbegriff29
    3.2.1Kommunikation und Medien29
    3.2.2Wie kommt die Kommunikation zur Sprache (und zum Bild)?33
    3.2.3Umgangssprache, Bildungssprache, Wissenschaftssprache37
    3.2.4Instrumentelle Kommunikation: Leitbegriffe, Konzeptbegriffe, Programmbegriffe38
    3.2.5Aufmerksamkeitssteuerung in der Popkultur39
    3.3Abstraktionen von Systembegriff und -theorie42
    3.4Öffentlichkeit und Journalismus47
    3.4.1Öffentlichkeit, öffentlich/geheim47
    3.4.2Journalismus als Dienstleister der Öffentlichkeit48
    3.4.3PR & Journalismus: Interpenetration und Interdependenz50
    3.4.4Öffentlichkeit und Öffentlichkeitsarbeit51
    3.5(Medien-) Wirtschaft53
    Exkurs: Medium - Medien54
    3.5.1Ökonomie der Medien (unter bes. Berücksichtigung der PR)57
    3.5.2Anwendungsfelder des Kommunikationsmanagements64
    3.5.3Integrierte Kommunikation66
    3.5.3.1Marketing-orientierter Theorieansatz der Integrierten Kommunikation70
    3.5.3.2Intermediäre Ansätze der Praxis: Die Corporate-Familie72
    3.5.3.3Public Relations -orientierte Ansätze der Integrierten Kommunikation74
    3.5.3.4Ebene der systematischen Integration77
    3.5.4Von der Interaktion zur Interpenetration81
    3.5.5Wann ist ein Medienunternehmen ein Medienunternehmen?83
    3.5.5.1Corporate Publishing83
    3.5.5.2Situative Medienkompetenz84
    3.6Management/Organisation86
    3.6.1Management-Theorien, Modelle und Metaphern86
    3.6.1.1Theorie-Koexistenz und "Managementmoden"86
    3.6.1.2Perspektiven der Integration94
    3.6.1.3Funktionszuschreibungen von Manager und Management94
    3.6.1.4Das Anschwellen des Managements: Management als Deutungsmuster96
    3.6.2Organisation, Wissen und Entscheidung99
    3.6.2.1Organisationsbegriffe100
    3.6.2.2Strategie der Organisation100
    3.6.2.3Wissen der Organisation102
    3.6.2.4Wissensmanagement als Steuerung von Kompensation103
    3.6.2.5Organisationskommunikation105
    3.7Wissenschaft110
    3.7.1Die Entstehung wissenschaftlicher Tatsachen111
    3.7.2Der wissenschaftliche Ort der PR-Forschung (PRF)115
    3.7.2.1Betriebswirtschaftliche Zugänge116
    3.7.2.2Kommunikationswissenschaftliche Zugänge118
    3.7.2.3PR als Querschnittthema zwischen Kommunikationswissenschaft und Betriebswirtschaftslehre121
    3.7.2.4Kulturwissenschaftliche Kontextualisierung123
    3.7.2.5Vorzüge eines medienwissenschaftlichen Zugangs124
    3.7.3Wissenschaft und Praxis in der PRF129
    4Kommunikationsmanagement als Organisations- und Wissensmanagement133
    4.1Das gewandelte Selbstverständnis der Funktion von PR133
    4.2Public Relations als heterogenes Maßnahmenbündel137
    4.3Ebenen des Gegenstandsbezugs138
    4.3.1Funktionsbeschreibungen auf der Mikro- und Markro-Ebene138
    4.3.2Funktionsbeschreibungen von PR auf der Meso-Ebene: Anschlusspotenziale durch Wirklichkeitsmodulation139
    4.4Vom Image zur Reputation142
    4.5Reputation Management146
    4.6Frame Management152
    4.6.1Framing in der Kommunikationsforschung152
    4.6.2Corporate Frames und Storytelling155
    4.7Kommunikationsmanagement statt PR?159
    4.8Kommunikationsmanagement und Wissensmanagement163
    4.8.1Organisation und Produktion von Wissen164
    4.8.2Wissen und Macht: Was ist (organisations-) relevantes Wissen und warum braucht es Management?168
    Exkurs: Macht und Autonomie des Managements - als Reentry168
    4.8.3Kommunikationsmanagement als Wissensmanagement (KaW)180
    4.8.3.1Wissenspool als Voraussetzungssystem für KaW180
    4.8.3.2Kommunikationsmanagement im Dienste des Wissensmanagement186
    4.8.3.3Public Relations als Leistungssystem im KaW187
    4.8.3.4Auktorialität und Operative Fiktionen als Kopplungsmechanismus189
    5Eine induktive Theorie der Public Relations191
    5.1Von der Normalzur Sonderfalllogik - und zurück191
    5.2Ansätze einer induktiven Theorie der Public Relations192
    5.3Public Relations im gesellschaftlichen Fiktionalisierungsdiskurs200
    6Zusammenfassung209
    7Exkurs: PR als ,Literatur' der Gesellschaft211
    Literatur219



    Vorwort

    Vorwort

    Der vorliegende Text hat eine lange und wechselvolle Geschichte. Er entstand über einen Zeitraum von sechs Jahren hinweg und war dadurch ständigen Umarbeitungen unterworfen. Die Vermutung, dass man einen Text, der über so lange Zeit entsteht, im Grunde mehrfach schreibt, scheint mir durch diese Arbeit subjektiv bewiesen. Meinem Freund und früheren akademischen Lehrer Ralph Kray verdanke ich die Überzeugung, dass akademische Abschlussarbeiten eigentlich in einem Zeitraum von wenigen Monaten anzufertigen sind. Dass meine eigene Arbeit sich diesen Erkenntnissen so wenig gefügt hat, entbehrt nicht einer gewissen Ironie.

    Das Manuskript, das 2006 vom Fachbereich Sprach-, Literatur und Medienwissenschaften der Universität Siegen als Dissertation angenommen wurde, ist parallel zu unterschiedlichen hauptberuflichen Tätigkeiten entstanden und erscheint hier in einer überarbeiteten Fassung, die im Frühjahr 2008 auf den neuesten Stand gebracht wurde. Für einen Ansporn zur rechten Zeit für diese letzte Überarbeitung danke ich Helga Huskamp. Ralph Krays Anregung gab dem ersten Entwurf seinen Arbeitstitel und ließ mich lange nach einer Verbindung zwischen kommunikationswissenschaftlicher Forschung, Organisationstheorie und Medienphilologie suchen. Die distanzierte Strenge meines Doktorvaters Peter M. Hejl sorgte dafür, dass dieser Titel dem jetzigen wich. Auch verschiedene argumentative Unebenheiten hat er zielsicher eliminiert. Mein Zweitkorrektor Gebhard Rusch hat neben zahlreichen Hinweisen ein kongeniales Gutachten beigesteuert. Keiner sonst hat nach meinem Eindruck den Text so gut interpretiert. Beiden danke ich für ihre Offenheit, sich eines Dissertationsvorhabens anzunehmen, das nicht aus dem engeren konstruktivistischen Diskurs kommt, diesem aber viel verdankt.

    Über die letzten Jahre hinweg waren meine Freunde Marc Fabian Erdl und Ralf Dulisch die treuesten Leser und ausdauerndsten Diskussionspartner. Ralf hat die Arbeit in einer früheren Fassung zudem einer ersten Korrekturlese unterzogen. Bernhard Pörksen und Stefan Weber, die ich zu den besten Köpfen unter den jüngeren Kommunikationswissenschaftlern zähle, haben mich durch manche Diskussion und ihre herausragenden Arbeiten bereichert. Einzelne Ideen konnte ich über die Jahre immer wieder diskutieren mit Martin Lober und Ludger Meyer, meinen ersten Begleitern auf der beruflichen Seite der PR.

    Die sich anschließenden beruflichen Stationen haben mich und meine Sicht auf PR und Kommunikationsmanagement in ganz unterschiedlicher Form geprägt. Für meine wichtigsten Consulting-Erfahrungen bedanke ich mich daher (weiterhin) bei Torsten Biallas, für die Unterstützung auf Wegen (und durch Untiefen) in der politischen Kommunikation bei Markus Karp und Marco Althaus sowie bei der BASF Felix Gress, Christian Schubert und Ulrich Nies. Mein Dank für die Vermittlung all dessen, was man über die Kommunikation in Netzwerken einer Großorganisation und mit Vorständen so lernen kann, geht an Martina von Deessen; meine Kollegen in der einzigartigen "Wissensfabrik", besonders Michael Detmer und Jens Bockholt, haben mich die Vorzüge echter Teamarbeit gelehrt.

    Die Grundlagen für mein Denken und Arbeiten wurden an der Universität Siegen gelegt, an der ich das Ende eines wahrlich "goldenen Zeitalters" miterleben durfte. Allen voran möchte ich hier Helmut Kreuzer (1927-2004) nennen, dessen Weitblick, Gespür für Themen und wissenschaftliche Liberalität mich stets beeindruckt haben. Für ihn zu arbeiten war eine Ehre. Zudem danke ich Peter Seibert und Helmut Heinze für ihre gute Ausbildung - und Burkhard Schaeder für einen einzigen Satz im ersten Semester, der mein ganzes Studium getragen hat. Das Denken von Siegfried J. Schmidt hat in den späten Siegener Jahren viel von meinen wissenschaftlichen Interessen geprägt. Es war keine leichte Herausforderung, das dort Gehörte mit dem Wissen der Theologen (Jürgen Werbick, Ingo Broer, Elmar Kos), Philosophen (v.a. Bernhard Irrgang und Jochem Hennigfeld) und der Betriebswirte (u.a. Hermann Freter) in Einklang zu bringen. Helmut Kreuzer, Michael Krzeminski und Klaus Kreimeier sei Dank, dass sie mir früh gestatteten, mein wissenschaftliches Crossover im Medienstudiengang der Universität Siegen auch in der Lehre zu erproben. So erlaubten sie mir, mein erstes Seminar im WS 1997/98 über "Schweigen als Kommunikations form" zu halten. In Hannover förderten mich später Ulli Gröttrup und mein langjähriger Mentor dieser Jahre, Bernd Schmidt, bei dem ich nach seinem Wechsel an die Universität Göttingen bislang am häufigsten lehren durfte.

    Weitere Ausflüge in Lehre und Forschung führten mich nach Berlin, Leipzig, Lingen, Bruchsal und an die Universität Münster, wo ich auf Ulrike Röttgers Einladung mehrfach zu Gast war. Ihr, Peter Szyszka und Ansgar Zerfaß danke ich für die lebhafte und stets auf hohem Niveau geführte Diskussion und wohlwollende Förderung der letzten Jahre. Schließlich bedanke ich mich bei Günter Bentele für die Aufnahme des Buches in seine Reihe Organisationskommunikation und den großzügig gewährten Druckkostenzuschuss. Mein abschließender Dank gilt Katrin Emmerich vom VS Verlag und meiner hervorragenden Lektorin Anke Vogel.

    Widmen möchte ich die Arbeit meinen leider bereits verstorbenen Eltern Edith und Gerhard Rademacher sowie Barbara Rademacher.

    Klappentext

    Public Relations und Kommunikationsmanagement

    Die vorliegende Studie will eine aktuelle Theorie der Öffentlichkeitsarbeit bzw. Public Relations vorlegen. Denn seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts hat sich im Zuge eines sich ausdifferenzierenden Mediensystems mit dualem Rundfunk, konstant steigendem Öffentlichkeitsdruck und einem extrem angewachsenen Verantwortungs- und Ausdehnungsbereich der Massenmedien in der Gesellschaft ein Wandel der PR vollzogen, der in der deutschsprachigen PR-Theorie bislang nicht ausreichend reflektiert wird. In der Arbeit wird ein alternativer theoretischer Zugang zu Public Relations und Kommunikationsmanagement entworfen, der versucht, die bekannten disziplinären theoretischen Verortungen aus Sicht der Kommunikationswissenschaften und der Wirtschaftswissenschaften um eine eigenständige medienwissenschaftliche Perspektive zu erweitern.


    www.vs-verlag.de

    VS VERLAG FÜR SOZIALWISSENSCHAFTEN


    ISBN 978-3-531-16221-8

    Autor


    Lars Rademacher ist Professor für Public Relations/Kommunikationsmanagement an der Macromedia Hochschule der Medien in München und Berater für Change Communication & CSR.