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VS Verlag für Sozialw. Weitere Titel dieses Verlages anzeigen
| Inhalt | ||||||
| Vorwort | 7 | |||||
| 1 | Ausgangs situation: "Conditions of uncertainty and flux" | 9 | ||||
| 1.1 | Gang der Untersuchung | 13 | ||||
| 1.2 | Defizite der bisherigen Forschung | 18 | ||||
| 2 | Reputation: Zur anthroplologischen Grundlage strategischer Kommunikation | 21 | ||||
| 3 | Theoretische Grundlagen einer medienwissenschaftlichen Rekonstruktion von Public Relations (PR) und Kommunikationsmanagement (KM) | 27 | ||||
| 3.1 | Eine kulturkritische Perspektive auf PR und KM | 27 | ||||
| 3.2 | Zum verwendeten Kommunikationsbegriff | 29 | ||||
| 3.2.1 | Kommunikation und Medien | 29 | ||||
| 3.2.2 | Wie kommt die Kommunikation zur Sprache (und zum Bild)? | 33 | ||||
| 3.2.3 | Umgangssprache, Bildungssprache, Wissenschaftssprache | 37 | ||||
| 3.2.4 | Instrumentelle Kommunikation: Leitbegriffe, Konzeptbegriffe, Programmbegriffe | 38 | ||||
| 3.2.5 | Aufmerksamkeitssteuerung in der Popkultur | 39 | ||||
| 3.3 | Abstraktionen von Systembegriff und -theorie | 42 | ||||
| 3.4 | Öffentlichkeit und Journalismus | 47 | ||||
| 3.4.1 | Öffentlichkeit, öffentlich/geheim | 47 | ||||
| 3.4.2 | Journalismus als Dienstleister der Öffentlichkeit | 48 | ||||
| 3.4.3 | PR & Journalismus: Interpenetration und Interdependenz | 50 | ||||
| 3.4.4 | Öffentlichkeit und Öffentlichkeitsarbeit | 51 | ||||
| 3.5 | (Medien-) Wirtschaft | 53 | ||||
| Exkurs: Medium - Medien | 54 | |||||
| 3.5.1 | Ökonomie der Medien (unter bes. Berücksichtigung der PR) | 57 | ||||
| 3.5.2 | Anwendungsfelder des Kommunikationsmanagements | 64 | ||||
| 3.5.3 | Integrierte Kommunikation | 66 | ||||
| 3.5.3.1 | Marketing-orientierter Theorieansatz der Integrierten Kommunikation | 70 | ||||
| 3.5.3.2 | Intermediäre Ansätze der Praxis: Die Corporate-Familie | 72 | ||||
| 3.5.3.3 | Public Relations -orientierte Ansätze der Integrierten Kommunikation | 74 | ||||
| 3.5.3.4 | Ebene der systematischen Integration | 77 | ||||
| 3.5.4 | Von der Interaktion zur Interpenetration | 81 | ||||
| 3.5.5 | Wann ist ein Medienunternehmen ein Medienunternehmen? | 83 | ||||
| 3.5.5.1 | Corporate Publishing | 83 | ||||
| 3.5.5.2 | Situative Medienkompetenz | 84 | ||||
| 3.6 | Management/Organisation | 86 | ||||
| 3.6.1 | Management-Theorien, Modelle und Metaphern | 86 | ||||
| 3.6.1.1 | Theorie-Koexistenz und "Managementmoden" | 86 | ||||
| 3.6.1.2 | Perspektiven der Integration | 94 | ||||
| 3.6.1.3 | Funktionszuschreibungen von Manager und Management | 94 | ||||
| 3.6.1.4 | Das Anschwellen des Managements: Management als Deutungsmuster | 96 | ||||
| 3.6.2 | Organisation, Wissen und Entscheidung | 99 | ||||
| 3.6.2.1 | Organisationsbegriffe | 100 | ||||
| 3.6.2.2 | Strategie der Organisation | 100 | ||||
| 3.6.2.3 | Wissen der Organisation | 102 | ||||
| 3.6.2.4 | Wissensmanagement als Steuerung von Kompensation | 103 | ||||
| 3.6.2.5 | Organisationskommunikation | 105 | ||||
| 3.7 | Wissenschaft | 110 | ||||
| 3.7.1 | Die Entstehung wissenschaftlicher Tatsachen | 111 | ||||
| 3.7.2 | Der wissenschaftliche Ort der PR-Forschung (PRF) | 115 | ||||
| 3.7.2.1 | Betriebswirtschaftliche Zugänge | 116 | ||||
| 3.7.2.2 | Kommunikationswissenschaftliche Zugänge | 118 | ||||
| 3.7.2.3 | PR als Querschnittthema zwischen Kommunikationswissenschaft und Betriebswirtschaftslehre | 121 | ||||
| 3.7.2.4 | Kulturwissenschaftliche Kontextualisierung | 123 | ||||
| 3.7.2.5 | Vorzüge eines medienwissenschaftlichen Zugangs | 124 | ||||
| 3.7.3 | Wissenschaft und Praxis in der PRF | 129 | ||||
| 4 | Kommunikationsmanagement als Organisations- und Wissensmanagement | 133 | ||||
| 4.1 | Das gewandelte Selbstverständnis der Funktion von PR | 133 | ||||
| 4.2 | Public Relations als heterogenes Maßnahmenbündel | 137 | ||||
| 4.3 | Ebenen des Gegenstandsbezugs | 138 | ||||
| 4.3.1 | Funktionsbeschreibungen auf der Mikro- und Markro-Ebene | 138 | ||||
| 4.3.2 | Funktionsbeschreibungen von PR auf der Meso-Ebene: Anschlusspotenziale durch Wirklichkeitsmodulation | 139 | ||||
| 4.4 | Vom Image zur Reputation | 142 | ||||
| 4.5 | Reputation Management | 146 | ||||
| 4.6 | Frame Management | 152 | ||||
| 4.6.1 | Framing in der Kommunikationsforschung | 152 | ||||
| 4.6.2 | Corporate Frames und Storytelling | 155 | ||||
| 4.7 | Kommunikationsmanagement statt PR? | 159 | ||||
| 4.8 | Kommunikationsmanagement und Wissensmanagement | 163 | ||||
| 4.8.1 | Organisation und Produktion von Wissen | 164 | ||||
| 4.8.2 | Wissen und Macht: Was ist (organisations-) relevantes Wissen und warum braucht es Management? | 168 | ||||
| Exkurs: Macht und Autonomie des Managements - als Reentry | 168 | |||||
| 4.8.3 | Kommunikationsmanagement als Wissensmanagement (KaW) | 180 | ||||
| 4.8.3.1 | Wissenspool als Voraussetzungssystem für KaW | 180 | ||||
| 4.8.3.2 | Kommunikationsmanagement im Dienste des Wissensmanagement | 186 | ||||
| 4.8.3.3 | Public Relations als Leistungssystem im KaW | 187 | ||||
| 4.8.3.4 | Auktorialität und Operative Fiktionen als Kopplungsmechanismus | 189 | ||||
| 5 | Eine induktive Theorie der Public Relations | 191 | ||||
| 5.1 | Von der Normalzur Sonderfalllogik - und zurück | 191 | ||||
| 5.2 | Ansätze einer induktiven Theorie der Public Relations | 192 | ||||
| 5.3 | Public Relations im gesellschaftlichen Fiktionalisierungsdiskurs | 200 | ||||
| 6 | Zusammenfassung | 209 | ||||
| 7 | Exkurs: PR als ,Literatur' der Gesellschaft | 211 | ||||
| Literatur | 219 | |||||
Vorwort
Der vorliegende Text hat eine lange und wechselvolle Geschichte. Er entstand über einen Zeitraum von sechs Jahren hinweg und war dadurch ständigen Umarbeitungen unterworfen. Die Vermutung, dass man einen Text, der über so lange Zeit entsteht, im Grunde mehrfach schreibt, scheint mir durch diese Arbeit subjektiv bewiesen. Meinem Freund und früheren akademischen Lehrer Ralph Kray verdanke ich die Überzeugung, dass akademische Abschlussarbeiten eigentlich in einem Zeitraum von wenigen Monaten anzufertigen sind. Dass meine eigene Arbeit sich diesen Erkenntnissen so wenig gefügt hat, entbehrt nicht einer gewissen Ironie.
Das Manuskript, das 2006 vom Fachbereich Sprach-, Literatur und Medienwissenschaften der Universität Siegen als Dissertation angenommen wurde, ist parallel zu unterschiedlichen hauptberuflichen Tätigkeiten entstanden und erscheint hier in einer überarbeiteten Fassung, die im Frühjahr 2008 auf den neuesten Stand gebracht wurde. Für einen Ansporn zur rechten Zeit für diese letzte Überarbeitung danke ich Helga Huskamp. Ralph Krays Anregung gab dem ersten Entwurf seinen Arbeitstitel und ließ mich lange nach einer Verbindung zwischen kommunikationswissenschaftlicher Forschung, Organisationstheorie und Medienphilologie suchen. Die distanzierte Strenge meines Doktorvaters Peter M. Hejl sorgte dafür, dass dieser Titel dem jetzigen wich. Auch verschiedene argumentative Unebenheiten hat er zielsicher eliminiert. Mein Zweitkorrektor Gebhard Rusch hat neben zahlreichen Hinweisen ein kongeniales Gutachten beigesteuert. Keiner sonst hat nach meinem Eindruck den Text so gut interpretiert. Beiden danke ich für ihre Offenheit, sich eines Dissertationsvorhabens anzunehmen, das nicht aus dem engeren konstruktivistischen Diskurs kommt, diesem aber viel verdankt.
Über die letzten Jahre hinweg waren meine Freunde Marc Fabian Erdl und Ralf Dulisch die treuesten Leser und ausdauerndsten Diskussionspartner. Ralf hat die Arbeit in einer früheren Fassung zudem einer ersten Korrekturlese unterzogen. Bernhard Pörksen und Stefan Weber, die ich zu den besten Köpfen unter den jüngeren Kommunikationswissenschaftlern zähle, haben mich durch manche Diskussion und ihre herausragenden Arbeiten bereichert. Einzelne Ideen konnte ich über die Jahre immer wieder diskutieren mit Martin Lober und Ludger Meyer, meinen ersten Begleitern auf der beruflichen Seite der PR.
Die sich anschließenden beruflichen Stationen haben mich und meine Sicht auf PR und Kommunikationsmanagement in ganz unterschiedlicher Form geprägt. Für meine wichtigsten Consulting-Erfahrungen bedanke ich mich daher (weiterhin) bei Torsten Biallas, für die Unterstützung auf Wegen (und durch Untiefen) in der politischen Kommunikation bei Markus Karp und Marco Althaus sowie bei der BASF Felix Gress, Christian Schubert und Ulrich Nies. Mein Dank für die Vermittlung all dessen, was man über die Kommunikation in Netzwerken einer Großorganisation und mit Vorständen so lernen kann, geht an Martina von Deessen; meine Kollegen in der einzigartigen "Wissensfabrik", besonders Michael Detmer und Jens Bockholt, haben mich die Vorzüge echter Teamarbeit gelehrt.
Die Grundlagen für mein Denken und Arbeiten wurden an der Universität Siegen gelegt, an der ich das Ende eines wahrlich "goldenen Zeitalters" miterleben durfte. Allen voran möchte ich hier Helmut Kreuzer (1927-2004) nennen, dessen Weitblick, Gespür für Themen und wissenschaftliche Liberalität mich stets beeindruckt haben. Für ihn zu arbeiten war eine Ehre. Zudem danke ich Peter Seibert und Helmut Heinze für ihre gute Ausbildung - und Burkhard Schaeder für einen einzigen Satz im ersten Semester, der mein ganzes Studium getragen hat. Das Denken von Siegfried J. Schmidt hat in den späten Siegener Jahren viel von meinen wissenschaftlichen Interessen geprägt. Es war keine leichte Herausforderung, das dort Gehörte mit dem Wissen der Theologen (Jürgen Werbick, Ingo Broer, Elmar Kos), Philosophen (v.a. Bernhard Irrgang und Jochem Hennigfeld) und der Betriebswirte (u.a. Hermann Freter) in Einklang zu bringen. Helmut Kreuzer, Michael Krzeminski und Klaus Kreimeier sei Dank, dass sie mir früh gestatteten, mein wissenschaftliches Crossover im Medienstudiengang der Universität Siegen auch in der Lehre zu erproben. So erlaubten sie mir, mein erstes Seminar im WS 1997/98 über "Schweigen als Kommunikations form" zu halten. In Hannover förderten mich später Ulli Gröttrup und mein langjähriger Mentor dieser Jahre, Bernd Schmidt, bei dem ich nach seinem Wechsel an die Universität Göttingen bislang am häufigsten lehren durfte.
Weitere Ausflüge in Lehre und Forschung führten mich nach Berlin, Leipzig, Lingen, Bruchsal und an die Universität Münster, wo ich auf Ulrike Röttgers Einladung mehrfach zu Gast war. Ihr, Peter Szyszka und Ansgar Zerfaß danke ich für die lebhafte und stets auf hohem Niveau geführte Diskussion und wohlwollende Förderung der letzten Jahre. Schließlich bedanke ich mich bei Günter Bentele für die Aufnahme des Buches in seine Reihe Organisationskommunikation und den großzügig gewährten Druckkostenzuschuss. Mein abschließender Dank gilt Katrin Emmerich vom VS Verlag und meiner hervorragenden Lektorin Anke Vogel.
Widmen möchte ich die Arbeit meinen leider bereits verstorbenen Eltern Edith und Gerhard Rademacher sowie Barbara Rademacher.
Public Relations und Kommunikationsmanagement
Die vorliegende Studie will eine aktuelle Theorie der Öffentlichkeitsarbeit bzw. Public Relations vorlegen. Denn seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts hat sich im Zuge eines sich ausdifferenzierenden Mediensystems mit dualem Rundfunk, konstant steigendem Öffentlichkeitsdruck und einem extrem angewachsenen Verantwortungs- und Ausdehnungsbereich der Massenmedien in der Gesellschaft ein Wandel der PR vollzogen, der in der deutschsprachigen PR-Theorie bislang nicht ausreichend reflektiert wird. In der Arbeit wird ein alternativer theoretischer Zugang zu Public Relations und Kommunikationsmanagement entworfen, der versucht, die bekannten disziplinären theoretischen Verortungen aus Sicht der Kommunikationswissenschaften und der Wirtschaftswissenschaften um eine eigenständige medienwissenschaftliche Perspektive zu erweitern.
www.vs-verlag.de
VS VERLAG FÜR SOZIALWISSENSCHAFTEN
ISBN 978-3-531-16221-8
Lars Rademacher ist Professor für Public Relations/Kommunikationsmanagement an der Macromedia Hochschule der Medien in München und Berater für Change Communication & CSR.