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| Inhalt | ||||||
| Vorwort | 9 | |||||
| 1. | Einleitung | 11 | ||||
| 2. | Varianten des intendierten fundamentalen Organisationswandels | 19 | ||||
| 2.1 | Grundzüge der Organisationstransformation | 22 | ||||
| 2.2 | Organisationstransformation als "marktgesteuerte Dezentralisierung" | 30 | ||||
| 2.3 | Das Leitprinzip der Dezentralisierung | 31 | ||||
| 2.2.2 | Das Leitprinzip der Marktsteuerung | 34 | ||||
| 2.2.2 | Das Leitprinzip ergebniskontrollierter Autonomie | 41 | ||||
| 2.3 | Probleme radikalen Organisationswandels: Kontextbindung, Vielfalt und Reziprozität | 51 | ||||
| 3. | Erwartungen in psychologischer und soziologischer Perspektive | 65 | ||||
| 3.1 | Das psychologische Erwartungskonzept | 65 | ||||
| 3.2 | Erwartungen im Kontext sozialer Interaktionssituationen | 69 | ||||
| 4. | Erste konzeptionelle Überlegungen zu sozialen Erwartungsstrukturen | 77 | ||||
| 4.1 | Konstitutionsbedingungen sozialer Erwartungsstrukturen | 78 | ||||
| 4.2 | Merkmale sozialer Erwartungsstrukturen | 82 | ||||
| 4.2.2 | Zur Reziprozität sozialer Erwartungsstrukturen | 89 | ||||
| 4.2.3 | Reziproke Erwartungsstrukturen in Erwerbsarbeitsorganisationen | 97 | ||||
| 5. | Erwartungsstrukturen im Lichte unterschiedlicher Perspektiven auf Erwerbsarbeitsorganisationen | 107 | ||||
| 5.1 | Menschenbilder der theoretischen Konzepte und Ansätze | 107 | ||||
| 5.2 | Theoretisch-konzeptionelle Perspektiven auf Betriebe | 110 | ||||
| 6. | Die Perspektive des betrieblichen Herrschaftsraums | 121 | ||||
| 6.1 | Der Ansatz der , Wissenschaftlichen Betriebsführung' | 122 | ||||
| 6.1.1 | Zum Ertrag der Wissenschaftlichen Betriebsführung' | 129 | ||||
| 6.1.2 | Grenzen der Wissenschaftlichen Betriebsführung' | 130 | ||||
| 6.2 | Die orthodoxe Labour Process Debate | 133 | ||||
| 6.2.1 | Zum Ertrag der orthodoxen Labour Process Debate | 142 | ||||
| 6.2.2 | Grenzen der orthodoxen Labour Process Debate | 144 | ||||
| 6.3 | Arbeits- und Organisationsrollen im normativen Paradigma der Rollentheorie | 146 | ||||
| 6.3.1 | Zum Ertrag der Rollentheorie im normativen Paradigma | 151 | ||||
| 6.3.2 | Grenzen der Rollentheorie | 152 | ||||
| 6.3.3 | Ansatzpunkte für einen Wandel sozialer Erwartungsstrukturen | 158 | ||||
| 7. | Die Perspektive des betrieblichen Sozialraums | 161 | ||||
| 7.1 | Das Konzept der betrieblichen Sozialverfassung | 164 | ||||
| 7.1.1 | Ertrag des Konzepts der betrieblichen Sozial Verfassung | 169 | ||||
| 7.1.2 | Grenzen des Konzepts der betrieblichen Sozialverfassung | 170 | ||||
| 7.2 | Das Konzept der betrieblichen Sozialordnung | 171 | ||||
| 7.2.1 | Ertrag des Konzepts der betrieblichen Sozialordnung | 181 | ||||
| 7.2.2 | Grenzen des Konzepts der betrieblichen Sozialordnung | 185 | ||||
| 7.3 | Der funktionalistische Unternehmenskulturansatz | 187 | ||||
| 7.3.1 | Ertrag des funktionalistischen Ansatzes der Unternehmenskultur | 196 | ||||
| 7.3.2 | Grenzen des Unternehmenskulturansatzes | 197 | ||||
| 7.4 | Das Konzept der betrieblichen Arbeitskultur(en) | 199 | ||||
| 7.4.1 | Ansatzpunkte zum Wandel von Erwartungsstrukturen | 207 | ||||
| 7.4.2 | Ertrag des Konzepts betrieblicher Arbeitskulturen | 218 | ||||
| 7.4.3 | Grenzen des Konzepts der betrieblichen Arbeitskulturen | 221 | ||||
| 8. | Die Perspektive des betrieblichen Kontraktraums | 231 | ||||
| 8.1 | Die Prinzipal-Agentur-Theorie | 234 | ||||
| 8.1.1 | Ertrag der Agenturtheorie | 242 | ||||
| 8.1.2 | Grenzen der Agenturtheorie | 244 | ||||
| 8.2 | Das Konzept des psychologischen Vertrags | 253 | ||||
| 8.2.1 | Klassische Konzeptionen des psychologischen Vertrags | 256 | ||||
| 8.2.2 | Moderne Konzepte des psychologischen Vertrags | 261 | ||||
| 8.2.3 | Ertrag des psychologischen Vertragskonzepts | 294 | ||||
| 8.2.4 | Grenzen des psychologischen Vertragskonzepts | 296 | ||||
| 9. | Konkretisierung des Konzepts sozialer Erwartungsstrukturen | 301 | ||||
| 9.1 | Zur Reichweite der untersuchten Konzepte | 301 | ||||
| 9.2 | Weiterentwicklung des Konzepts sozialer Erwartungsstrukturen | 313 | ||||
| 9.2.2 | Die duale Grundlegung sozialer Erwartungsstrukturen | 313 | ||||
| 9.2.3 | Die inhaltlichen Dimensionen sozialer Erwartungsstrukturen | 315 | ||||
| 9.2.4 | Der Prozess- und Strukturcharakter sozialer Erwartungsstrukturen | 325 | ||||
| 9.2.5 | Soziale Erwartungsstrukturen in Akteursfigurationen | 331 | ||||
| 9.3 | Die Forschungsperspektive: Wandel sozialer Erwartungsstrukturen in Prozessen der Organisationstransformation | 337 | ||||
| 9.3.1 | Die forschungsanalytische Dimension | 338 | ||||
| 9.3.2 | Die forschungsmethodische Dimension | 341 | ||||
| 10. | Die Stadtmobil AG - Ein Fallbeispiel zum Wandel sozialer Erwartungsstrukturen bei ,marktgesteuerter Dezentralisierung' | 347 | ||||
| 10.1 | Die Modernisierungstradition der Stadtmobil AG | 348 | ||||
| 10.2 | Die Ausgangslage der Stadtmobil AG | 350 | ||||
| 10.3 | Die Reorganisation der Servicewerkstatt | 359 | ||||
| 10.4 | Soziale Erwartungsstrukturen im Wandel | 364 | ||||
| 10.5 | Impulse des Fallbeispiels für das Konzept sozialer Erwartungsstrukturen | 396 | ||||
| 11. | Das Konzept sozialer Erwartungsstrukturen: Potenziale und offene Fragen | 399 | ||||
| 11.1 | Grundzüge des Konzepts sozialer Erwartungsstrukturen | 399 | ||||
| 11.2 | Potenziale des Konzepts sozialer Erwartungsstrukturen | 405 | ||||
| Literatur | 413 | |||||
Vorwort
Bei dieser Publikation handelt es sich um die gekürzte und überarbeitete Fassung meiner im Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften der Universität Bremen eingereichten arbeitswissenschaftlichen Habilitationsschrift "Soziale Erwartungsstrukturen in Prozessen der Unternehmenstransformation". Menschen sind, worauf Norbert Elias eindrucksvoll hingewiesen hat, stets eingebunden in soziale Verflechtungszusammenhänge. Dies gilt auch für das Verfassen dieser Studie, selbst wenn der Autor dafür die alleinige inhaltliche Verantwortung trägt. Im Falle meiner Studie zählen zu dieser sozialen Figuration jene Professor/inn/en, die die Habilitationsschrift begutachteten: Mein herzlicher Dank gilt vor allem Eva Senghaas-Knobloch, meiner überaus geschätzten akademischen Lehrerin und Erstgutachterin. Ihre Anregungen und Anfragen gaben dieser Studie wertvolle Impulse. Bei meinem Zweitgutachter Rainer Müller bedanke ich mich besonders für Rat und Unterstützung, mit dem komplexen Thema der Habilitation pragmatisch umzugehen. Hermann Kotthoffi dessen Studien für meine Arbeit eine wichtige Inspirationsquelle waren und sind, danke ich sehr für seine konstruktiven Hinweise.
Zuspruch, Ermutigung und Unterstützung habe ich auf vielfältige Weise erfahren: Meine Frau Gaby war mir nicht nur in den verschiedenen Phasen der Erstellung dieser Studie ein unschätzbarer Rückhalt. Ihrer Beharrlichkeit verdanke ich es, dass mir neben dem Schreiben andere wichtige Tätigkeiten und Kontakte nicht aus dem Blick gerieten. Unsere Gespräche über ihre Erfahrungen mit tief greifenden Reorganisationsprozessen waren für mich ein bedeutsamer Bezugspunkt. Für dies und für noch vieles mehr, bin ich ihr von Herzen dankbar. Mein herzlicher Dank gilt Peter Seubert, Anthony und Carmen Reckers sowie ihren Kindern, die mich auf ihre ganz besondere Art und Weise auf andere, oft inspirierende Gedanken gebracht haben.
Herzlich bedanken möchte ich mich zudem bei meinem lieben Kollegen Peter Bleses, der wesentliche Teile dieser Studie geduldig Korrektur gelesen und wertvolle Hinweise gegeben hat. Dieses Buch hat durch die Ratschläge und Anregungen von Rainer Bohn sehr gewonnen. Für sein hohes verlegerisches Engagement bin ich ihm sehr dankbar. Bei meinen Studierenden und Kolleg/inn/en am artec Forschungszentrum Nachhaltigkeit bedanke ich mich für Anregungen bei der Diskussion meiner Ideen; dem artec danke ich für die Gewähr eines Zuschusses für diese Publikation.
Diese Veröffentlichung widme ich meiner Gaby, meinen Eltern Theo und Elfi Becke sowie Jason Reckers, meinem Patenkind.
Guido Becke
Betriebliche Sozialität beruht ganz generell auf der Erwarwartung einer Gegenseitigkeit von Geben und Nehmen zwischen Management und Belegschaftsgruppen. Wenn Unternehmen sich radikal wandeln -wie das zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit in den letzten Jahrzehnten häufig der Fall ist-, wird diese Erwartung oft gravierend verletzt. Was geschieht dabei im Einzelnen, und wie lässt sich die psychosoziale Dynamik der Reziprozität bei radikalem Organisationswandel theoretisch fassen? Guido Becke antwortet auf diese Fragen aus einer interdisziplinären Sicht mit dem Konzept sozialer Erwartungsstrukturen. Dabei untersucht er vergleichend soziologische, psychologische und mikrookönomische Konzepte in den drei übergreifenden Perspektiven der betrieblichen Herrschafts-, Sozial- und Kontrakträume. Beckes innovatives Konzept weist über herkömmliche Erklärungsansätze hinaus, die von einer untersozialisierten (z.B. Prinzipal-Agentur-Theorie oder psychologische Vertragskonzepte) oder übersozialisierten Konzeption menschlichen Handelns (z.B im Konzept der "Subjektivierung von Arbeit") geprägt sind. Am Beispiel von Prozessen der internen Vermarktlichung eines öffentlichen Unternehmens wird die Reichweite dieses Konzepts verdeutlicht.
ISBN 978-3-89404-557-9