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    Soziale Erwartungsstrukturen in Unternehmen

    Zur psychosozialen Dynamik von Gegenseitigkeit im Organisationswandel

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    Soziale Erwartungsstrukturen in Unternehmen
    Zur psychosozialen Dynamik von Gegenseitigkeit im Organisationswandel

    Autoren:

    Verlag:
    Edition Sigma  Weitere Titel dieses Verlages anzeigen

    Erschienen: Juni 2008
    Seiten: 437
    Sprache: Deutsch
    Maße: 211x149x23
    Einband: Kartoniert / Broschiert
    ISBN: 3894045574
    EAN: 9783894045579

    Inhaltsverzeichnis

    Inhalt
    Vorwort9
    1.Einleitung11
    2.Varianten des intendierten fundamentalen Organisationswandels19
    2.1Grundzüge der Organisationstransformation22
    2.2Organisationstransformation als "marktgesteuerte Dezentralisierung"30
    2.3Das Leitprinzip der Dezentralisierung31
    2.2.2Das Leitprinzip der Marktsteuerung34
    2.2.2Das Leitprinzip ergebniskontrollierter Autonomie41
    2.3Probleme radikalen Organisationswandels: Kontextbindung, Vielfalt und Reziprozität51
    3.Erwartungen in psychologischer und soziologischer Perspektive65
    3.1Das psychologische Erwartungskonzept65
    3.2Erwartungen im Kontext sozialer Interaktionssituationen69
    4.Erste konzeptionelle Überlegungen zu sozialen Erwartungsstrukturen77
    4.1Konstitutionsbedingungen sozialer Erwartungsstrukturen78
    4.2Merkmale sozialer Erwartungsstrukturen82
    4.2.2Zur Reziprozität sozialer Erwartungsstrukturen89
    4.2.3Reziproke Erwartungsstrukturen in Erwerbsarbeitsorganisationen97
    5.Erwartungsstrukturen im Lichte unterschiedlicher Perspektiven auf Erwerbsarbeitsorganisationen107
    5.1Menschenbilder der theoretischen Konzepte und Ansätze107
    5.2Theoretisch-konzeptionelle Perspektiven auf Betriebe110
    6.Die Perspektive des betrieblichen Herrschaftsraums121
    6.1Der Ansatz der , Wissenschaftlichen Betriebsführung'122
    6.1.1Zum Ertrag der Wissenschaftlichen Betriebsführung'129
    6.1.2Grenzen der Wissenschaftlichen Betriebsführung'130
    6.2Die orthodoxe Labour Process Debate133
    6.2.1Zum Ertrag der orthodoxen Labour Process Debate142
    6.2.2Grenzen der orthodoxen Labour Process Debate144
    6.3Arbeits- und Organisationsrollen im normativen Paradigma der Rollentheorie146
    6.3.1Zum Ertrag der Rollentheorie im normativen Paradigma151
    6.3.2Grenzen der Rollentheorie152
    6.3.3Ansatzpunkte für einen Wandel sozialer Erwartungsstrukturen158
    7.Die Perspektive des betrieblichen Sozialraums161
    7.1Das Konzept der betrieblichen Sozialverfassung164
    7.1.1Ertrag des Konzepts der betrieblichen Sozial Verfassung169
    7.1.2Grenzen des Konzepts der betrieblichen Sozialverfassung170
    7.2Das Konzept der betrieblichen Sozialordnung171
    7.2.1Ertrag des Konzepts der betrieblichen Sozialordnung181
    7.2.2Grenzen des Konzepts der betrieblichen Sozialordnung185
    7.3Der funktionalistische Unternehmenskulturansatz187
    7.3.1Ertrag des funktionalistischen Ansatzes der Unternehmenskultur196
    7.3.2Grenzen des Unternehmenskulturansatzes197
    7.4Das Konzept der betrieblichen Arbeitskultur(en)199
    7.4.1Ansatzpunkte zum Wandel von Erwartungsstrukturen207
    7.4.2Ertrag des Konzepts betrieblicher Arbeitskulturen218
    7.4.3Grenzen des Konzepts der betrieblichen Arbeitskulturen221
    8.Die Perspektive des betrieblichen Kontraktraums231
    8.1Die Prinzipal-Agentur-Theorie234
    8.1.1Ertrag der Agenturtheorie242
    8.1.2Grenzen der Agenturtheorie244
    8.2Das Konzept des psychologischen Vertrags253
    8.2.1Klassische Konzeptionen des psychologischen Vertrags256
    8.2.2Moderne Konzepte des psychologischen Vertrags261
    8.2.3Ertrag des psychologischen Vertragskonzepts294
    8.2.4Grenzen des psychologischen Vertragskonzepts296
    9.Konkretisierung des Konzepts sozialer Erwartungsstrukturen301
    9.1Zur Reichweite der untersuchten Konzepte301
    9.2Weiterentwicklung des Konzepts sozialer Erwartungsstrukturen313
    9.2.2Die duale Grundlegung sozialer Erwartungsstrukturen313
    9.2.3Die inhaltlichen Dimensionen sozialer Erwartungsstrukturen315
    9.2.4Der Prozess- und Strukturcharakter sozialer Erwartungsstrukturen325
    9.2.5Soziale Erwartungsstrukturen in Akteursfigurationen331
    9.3Die Forschungsperspektive: Wandel sozialer Erwartungsstrukturen in Prozessen der Organisationstransformation337
    9.3.1Die forschungsanalytische Dimension338
    9.3.2Die forschungsmethodische Dimension341
    10.Die Stadtmobil AG - Ein Fallbeispiel zum Wandel sozialer Erwartungsstrukturen bei ,marktgesteuerter Dezentralisierung'347
    10.1Die Modernisierungstradition der Stadtmobil AG348
    10.2Die Ausgangslage der Stadtmobil AG350
    10.3Die Reorganisation der Servicewerkstatt359
    10.4Soziale Erwartungsstrukturen im Wandel364
    10.5Impulse des Fallbeispiels für das Konzept sozialer Erwartungsstrukturen396
    11.Das Konzept sozialer Erwartungsstrukturen: Potenziale und offene Fragen399
    11.1Grundzüge des Konzepts sozialer Erwartungsstrukturen399
    11.2Potenziale des Konzepts sozialer Erwartungsstrukturen405
    Literatur413



    Vorwort

    Vorwort

    Bei dieser Publikation handelt es sich um die gekürzte und überarbeitete Fassung meiner im Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften der Universität Bremen eingereichten arbeitswissenschaftlichen Habilitationsschrift "Soziale Erwartungsstrukturen in Prozessen der Unternehmenstransformation". Menschen sind, worauf Norbert Elias eindrucksvoll hingewiesen hat, stets eingebunden in soziale Verflechtungszusammenhänge. Dies gilt auch für das Verfassen dieser Studie, selbst wenn der Autor dafür die alleinige inhaltliche Verantwortung trägt. Im Falle meiner Studie zählen zu dieser sozialen Figuration jene Professor/inn/en, die die Habilitationsschrift begutachteten: Mein herzlicher Dank gilt vor allem Eva Senghaas-Knobloch, meiner überaus geschätzten akademischen Lehrerin und Erstgutachterin. Ihre Anregungen und Anfragen gaben dieser Studie wertvolle Impulse. Bei meinem Zweitgutachter Rainer Müller bedanke ich mich besonders für Rat und Unterstützung, mit dem komplexen Thema der Habilitation pragmatisch umzugehen. Hermann Kotthoffi dessen Studien für meine Arbeit eine wichtige Inspirationsquelle waren und sind, danke ich sehr für seine konstruktiven Hinweise.

    Zuspruch, Ermutigung und Unterstützung habe ich auf vielfältige Weise erfahren: Meine Frau Gaby war mir nicht nur in den verschiedenen Phasen der Erstellung dieser Studie ein unschätzbarer Rückhalt. Ihrer Beharrlichkeit verdanke ich es, dass mir neben dem Schreiben andere wichtige Tätigkeiten und Kontakte nicht aus dem Blick gerieten. Unsere Gespräche über ihre Erfahrungen mit tief greifenden Reorganisationsprozessen waren für mich ein bedeutsamer Bezugspunkt. Für dies und für noch vieles mehr, bin ich ihr von Herzen dankbar. Mein herzlicher Dank gilt Peter Seubert, Anthony und Carmen Reckers sowie ihren Kindern, die mich auf ihre ganz besondere Art und Weise auf andere, oft inspirierende Gedanken gebracht haben.

    Herzlich bedanken möchte ich mich zudem bei meinem lieben Kollegen Peter Bleses, der wesentliche Teile dieser Studie geduldig Korrektur gelesen und wertvolle Hinweise gegeben hat. Dieses Buch hat durch die Ratschläge und Anregungen von Rainer Bohn sehr gewonnen. Für sein hohes verlegerisches Engagement bin ich ihm sehr dankbar. Bei meinen Studierenden und Kolleg/inn/en am artec Forschungszentrum Nachhaltigkeit bedanke ich mich für Anregungen bei der Diskussion meiner Ideen; dem artec danke ich für die Gewähr eines Zuschusses für diese Publikation.

    Diese Veröffentlichung widme ich meiner Gaby, meinen Eltern Theo und Elfi Becke sowie Jason Reckers, meinem Patenkind.

    Guido Becke

    Klappentext

    Betriebliche Sozialität beruht ganz generell auf der Erwarwartung einer Gegenseitigkeit von Geben und Nehmen zwischen Management und Belegschaftsgruppen. Wenn Unternehmen sich radikal wandeln -wie das zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit in den letzten Jahrzehnten häufig der Fall ist-, wird diese Erwartung oft gravierend verletzt. Was geschieht dabei im Einzelnen, und wie lässt sich die psychosoziale Dynamik der Reziprozität bei radikalem Organisationswandel theoretisch fassen? Guido Becke antwortet auf diese Fragen aus einer interdisziplinären Sicht mit dem Konzept sozialer Erwartungsstrukturen. Dabei untersucht er vergleichend soziologische, psychologische und mikrookönomische Konzepte in den drei übergreifenden Perspektiven der betrieblichen Herrschafts-, Sozial- und Kontrakträume. Beckes innovatives Konzept weist über herkömmliche Erklärungsansätze hinaus, die von einer untersozialisierten (z.B. Prinzipal-Agentur-Theorie oder psychologische Vertragskonzepte) oder übersozialisierten Konzeption menschlichen Handelns (z.B im Konzept der "Subjektivierung von Arbeit") geprägt sind. Am Beispiel von Prozessen der internen Vermarktlichung eines öffentlichen Unternehmens wird die Reichweite dieses Konzepts verdeutlicht.


    ISBN 978-3-89404-557-9