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| Inhalt | ||||||
| Vorwort | 11 | |||||
| 1 | Einleitung | 13 | ||||
| 2 | Suchtverständnis und Suchttherapie | 15 | ||||
| 2.1 | Suchtverständnis | 15 | ||||
| 2.2 | Suchttherapie | 17 | ||||
| 2.3 | Stand der Drogentherapieforschung | 20 | ||||
| 2.3.1 | Die Dauer der Therapie | 27 | ||||
| 2.3.2 | Strukturmerkmale | 29 | ||||
| 2.3.3 | Patientenmerkmale | 30 | ||||
| 2.3.4 | Therapeutische Beziehung | 32 | ||||
| 2.4 | Fazit | 37 | ||||
| 3 | Sucht als Ursache oder Folge von Traumatisierungen | 39 | ||||
| 3.1 | Sucht als komorbide Störung | 40 | ||||
| 3.2 | Sucht als Folge von Traumatisierungen | 42 | ||||
| 3.3 | Epidemiologische Daten und Prävalenz | 43 | ||||
| 3.4 | Traumatherapie | 47 | ||||
| 3.5 | Fazit | 48 | ||||
| 4 | Definition und Diagnostik von Trauma und PTBS | 51 | ||||
| 4.1 | Definition von Trauma | 51 | ||||
| 4.2 | Diagnostik einer PTBS nach ICD-10 und DSM-IV | 55 | ||||
| 4.2.1 | Patientenbeispiele | 61 | ||||
| 4.3 | Komplexes psychotraumatisches Belastungssyndrom | 65 | ||||
| 4.4 | Trauma und PTBS aus dem Blickwinkel der Neurobiologie | 67 | ||||
| 4.5 | Aussagen zum diagnostischen Verfahren der Integrativen Therapie | 71 | ||||
| 4.5.1 | Biographische Anamnese | 78 | ||||
| 4.6 | Diagnostik nach einem psychoanalytisch/psychodynamischen Ansatz | 86 | ||||
| 4.7 | Fazit | 93 | ||||
| 5 | Trauma und Sucht | 95 | ||||
| 5.1 | Traumatische Erfahrungen und die individuellen Anpassungsprozesse | 97 | ||||
| 5.1.1 | Traumatische Erfahrungen | 99 | ||||
| 5.1.2 | Traumatische Situation | 101 | ||||
| 5.1.3 | Traumatische Reaktion | 101 | ||||
| 5.1.4 | Traumaverarbeitungsprozeß | 102 | ||||
| 5.1.5 | Risikofaktoren, Resilienzen, Protektive Faktoren | 104 | ||||
| 5.2 | Behandlungsanforderungen und -ziele | 112 | ||||
| 5.3 | Therapeutische Beziehung | 115 | ||||
| 5.4 | Erfordernisse der Behandlung einer PTBS auf dem Hintergrund der IT | 117 | ||||
| 5.5 | Behandlungsgrundsätze für Patienten in der medizinischen und sozialen Rehabilitation | 119 | ||||
| 5.6 | Therapieimplikationen aus Sicht der Neurobiologie | 123 | ||||
| 5.7 | Fazit | 126 | ||||
| 6 | Integrative Therapie | 129 | ||||
| 6.1 | Persönlichkeitstheorie/Gesundheits- und Krankheitsverständnis der IT | 132 | ||||
| 6.1.1 | Die Fünf Dimensionen der Identität | 134 | ||||
| 6.1.2 | Gesundheits- und Krankheitsverständnis | 141 | ||||
| 6.1.3 | Protektive Faktoren | 143 | ||||
| 6.1.4 | Dynamische Regulation | 146 | ||||
| 7 | Behandlungsgrundlagen der IT | 149 | ||||
| 7.1 | Die vier Wege der Heilung und Förderung | 150 | ||||
| 7.2 | Die 14 therapeutischen Wirkfaktoren | 152 | ||||
| 8 | Drogenhilfesystem Herne | 157 | ||||
| 8.1 | Leistungen zur medizinischen und sozialen Rehabilitation Suchtkranker im Therapieverbund Herne | 160 | ||||
| 8.1.1 | Adaption als Leistung der medizinischen Rehabilitation Abhängigkeitskranker-Phase II der medizinischen Rehabilitation | 161 | ||||
| 8.1.2 | Ambulantes Betreutes Wohnen für abhängigkeitskranke Menschen (Phase III der sozialen Rehabilitation Drogenabhängiger) | 167 | ||||
| 8.2 | Übergeordnete Behandlungsziele | 172 | ||||
| 8.2.1 | Das Konzept der Leiblichkeit in der IT | 178 | ||||
| 9 | Das Behandlungssetting | 181 | ||||
| 9.1 | Behandlungsvertrag | 182 | ||||
| 9.2 | Behandlungselemente (vgl. Schay, Liefke 2007) | 182 | ||||
| 9.2.1 | Ressourcenorientierte Einzelgespräche | 183 | ||||
| 9.2.2 | Genderspezifische Angebote | 185 | ||||
| 9.2.3 | Ressourcenorientierte Gruppengespräche | 186 | ||||
| 9.2.4 | Bewegungstherapie/Entspannungstechniken | 189 | ||||
| 9.2.5 | Soziotherapie | 192 | ||||
| 9.2.6 | Arbeit mit dem Rückfall/Rückfallpräventionstraining | 192 | ||||
| 9.3 | Traumaspezifische Behandlungselemente | 198 | ||||
| 9.3.1 | Ressourcenorientierte Einzeltherapie | 198 | ||||
| 9.3.2 | Die Bedeutung physischer Aktivität in der Trauma- und Suchttherapie | 199 | ||||
| 9.3.3 | Entspannung im Rahmen der Traumatherapie | 200 | ||||
| 9.3.4 | Arbeit mit dem Rückfall | 203 | ||||
| 10 | Behandlungsaspekte/-verlauf | 205 | ||||
| 11 | Ziele und Design der Studie | 217 | ||||
| 11.1 | Beschreibung der Methodenauswahl und des wissenschaftlichen Hintergrundes | 222 | ||||
| 12 | Fragebögen und Datenzugang | 225 | ||||
| 12.1 | Ergebnisse | 227 | ||||
| 12.1.1 | Ergebnisse:Patienten-Kontrollgruppe am Therapiebeginn der traumaspezifischen Behandlung | 234 | ||||
| 12.1.2 | Ergebnisse: Patienten-Kontrollgruppe am Therapieende der traumaspezifischen Behandlung | 242 | ||||
| 13 | Diskussion der Ergebnisse | 261 | ||||
| 14 | Abschließende Bemerkungen | 271 | ||||
| Literaturangaben | 275 | |||||
Vorwort
"Wenn wir über Trauma und traumatisierte Menschen reden, dann reden wir von der Zerstörung des Selbst und von dem Verlust von Glück. ... von der Abgrunderfahrung, ... von "broken spirits", die das Trauma, der Sturz in den Abgrund zurückläßt" (Offo-A77eyer2008, 43ff).
"Das Wort "Trauma" bedeutet im Griechischen "Wunde" oder "Verletzung", in der Psychologie steht es für eine starke seelische Erschütterung, die (im Unbewußten) noch lange wirksam ist" (Mauelshagen 2008, 85).
Die Anamnese von Menschen mit Persönlichkeitsstörungen vom Borderlinetyp, Suchterkrankungen, Eßstörungen, autoaggressivem Verhalten und Somatisierungs- und Angststörungen weist oft psychosoziale Krisen und traumatische Erfahrungen auf.
Kennzeichnend für eine psychosoziale Krise ist der "Verlust des seelischen Gleichgewichts, den ein Mensch verspürt, wenn er mit Ereignissen und Lebensumständen konfrontiert wird, die er im Augenblick nicht bewältigen kann, weil sie von der Art und dem Ausmaß her seine ... Fähigkeiten ... zur Bewältigung seiner Lebenssituation überfordern" (Sonneck 2003, 319).
In unserer Arbeit begegnen wir seit Jahren diesen Phänomen. Viele unserer Patienten1 haben Deprivation, körperliche und sexuelle Gewalt erfahren, sind in schwerste psychosoziale Krisen geraten. Diese Erfahrungen haben sich schädigend auf ihre Seele und ihren Körper ausgewirkt.
Die vorliegende Arbeit greift die Erfordernisse in der Behandlung von traumatisierten Patienten, die offensichtlich unter den Folgesymptomen leiden, im Kontext der Phasen II (Adaption) und III (Betreutes Wohnen) der medizinischen und sozialen Rehabilitation auf (vgl. auch Kap. 8). Unsere Erfahrungen in der therapeutischen Arbeit mit dieser Klientel zeigen uns, daß wir bei diesen Patienten mit dem herkömmlichen Behandlungssetting der medizinischen und sozialen Rehabilitation häufig an Grenzen kommen.
Auf dem Hintergrund unserer therapeutischen Ausbildung im Verfahren der Integrativen Therapie und unserer Ausbildung als Fachberater für Psychotraumatologie können wir für diese Patienten ein therapeutisches Setting gestalten, das die Störungsbilder Sucht und Folgestörungen traumatischer Erlebnisse berücksichtigt.
Wir wollen mit der Studie "Integrative Traumatherapie in der Drogenhilfe" untersuchen, inwieweit dieser Behandlungsansatz adäquate und meßbare Therapieerfolge ermöglicht.
Unsere Thesen lauten: 1) Der überwiegende Teil der Patienten in unseren Einrichtungen hat traumatische Erfahrungen im biographischen Kontext erlebt, 2) sie haben in deren Folge Symtome einer Posttraumatischen Belastungsstörung entwickelt und 3) ein traumaspezifischer Behandlungsansatz kann bei dieser Patientengruppe zu besseren Behandlungsergebnissen führen.
Wir danken besonders unseren Patienten für ihre Bereitschaft, uns ihre Daten zur Verfügung zu stellen.
Die Patienten wurden über die Studie und die Freiwilligkeit der Teilnahme von den Autoren informiert. Die Anonymität der Patienten wurde durch einen selbstgenerierten Zahlen-Buchstabencode gewährleistet.
| 1 | In den verschiedenen Arbeitsbereichen der Drogenhilfe wird von Klient bzw. Patient gesprochen. Aus Gründen der Lesbarkeit verwenden wir "Patient". Auch verwenden wir das generische Maskulinum (der Patient, der Suchtkranke, der Mitarbeiter, der Therapeut), das männliche und weibliche Personen mit einschließt. Zu einer der sehr umständlichen neuen Schreibweisen konnten wir uns nicht entschließen. |
Sucht und Trauma
Suchtkranke Menschen sind häufig traumatisiert. Hat die Drogenkarriere die traumatischen Erlebnisse nach sich gezogen oder hat der Patient sich vor seinem Trauma in die Abhängigkeit geflüchtet? Das Buch beleuchtet das Verhältnis von Trauma und Sucht - und die Vorteile der Behandlung von Suchtpatienten mit Elementen aus der Traumatherapie. Die Autoren beschreiben ausführlich die Anwendung der integrativen Traumatherapie in der Behandlung von Drogenabhängigen und stellen die Erfolge dieses Ansatzes in einer Evaluationsstudie dar.
www.vs-verlag.de
ISBN 978-3-531-16131-0
Autoren
Peter Schay
Recklinghausen, Master of Science Integrative Psychotherapie, Dipl. Sozialarbeiter, Dipl. Supervisor (FU Amsterdam), Approbation als KuJ-Psychotherapeut, Psychotherapie (HPG), Lehrtherapeut für Integrative Therapie (FPI/EAG), Fachberater für Psychotraumatologie (DIPT e.V. Köln); Gesamtleiter und Geschäftsführer der ambulanten und (teil-) stationären Einrichtungen der Drogenhilfe im Therapieverbund Ruhr-Mitte, Vorsitzender der Deutsche Gesellschaft für Integrative Therapie, Gestalttherapie und Kreativitätsförderung e.V. .
Ingrid Liefke
Essen, Master of Science Integrative Psychotherapie, Dipl. Pädagogin, Approbation als KuJ-Psychotherapeut, Psychotherapie (HPG), Ausbildung in Integrative Sozialtherapie (FPI/EAG), Fachberaterin für Psychotraumatologie (DIPT e.V. Köln); Mitarbeiterin der ambulanten und (teil-) stationären Einrichtungen der Drogenhilfe im Therapieverbund Ruhr-Mitte.