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    Texten für TV

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    Texten für TV

    Autoren:

    Verlag:
    Uvk Verlags   Weitere Titel dieses Verlages anzeigen

    Auflage: 3., überarbeitete Auflage.
    Erschienen: Februar 2009
    Seiten: 175
    Sprache: Deutsch
    Illustration: 80 s/w Abb.
    Maße: 214x149x14
    Einband: Kartoniert / Broschiert
    Reihe: Praktischer Journalismus
    ISBN: 3867641447
    EAN: 9783867641449

    Inhaltsverzeichnis

    Inhalt
    Vorwort 7
    Einführung 9
    1 Die zwei Sinne 13
    1.1 Botschaften an Augen und Ohren senden 13
    1.2 Bilder verstehen 14
    1.3 Gesprochenen Text verstehen 16
    2 Sprache 21
    2.1 Schreiben fürs Hören 21
    2.2 Texten fürs Sprechen 33
    2.3 Klischees und Metaphern 38
    3 Ausdrucksmöglichkeiten der Kamera 43
    3.1 Kameraeinstellungen 45
    3.2 Kamerastandpunkt und -perspektive 48
    3.3 Bewegung in Fernsehbeiträgen 49
    4 Text und Bild 55
    4.1 Bild- und Textfunktionen 55
    4.2 Bilder ohne Text 58
    4.3 Ergänzungen zum Bild 59
    4.4 Doppelungen von Text und Bild 61
    4.5 Text-Bild-Scheren 62
    4.6 Satzbau und Bild 66
    5 Rhetorische Planung 69
    5.1 Der Schnitt ist ästhetisch 69
    5.2 Der Text ist rhetorisch 70
    6 Das Innere von Textpassagen 73
    6.1 Pointieren 73
    6.2 O-Töne an- und abtexten 75
    6.3 Anschaulich einsteigen 81
    6.4 Prägnant enden 85
    7 Bedingungen des Textens 87
    8 Musik in Fernsehbeiträgen 91
    9 Geräusche in Fernsehbeiträgen 95
    10 Texten für verschiedene Fernsehgenres 97
    10.1 Nachrichtenfilm 97
    10.2 Bericht 99
    10.3 Reportage 102
    10.4 Dokumentation 106
    10.5 Feature 109
    10.6 Trailer 112
    11 Eine gelungene Reportage 117
    Wa Tham Krabog - Tempel der Drogenabhängigen 117
    12 Ein gelungener Bericht 149
    La Coruna - Eine Stadt versinkt im Müll 149
    Anmerkungen 166
    Literatur 171
    Index 173



    Vorwort

    Vorwort

    Oft wird sie angeprangert, die fehlende Qualität beim journalistischen Fernsehen. Langweilig, unverständlich und immer das Gleiche. So lauten häufig die Vorwürfe. Und in der Tat: Bei unseren Recherchen für dieses Buch stießen wir neben vielen guten Beiträgen auch immer wieder auf Beispiele, die den Kritikern Recht geben. Dabei geht es nicht nur um die Inhalte, sondern auch um die Art und Weise, wie sie den Zuschauern präsentiert werden. Dabei spielt eine Gestaltungsebene des Berichtens fürs Fernsehen eine entscheidende Rolle: Der Text.

    Verworrene Sätze, Ausdrücke, die nur Fachleute verstehen oder Text- und Bildaussagen, die auseinanderklaffen: Das sind nur einige Belege für formal schlechten Fernsehjournalismus, der uns in vielen TV-Texten immer wieder begegnete. Oft stießen wir auf journalistische Stilformen, die für das Fernsehen nicht geeignet sind. Zu lange Sätze etwa erschweren das Verstehen von Fernsehbeiträgen, auch wenn sie in Zeitungsartikeln durchaus üblich sind. Immer wieder trafen wir zudem auf die Sprache des Radios, die Vorgänge und Ereignisse exakt beschreibt und deshalb für das Bildmedium Fernsehen nur bedingt brauchbar ist. Plattitüden, Klischees oder ausgetretene Wendungen wie - »im Vorfeld wurde abgeklärt« oder - »in Zukunft bleibt zu hoffen« - kamen oft hinzu. Auch das mangelhafte Zusammenspiel von Text und Bild erwies sich häufig als problematisch: »Hinzu kommt, dass Fernsehen halt wesentlich mit Sehen zu tun hat und die Bilder, die es da zu sehen gibt, in ständiger Konkurrenz zum Wort stehen. Sind es starke Bilder, so lösen sie Emotionen beim Betrachter aus und übertönen die Wortbotschaft so laut, bis sie kaum noch zu vernehmen ist. Sind es, wie oft, Verlegenheitsbilder, so lenken sie immerhin vom Wort ab, indem sie dem Betrachter das Kunststück abverlangen, sich alle paar Sekunden auf einen neuen Raum, auf einen neuen Menschen, auf eine neue Szene einstellen zu müssen, während ihm zusätzlich Worte ins Ohr tropfen.«1

    Um die Verständlichkeit von Fernsehbeiträgen steht es schlecht. Das belegen mehrere Untersuchungen in der Medienwirkungsforschung. Selbst ausgewählte Probanden konnten in wissenschaftlichen Tests nur selten mehr als zehn Prozent der Inhalte einer Nachrichtensendung behalten.2 Auch Peter Sicking kommt in seiner Studie »Leben ohne Fernsehen«, in der er die Motive von Fernsehverweigerern untersuchte, zu einem Ergebnis, das die Qualität der Berichterstattung infrage stellt: »Bei den weiteren Gründen für eine Ablehnung für die fernsehlose Lebensgestaltung der aktiven Nichtseher steht die überaus kritische Bewertung des Fernsehprogramms an erster Stelle. Sowohl die Machart des Fernsehprogramms als auch die inhaltlichen Programmangebote werden durchgehend als minderwertig empfunden.«3

    Wir glauben, dass die schlechte Verständlichkeit von Fernsehbeiträgen nicht den Zuschauern angelastet werden kann. Die Ursache ist zumeist in den oben genannten Gründen zu suchen. Es gilt, Fernsehbeiträge so verständlich wie möglich zu machen, ohne dass sie dabei an Attraktivität oder Spannung verlieren.

    »Texten für TV« hat sich als zeitloses Buch erwiesen. Zugunsten einer leichten Lesbarkeit verzichten wir auf detaillierte Literaturverweise im Text. Nicht nachgewiesene Zitate stammen aus Gesprächen, die wir mit Reportern und Filmemachern führten.

    Das Buch enthält Tipps für die Praxis und macht Vorschläge zum verständlichen Texten. Einen wissenschaftlichen Anspruch erhebt es nicht. Im zweiten Teil geben wir spezielle Empfehlungen für die verschiedenen Fernsehgenres. Die Beispiele basieren auf leicht veränderten Originaltexten. Autoren und Sendedaten geben wir nicht an. Es kommt uns nicht darauf an, die Urheber der Beiträge hervorzuheben oder zu diskreditieren. Wir leiten aus den Beispielen lediglich unsere Vorschläge ab.

    Wir danken Joachim Filliés, Hans-Dieter Grabe, Halim Hosny, Harald Jung, Christian Kirsch, Klaus M. Klose, Jens Monath, Ulli Rothaus, Rüdiger Steiner und Bodo Witzke.

    Frankfurt/M. und Mainz, Martin Ordolff
    Januar 2009 Stefan Wachtel

    Klappentext

    Praktischer Journalismus

    Fernsehzuschauer können selten mehr als zehn Prozent der Inhalte einer Nachrichtensendung behalten. Dies liegt auch daran, dass Fernsehjournalisten oft lange und verschachtelte Sätze mit schwierigen Ausdrücken wie in Zeitungsartikeln verwenden.

    Das Buch leitet dazu an, Fernsehbeiträge verständlich zu texten, ohne dass sie dabei an Attraktivität oder Spannung verlieren. Die Autoren vermitteln anhand von zahlreichen Beispielen Kriterien für effektives Texten, geben Hinweise zur sinnvollen Koordination von Bild und Text und gehen auf die spezifische Sprache verschiedener Fernsehgenres wie Nachrichtenfilm, Bericht, Reportage, Dokumentation, Feature und Trailer ein.

    Die Reihe »Praktischer Journalismus«:

    • alles für den Beruf
    • bewährt in der Praxis
    • anschaulich durch viele Beispiele
    • von Profis für Profis


    ISBN 978-3-86764-144-9

    Register

    Index


    A

    Abnahme 17
    Abstraktion 64
    Abtexten von O-Tönen 79
    Aktiv 28
    Antexten von O-Tönen 76, 77, 78
    Atmosphäre 57, 92
    Aufbau 99, 107
    Aufmerksamkeit 14, 16, 55, 58
    Aufzieher 52
    Ausstieg 85, 147, 165


    B

    Bericht 99
    Betonung 31, 33, 34
    Bewegung 49
    Bewegungsreiz 14
    Bildausschnitt 44, 45, 47, 52
    Bildschnitt 43, 69
    Bildverstehen 14, 56


    C

    Chronologie 110, 114


    D

    Detailaufnahme 48
    Distanz 69, 79, 103
    Dokumentation 106
    Doppelung 61, 77
    Dramaturgie 93, 102, 113, 114
    Drehort 87, 102


    E

    Einstieg 81, 119, 150


    F

    Feature 109
    Fernsehjournalismus 7
    Filmjournalismus 91
    Floskeln 85
    Frage 74, 98, 100
    Fremdwörter 26
    Froschperspektive 48


    G

    Gedankenschritt 74
    Genre 78, 92, 97, 110
    Geräusche 95
    Grafik 16
    Grammatik 14, 24, 78
    Großaufnahme 47


    H

    Halbnah 46
    Halbtotale 46
    Hinführung 160
    Hörverstehen 19


    I

    Imperfekt 36
    Informationsdichte 17, 25, 29, 74
    Infotainment 43
    Inhalt 21, 59


    J

    journalistische Fragen 98
    journalistischer Bericht 86
    journalistisches Arbeiten 56
    journalistische Texte 33


    K

    Kameraeinstellung 11, 15, 45, 69
    Kamerafahrt 53
    Klarheit 70
    Klischee 7, 38, 39
    Kontext 48, 83


    L

    Lead-Satz-Prinzip 74, 97
    Leitmotiv 92
    Lesen 10, 32, 33, 37, 38, 80


    M

    Metapher 40
    Musik 91


    N

    Nachrichtenagentur 41
    Nachrichtenfilm (NiF) 97
    Nah 47
    Nominalstil 25


    O

    Oben-Standpunkt 49
    offenes Ende 147
    O-Ton 75, 86, 114


    P

    Passiv 28
    Perfekt 36
    Perspektive 48
    Phrasen 32
    Plusquamperfekt 36
    Pointieren 73, 83
    Präsens 37
    Präzision 40


    R

    Ranfahrt 52
    Redeausschnitt 16
    Regel 44, 103
    Reportage 102
    Rhetorik 70
    Rhythmus 31, 51, 69, 76, 79, 114


    S

    Satzbau 21, 32, 66
    Schaltgespräch 66
    Schlagzeilenstil 26, 89, 104
    Schluss 85
    Schräg-Standpunkt 49
    Schwenk 50
    Sinnschritt 17, 22
    Sprachaufnahme 31, 33, 89
    Sprache der Nationalsozialisten 41
    Sprachjournalismus 84
    Sprechen 33, 37, 38, 47, 51
    Sprechtempo 22
    Standbild 16
    Stereotype 60, 79
    Stil 10
    Stimme 17
    subjektive Kamera 53
    Superlativ 29
    Supertotale 45
    Synonym 30


    T

    Text-Bild-Schere 11, 53, 62
    Timing 66, 89
    Totale 45
    Trailer 112


    U

    Übersetzung 136
    Umschreiben 26
    Unten-Standpunkt 48


    V

    Verben 25, 104
    Verstehen 7, 10, 11, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 26, 30, 40, 43, 55
    Vogelperspektive 49
    Voice-over 80
    Vorlesen 33


    W

    Wahrnehmung 14, 15, 16, 28, 49
    Weit 45
    Wortschöpfung 31
    Wortwahl 10, 17


    Z

    Zahlen 29
    Zeitform 36, 37
    Zitat 8
    Zoom 16, 51
    Zungenbrecher 37
    Zuschauer 13, 14, 22, 45, 53, 81



    Autor

    Martin Ordolff arbeitet als Journalist für das ZDF in Mainz, vorrangig in den Bereichen Wirtschaft und Umwelt. Zuvor war er mehrere Jahre Autor und Schlussredakteur im »heute-journal«. Seine Erfahrung von zahlreichen Berichten aus dem In- und Ausland gibt er in Seminaren zu verschiedenen Themen weiter. Er ist zudem Autor des Buches »Fernsehjournalismus« (2005). Kontakt: ordolff.m@zdf.de

    Stefan Wachtel, Dr. phil., ist Senior Coach bei »Expert-Executive« in Frankfurt am Main und berät Spitzenmanager für öffentliche Auftritte. Er war zuvor TV-Sprecher und Trainer bei ARD und ZDF. Autor u. a. von »Sprechen und Moderieren in Hörfunk und Fernsehen« (6. Aufl. 2009), »Schreiben fürs Hören« (3. Aufl. 2003) und »Rhetorik und Public Relations« (2003). Kontakt: stefan.wachtel@expertexecutive.de

    Reviews

    »Ein knapp gehaltenes, aber durchaus sinnvolles Kompendium zum Thema Sprache im Fernsehen.« (Celluloid) Mindestens die ersten vierzig Seiten müssten für alle TV-Texter Pflichtlektüre sein.[.] Wer dem Zwang entkommen ist, nicht jede Regel sklavisch zu befolgen, bekommt mit diesem Buch ein praxisnahes Hilfsmittel für bessere TV-Texte. (amazon.de, 17.03.2009) "Texten für TV" ist klar gegliedert, hat eine einfache Sprache und anschauliche Beispiele. Ein informatives und hilfreiches Buch, nicht nur für Fernsehjournalisten, sondern auch für Printredakteure, die sich mit Webvideos beschäftigen. (Drehscheibe, 05/2009) Ein auf den journalistischen Alltag zugeschnittener Ratgeber. (videoaktiv.de, 02-03/2010)