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Transcript Verlag Weitere Titel dieses Verlages anzeigen
| Inhalt | ||||||
| Einleitung: | ||||||
| Theater, Bild und Vorstellung. Zur Inszenierung des Sehens | ||||||
| ALEXANDER JACKOB UND KATI RÖTTGER | 7 | |||||
| I. | Ordnungen des Sehens - Theatralität der Medien | |||||
| Blick und Anblick. Zur Ent-Larvung der TV-Gesichter | ||||||
| MARTIN SCHULZ | 43 | |||||
| Bilder-Schlachten im Bambiland: Zur Politik des Sehens im Theater | ||||||
| KATI RÖTTGER | 61 | |||||
| Visualität als Ereignis | ||||||
| MAAIKE BLEEKER | 77 | |||||
| Zwischen Bild und Vorstellung - Drei Gedankengänge | ||||||
| ALEXANDER JACKOB | 93 | |||||
| II. | Intermedialität des Sehens - Bildinszenierungen | |||||
| Medien auf der Bühne | ||||||
| PATRICE PAVIS | 115 | |||||
| Zwischen-Bilder und Kristalline Körper. Visuelles Theater als intermediale Performance | ||||||
| MEIKE WAGNER | 131 | |||||
| Das Loch in der Leinwand | ||||||
| JOACHIM PAECH | 143 | |||||
| »Was ist es, was die Kamera selber schafft?« | ||||||
| Sieben Hinweise zum filmischen point of view | ||||||
| NORBERT GROB | 161 | |||||
| III. | Bild/Körper-Bild/Impuls | |||||
| SCHRIFT, BILD UND THEATER. Entwurf einer Fragestellung | ||||||
| ULRIKE HASS | 177 | |||||
| Animalische Animation. Der Diskurs der Energie und die mimische Ausdrucksbewegung bei Stanislawski und Warburg | ||||||
| WOLF-DIETER ERNST | 189 | |||||
| Bild/Bewegung. Das Theater der Visualität | ||||||
| GÜNTHER HEEG | 207 | |||||
| »Technology« und »Revelation«. Über Thränen, Küsse und das Drama der Wahrnehmung | ||||||
| THOMAS OBERENDER | 219 | |||||
| IV. | Geschichte der visuellen Kultur: Drama, Oper, Melodrama | |||||
| Theater und visuelle Kultur im 19. Jahrhundert. Modi der Relation aus historischer Perspektive | ||||||
| NIC LEONHARDT | 233 | |||||
| Ein bildschöner Mann? Visuelle Vertiefung und Theatralität in Richard Wagners Der fliegende Holländer | ||||||
| DAVID J. LEVIN | 255 | |||||
| Münchner Barock: Zum postkonzeptuellen Bildertheater | ||||||
| CHRISTOPHER BALME | 267 | |||||
| Bildexzess und Bildermacht im englischen Theater der frühen Neuzeit | ||||||
| ANJA MÜLLER-WOOD | 287 | |||||
| Bibliographie | 301 | |||||
| Autorinnen und Autoren | 313 | |||||
Mit dem Theater sehen wir die Welt anders. Das gilt besonders für die Welt der Bilder, die auch vor dem Theater nicht haltmacht - ein Zusammenhang, der in der kulturwissenschaftlichen Forschung bisher kaum beachtet worden ist. Dieses Buch eröffnet Perspektiven auf die Inszenierungen des Sehens, die unsere Wahrnehmung in den Medien formen und gestalten. Die Beiträge aus Theater-, Film-, Kunst- und Literaturwissenschaft befassen sich mit den besonderen Prozessen der Bildwerdung, die sich zwischen Sehen und Gesehenwerden, zwischen Blick und Vorstellung, zwischen den Körpern und Medien im Raum des Theaters vollziehen.
ISBN 3-89942-706-8
Autorinnen und Autoren
Christopher Balme leitet als Lehrstuhlinhaber seit 2006 das Institut für Theaterwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München und ist zurzeit Dekan der Fakultät für Kunst und Geschichte. Geboren und aufgewachsen ist er in Neuseeland, wo er an der University of Otago studierte. Seit 1985 lehrt und arbeitet er in Deutschland, unter anderem an den Universitäten in München, Würzburg und Mainz. Von 2005 - 2006 war er Professor für Theaterwissenschaft an der Universität von Amsterdam. Seine Publikationen umfassen Beiträge zum Theater in Deutschland, interkulturellem Theater und zum Verhältnis zwischen Theater und anderen Medien. Christopher Balme war Präsident der Gesellschaft für Theaterwissenschaft und Vize-Präsident von FIRT. Zur Zeit ist er Herausgeber der Theaterzeitschrift Forum Modernes Theater. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen zählen: Decolonizing the Stage: Theatrical syncretism and postcolonial drama (Oxford 1999); Pacific Performances: Theatricality and Cross Cultural Encounter in the South Seas (Palgrave Macmillan 2007) und Cambridge Introduction to Theatre Studies (2008). Seine Einführung in die Theaterwissenschaft wird zurzeit zum vierten Mal aufgelegt. Aktuelle Forschungsschwerpunkte sind: das Verhältnis zwischen Moderne und Globalisierung der Künste sowie Theater und Öffentlichkeit.
Maaike Bleeker ist Professorin für Theaterwissenschaft und leitet seit 2007 das Institut für Theaterwissenschaft an der Universität Utrecht. Sie praktiziert was sie lehrt und hat mit verschiedenen Regisseuren, Choreographen und Bildenden Künstlern als Dramaturgin gearbeitet. Darüber hinaus hat sie an der School for New Dance Development und an der Piet Zwart Akademie für Bildende Künste unterrichtet, hat mit einer eigenen Theatergruppe gearbeitet und fünf Theaterstücke übersetzt, die von größeren niederländischen Theatergesellschaften inszeniert wurden. Zu ihren jüngsten Publikationen gehören: Visualitity in Theatre. The Locus of Looking (Palgrave 2008), als Herausgeberin: Anatomy Life. Performance and the Operating Theatre (Amsterdam University Press 2008) und Parallax 46: Installing the Body (2008).
Wolf-Dieter Ernst, seit 2006 Akademischer Rat am Institut für Theaterwissenschaft der Ludwigs-Maximilians-Universität München. Studium der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen, Promotion an der Universität Basel 2001 (Performance der Schnittstelle. Theater unter Medienbedingungen. Wien: Passagen [Reihe xMedien], 2003). Zahlreiche Veröffentlichung zur Theorie und Ästhetik von Theater, Performance und neuen Medien: Performing the Matrix, Mediating Cultural Performance. (Hg. z. m Meike Wagner) München: E-Podium, 2008; »Aktanden im Netz. Rimini Protokolls Call Cutta und die Unwahrscheinlichkeit der Kommunikation.« In: Hajo Kurzenberger (Hg.): Kollektiv Körper. Hildesheim: Olms 2008,181-193; Schauspiel durch Medien um 1900. In: Forum Modernes Theater, 1/2007, 33-45; Die >Hässliche Maske eines Greises< behaupten. Zur visuellen Energie im Schauspiel In: Gottfried Böhm, Gabriele Brandstetter, Achatz von Müller (Hg.): Figur und Figuration. München: Fink, 2007, 321-336; »Kartografien des Interface. Zum Widerstand des elektronischen Schreibens bei Duchamp, O.U.L.I.P.O., Jodi und Knowbotic Research.« In: Martin Stingelin (Hg.): (Digitalisiertes) Schreiben von 1950 bis zur Gegenwart. München: Fink, 2006, 101-130.
Norbert Grob ist Wissenschaftler, Autor und Essayist. Dissertation in Berlin, Habilitation in Marburg, seit 2000 Professor für Mediendramaturgie und Filmwissenschaft in Mainz. Als Autor und Herausgeber schrieb er Bücher über Samuel Fuller, Nicholas Ray und Wim Wenders, über Otto Preminger, William Wyler und Erich von Stroheim, über »Das Jahr 45 und das Kino« und »Die Macht der Filmkritik«, über »Nouvelle Vague« und Road Movies«, über »Western« und »Film noir«. Des weiteren veröffentlichte er Texte, Essays, Kritiken, Porträts für zahlreiche Zeitschriften, Zeitungen (vor allem für Die Zeit, Kölner Stadt-Anzeiger, Filme, epd-Film, Filmbulletin), sowie über zwanzig filmische Essays fürs Fernsehen des WDR, Köln (u.a. über Alfred Hitchcock, Gerd Oswald und Elem Klimow, Robert Siodmak, Rudolf Thome und André Téchiné, über Hou Hsiao Hsien, Samuel Fuller und Otto Preminger, über den »Film noir« und »Künstliche Menschen im Film«). Seine aktuellen Forschungsinteressen richten sich auf die Ästhetik der Hollywood-Studios zwischen 1929 und 1955; die Dramaturgie des filmischen Erzählens/Point of View im Film; erzählerische Standards von Bildern, Motiven, Situationen; Konzeptionen zwischen Kinematographen- und Kino-Film, zwischen offener und geschlossener Form, zwischen essayistischen und suggestiven Arbeiten; Genrekin Western, Melodram, Thriller, Film Noir; die Moderne im Kino und die Geschichte der Filmkritik.
Ulrike Haß ist Professorin für Theaterwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum, Autorin und Herausgeberin zahlreicher Buchpublikationen u.a.: Militante Pastorale. Zur Literatur der antimodernen Bewegungen im frühen 20. Jahrhundert (1993); Zur Zukunft des Politischen, 1: Gott gegen Geld (Hg. 2002); 2: Krieg der Propheten (Hg. 2004); Heiner Müller - Bildbeschreibung: Ende der Vorstellung (Hg. 2005); Das Drama des Sehens. Auge, Blick und Bühnenform (2006); Schauplatz Ruhr (Hg. 2007 und Hg. 2008).
Günther Heeg, Studium der Geschichte, Philosophie, Germanistik und Sozialwissenschaften an den Universitäten Stuttgart, Würzburg, Berlin und Frankfurt a.M., 1. und 2. Staatsexamen 1975-77, Promotion 1977: Die Wendung zur Geschichte. Konstitutionsbedingungen antifaschistischer Literatur im Exil (Metzler 1977), Lehrer am Gymnasium 1977-1992, Lehraufträge an den Instituten für angewandte Theaterwissenschaft in Giessen und Theater-Film- und Medienwissenschaften in Frankfurt a.M., Habilitations-Stipendium der DFG 1993-1996, Habilitation im Fach Theaterwissenschaft 1997, Gastprofessuren in Sao Paolo und Amsterdam. Seit 2003 Professor am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig. Vorstandsmitglied der Internationalen Heiner Müller Gesellschaft, Vorstandsmitglied des Graduiertenkollegs »Bruchzonen der Globalisierung« an der Universität Leipzig, Mitarbeit in den profilbildenden Forschungsbereichen der UL »Riskante Ordnungen« und »Globalizing Areas«.
Alexander Jackob studierte Theaterwissenschaft, Filmwissenschaft und Kunstgeschichte an der Johannes Gutenberg Universität Mainz. Danach arbeitete er bis 2006 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Theaterwissenschaft in Mainz. Seit 2006 Arbeit am Promotionsprojekt Theater zwischen Bild und Vorstellung. Geschichte des Blicks - Gegenwart des Sehens. Seit 2007 Doktorand an der Amsterdam School for Cultural Analysis (ASCA) im Fach Philosophic 2008 Lehrbeauftragter am Institut für Theaterwissenschaft Amsterdam. Veröffentlichungen zum Thema Theater und Bild in verschiedenen Fachzeitschriften und Büchern.
Nic Leonhardt studierte Theaterwissenschaft und audiovisuelle Medien, Deutsche Philologie und Kunstgeschichte an den Universitäten Erlangen (19951997) und Mainz (1997-2000). Sie examinierte in Mainz mit einer Arbeit über Stereofotografie und Theater (2000) und promovierte 2006 im Internationalen Promotionsprogramm (IPP) Performance and Media Studies an der Universität Mainz bei Christopher Balme über Piktoral-Dramaturgie. Visuelle Kultur und Theater im 19. Jahrhundert (1869-1899). Im Jahr 2007 lehrte sie als Gastdozentin am German Department der Columiba University, New York City. Seit Juli 2008 ist sie akademische Mitarbeiterin im Exzellenz-Cluster »Asia and Europe in a Global Context« der Universität Heidelberg. Zu ihren Forschungsgebieten gehören Visuelle Kultur, Theater- und Mediengeschichte und -Zensur, Popular Culture, Transcultural Studies und Stadtforschung.
David J. Levin lehrt seit 1998 Theaterwissenschaft und Performancestudies, Film- und Medienwissenschaften und Germanistik an der University of Chicago, wo er auch das Interdisziplinäre Magister Program in den Geisteswissenschaften leitet; 1992-98 Professur für Germanistik und Theaterwissenschaft an der Columbia University, New York. 2006 Gastprofessur am Institut für Theaterwissenschaft der FU Berlin; 2007 Fellow am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin. Außerdem Tätigkeit als Dramaturg für Oper und Ballett, zuletzt an der Lyric Opera of Chicago, wo er bei der Uraufführung von A Wedding (Musik: William Bolcom, Regie: Robert Altman) die Produktionsdramaturgie innehatte. Seit 2006 Herausgeber der von der Oxford University Press publizierten Zeitschrift The Opera Quarterly. Publikationen: Unsettling Opera: Staging Mozart, Verdi, Wagner, and Zemlinsky (Chicago, 2007); Richard Wagner, Fritz Lang and the Nibelungen: The Dramaturgy of Disavowal (Princeton, 1998); (Hg.) Opera Through Other Eyes (Stanford, 1994).
Anja Müller-Wood, Professorin für englische Literatur und Anglophone Kulturen an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, forscht zur englischen Literatur und Kultur der frühen Neuzeit, den Anglophonen Kulturen und Literaturen des zwanzigsten Jahrhunderts und der Gegenwart sowie der Kultur- und Literaturtheorie an der Schnittstelle von Literaturwissenschaft und Linguistik. Neben den Monographien Angela Carter: Identity Constructed/Deconstructed (1997) und The Theatre of Civilized Excess: New Perspectives on Jacobean Tragedy (2007) liegen drei von ihr mit herausgegebene Aufsatzbände und eine Vielzahl von Artikeln (u.a. zu Angela Carter, Graham Greene, Sarah Kane, Ian McEwan, Sylvia Plath und Fay Weldon) vor. Zu ihren augenblicklichen Forschungsinteressen gehört die Verknüpfung traditioneller literaturwissenschaftlicher Methoden mit den Erkenntnissen der Evolutionspsychologie.
Thomas Oberender studierte nach Berufsausbildung und Abitur in Weimar von 1988 bis 1993 an der Humboldt-Universität zu Berlin Theaterwissenschaft und parallel bis 1995 an der UdK Berlin im Studiengang »Szenisches Schreiben«. An der Humboldt-Universität promovierte er 1999 mit einer Arbeit über Botho Strauß. Nach dem Abschluss seines Studiums arbeitete er freiberuflich als Dramatiker, Kritiker, Essayist und Publizist. Seit 1998 übernahm er Lehraufträge in Dramentheorie und Theatergeschichte u.a. an der UdK Berlin und der Ruhr-Universität Bochum, bevor er 1999 mit Matthias Hartmann als leitender Dramaturg und Mitglied der Direktion an das Schauspielhaus Bochum ging. 2004 engagierte ihn der Intendant der Ruhrtriennale Gérard Mortier für die Entwicklung einer eigenen Literaturreihe. 2005 wechselte Oberender als Co-Direktor mit Matthias Hartmann an das Schauspielhaus Zürich. Dort arbeitete er als Dramaturg in Inszenierungen von Wilfried Minks, Matthias Hartmann, Christiane Pohle und Alvis Hermanis und initiierte Matthias von Hartz Große Zürcher Institutionenverschiebung. RELOCATION im Schiffbau des Zürcher Schauspielhauses. Seit Oktober 2006 leitet Oberender das Schauspielprogramm der Salzburger Festspiele.
Joachim Paech ist Professor für Medienwissenschaft an der Universität Konstanz. Arbeitsgebiete und Forschungsschwerpunkte sind Theorie und Geschichte des Films und der Neuen Medien; Intermedialität des Films, der Literatur und der traditionellen Künste. Buchveröffentlichungen u.a.: >Passion< oder: Die Ein'bild'ungen des Jean-Luc Godard (Frankfurt a.M. 1989); (Hg.) Film - Fernsehen - Video und die Künste. Strategien der Intermedialität (Stuttgart 1994); Literatur und Film (Stuttgart 1997); (zs. mit A. Schreitmüller u. A. Ziemer) Strukturwandel medialer Programme. Vom Fernsehen zu Multimedia (Konstanz 1999); (zs. mit Anne Paech) Menschen im Kino. Film und Literatur erzählen (Stuttgart 2000); Der Bewegung einer Linie folgen ... Schriften zum Film (Berlin 2002); Hg. (zus. mit Jens Schröter) Intermedialität. Analog/digital. Theorien - Methoden -Analyse. (München 2008); Warum Medien? (Konstanzer Universitätsreden 2008).
Patrice Pavis war Professor für Theaterwissenschaft an der Universität Paris 8 und hat im Moment eine Professur an der University of Kent in Canterbury. Als Humboldtpreisträger unterrichtete er 2008 auf Einladung von Christopher Balme ein Semester an der Ludwig Maximilians Universität München. Seine letzte Veröffentlichung, La Mise en scène contemporaine, ist 2007 bei Armand Colin erschienen. Seine jüngsten Forschungen richten sich auf Performance- und Vorstellungsanalyse, sowie auf das Verhältnis zwischen Theater und den Künsten, letzteres ist auch Thema eines gemeinsamen Seminars mit Christopher Balme in München.
Kati Röttger ist seit 2007 Lehrstuhlinhaberin und Leiterin des Instituts für Theaterwissenschaft an der Universität Amsterdam. Studium der Theaterwissenschaft, Germanistik und Philosophie an der FU Berlin. Promotion über Neues Kolumbianisches Theater (1992), Vorstand der Theater- und Mediengesellschaft Lateinamerika, Habilitation an der Johannes Gutenberg Universität Mainz über »Theater als Medium des Sehens«, Lehrtätigkeiten an der Humboldt Universität Berlin, Ludwig Maximilians Universität München und Johannes Gutenberg Universität Mainz, seit 2007 Mitglied des Editorial Board von Forum Modernes Theater. Jüngste Veröffentlichungen: »Who owns the images? Image Politics and Media Criticism in Theatre: A separation of powers«, zusammen mit Alexander Jackob 2007. www.imageandnarrative.be/ thinking_pictures/rottger_jackob.htm, »Faust vers. 3.0: A History of Theatre and Media«, Journal of Culture, Language and Representation, spring 2008. »Media/Politics in Performance. Bambiland by Elfriede Jelinek and Christoph Schlingensief«, Hg. von Meike Wagner et al. (ed.): Beyond the Matrix. München 2008.
Martin Schulz, Studium der Kunstgeschichte, Klassischen Archäologie und Philosophie in Heidelberg, München, New York und Karlsruhe. Promotion 1996 an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe sowie Habilitation an der Universität Fridericiana Karlsuhe. Längere Studienaufenthalte in Italien, den USA und Mexiko. Seit 2000 Dozent an der Hochschule für Gestaltung im Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe und wissenschaftlicher Koordinator des Graduiertenkollegs »Bild.Körper.Medium. Eine anthropologische Perspektive«. Zahlreiche Publikationen zur zeitgenössischen Kunst und zur Kulturtheorie der Bilder und ihrer Medien, darunter: Imi Knoebel. Die Tradition des gegenstandslosen Bildes, München 1998; (mit Hans Belting), Quel Corps? Eine Frage der Repräsentation, München 2002; Ordnungen der Bilder. Eine Einführung in die Bildwissenschaft, München 2005; (mit Birgit Mersmann), Kulturen des Bildes, München 2006; Die Sichtbarkeit des Todes in der Fotografie, in: Thomas Macho/Kristin Marek (Hg.), Die neue Sichtbarkeit des Todes, München 2007, 285-313.
Meike Wagner hat in München und Paris Theaterwissenschaft, Politikwissenschaft und Kommunikationswissenschaft studiert und an der Universität Mainz mit einer Dissertation zur Medialität des Theaterkörpers promoviert. Sie war 2003-2006 am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Mainz wissenschaftliche Mitarbeiterin und Koordinatorin des Internationalen Promotionsprogrammes Performance and Media Studies. Seit 2006 ist sie wissenschaftliche Assistentin am Institut für Theaterwissenschaft der LMU München. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Performance-Kunst, Theater und Intermedialität, Puppen- und Figurentheater, Neue Medien und Animationsfilm, Theater des 19. Jahrhunderts, Theater und Politik. Sie ist Redakteurin von Double. Magazin für Puppen-, Figuren- und Objekttheater.
Mit dem Theater sehen wir die Welt anders. Das gilt besonders für die Welt der Bilder, die auch vor dem Theater nicht haltmacht - ein Zusammenhang, der in der kulturwissenschaftlichen Forschung bisher kaum beachtet worden ist. Dieses Buch eröffnet Perspektiven auf die Inszenierungen des Sehens, die unsere Wahrnehmung in den Medien formen und gestalten. Die Beiträge aus Theater-, Film-, Kunst- und Literaturwissenschaft befassen sich mit den besonderen Prozessen der Bildwerdung, die sich zwischen Sehen und Gesehenwerden, zwischen Blick und Vorstellung, zwischen den Körpern und Medien im Raum des Theaters vollziehen.