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| INHALT | ||||||
| Vorwort zur deutschen Ausgabe | XI | |||||
| An den Leser | XIII | |||||
| Danksagung | XVI | |||||
| An unsere deutschen Leser | XVII | |||||
| Teil I Das Phänomen der Orientierung an Gleichaltrigen | ||||||
| 1. | Warum Eltern heute wichtiger sind denn je | 3 | ||||
| 2. | Verzerrte Bindungen, fehlgeleitete Instinkte | 16 | ||||
| 3. | Warum wir nicht mehr verbunden sind | 33 | ||||
| Teil II Sabotage: Wie die Orientierung an Gleichaltrigen das Elternsein erschwert | ||||||
| 4. | Die erzieherische Autorität entgleitet uns | 51 | ||||
| 5. | Aus Unterstützung wird Behinderung: wenn die Bindung gegen uns arbeitet | 64 | ||||
| 6. | Gegenwille: Warum Kinder ungehorsam werden | 80 | ||||
| 7. | Der Verlust der vertikalen Kulturübermittlung | 93 | ||||
| Teil Auf Dauer unrei Wie die Orientierung an Gleichaltrigen die gesunde Entwicklung hemmt | ||||||
| 8. | Die gefährliche Flucht vor den eigenen Empfindungen | 105 | ||||
| 9. | In der Unreife steckenbleiben | 120 | ||||
| 10. | Ein Erbe der Aggression | 139 | ||||
| 11. | Wie Tyrannen und Opfer entstehen | 153 | ||||
| 12. | Wenn Sex ins Spiel kommt | 170 | ||||
| 13. | Schüler, die nicht unterrichtbar sind | 183 | ||||
| Teil IV Wie wir an unseren Kindern festhalten oder sie zurückgewinnen können | ||||||
| 14. | Unsere Kinder zu uns herholen | 197 | ||||
| 15. | Das Autorität verleihende Band bewahren | 217 | ||||
| 16. | Disziplin, die nicht trennt | 237 | ||||
| Teil V Die Gleichaltrigenorientierung vermeiden | ||||||
| 17. | Werben Sie nicht um die Konkurrenz | 263 | ||||
| 18. | Bauen Sie sich eine neue dorfähnliche Bindungsgemeinschaft auf | 285 | ||||
| Anhang | ||||||
| Glossar | 299 | |||||
| Anmerkungen | 309 | |||||
| Index | 315 | |||||
| Pressestimmen | 330 | |||||
| Über die Autoren | 333 | |||||
VORWORT ZUR DEUTSCHEN AUSGABE
Gordon Neufeld
Das kulturelle Chaos, das uns in der Neuen Welt plagt, droht auch Europa zu erfassen. Es kann nur verhindert werden, wenn die Europäer bereit sind, das Heiligste, die Beziehungen zu ihren Kindern, wirksam zu schützen. Aus Nordamerika kommende, dort massiv um sich greifende Trends beginnen sich infolge der Globalisierung und des zunehmenden wirtschaftlichen Drucks mit erschreckender Stärke auch andernorts zu zeigen und die Bindungen der Kinder zu den für sie sorgenden Erwachsenen aufzulösen. Dies zerstört den Kontext für die elterliche Erziehung, behindert die menschliche Entwicklung und untergräbt auf heimtückische und unaufhaltsame Weise die Grundlage der Kulturübermittlung.
In Nordamerika stellt sich die Situation bei genauer Betrachtung inzwischen so dar, dass die Kinder ihre Signale nicht mehr von ihren Eltern, Lehrern und anderen fürsorglichen Erwachsenen beziehen, sondern ihr Äußeres, ihre Werte, ihre Kultur und ihre Verhaltensweise aneinander ausrichten. Ich bezeichne diese Erscheinung als Gleichaltrigenorientierung.
In den Vereinigten Staaten, Kanada, England und Australien sind die Bindungen der Kinder mittlerweile so fehlgeleitet, dass die Gleichaltrigenorientierung zur akzeptierten Norm geworden ist. Die Familienbeziehungen sind inzwischen nicht mehr wichtiger als andere Beziehungen. Die Kultur wird in diesen Ländern nicht mehr vertikal, sondern horizontal übermittelt, wodurch Pop-Kulturen entstehen, die kaum ein Jahrzehnt lang Bestand haben. In diesen englischsprachigen Teilen der Welt ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Sprache, die Kleidung und das Erscheinungsbild der Kinder dem anderer Kinder gleicht, und dass ihr Äußeres, ihr Verhalten und ihr Selbstbild auf Botschaften beruhen, die sie von anderen Kindern beziehen. Die Folgen davon sind Unreife, die Entfremdung von der eigenen Kultur und die Verarmung des Lernens, eine verfrühte Hypersexualität, Drogenkonsum sowie die Zunahme von aggressivem, tyrannisierendem Verhalten und von Gewalt. Die Eltern sind beunruhigt, frustriert und haben immer stärker das Gefühl, dass die kindliche Entwicklung mittlerweile von Erwachsenen unbeeinflusst verläuft. Solche Tendenzen sind auch in Europa zu beobachten, und es muss ihnen gegengesteuert werden.
Durch den Verlust der Erwachsenenorientierung wird der Rahmen, in dem Kinder eigentlich aufwachsen sollten, zerstört. Damit die elterliche Erziehung wirksam ist, müssen die Kinder in der richtigen Beziehung zu ihren Eltern stehen. Durch die Gleichaltrigenorientierung wird das Elternsein sehr viel schwieriger, als es einst war und als es sein müsste. Die Kinder in der postindustriellen Welt verlieren ihre Eltern, nicht weil es diesen an erzieherischen Kenntnissen oder Engagement fehlt, sondern einfach, weil ihnen die Bindung fehlt. Die Gleichaltrigenorientierung wird, wenn sie nicht aufgehalten wird, auch in anderen Teilen der Welt zur Norm werden.
Die großen Kulturen im kontinentalen Europa und in Japan werden nicht durch die billige, banale und ausbeuterische amerikanische Pop-Kultur als solche bedroht, sondern vielmehr durch die Tatsache, dass die aktiven Primärbindungen der Kinder zu den Erwachsenen verloren gehen. Bricht die Infrastruktur zur Pflege von Bindungen in einer Kultur erst einmal zusammen, bleibt nichts, das ihre Weisheit und ihre Traditionen bewahren könnte. Dies ist eine reale Gefahr. Auch wenn ich die Kultur in Europa als sehr wertvoll erkannt habe, ist mir klar geworden, dass den Menschen kaum bewusst ist, welche wichtige Rolle die Bindung bei der Bewahrung der Kultur spielt. Ohne dieses Bewusstsein wird der Bindungskontext unvermeidlich von denselben wirtschaftlichen Kräften untergraben werden, die sich auf die Gemeinden, die Nachbarschaften, die Familien und die Kultur in Nordamerika und anderswo so verheerend ausgewirkt haben. Wie das Sprichwort schon sagt, oft wird uns erst klar, was wir hatten, nachdem wir es verloren haben. Wenn ein Kind nicht mit seinen Eltern zusammen sein will und nicht den Wunsch hat, so zu sein wie sie, fehlt den Eltern der grundlegende Mechanismus zur Übermittlung ihrer Wertvorstellungen und ihrer Kultur.
Letztlich geht durch den Verlust der Bindungen zu den Eltern und zu den älteren Vorfahren auch der Rahmen für eine gesunde Entwicklung verloren. Durch die Bindung des Kindes zu seinen Eltern entsteht ein Schoß für seine psychische Entwicklung, aus dem es als eigenständige Persönlichkeit hervorgehen sollte. Wenn Gleichaltrige die Eltern ersetzen, bleiben die Kinder in ihrer Entwicklung stecken. Die Gleichaltrigenorientierung bringt eine Masse unreifer, konformistischer und problembehafteter junger Erwachsener hervor, die unfähig sind, sich in die Gesellschaft zu integrieren. Gebraucht werden in unserer Welt dagegen Reife und die Fähigkeit, eigenständig neue Wege zu gehen. Diese Qualitäten können nur aus starken Bindungen zu fürsorglichen Erwachsenen hervorgehen. Um die Kultur zu schützen, die solche Bindungen schützt, müssen wir erkennen, was an ihr entscheidend ist, bevor es uns abhanden kommt.
Hinter der Gleichaltrigenorientierung der Kinder von heute steht der zügellose Materialismus und die Technologieverliebtheit der globalisierten Wirtschaft. Selbst im kontinentalen Europa, wo den älteren Kulturen traditionell Respekt entgegengebracht wird, sind die Menschen gegen diesen Fluch nicht immun. Um davon verschont zu bleiben, muss sich in der Gesellschaft ein Bewusstsein für Bindung entwickeln, und die starken Kind-Erwachsenen-Bindungen müssen wiederhergestellt werden. Nach meiner Einschätzung wird dies mit den Gefühlen und der Intuition der Europäer im Einklang stehen. Liege ich damit richtig, so könnten die Menschen in Europa, wenn sie dieses Bewusstsein für Bindung entwickeln, unsere Hoffnung sein und uns den Weg zurück zu unserem gesunden Menschenverstand aufzeigen.
Ein Psychologe und ein Arzt lösen gemeinsam das Rätsel um den unverstandenen und zutiefst verstörenden Trend unserer Zeit - Gleichaltrige übernehmen den Platz der Eltern im Leben unserer Kinder.
Gordon Neufeld hat für dieses Phänomen den Begriff Gleichaltrigenorientierung geprägt, denn unsere Kinder und Jugendlichen beziehen ihre Identität, ihre Werte und Verhaltenscodes zunehmend von Gleichaltrigen anstatt von uns.Die Gleichaltrigenorientierung zerstört den familiären Zusammenhalt, blockiert die Entwicklung zu wahrer Eigenständigkeit, vergiftet die Atmosphäre in den Schulen und fördert eine aggressive und sexualisierte Jugendkultur.
Unsere Kinder brauchen uns! hilft Eltern, dieses beunruhigende Phänomen zu verstehen und liefert Lösungsansätze, damit wir die intuitive Kind-Eltern-Bindung wieder an den ihr zustehenden ersten Platz rücken können. Die Gedanken, Prinzipien und konkreten Ratschläge in Unsere Kinder brauchen uns! versetzen Eltern in die Lage, für ihre Kinder wieder das zu sein, was die Natur vorgesehen hat: die zentrale Quelle von Zuwendung, Geborgenheit und Wärme.
ISBN-13: 978-3-934719-20-0
ISBN-10: 3-934719-20-1
INDEX
AAbenteuerlust 119
Abhängigkeit 127, 206
Abhängigkeitsbedürfnis 208
Ablehnung 139, 220
- der Mutter 139
- durch Gleichaltrige 110
Ablösung 116
Abschiedsbriefe 12
Absichten, gute 249, 250
Abwehrhaltung gegen Verletzlichkeit 1 67, 188, 242, 299
Abwehrmechanismen 107
Abwehrreaktionen, unbewusste 107
Ackerberg, Frau 20, 201, 293
Adaption, Adaptionsfähigkeit 147, 148, 192, 240
- Schlüssel zur 247
- Steuerung der 148
- Tanz der 248
- und Aggression 147, 149
- und Bindung 191
- und Gleichaltrigenorientierung 145, 147
- und Impulsivität 62
- und Lernen 188
- und Unterrichtbarkeit 186, 187
adaptive Aktivität 190
Adoleszenz 13, 31, 111
- und Abhängigkeit 56
- und Bindung 13, 31, 111
- und Disziplin 16, 214
- und Gegenwille 80, 81, 82, 84
- und Gleichaltrigenorientierung 290
- und Kultur 93
- und neue dorfähnliche Bindungsgemeinschaft 293, 295, 296
- und Rebellion 16, 28
- und Reife 78
- und Sexualität 172, 174, 175, 179, 181
- und Tyrannisierung 153, 154, 155, 156
- und Verletzlichkeit 84, 111
Adrenalinstoß 151
Affäre 17
Affen 155, 156
Aggression 139, 140, 141, 142, 144, 243, 258
aus Frustration 147, 235, 243, 257
- emotionale und verbale 140
- gegen Erwachsene 140
- gegen Familienmitglieder 139, 140, 219
- gegen sich selbst 169, 188
- in der Jugendkultur 141
- körperliche 246
- Quellen für 135
- und Bindung 28, 143, 167, 246, 268
- und Ehekonflikte 39, 53
- und Gleichaltrigenorientierung 41, 96, 155, 169, 284
- und Sexualität 181
- und Tyrannisierung 110
- und Verletztlichkeit 167
- von Tyrannen 65, 166
- Zunahme 140
Aktivität, integrative 121, 122
Aktivität, sexuelle 111
Akzeptanz 138, 172, 217
- bedingungslose 46, 282
- der Vergeblichkeit 134
- durch Erwachsene 138
- durch Gleichaltrige 78, 110, 111, 131
- gesellschaftliche 100
- und Auszeit 240
- und Bindung 37, 221
Alarmgefühle 151
Auslöser im Gehirn 76, 150, 151
- und Bindung 22, 70, 90, 241
- und Gleichaltrigenorientierung 163
- und Verletzlichkeit 151, 265
Alice hinter den Spiegeln (Carrolls) 228
Alkohol 117, 151, 233, 275
- Wirkung von 151
Alkoholprobleme 111
Alleinerziehende 230, 288
Alleinsein 137, 228
- Gleichaltrige als Lösung 276
- und Emergenz 137
- und Gefühl der Vergeblichkeit 134
Alleinspiel 4, 133
- Kreatives 4, 125, 274, 283, 284
Altersgenossen. Siehe Gleichaltrige Ambivalenz 150
Amphetamine 117
Analverkehr 171
Anerkennung 24, 77, 78, 132, 170
- der guten Absichten 251
- und Bindung 24, 55, 57, 130
- und Reife 130, 136, 137
Angriffsimpuls 149
Angst, Ängste 150, 241, 265
als emotionales Signal 150
- der Eltern 110, 145, 204, 207, 280
- Medikamente gegen 5
- und Bindung 90, 218, 242
- und Emergenz 136
- und Gleichaltrigenorientierung 21, 105, 151, 266, 295
- und Verletzlichkeit 105, 233, 266
- verstecken 106, 113, 114, 161
- vor Trennung 76, 241, 258, 265
- vor Verlust 115
Anteil nehmen 128
Appellieren 213
Arbeit, arbeiten 35, 116, 158, 231, 264
an sich 12, 250
außer Haus 35, 47, 51, 223, 268
- der Eltern 64, 223, 288
- für Liebe 127
- gemeinsame 232
- im Gefängnis 105, 113, 203
- in der Schule 183, 189, 194
- Konzept von 120, 122, 123
- und Bindung 17, 71
- und Freizeit 40
- und Identifikation 23
- Vollzeit 40
Arbeitgeber 41
Arbeitsplatz 224, 225, 268 Ärzte 35
Associated Press 140
Aufmerksamkeit 119, 180, 202
auf Orientierungssuche 19
- für Gleichaltrige 30, 58, 68, 70
- gesteuert von der Bindung 69, 70
- individuelle 41
- Ringen um 35, 134
- Steuerung 70
Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) 61, 62, 63, 70, 71
Aufräumen 260
Aufwärmzeit 201
Ausgrenzung 110Äußeres 20
Auswendiglernen 186, 189
Auszeit 16, 17, 59, 237, 241, 242, 243, 257
- für Eltern 240
Autonomie 84. Siehe auch Unabhängigkeit kindliches Streben nach 159
Autorität 192
BBabysitter 6, 206, 290
Bauchschmerzen 230
bedingungslose, positive Zuwendung 128, 129
Bedürfnisse 160
Begrüßung 200
Behandlung gegen 119
Beleidigungen 161
- Abwehr von 108
Belohnung. Siehe Bestechung Benigni, Roberto 108
Bernstein, Leonard 94
Berufstätigkeit der Eltern 200
Beschämung 110
Beschränkungen 145, 227, 228, 232
Beschützerinstinkt 158
Bestechung 53
- als Hebelwirkung 90
- als Zeichen der Ohnmacht 53, 90
- provoziert Gegenwillen 237
Betrügereien 110
Bewegung, falsche 163
Beziehung 213, 217
Beziehungen 15
- emotional befriedigende 163
- zwischen Eltern und Kindern 15
- zwischen Gleichaltrigen 130
Beziehungsproblem 17, 139
Bezugsperson 116, 172
Bildung 193, 194
Bindung 17, 126, 133, 219
- als Voraussetzung für Erziehung 7
- Antrieb der 136
- Choreographie der 206
- Definition 17, 299
- Einfluss der 184
- emotionale 19
- genetisch bedingter Drang 33
- hierarchische Natur der 118
- inhärente Unsicherheit der 114
- körperliche 19, 174
- pflegen 204
- rückwärts einparken in die 165
- Schutz durch 108
- über Bedeutsamkeit 24, 174
- über die Sinne 22
- über Gefühle 25
- über Gleichheit 23, 161, 174
- über Zugehörigkeit und Loyalität 23, 174
- Verlangen nach 128, 161
- Verletzlichkeit durch 109
Bindung (Bowlby) 34, 66
Bindungen 28, 227
- aktive 39
- instabile 157
- konkurrierende 28, 32
- Unsicherheit der 130
- zerrissene 109
- zu Erwachsenen 38
- zu Gleichaltrigen 7
- Zweipoligkeit von 28, 30, 165
Bindungsaffäre 17, 219
Bindungsarten 22, 174
Bindungsbedürfnis 36, 127, 130, 132
Bindungsbereitschaft 211
Bindungsbewusstsein 219
Bindungsbeziehungen 6, 35, 197
- entscheidende Bedeutung 35
Bindungsdynamik 17, 18, 240
Bindungsforschung 34
Bindungsfrust 147
Bindungsgemeinschaft 289
Bindungsgemeinschaft, dorfähnliche 37, 286, 287
bei Trennung der Eltern 293
- Definition 300
- in Afrika 289
- in Mexiko (Maya) 288
- mit Eltern der Freunde 295
Bindungsgewissen 76
Bindungshierarchie 156, 168
Bindungskraft 150
Bindungslücke 34, 157, 214, 277
Bindungsproblem 112
Bindungsprozess 19
Bindungsreflex 202
Bindungsritual 200, 228
Bindungssystem im Gehirn 19, 33, 157, 202, 241
Bindungstanz 198, 211. Siehe auch Herholtanz
Blickkontakt 198, 200, 231, 244
Bly, Robert 37, 121
Body Project, The (Brumberg) 175
Bonding 34
Bowlby, John 34, 115
Boxcar Children, The (Warner) 158
Braden 108
Brandverletzungen als Selbstverstümmelung 161
Bria 232
Bronfenbrenner, Urie 271
Brumberg, Joan Jacobs 175
Brutalität 154
CCampbell Joseph 10
Carrolls, Lewis 228
Charakter 147
Claire 138
Clique 11, 28, 31
Clowns 147
Coleman, James 13, 14
Colombine High School, Colorado 141
Coolsein 116, 148, 210
Cottrell, Barbara 140
Cynthia 16, 27, 29
DDas Leben ist schön (Benigni) 108
David 199
Deci, Edward 92
Demütigungen 161
Depression 5, 115, 119, 143
desorientierter Gesichtsausdruck 210
Detachment. Siehe Entfremdung Distanz 199
Distanzierung 31
Disziplin 126, 132, 254
- effektive 203
- fehlende 156
- sieben Prinzipien natürlicher 238, 241
Disziplinen für Eltern 239
Disziplinierung 238, 257
durch Trennung 242
Disziplinierungsmethoden 16
Dominanz 155. Siehe auch Unterordnung Bedürfnis nach. Siehe Verletzlichkeit
durch Einschüchterung 161
durch Gleichheit 161
durch körperliche Überlegenheit 162
durch Respektforderung 162
- Erreichen der 161
- Grund für. Siehe Verletzlichkeit
- ohne Fürsorglichkeit 157
- Streben nach 158
Don-Juan-Syndrom 172
dorfähnliche Bindungsgemeinschaft. Siehe Bindungsgemeinschaft, dorfähnliche Dorffest 228
Drogen 117, 119
Drogenkonsum 5
Drogenprobleme 111
Drohungen 161, 246
EEcstasy 117
Einladung 203, 225
Einmaligkeit 136, 138
Einsamkeit 170, 228. Siehe auch Alleinsein
- Sex als Flucht vor. Siehe auch Alleinsein Einsamkeit, schöpferische 72.
- Siehe auch Alleinsein
- und emergentes Spiel 283
- und Emergenz 125
- und Gleichaltrigenorientierung 117, 133
- und Langeweile 276
- Voraussetzungen für 260
Einzigartigkeit 136
Ejakulation 173
Elefantenpopulation 155
elterliche Fürsorglichkeit 130
elterliche Macht 301
Eltern-Kind-Beziehungen 13
Elternbild 33
Elternbindung 26, 109, 229
Elterninstinkt 8 emergentes Lernen 189
Emergenz 125, 136, 185, 189, 192, 240, 256, 277
Emily 139, 147
emotionale Abwehrhaltung 166
emotionale Erkenntnis 135
emotionale Gesundheit 110, 112, 132
emotionale Nähe 25, 174
emotionale Selbstbetäubung 151
emotionale Taubheit 115
emotionale Verhärtung 177
emotionale Verletzlichkeit 158. Siehe auch Verletzlichkeit emotionale Wärme 202
emotionale Zugänglichkeit 116
emotionales Wachstum 128
Empfindsamkeit 24
- der Eltern 259
- gegen Zwang 86
- und Trennung 242
- und Tyrannisierer 1 64
- Verletzung durch Eltern 24
- verschüttet durch Gleichaltrigenorientierung 110
- verstecken 113
Energieverlagerung 129, 134
Entenküken 8
- Entfremdung X, 5, 29, 116, 257
- des Kindes 29
Enttäuschung 135, 148, 188
Entwicklung der Persönlichkeit (Rogers) 128
Entwicklungsbedürfnisse 33
Entwicklungspsychologie 13
Entwicklungstheorie 123
Erfüllung von Bindungsbedürfnissen 131
Erikson, Erik H. 42
Erkenntnis, emotionale 135
Erniedrigung 161
Ersatzbezugspersonen 172
Erwachsenenbindungen 38
Erwachsenenorientierung 9, 75, 107, 109, 264
- und Bildung 184
- und dorfähnliche Bindungsgemeinschaft 285
- und Lernen 191
- und Schüchternheit 267
- und Sozialverhalten 267
- von Jugendlichen 179
Erzieher 296
Erzieherin, Erzieher 6, 33, 35, 206, 290, 291
erzieherische Autorität 301, 302
Erziehung 3
- Gleichaltrigenorientierung X
- Kontext der X, 6
- moralische 169
Erziehungsmethoden 199
Erziehungsratgeber 6
Ethan 183, 190
Evan 129
externe Verhaltensanpassung 108
Extremsportarten 119, 151
FFairness 126, 257
falsche Bewegung 163
Familienarzt 38, 41
Familienspaziergang 228
Fehlern, Lernen aus 188
Feindseligkeit 139
Fernsehen 4, 42, 96, 169, 200
- Einschränkung und Verbot 90, 228
- statt Spielen 284
- übermäßiges 274
- und Gewalt 116, 144
- und Gleichheit der Kinder 98
- und Langeweile 276
Festhalten 202
Flashman 153, 155
Freddie Krüger, Horror-Star 144
Fremdeln 30, 45
Freund 29, 115
- bester 29
Freunde 9, 118, 167
finden 110
- gleichaltrige 9
- übernachten 228
Freundschaft 137, 225
Freundschaften zu Gleichaltrigen 131
Frodo 167
Frühling des Lebens (Rawlings) AG Frühreife 173
Frustration 17, 124, 135, 142, 160, 169, 234
Furcht 151, 164. Siehe auch Angst Fürsorglichkeit 157, 169
Fürsorglichkeit, elterliche 130
Fußballer 108
GGardner, Howard 95
Geborgenheit 7
- Bedürfnis nach 55
- bei Betreuungsperson 268, 288
Gefängnis 113
- Highschool ähnlich 105
- Verletzlichkeit zeigen im 113
Gegenwille 237, 257, 259
Geheimnisse 25, 225
gemischte Gefühle 87, 122, 124, 149, 181, 249, 252, 253
Generationshierarchie 155
Gerechtigkeitssinn 126
Geschlechterunterschiede 162
geschlechtsspezifische Unterschiede 162, 215
Geschlechtsverkehr 171
Geschwister 150
Gesellschaft 34
- Bewusstsein für Bindung XII, 289
- Folgen der Gleichaltrigenorientierung XII
- Integration in die XI, 271
- nordamerikanische 34
- postindustrielle 34
- Sex als Initiationsritus 172
- traditionelle 193
Gesichtsausdruck, desorientierter 210
Gesundheit, emotionale 110
Gewalt 5, 11, 14, 235
- auf Pausenhöfen 141
- blutige 141
- häusliche 156
- in Musik und Filmen 141
- Lust auf 141
- Studie über 141
Gewalttätigkeit 111, 140
Girl Power 162
Gleichaltrige 21
- Abhängigkeit von 21
- Aufzucht durch 156
- Kontakt zu 26
Gleichaltrigenkultur 161, 172
Gleichaltrigenorientierung 8, 109, 163, 185
- der Erwachsenen 38
- Förderung 34
- Vorbeugung gegen 226. Siehe Teil V Gleichheit 31, 203
- Streben nach 31
Globalisierung X Glucke 37
Golding, William 154
Gollum 167
Gräueltaten von Teenagern 141
- Colombine High School 141
- Liverpool 141
- Montreal 141
- Tabor, Alberta 141
Greenspan, Stanley 213
Großeltern 5, 290
Großfamilie 14, 38
Großvater 158
HHalloween-Party 145
Hänseleien 161
Harper's Magazine 12
Hausarrest 16, 214, 236
Hausaufgaben 3, 183, 200
Hausunterricht 138
Heather 172, 176, 177
Heavy-Metal-Musik 149
Helen 139, 147
Helfen 257
Herabsetzung 161
Herholinstinkt 200. Siehe auch zu sich herholen
Herholritual 201, 231. Siehe auch zu sich herholen
Herholtanz 198, 199, 303. Siehe auch Bindungstanz, zu sich herholen
Herr der Fliegen (Golding) 154, 157, 168
Herr der Ringe (Tolkien) 167
Hersch, Patricia 93
Hierarchie 164
Hippie-Gegenkultur 96
Homeschooler 138, 266
Hören auf Erwachsene 21
Hormone 173
Horror-Star Freddie Krüger 144
Hygiene 260
IIdentifikation 23
Imitation 189
Impulsivität 120
Impulskontrolle 181
Individualismus 136
Individualität 31, 137, 138, 178, 192
- aufkeimende 136
- Entwicklung wahrer 115
- Heiligkeit der 137
- Opferung der 137
- Suche nach 31
- Verachtung der 137
- Zerstörung 136
Individuation 127, 137, 138
Initiationsritus, Sex als 172
Instinkt 252
- der Nachahmung 255
- fehlgeleiteter 220
- zu beschützen 158
- zu dominieren 156
- zu verspotten 31-32
- zum Herholen der Kinder 198
Integration 192, 240
integrative Aktivität 121, 122
integrative Intelligenz 187
integratives Denken 186
integratives Lernen 189
Interaktion 17
innerhalb der Familie 260
- mit Babys 198
- soziale 133
- zwischen Erwachsenen 17
- zwischen Gleichaltrigen 38, 133, 228
Interesse 136, 202
interpersonal bridge (Kaufman) 201
Intimität 25, 171, 173. Siehe auch Liebe Intuition 10, 15, 36, 62, 160, 198, 200, 206, 209, 236, 239
JJapan 193
Jason 145
Jenna 225
Jeremy 3
Jessica 172
Josh 229
Jugendgottesdienste 38
Jugendgruppen 38
Jugendkultur 5, 96, 117
jugendliche Straftäter 12
Jung, C. G. 11, 114
KKarate 129
Kate 138
Kaufman, Gershon 201
Kernfamilie 38
Kind 137
- Beziehung zu ihm als oberste Priorität 197, 213, 217, 221, 291
- braves 242
- emergierendes 137
- früher 3, 5, 7, 36, 42, 94, 99, 111, 162
- Mythos des allmächtigen 89
- Priorität 219, 222
- seltsames 137
- Verhaltensänderungen 16, 17, 53, 54
- zu sich herholen 201, 209, 214, 226, 229, 231, 250, 278, 292
Kind-Eltern-Bindung 18, 47, 75
- Intakthalten der 224
- Zerstörung der 97, 238
Kind-Erwachsenen-Bindung XII, 154
- Ohnmacht ohne 92
- Zerstörung 65
Kinderbande 140
Kindergarten-Syndrom 121, 150, 304
Kinderheim 106
Kinderkultur 210
Kindermädchen 6
Kinderselbstmord 12
Kindheit und Gesellschaft (Erikson) 42
Kindliche Gesellschaft, Die (Bly) 37, 121
Kirche 38
Klassenbester 190
Kleidung 20
Kleinkind 147
- Bindung durch Gleichheit 23
- Bindung durch Zugehörigkeit 23
- Bindungsreflexe Gl
- Fremdeln 30
- Frustration 147
- Gegenwille 81, 84
- gute Absichten wecken im 250
- Orientierungsbedürfnisse 35, 209
- Tränen der Vergeblichkeit 135
- und Gleichaltrigenorientierung 270
- und Nähe 205
- und Trennung 115, 289
- und Verbote 199
- Verbindung vor Weisung 243
Knabenschulen, britische 156
Kokain 117
Kommunikation 23
- als Bindungsritual 23
- direkte 245
- eingeschränkte 80
- Jugendlicher über MSN-Messenger 93
- moderne Technologien 42, 43, 233
- und Gleichaltrigenorientierung 72
- zur Pflege von Werten 78
Konformität 31
- aus Unreife 272
- Selbstbehauptung gegen Druck der 31
- unter Gleichaltrigen 194
Konformitätsdruck 31
Konkurrenz 29
- bei Alleinerziehenden größer 230
- der Gleichaltrigenorientierung 294
- einbeziehen 295
- Schutz vor 45, 212
- Schwächung der 227
- und Bindung 232, 293, 294, 295
- unter Gleichaltrigen 173, 280
- werben um 267, 278
- zu den Eltern 197
- zum anderen Elternteil 39
- zur Bezugsperson 29
Konsequenzen XIII, 218, 237
Kontakt 3
- Abwehr von 30, 78
- Bedürfnis nach 17, 33, 128
- zu Freunden 3
- ohne echte Kommunikation 93
- süchtig machender 45
- und Fremdeln 45
- und Orientierungsinstinkt 8
- Verlust von 143
- Widerstand gegen 30, 243
- zu Erwachsenen 6, 7, 36, 38
- zu Gleichaltrigen 9, 35, 133
- zur eigenen Verletzlichkeit 107
Konversation 257
Kooperation 257
kooperatives Verhalten 13
Körperprojekt (Brumberg) 175
Krankenhausaufenthalt 223
Kränkung 17
Kreatives Alleinspiel 4
Kreativität 136
Kriminalität 11
Kritik 213
Kultur 27
- der Eltern 27
- der Gleichaltrigen 27
kultureller Zusammenbruch X, 33
Kulturübermittlung X, 10
- horizontal 11
- vertikal 11
LLächeln als Bindungssignal 198, 200, 231, 244
Lance 229
Langeweile 185
Lebensfreude 119
Lehrer, Lehrerin 206, 208
- Aggression von Schülern gegen 140, 150
- als Orientierungspunkt 8, 20, 33
- als Vorbild 73, 192, 256
- erzieherische Autorität 6, 74
- Herholen der Kinder 201. Siehe auch Bindung(en)
- in der Provence 44
- Überforderung 36
- und Abhängigkeit 208
- und Bindung 7, 20, 27, 33, 184, 190, 192, 193, 203, 209, 270, 290
- und Druckmittel 91
- und Gleichaltrigenorientierung 10, 70, 72, 87, 183, 186, 188, 194, 230, 263
- und intakte Bindungsstrukturen 44, 197
- und Kulturübermittlung 101
- und tyrannische Kinder 166
Lehrerausbildung 36
Lehrplan 187, 210
Leidenschaft 170
Leistung in der Schule 138, 163, 175, 183, 204
- Abfall der 183
- begabter Kinder 184
- und Belohnung 204
- und Bindung als Motivator 189
- und Gleichaltrigenorientierung 265, 266
- und Neugier 185
- und Selbstbild 206
Lernen 186
- adaptives 189
- aus Fehlern 188
- durch Versuch und Irrtum 187
- emergentes 189
- integratives 186, 189
Lernstörungen 187
Lernziele 185
Lesefähigkeit 184
Liebe 119, 124, 129, 133, 170
- bedingungslose 129
Liebesakt 175
limbisches System 135
Lob 205
Loyalität 32, 162, 180, 203, 222
lügen 259
MMaccoby, Eleanor 269
Macht 180
Mahlzeiten 16, 228, 231, 260
Manien 110
Marihuana 117
Maske der Unverletzlichkeit 113
Massenkultur 11
Maticka-Tyndale, Eleanor 171
Matthäus 6:24 32
Matthew 145
Maya 288
McLuhan, Marshall 96
Medikamente 5
Meidung 110
Mentoren 38
Mexiko 288
Mia 183, 190
Missbilligung 108
Misshandlung 106
- der Eltern 140, 150
- der Lehrer 150
- durch andere Teenager 154
Mitgefühl 116, 239
- fehlendes 116
- für uns selbst 239
- unterdrücken 164
Mode 117, 147, 175
Mokwena, Steve 98
Moral 156
Mord 14, 141
- unter Kindern 14
- unter Teenagern 154
Moschee 38
Musik 210
Mutproben 161
Mutter, Trennung von der 157
Mutterbindung 139
NNachahmung 32, 189
Nähe 25, 127, 165, 260
- bewahren 15, 20, 90, 114, 144, 223
- durch Gleichheit 31
- eingeforderte 163
- emotionale 25
- Entzug von 241
- körperliche 22, 205
- meiden 17
- und Bindung 18, 71
- und Reifeentwicklung 127
- und Sexualität 172, 173
- Widerstand gegen 45
- Wunsch nach 6, 7, 69, 71, 131, 208
- zu Gleichaltrigen 131
- zum Orientierungspunkt 209
- zur Familie 14
Nashörner 155
negativer Pol 31
Nein zu Drogen 117
Neugier 136, 184, 185
neurologische Schaltkreise 135
New York Times 153, 157
Newsweek 5, 175
Nicholas 171 , 177
Nicken als Bindungssignal 198, 200, 231, 244
Noten in der Schule 138
Null-Toleranz, Konzept der 142
OOhnmacht, elterliche 301
Onkel 38
Opfer 156, 166. Siehe auch Tyrannen, Tyrannisierte oppositionelle Störung 62
Oralsex 170, 171
Orientierung 19, 209
Orientierungsbedürfnis 19
Orientierungsbeziehungen 147
Orientierungsinstinkt 8
Orientierungslosigkeit 22
Orientierungslücke 8, 20, 211
Orientierungspol 8
Orientierungspunkt 20, 208, 210
Originalität 136
PPädagogen 35
Partys 140
- Bedeutung bei Gleichaltrigenorientierung 145, 234
- Grund für Alkoholkonsum auf 177
Präsenz der Eltern 294, 295
- und Gewalt 140
- und Sex 170, 177
peinlich 31
Persönlichkeitsentwicklung 11
Peter 120 , 121, 124, 130
Pflegeeltern 6, 206
Pflegefamilie 106
Pflicht(en) 40
- abwägen 124
- der Lehrer 194
- elterliche 40, 71
- erfüllen 122
- oberste 224
- zur Bestätigung 282
- zur Erfüllung des Bindungsverlangens 128
Potential, genetisches 34
Primärbindungen, konkurrierende 27
Prinzip der Unmittelbarkeit 245
Privatsphäre 16
Problemfamilien 155
Provence 43 , 44, 200, 228, 230
prügeln 158
Psychiater 35
psychische Schäden 110
Psychologen 35
Psychologie 17
Pulsadern aufschneiden 145
RRachel 30
Rangordnung 158
Rank, Otto 80, 86
Rapmusik 116
Rawlings, Majorie Kinnan AG Reflexion, individuelle 133
Reider, Jon 266
Reife 4, 15, 254
- echte 100, 126
- Mangel an 121
- scheinbare 4
- und Verletzlichkeit 257
Reifeentwicklung 5, 123, 124, 207, 219, 256
- Aktivierung der 127
- Anzeichen der 136
- Hintertür zur 134
- und Differenzierung 124
Reifungsprozess 137, 180, 187, 277
- natürlicher 138
- Phasen 123
Reinigungsrituale 110
Resignation 115
Respekt 180
Restriktionen 145
Richtungslosigkeit 120
Ritual(e) 200, 204, 230, 259.
Siehe auch Bindung
- beim Zubettgehen 232
- des Essens 230
Riverdale Inter-Generational Project 292
Rodkin, Philip 156
Rogers, Carl 128
Romeo und Julia (Shakespeare) 94
Rücksicht 169, 257
rückwärts in die Bindung einparken 165
russische Kinder, Stress duch Umzüge 48
Rutter, Sir Michael 11
SSafer Sex 179
Säkularisierung 38
Sarah 120, 122, 124
Säuglingstiere 155
Schäden, psychische 110
Scham 149
Scheidung 224
Schimpfen 213
Schlafenszeiten 260
Schlagen anderer Kinder 143
Schmeichler 147
Schmerz 135
- leugnen 164
Schnittverletzungen als Selbstverstümmelung 139, 149, 161
Schönheitsoperationen 146
Schüchternheit 30, 177, 259
Schule 36, 156, 168, 183. Siehe auch Erziehung, Lehrer, Lernen, Schüler, UnterrichtbarkeitSchüler 32
- Angriffe auf Lehrer 140
- Bindung an Vorbilder 72, 293
- Drohungen untereinander 153
- Gewalt auf dem Schulhof 154
- mit Gleichaltrigenorientierung 192
- mittags nicht zuhause 36
- ohne Bindungslücken 44
- ohne Lehrerbindung 36
- ohne Mitgefühl 116
- Programme zur Konfliktvermeidung 153
- und integrative Intelligenz 187
- und Lehrermisshandlung 150
- und Verspottung Erwachsener 32
- Unterrichtbarkeit 184, 185
- Verhaltensänderung 54
- verringerte Unterrichtbarkeit 41
- Wert formaler Bildung 191
Schulhof 164
- Aufsicht auf dem 293
- Führen über den 44
- Gewalt auf dem 141
- Lernen auf dem 73
Studie über Gewalt auf dem 154
- Tyrannisierung auf dem 154
Schulleistungen 138
Schulsystem 4
Schützlinge 158
Schwangerschaft 175
Segal, Julius 112
Seinfeld, Jerry 64
Sekte 212
Selbstausdruck 119
Selbstbeherrschung 149, 240
Selbstbetäubung, emotionale 151
Selbsterhaltungstrieb 138, 180
Selbstkontrolle 5, 252
Selbstmord 12, 14, 110, 169
Selbstmordgedanken 142
Selbstmordrate 12, 140
- unter Kindern 12
Selbstmordversuch 111, 140
Selbstständigkeit 125, 180
Selbstverstümmelung 142, 161
Selbstvertrauen 60
- der Eltern 47, 60, 210, 211, 214, 236
scheinbares 105
- Verlust bei Gleichaltrigenorientierung 107
Selbstverwirklichung 5, 189
- als Wert 78
- Weg zur 4
- Selbstwertgefühl 111, 206, 270, 281
- als Ergebnis der Reifeentwicklung 280, 281
- unabhängiges 280, 281, 282
- und Langeweile 275
- und Sexualität 175
- von Gleichaltrigen beziehen 108, 111, 278-281
Selbstzweifel 110
Senioren 38
Sesamstraße 38
Sex
- als Bindemittel 177
- als Flucht 170
- und Verletzlichkeit 178
Sexualisierung junger Mädchen 175
Sexualität 176
- gesunde 180
- unreife 179
sexuelle Aktivität 111, 181
- erste 173
- frühreife X, 173
- Reden über 178
Shakespeare, William 94
Shannon 138
Shay 143
Shipman, Mel 292
sicherer Sex 179
Sicherheit 119
- hinreichende 129
Smith, David 11
Sonderling 137
soziale Verantwortung 112
Sozialisation 219
Sozialisierbarkeit, Sozialisierung 272
- Individualisierung vor 272
Sozialverhalten 256
Spice Girls 96
Spiel 4. Siehe auch kreatives Alleinspiel
- alles vergessen beim 250
- elektronisches 42, 228
- emergentes 260, 283
- freies 236
- Gewalt im 141, 144
- in der Familie 232
- mit Kleinkindern 199
schöpferisches 276
Spontaneität 289
Spott 110, 164
Sprache 20
Stammesbildung bei Gleichaltrigenorientierung 99
starke Liebe 237, 243
Status 174, 180
Staunen 136
Steinbeck, John 116
Sticheleien 108, 110, 161
Stiefeltern 6, 206
- Bindungsaufbau 68, 206
- Bindungskonflikt 39, 293
- Erzieherrolle 58
- und Orientierungslücken 211
Stillen 41
Stimulation, künstliche 117
Stolz 125
Straftäter, jugendliche 106, 113
Straßenkinder 106
Streber 137, 190
streiten 158
Stress 108
- bei Eltern von Einzelkindern 282
- Depression durch 172
- der Eltern 39, 116, 160
- durch Gleichaltrigenorientierung 107, 108, 144, 234
- durch Tagesbetreuung 267, 268
- durch Umzüge 48
- durch vertauschte Rollen 67
- Elternbindung als Schutz vor 95, 108, 112
- Erwachsenenbindung als Schutz vor 270
- trotz elterlicher Liebe 5
- Strukturen 227, 228, 232, 259, 260
Studien, wissenschaftliche 111
Subkulturen 78, 99, 105, 117
Sündenbock 110
Synagoge 38
TTagebücher 175
Tamara 138, 215
Tanten 38
Tasha 215
Taubheit, emotionale 115
Technologie 41
- globale 98
- Informations184
- Kommunikations43, 72, 233
- rasche Entwicklung 41
- Unterhaltungs274
Teenager 13
- Rebellion 16, 28
- Coolsein 105, 116
- Entfremdung 48, 229
- Gleichaltrigenkultur der 98, 225
- Programme zur Konfliktvermeidung 153
- Reifeentwicklung 124, 127
- Stamm der 94
trügerisches Sicherheitsgefühl 21
- und Aggression 141
- und Bindungslücken 157
- und Gewalt 24, 140, 141, 154, 162, 181
- und Gleichaltrigenorientierung 13, 88, 191, 226
- und intakte Bindungsstrukturen 43, 111
- und Kindergarten-Syndrom 121
- und Kultur 93, 94
- und moderne Kommunikation 93
- und Sexualität 115, 171, 173, 181
- zu sich herholen 212, 215, 225
Teenagerschwangerschaften 175
Teilen 257
temper 122, 253, 304
Tobsuchtsanfälle 142
Tolkien, J. R. R. 167
Tom Browns Schulzeit (Hughes) 153
Toronto 292
- Großstadtdschungel von 14
- Riverdale Inter-Generational Project 292
- Studie über Schulhof-Gewalt 154
Teenagermord in 162
tough love. Siehe starke Liebe Tränen 113, 116, 135, 148
Trauerarbeit 179
Trauma 107
traumatische Erfahrungen 107
Traurigkeit 135, 148, 152, 188, 248
- gesunde 135
Trennung 127, 178, 208, 221, 241, 260
- als Strafe 90, 203
- Androhung von 242
- Bereitschaft zur 71
- der Eltern 53
- Gegenwille und 84
- physische 25
- überbrücken 223
- und Integration 123
- von der Mutter 157
Trennung (Bowlby) 115
Trennungsangst 76
Triumph 180
Trost 248
Tyler 244
Tyrannen 154, 159
- Persönlichkeitsbild 165
- zurückholen 168
tyrannisierendes Verhalten 14, 110, 156
Tyrannisierte 154, 166
Tyrannisierung 141
UÜbergewicht 170
Übernachten bei Freunden 228, 234
Ultimatum 220, 221
Umwelt der Angepasstheit 34
Umzug 214
Unabhängigkeit 15, 127, 206, 208
und Gleichaltrigenorientierung 186
Unreife X, 121, 126, 130, 157
Unruhestifter 157
Unterhaltungsmedien 156
und Gewalt 156
Unterordnung, Unterwürfigkeit 162. Siehe auch Dominanz aus Unreife 272
um Verletzlichkeit zu demonstrieren 164
unter Gleichaltrigen 164
unter Tyrannen 164
Unterrichtbarkeit 41, 184
Unterrichten 184
Unterschiede, abstoßende Wirkung 161
Unterwerfung 65, 158
- bei Wölfen 164
und Sex 170
Untreue 173
Unverletzlichkeit 105, 106, 117, 119
- durch Bindung 108
- Gefühl der 116, 117
- Maske der 113
und Lernen 186
und Sex 174, 178
Unverschämtheit 29
Urlaub 229
VVerachtung 110, 161
Verantwortung, soziale 112, 158
- für andere Kinder 112
Verband amerikanischer Psychologen 156
Verbindung 9. Siehe auch Bindung
- Aufbau von 26
- in der Familie 18
- zu anderen Kindern 9
- zu unserer Intuition 10
Verbindung statt Trennung 241, 243
Verbindung vor Weisung 243, 245
Verbote 199
Verbrechen 11
Vergeblichkeit 134, 148, 152, 248
- Bewusstwerden von 135
- Gefühl der 147, 239
Vergewaltigung 176
Verhalten 20, 213, 227
- gutes 249
- schlechtes 258
Verhaltensanpassung, externe 108
Verhaltensproblem 17
Verhaltensvorgaben 126, 255, 256
Verhaltensweisen 5
- aggressive 5
- autoritäre 5
- grausame 112
- kooperative 13
- tyrannisierende 11, 14, 110, 155, 156, 157
Verhärtung, emotionale 107, 117, 177
Verletzlichkeit 24, 25, 106, 110, 111
- Abwehrhaltung gegen 107, 111, 113, 132, 135, 159, 163, 167, 169, 226
- als Feind 113, 156, 164
- Anzeichen von 112
- Bewusstwerden der 26
- Demonstration von 164
- durch Gleichaltrige 106, 107, 114, 148
- erhöhte 107, 139
- Essenz von 151
- Flucht vor 106, 107, 117, 148, 158, 167, 178, 186, 187, 233, 277
- Risiko der 112
- Sinn der 118, 163, 168
- spüren 131, 132, 168, 255, 257
- und Bindung 24, 25, 26, 75, 114, 203, 225, 237
- und Nähe 25
- und Reife 175
- und Sex 176, 177, 179
- Zunahme 111
Verlierer 156, 173
Verlustangst 115
Verlustschmerz 115, 132
Vernachlässigung 106
Verpflichtung 218
- aussprechen 222
- unsere tiefste 218, 219
Verschwinden der Mutter 115
Verständnis 258
Verträglichkeit 257
Vertrauen 128
- in die Versorgung 128
- und Bindung 46
- und Geheimnisse 26
Vertrautheit 26
Verwirrung 7, 218
- bei konkurrierenden Bindungen 27
- bei Trennung von Bezugspersonen 265
- der Bindungen 7
- der Eltern 16
- der Opfer von Tyrannisierung 166
- instinktaktivierender Ausdruck der 210
- nicht sichtbare 210, 211
- Schutz vor 21
- über Verhaltenswandel 166
verwöhnen 204, 205
Viktorianische Zeit 157
Virk, Reena 154, 163
- Ermordung von 154
Von Mäusen und Menschen (Steinbeck) 116
Vorbild 192
Vorsätze, gute 249
Vorschulalter 25
WWachstum, emotionales 130
- Hemmung des 130
Wachstumsplan, natürlicher 123
Wachstumsprinzipien 208
Wahlfreiheit 192
Waisenkinder 168
Warmblüter 8
Warner, Gertrude Chandler 158
Warnsignale 22
weinen 135, 169, 247
Weltkrieg, Zweiter 10, 11, 13, 14, 23, 35
Wendepunkt, emotionaler 132, 134
Werbungstanz 197
Werte 5
- der Eltern 9, 13, 51, 64, 74, 95, 278
- Differenzierung 124
- Gleichaltriger 11, 26, 56, 73, 78, 93, 156, 174
- in der Provence 44
- künftige aus eigenen Zielen 136
- lebenswichtige 97
- Schutz der 227
- traditionelle 100
- unabhängige 77, 78
- unbewusste 97
- und Bindung 27, 76, 100, 192, 218
- und Gegenwille 87
- und Kommunikation 78
- Universalität der 100
- unserer Kinder 5
- Werteverfall 97
Wertevermittlung 12, 44, 95, 169, 250
- horizontale 94
Wiedersehen 260
Winnicott, D. W. 11
Wissensvermittlung 4
Wolf im Rudel 164
Wünsche 160
Wut 124, 148, 154, 188, 201, 254, 258
- der Eltern 3, 90, 92, 240
- und ambivalente Gefühle 124
- und Bindung 201
- und Trennung 237
- Verwandlung in Trauer 135, 147, 188, 249
Wutausbrüche 122, 124, 142, 258, 268, 272
Wynne, Elaine 173
ZZiele 136
Ziellosigkeit 5
Zivilisiertheit 154
zu sich herholen 243
Zugänglichkeit, emotionale 116
Zugehörigkeit 127, 180
Zurückweisung 163
Zusammenbruch, kultureller 33
Zwang XIII, 51, 89, 258, 260
- als Zeichen der Ohnmacht 90
- Auskommen ohne 51
- und Bindung 82
- und Disziplin 257
- und Gegenwille 80, 81
- und Lernen 193
- und Reifungsprozess 88
Zwänge 110
zwei Herren dienen 32
Zweipoligkeit von Bindung 32, 165
Zweiter Weltkrieg. Siehe Weltkrieg, Zweiter
ÜBER DIE AUTOREN
GORDON NEUFELD, PH.D ., ist klinischer Psychologe mit einer Privatpraxis in Vancouver, Kanada. Einen Großteil seines Berufslebens hat er sich mit der Entwicklung kohärenter Theorien zum Verständnis der kindlichen Entwicklung befasst. Für seine Arbeit über Aggression und Gewalt unter Kindern und Jugendlichen wird er landesweit anerkannt und hat regelmäßig Auftritte in Rundfunk und im Fernsehen, sowohl bei regionalen als auch bei nationalen Sendern. Weitere Informationen über seine Arbeit finden Sie auf seiner Internetseite: www.Gordon-Neufeld.com .
GABOR MATÉ, M.D ., ist kanadischer Arzt und Autor mehrerer Bücher. Sein jüngstes Buch, When the Body Says N Understanding the Stress-Disease Connection, war in Kanada ein Bestseller und wurde mittlerweile in zahlreiche Sprachen übersetzt. Gegenwärtig arbeitet er in einer Klinik für Obdachlose und an einem Buch über Sucht. Dr. Mate lebt in Vancouver, British Columbia. Sie finden seine Internetseite unter www.drgabormate.com .
Ohne stabile Bindung an die Eltern Fehler in der Persönlichkeitsentwicklung - Kinder und Jugendliche wachsen zunehmend unter der falschen Idee der Gleichaltrigenorientierung auf Von Johannes Schwarte "Jugend will von Jugend geführt werden", lautete eine Parole Hitlers. Auch wenn sie keineswegs konsequent umgesetzt wurde und die Hitlerjugend sich durchaus nicht selbst überlassen war, sondern über Baldur von Schirach dem "Führer" sehr direkt unterstand, so ist doch bis heute die Überzeugung weit verbreitet, es sei für die Entwicklung junger Menschen am günstigsten, wenn sie möglichst viel Zeit mit Gleichaltrigen verbringen. Dass sich junge Menschen in ihren Auffassungen und in ihrem Verhalten überwiegend oder gar ausschließlich an Gleichaltrigen orientieren statt an ihren Eltern, erscheint vielen Menschen heute vermutlich bereits wie eine Art von Naturgesetz der menschlichen Entwicklung. Die sich daraus ergebende Problematik der "Gleichaltrigenorientierung" steht im Zentrum des Buches "Unsere Kinder brauchen uns!" von Gordon Neufeld und Gabor Maté. Die beiden kanadischen Autoren sehen im Verlust der Erwachsenenorientierung sowie in der Dominanz der Gleichaltrigenorientierung die entscheidende Ursache für die unbefriedigende Entwicklung vieler Kinder und Jugendlicher in den westlichen Industriegesellschaften beziehungsweise postindustriellen Gesellschaften. Verlust der Primärbindung an Erwachsene Die großen Kulturen im kontinentalen Europa und in Japan würden nicht durch die "billige, banale und ausbeuterische amerikanische Pop-Kultur" als solche bedroht, sondern vielmehr dadurch, "dass die aktiven Primärbindungen der Kinder zu den Erwachsenen verlorengehen". Dies ist von zentraler Bedeutung, denn mit dem Verlust einer hinreichend intensiven Bindung zwischen Eltern und Kindern schwinden die Voraussetzungen für eine gesunde gesellschaftliche Weiterentwicklung und für eine gelingende Tradierung der Kultur. Die Gleichaltrigenorientierung gefährdet die gesellschaftliche Entwicklung und kulturelle Tradierung vor allem deshalb, weil sie "eine Masse unreifer, konformistischer und problembehafteter junger Erwachsener hervorbringt, die unfähig sind, sich in die Gesellschaft zu integrieren". Während die Anforderungen an die Qualifikation der Menschen in den postindustriellen Gesellschaften steigen, sinken die Persönlichkeitsentwicklungsresultate. Phänomene zunehmender Infantilisierung der Gesellschaft als Folge sind unübersehbar. Gleichzeitig wächst der Bedarf an reifen und autonomen Menschen, die imstande sind, eigenverantwortlich und innovativ zu handeln. Diese Persönlichkeitsqualitäten können nur aus starken Bindungen zu fürsorglichen Erwachsenen hervorgehen. "Um die Kultur zu schützen, die solche Bindungen schützt, müssen wir erkennen, was an ihr entscheidend ist, bevor sie uns abhanden kommt". Die zentrale These des Buches lautet, "dass die Störung, die man bei den Generationen der heute aufwachsenden Kinder und Jugendlichen beobachten kann, darauf zurückzuführen ist, dass diese die Orientierung an den für sie sorgenden Erwachsenen verloren haben". Zu den Grundbedingungen gelingender Menschwerdung und erfolgreichen Menschseins (conditio humana) gehört, dass Kinder sich in ihrer Entwicklung an den Erwachsenen orientieren und dass Erwachsene ihnen Orientierung bieten. Diese natürliche Ordnung sehen die beiden Autoren gestört: "Zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte wenden sich junge Menschen, um Anleitung, Vorbilder und Führung zu finden, nicht an Mütter, Väter, Lehrer und andere verantwortliche Erwachsene, sondern an Menschen, die von Natur aus nie für die Elternrolle vorgesehen waren - ihre eigenen Altersgenossen. Sie lassen sich nicht mehr lenken, unterrichten und entwickeln keine Reife mehr, weil sie aufgehört haben, dem Beispiel Erwachsener zu folgen. Stattdessen werden sie von unreifen Personen erzogen, die sie unmöglich zur Reife führen können - sie erziehen sich gegenseitig." Sehr überzeugend erläutern die beiden Autoren die Problematik und die Folgen der Gleichaltrigenorientierung, indem sie auf das Urbedürfnis des Menschen nach Orientierung verweisen: "Orientierungslosigkeit gehört zu den unerträglichsten psychischen Erfahrungen. Bindung und Orientierung sind untrennbar miteinander verwoben. So orientieren sich Menschen und Tiere gleichermaßen, indem sie instinktiv nach dem Beispiel derer Ausschau halten, zu denen sie eine Bindung haben." Nach John Bowly, dem englischen Pionier der Bindungsforschung, besitzt der Mensch wie eine Vielzahl anderer Lebewesen ein "Bindungssystem", das in der frühen Kindheit aktiviert wird und unter normalen Umständen zu einer engen Bindung des Kindes an diejenigen Erwachsenen führt, die sich ihm am intensivsten zuwenden, in der Regel also an die Eltern, insbesondere an die Mutter. Dabei bewirkt die Bindung zugleich Orientierung, auf die das Kind angewiesen ist. Einer Magnetnadel gleich, die sich zum Nordpol dreht, werden Kinder durch ihren angeborenen Orientierungsinstinkt angetrieben, sich einer Quelle von Autorität, Kontakt und Wärme anzuschließen. Dafür sind von der Natur die Eltern vorgesehen, so wie auch im Leben der Tiere die jeweils Erwachsenen den orientierenden Einfluss auf die Tierjungen haben. Wie bei Tierjungen, gibt es auch bei Kindern die Möglichkeit der Ersatzprägung: Wird ein Entenküken, kaum dem Ei entschlüpft, normalerweise auf die Entenmutter geprägt, so dass es ihr hinterherläuft, ihrem Beispiel und ihren Anweisungen folgt, bis es "unabhängig" geworden ist, so wird es im Falle einer fehlenden Entenmutter in der entscheidenden Prägungsphase infolge einer Ersatzprägung dem nächsten sich bewegenden Objekt hinterherlaufen: sei es ein Mensch, ein Hund oder gar ein mechanisches Spielzeug. Genauso kommt es beim Kind zu einer Ersatzorientierung, wenn keine Erwachsenen mit Orientierung bietender Elternfunktion zur Verfügung stehen. Diese Ersatzorientierung findet das Kind in solchen Fällen in Cliquen Gleichaltriger. "Durch die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungen der letzten fünf oder sechs Jahrzehnte wurden die Eltern aus ihrer vorgesehenen, Orientierung gebenden Position verdrängt, und die Gruppe der Gleichaltrigen hat diese Orientierungslücke besetzt - mit schlimmen Folgen." Die schlimmen Folgen bestehen vor allem in mangelnder Reife. Gleichaltrige können sich nicht in gleichem Maße gegenseitig zur Reife verhelfen wie Erwachsene. "In Kulturen, die durch Erwachsenenorientierung geprägt sind, und in denen die Leitprinzipien und Werte von den reiferen Generationen stammen, gehen Kinder Bindungen mit anderen Kindern ein, ohne die Orientierung zu verlieren oder die elterlichen Einflüsse zurückweisen zu müssen. In unserer Gesellschaft ist das nicht mehr so. Hier ersetzen Bindungen zwischen Gleichaltrigen inzwischen die Beziehungen zu Erwachsenen als primären Orientierungsquellen. Unnatürlich ist nicht der Kontakt zwischen Gleichaltrigen an sich, sondern die Situation, dass mittlerweile der größte Einfluss auf die kindliche Entwicklung von anderen Kindern ausgeht." Die Gleichaltrigenorientierung ist in den postindustriellen Gesellschaften heutzutage so allgegenwärtig, dass sie sich nach weitverbreiteter Auffassung zur Norm entwickelt hat. "Aber was normal ist - im Sinne von einer Norm entsprechend - ist nicht unbedingt natürlich oder gesund. Die Gleichaltrigenorientierung ist in keiner Weise natürlich oder gesund. Sie hat sich erst in jüngster Zeit in den führenden Industrieländern durchgesetzt, in einer Revolution gegen das Na