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    Virtuelle Landschaften zur partizipativen Planung

    Optimierung von 3D-Landschaftsvisualisierung zur Informationsvermittlung

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    Virtuelle Landschaften zur partizipativen Planung
    Optimierung von 3D-Landschaftsvisualisierung zur Informationsvermittlung

    Autoren:

    Verlag:
    Vdf Hochschulverlag AG  Weitere Titel dieses Verlages anzeigen

    Erschienen: November 2008
    Seiten: 244
    Sprache: Deutsch
    Maße: 300x212x20
    Einband: Kartoniert / Broschiert
    ISBN: 3728131881
    EAN: 9783728131881

    Inhaltsverzeichnis

    Inhalt
    Vorwort3
    Dank5
    Zusammenfassung11
    Summary13
    1Gegenstand und Ziel15
    2Konzeptionelle und theoretische Grundlagen17
    2.1Das EU-Projekt Visu-Lands17
    2.2Partizipation bei der Planung der Landschaftsentwicklung18
    2.2.1Landschaftsplanung18
    2.2.2Landschaftsplanung in der Schweiz19
    2.2.3Planungstheorie - Verändertes Planungsverständnis21
    2.2.4Partizipation - Öffnung des Planungsprozesses23
    2.2.5Warum Partizipation bei der Landschaftsplanung?26
    2.2.6Voraussetzungen für effektive Partizipation27
    2.2.7Voraussetzungen für die partizipative Planung der Landschaftsentwicklung in der Schweiz29
    2.2.8Zusammenfassung30
    2.3Methoden zur integrativen Landschaftsplanung31
    2.3.1Raumbezogene Zukunftsforschung31
    2.3.2Quantitative raumbezogene Prognostik32
    2.3.2.1Methoden32
    2.3.2.2Funktionen und Probleme33
    2.3.3Szenariotechnik33
    2.3.3.1Was sind Szenarien?34
    2.3.3.2Funktionen34
    2.3.3.3Typen von Szenariostudien35
    2.3.3.4Vorgehensweise bei der Szenariotechnik35
    2.3.3.5Elemente zur Szenarioentwicklung36
    2.3.3.6Kriterien für gute Szenarien37
    2.3.3.7Kritik an der Methode38
    2.3.3.8Szenarien bei der partizipativen Landschaftsplanung38
    2.3.3.9Zusammenfassung39
    2.4Information und Kommunikation bei der partizipativen Landschaftsplanung40
    2.4.1Information und Partizipation - Rechtliche Perspektive40
    2.4.2Informationstheoretische Perspektive41
    2.4.3Kommunikationstheoretische Perspektive42
    2.4.4Informationstypen bei der partizipativen Planung der Landschaftsentwicklung44
    2.4.5Kommunikationsmittel bei der partizipativen Landschaftsplanung44
    2.4.6Zusammenfassung46
    2.53D Visualisierungen bei der partizipativen Landschaftsplanung47
    2.5.1Visualisierungstechnik47
    2.5.2Potenzial von GIS-basierten 3D Landschaftsvisualisierungen als Kommunikationsmedium52
    2.5.3Aufgaben im Planungsprozess und davon abhängige Aspekte mit Einfluss auf die notwendigen Darstellungsqualitäten von 3D Visualisierung56
    2.5.4Zusammenfassung57
    3Problemstellung und Zielsetzung59
    3.1Offene Fragen zu Aufbereitung und Einsatz von 3D Visualisierungen bei der partizipativen Landschaftsplanung59
    3.1.1Aufbereitung der Information59
    3.1.1.1Validität59
        3.1.1.1.1Präzision60
        3.1.1.1.2Repräsentativität62
        3.1.1.1.3Relevanz/Zweckmässigkeit62
        3.1.1.1.4Visuelle Klarheit63
        3.1.1.1.5Validität der Wahrnehmung64
    3.1.1.2Glaubwürdigkeit67
        3.1.1.2.1Legitimität/Konsistenz im Visualisierungsprozess67
    3.1.1.3Potenzielle Probleme hinsichtlich Validität und Glaubwürdigkeit von 3D Visualisierungen und Empfehlungen für die Darstellung67
    3.1.2Einbindung in den Planungsprozess70
    3.1.2.1Zeitpunkt70
    3.1.2.2Auswahl des Darstellungstyps70
    3.1.2.3Einsatzweise71
    3.2Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit72
    3.2.1Problemstellung72
    3.2.2Hypothesen73
    3.2.3Ziel74
    4Untersuchungsmethodik75
    4.1Metakonzept zur Entwicklung einer Untersuchungsmethode75
    4.2Sozialempirische Begleitforschung76
    4.2.1Medienwirkungsforschung76
    4.2.1.1Wirkungsphänomene76
    4.2.1.2Versuche zur theoretischen Erklärung der Medienwirkung77
    4.2.1.3Methodische Probleme78
    4.2.2Untersuchungsanlagen79
    4.2.2.1Quantitative vs. qualitative Sozialforschung79
    4.2.2.2Triangulation81
    4.2.2.3Untersuchungsanlagen für die Medienwirkungsforschung81
    4.3Gewähltes Forschungsdesign - Fallstudienanalyse82
    4.3.1Datenerhebung und Dokumentation83
    4.3.2Auswertungsmethode85
    4.3.3Ablaufschema: Forschungsstrategie89
    5Aspekte der Bildperzeption, Kognition und Medienpädagogik91
    5.1Menschliche visuelle Wahrnehmung - Physiologische Erkenntnisse91
    5.1.1Designstrategien - Unterstützung des Sehens durch die Grafik92
    5.2Visuelle Kommunikation - Erkenntnisse aus der Medienpsychologie94
    5.2.1Wirkungsverlauf der Informationsverarbeitung - Kognitive Theorien94
    5.2.2Alltagssehen - Konventionalisierte Sehmuster97
    5.3Lernen mit Bildern - Erkenntnisse aus der Medienpädagogik98
    5.3.1Bildfunktionen und ihre Anforderungen an die Gestaltung100
    5.3.1.1Motivationsfunktion - Aufmerksamkeit erzeugen100
    5.3.1.2Zeigefunktion - Hilfe bei der Vorstellung von Sachverhalten101
    5.3.1.3Situierungsfunktion - Räumlichen oder inhaltlichen Kontext herstellen ..102
    5.3.1.4Konstruktionsfunktion - Unterstützung des Aufbaus mentaler Modelle...103
    5.3.2Instruktionale Strategie104
    5.4Grenzen der Optimierung von Bildern zur Informationsvermittlung104
    5.5Manipulation durch Bilder105
    5.6Darstellungs- und Präsentationsformen für Visualisierungen zur Unterstützung der Informationsverarbeitung106
    5.7Ableitung von Hinweisen für die Optimierung der 3D Visualisierungen als Informationsmedium im partizipativen Planungskontext112
    6Fallbeispiele und Ergebnisse115
    6.1Untersuchungsgebiet - UNESCO Biosphäre Entlebuch (ÜBE)115
    6.2Partizipative Planung in der ÜBE - Rahmenbedingungen der Fallbeispiele117
    6.2.1Zugang zu den Anwendungssituationen für die 3D Visualisierungen117
    6.2.2Moderierter Workshop als mediatisierender Prozess118
    6.2.2.1Standardablauf moderierter Workshops in der ÜBE118
    6.2.2.2Moderationsplanung119
    6.2.2.3Methoden und Techniken zur Gestaltung von Arbeitsprozessen in Workshops119
    6.2.2.4Teilnehmer120
    6.3Aufbereitung und Einsatz der 3D Visualisierungen sowie sukzessive Optimierung der Darstellung anhand der Ergebnisse120
    6.3.1Struktur der Charakterisierung der Fallbeispiele121
    6.3.2Übersicht über die Fallbeispiele123
    6.3.3Tourismus124
    6.3.3.1Fallbeispiel 1: Fünfter Tourismus-Workshop der UNESCO Biosphäre Entlebuch125
    6.3.4Landwirtschaft133
    6.3.4.1Fallbeispiel 2: LACOPE-Workshop «Zukunft unserer Alpwirtschaft» Teil IV134
    6.3.4.2Fallbeispiel 3: LACOPE-Workshop «Zukunft unserer Alpwirtschaft» Teil V151
    6.3.5Wald- und Holzwirtschaft169
    6.3.5.1Fallbeispiel 4: WEP-Workshop «Zukunft Entlebucher Wald» -Auftaktveranstaltung170
    6.3.5.2Fallbeispiel 5: WEP-Workshop «Zukunft Entlebucher Wald» - Konfliktbereinigung177
    7Diskussion und Schlussfolgerungen187
    7.1Einordnung der Fallbeispiele hinsichtlich des Planungskontexts187
    7.2Schlussfolgerungen bezüglich der Hypothesen188
    7.3Qualität der Darstellungstypen für bestimmte Anwendungsfunktionen im Planungsprozess192
    7.3.1Definition der Nutzerkreise192
    7.3.2Portfolio-Analyse der 3D Visualisierungstypen193
    7.3.2.1Portfolio-Analyse193
    7.3.2.2Erstellen des Portfolios der 3D Visualisierungstypen194
        7.3.2.2.1Festlegen der Dimensionen und Kriterien194
        7.3.2.2.2Berechnung des Nutzwertes der 3D Visualisierungstypen in Bezug auf die festgesetzten Dimensionen195
    7.3.3Erläuterung des Portfolios198
    7.3.4Diskussion und Schlussfolgerungen zum Portfolio199
    7.4Vorgehens- und Methodenkritik201
    7.5Forschungsbedarf202
    7.6Ausblick204
    8Literatur205
    9Abbildungsverzeichnis221
    10Tabellenverzeichnis223
    11Anhang225
    11.1Überblick über das finale Kategoriensystem225
    11.2Fragebogen Tourismus-Workshop230
    11.3Leitfragen Tourismus-Workshop233
    11.4Leitfragen Landwirtschafts-Workshop vom 22. November 2004235
    11.5Leitfragen Landwirtschafts-Workshop vom 20. Juni 2005237
    11.6Leitfragen WEP-Workshop vom 4. Oktober 2004240
    11.7Leitfragen WEP-Workshop vom 17. Januar 2005241



    Vorwort

    Vorwort

    Ziel der Landschaftsplanung sind Planung, Sicherung und Entwicklung von Natur und Landschaft. Im schweizerischen Verständnis hat die Landschaftsplanung im Rahmen der gesamträumlichen Planung die Funktion einer Grundlagenplanung, welche die ökologischen Ansprüche an den Raum formuliert und von allen anderen Teil- und Bereichsplanungen zu berücksichtigen ist. Die Landschaftsplanung ist jedoch nicht nur eine Bereichsplanung - wie dies die Verkehrsplanungen und Siedlungsplanungen sind -, sondern sie ist darüber hinaus auch eine überprüfende Planung, welche die Auswirkungen eines Vorhabens auf die Landschaft überprüft und bewertet. In diesem Kontext stehen auch die Umweltverträglichkeits- und die Raumverträglichkeitsprüfung.

    Heute sind die genannten Ziele und Funktionen der Landschaftsplanung zwar nicht in Frage gestellt, doch zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab, indem vermehrt das Prozesshafte und Kommunikative des Planungsablaufs ins Zentrum der Planung rückt. Die Erfolge der partizipativen Planung sind greifbar, indem sie klar die Umsetzung von Planungsvorhaben fördert. Allerdings sind die herkömmlichen Planungsgrundlagen in Form von Texten, Karten und Bilder oft unzureichend, um den partizipativen Prozess sachlich informiert zu führen. Kommunikation und Information sind zentrale Bereiche der Partizipation, ohne die keine Planung mehr auskommen kann. Dabei gilt die Hypothese, dass der Wandel der Landschaftsplanung zur kommunikativen Prozessplanung sich nur dann sinnvoll gestalten lässt, wenn die entsprechenden technischen Möglichkeiten der computergestützten 3D Visualisierungen genutzt werden. Letzteres wirft aber zugleich grundlegende Fragen auf.

    Die heute beinahe fotorealistischen 3D Darstellungen von Landschaften erlauben die freie dreidimensionale Erkundung der virtuellen Landschaft. Das Ziel des Planungsprozesses darf aber nicht darin bestehen, höchstmöglichen «Realismus» zu erreichen, sondern muss im höchstmöglichen Informationsgewinn liegen. Das Ziel der vorliegenden Dissertation liegt daher nicht nur im Bereich der technischen Machbarkeit von 3D Visualisierungen, sondern es gilt zu erforschen, wie die räumliche Information mit Hilfe von 3D Illustrationen für planerische Laien einen möglichst grossen Informationsgewinn, der über das Bild hinausgeht, ermöglicht. Mittels Analyse der durchgeführten Fallstudien im UNESCO Biosphärenreservat Entlebuch (Schweiz) wurden die Darstellungsprinzipien für 3D Landschaftsvisualisierungen für den Einsatz in partizipativen Planungsprozessen konkretisiert. Auf planerisch-technischer Seite stellt sich zunächst die Frage nach der Legitimität und Validität der 3D Visualisierung. Trotz der weit fortgeschrittenen Technik der Landschaftsvisualisierung und der Faszination, die von ihr ausgeht, ist dieser der Rezipient mit seiner limitierten Fähigkeit, die damit transportierte Information zu erfassen, gegenüberzustellen. Dies verlangt zwingend die Verknüpfung der Erkenntnisse aus den Kommunikationswissenschaften, insbesondere der Medienpsychologie und der Medienpädagogik, mit den Visualisierungstechniken. Die Arbeit zeigt, dass die 3D Landschaftsvisualisierung ein kraftvolles Instrument zur Kommunikation in der Planung darstellt. Die weitere Entwicklung in 3D Landschaftsvisualisierungen ermöglicht neue Perspektiven für die Zukunft und eröffnet uns neue methodische Ansätze in der Planung. Die vorliegende Arbeit leistet diese Verknüpfung von Kommunikationswissenschaften und planungsrelevanten 3D Visualisierungen. Sie zeigt auf, wie Visualisierungen in der Planung optimiert werden sollen, um ein Maximum an Information gewinnen zu können. Die Resultate der Arbeit sind handlungsorientiert. Ausgehend vom Informationsbedarf und den technischen Möglichkeiten der Visualisierung sowie der Umsetzung von Prinzipien der Kommunikationswissenschaften werden konkrete Empfehlungen formuliert. Nicht das Ausmass des Informationsverständnisses ist von erstrangiger Bedeutung, sondern die Erkenntnisse, wie sich die verschiedenen Landschaftsansprüche hinsichtlich des Prozesses der Partizipation optimieren lassen.

    Prof. Dr. Willy A.Schmid

    Klappentext





    Die fortgeschrittene Technik zur 3D Visualisierung erlaubt heutzutage die Produktion sehr realistischer Landschaftsbilder. Da Bilder wesentlich anschaulicher sind als abstrakte Karten, werden sie auch zunehmend in der Landschaftsplanungspraxis eingesetzt, um den Austausch zwischen Experten und Laien zu unterstützen. Das gelungene Einbinden und Informieren der lokalen Akteure ist entscheidend für eine wirkungsvolle Partizipation und damit letztlich für die Umsetzung landschaftsplanerischer Massnahmen.

    Vor allem GIS-basierten 3D Landschaftsvisualisierungen wird ein grosses Potenzial zugeschrieben, die Kommunikation planerischer Inhalte in partizipativen Prozessen zur Planung der Landschaftsentwicklung effektiv zu unterstützen. Es stellt sich jedoch die Frage, wie die räumliche Information mit Hilfe von 3D Landschaftsvisualisierungen für planerische Laien aufbereitet werden soll. Denn nicht ein höchstmöglicher «Realismus» ist entscheidend für ihre Effektivität, sondern ein höchstmöglicher Informationsgewinn. Die technischen Möglichkeiten übersteigen das Wissen über die korrekte Anwendung.

    Der limitierende Faktor ist die Fähigkeit des Rezipienten, die im Bild transportierte Information zu erfassen und zu verarbeiten. Wenn die planungsrelevante Information verstanden werden soll, muss eine auf die Adressaten ausgerichtete didaktische Aufbereitung erfolgen. Deshalb ist eine Verknüpfung von Erkenntnissen aus den Kommunikationswissenschaften mit den Visualisierungstechniken zwingend.

    In der vorliegenden Arbeit werden Darstellungsprinzipien für 3D Landschaftsvisualisierungen zum Einsatz in partizipativen Planungsprozessen konkretisiert. Ausgehend vom Informationsbedarf und den technischen Möglichkeiten der Visualisierung sowie der Umsetzung von Prinzipien der Kommunikationswissenschaften werden konkrete Empfehlungen formuliert und in Fallstudien getestet. Die Ergebnisse sind handlungsorientiert. Sie bieten Raum- und Landschaftsplanern eine praktische Orientierungshilfe zur Aufbereitung von 3D Landschaftsvisualisierungen für partizipative Workshops.

    www.vdt.ethz.ch
    verlag@vdf.ethz.ch


    ISBN 978-3-7281-3188-1

    Autoren

    Dr. Ulrike Wissen ist wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Raum- und Landschaftsentwicklung der ETH Zürich.