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| Inhalt | ||||||
| Vorwort | 7 | |||||
| 1 | Diskursforschung und Dispositivkonzept | 9 | ||||
| 2 | Das Dispositivkonzept als Forschungsperspektive | 23 | ||||
| 2.1 | Diskurs, Wissen, Macht und gesellschaftliches Sein | 23 | ||||
| 2.2 | Diskurs und Dispositiv - eine erste theoretisch-konzeptionelle Verhältnisbestimmung | 42 | ||||
| 2.3 | Theoretische Fundierungen und Ansätze der Dispositivanalyse | 56 | ||||
| 3. | Dispositivanalyse als Forschungsstil | 75 | ||||
| 3.1 | Methodologische Basisannahmen der Diskurs und Dispositivanalyse | 75 | ||||
| 3.1.1 | Zur Methodologisierung der sozialwissenschaftlichen Diskursanalyse | 76 | ||||
| 3.1.2 | >Re-konstruktive Analytik< als methodologische Basis der Dispositivanalyse | 83 | ||||
| 3.2 | Leitfragen der Dispositivanalyse | 92 | ||||
| 3.2.1 | Die Leitfrage nach den Praktiken | 96 | ||||
| 3.2.2 | Die Leitfrage nach den Subjektivationen/ Subjektivierungen | 100 | ||||
| 3.2.3 | Die Leitfrage nach den Objektivationen | 103 | ||||
| 3.2.4 | Die Leitfrage nach dem sozialen Wandel | 105 | ||||
| 4. | Methodische Umsetzungen: Zur dispositiv-analytischen Forschungspraxis | 109 | ||||
| 4.1 | Zur methodischen Praxis: Ein kursorischer Überblick | 110 | ||||
| 4.2 | >The Making of ...< - Dispositivanalytische Beispiele aus der eigenen Forschungspraxis | 119 | ||||
| 4.2.1 | Das Geschlechterdispositiv | 120 | ||||
| 4.2.2 | Das Sterbe-Todesdispositiv | 136 | ||||
| 5. | Dispositivforschung - Zusammenfassung und Ausblick | 151 | ||||
| 5.1 | Zum Diskurs um das Dispositiv-Zusammenfassung | 151 | ||||
| 5.2 | Zukünftige Forschungsdesiderata im Feld der Dispositivforschung | 155 | ||||
| 5.3 | Schluss | 157 | ||||
| Literatur | 159 | |||||
Vorwort
Mit diesem Buch wollen wir eine Einführung zum Dispositivkonzept geben, die einen Überblick über wesentliche theoretische Fundamente und Implikationen dieses Konzepts für all jene bietet, die sich in das Feld der sozialwissenschaftlichen Diskursforschung begeben wollen, dabei aber noch nach einem geeigneten begrifflich-konzeptionellen Standort für die eigenen Frageinteressen suchen, und denen hierfür eine einfache Operationalisierung des Diskursbegriffs nicht ausreichend erscheint. Das Buch soll darüber hinaus forschungspraktisch als Orientierungshilfe und Handlungsanleitung für eigene Forschungsunternehmungen hilfreich sein und so das vorliegende Spektrum an sozialwissenschaftlichen Ansätzen und Instrumenten in der Diskursforschung und - darüber hinausreichend - im Sinne einer Dispositivforschung ergänzen und weiter akzentuieren.
Die auf den folgenden Seiten versammelten Ausführungen und Argumentationen basieren zum einen auf Erfahrungen aus Lehrveranstaltungen und Workshops, die wir unabhängig voneinander jeweils an den Universitäten Augsburg, Dortmund, München, Münster, Salzburg, Wien und anderen Orten gehalten haben. Zum anderen finden sich darin die Ergebnisse aus der gemeinsamen Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Forschungswerkstätten zum Thema Diskursanalyse im Rahmen der Berliner Methodentreffen.1 Insgesamt konnten wir unsere Überlegungen und Ideen vor allem auch in diesen Veranstaltungen entscheidend fortführen und präzisieren, so dass unser Dank all jenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern gilt, die mit ihren Diskussionsbeiträgen dieses Buch befördert haben.2 Weiterhin möchten wir uns an dieser Stelle insbesondere bei jenen bedanken, die durch hilfreiche inhaltliche Kommentierungen sowie durch ihre praktische Unterstützung zum Zustandekommen dieses Buches beigetragen haben. Eva Jerger, Dr. Tanja Pastrana, Stephanie Stadelbacher und Stefan Stautner haben bei der Literaturrecherche und der Zusammenstellung des Literaturverzeichnisses mitgearbeitet. Liselotte Winterholler hat (wieder einmal) verlässlich und sorgfältig wesentliche Korrekturarbeiten am Manuskript geleistet. Ihnen allen vielen Dank für die Hilfe!
Andrea D. Bührmann, Werner Schneider
1 | Die Berliner Methodentreffen (www.qualitative-forschung.de/ methodentreffen/) werden vom Institut für Qualitative Forschung in der Internationalen Akademie an der FU Berlin ausgerichtet. Sie sind eine gemeinsame Veranstaltung des Forums Qualitative Sozialforschung, des Fachbereichs Erziehungswissenschaft und Psychologie und des Centers für Digitale Systeme der FU Berlin in Kooperation mit der Hans-Böckler Stiftung und der GESIS-Einrichtung Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen (ZUMA).
2 | Um die Lesbarkeit nicht zu erschweren, verwendet diese Publikation vorwiegend die männliche Sprachform. Bei allen männlichen Funktionsbezeichnungen sind stets auch die weiblichen gemeint. Mit dieser Sprachregelung folgen wir einem Vorschlag des Verlags, doch da es bei Texten nicht nur um die bloße Lesbarkeit, sondern auch um ihre Wirkung geht, werden wir im Folgenden an uns inhaltlich wichtig erscheinenden Textstellen hiervon abweichen und dann explizit sowohl die weibliche als auch die männliche Sprachform verwenden.
Die Dispositivforschung zielt auf die systematische Ergänzung und Weiterung diskurstheoretischer Perspektiven und diskursanalytischer Forschungspraxis. In ihrem Kern steht die empirische Frage nach den Wechselbezügen zwischen normierenden Wissensordnungen, ihren konkreten handlungspraktischen Wirksamkeiten im sozialen Austausch von Menschen sowie den damit einhergehenden Selbst-Bezügen und Subjektivitätsformen. Da dieses Forschungsfeld bisher theoretisch-konzeptionell und methodisch-praktisch kaum erschlossen ist. bietet das Buch eine grundlegende Einführung in Leitfragen und Themenfelder, analytische Konzepte und methodische Anwendungen der Dispositivanalyse.
ISBN 3-89942-818-8
Andrea D. Bührmann (PD Dr. phil.) ist Privatdozentin an der Universität Münster und derzeit Gastprofessorin an der Universität Wien. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind u.a. Gesellschafts- und Wissenschaftsforschung, Diskurstheorie und -analyse, qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung, Geschlechterforschung, Entrepreneur und Weifare Studies.
Werner Schneider (Prof. Dr.) lehrt Soziologie an der Universität Augsburg. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind u.a. Wissens- und Kultursoziologie, Diskurstheorie/-analyse, qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung sowie Medizin-Gesundheitssoziologie (insbes. zu Sterben und Tod), Familiensoziologie, Soziologie der Lebensalter/Lebensphasen.