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Berlin Verlag Weitere Titel dieses Verlages anzeigen
| INHALT | |||||
| 1 | |||||
| Landscape | 9 | ||||
| Das große Knospenplatzen | 10 | ||||
| Aus dem Funkloch | 11 | ||||
| Im Klützer Winkel | 12 | ||||
| Erlebnisgedicht aus dem Spreewald | 13 | ||||
| Kaum Besseres als das | 14 | ||||
| Im Schneebergdörfl | 15 | ||||
| Im Liepnitzsee | 16 | ||||
| Vor dem Gewitter | 17 | ||||
| Aus dem ICE | 18 | ||||
| Praia da Gale, Portugal | 19 | ||||
| Zahara de los Atunes | 20 | ||||
| Nach Gordion | 21 | ||||
| Eskiçehir, aus dem sechsten Stock | 22 | ||||
| Der anatolische Schlund | 23 | ||||
| Der Raki im Arsch des vegetarischen Touristen | 24 | ||||
| 2 | |||||
| Die Schwäne im Urbanhafen | 27 | ||||
| Im Norden dieser Stadt | 28 | ||||
| Metropoly | 29 | ||||
| Vom Wetter | 30 | ||||
| Köln | 31 | ||||
| Aus dem Nachthaus | 32 | ||||
| Vollkontakt | 33 | ||||
| Mond überm Henninger Turm | 34 | ||||
| In einem Park | 35 | ||||
| Lankwitz ist eine Stehlampe 2 | 36 | ||||
| Von der Trasse aus | 37 | ||||
| Noch eins, bitte | 38 | ||||
| Im Innenhof | 39 | ||||
| 3 | |||||
| Der schöne 38. September | 43 | ||||
| Helikopterquartett mit Vertriebenenarie | 44 | ||||
| Snapshot | 45 | ||||
| Haussturz 1 | 46 | ||||
| Haussturz 2 | 47 | ||||
| Der Himmel macht die Flocken, wir nicht | 48 | ||||
| Man hört diese überflüssige Chormusik | 49 | ||||
| Auf »Baader« Holst | 50 | ||||
| Null Uhr fünfzig | 51 | ||||
| Postkarte | 52 | ||||
| Postkarte | 53 | ||||
| 4 | |||||
| Über allen Zipfelmützen Unruh | 57 | ||||
| Von den Morsezeichen | 58 | ||||
| Godspeed | 60 | ||||
| Als sie abwesend | 61 | ||||
| Die Liste der zu erledigenden Dinge | 62 | ||||
| Blau | 63 | ||||
| Brief nach Australien | 64 | ||||
| Nach dem Hagel | 65 | ||||
| Nach den Schönheiten | 66 | ||||
| Spüren Sie | 67 | ||||
| Totentanz | 68 | ||||
| Von der Oberfläche der Erde | 69 | ||||
| Echolot | 70 | ||||
Er war schon immer da. Aber spätestens mit diesem vierten Gedichtband des einst zur »lyrischen Hoffnung« ausgerufenen Poeten ist es legitim, vom Kuhligk-Sound zu sprechen. Jenem leicht rotzigen, nie halbherzigen, bewusst stilbrechenden und in seiner Aufrichtigkeit unmittelbar berührenden Ton, der das lyrische Werk Björn Kuhligks ausmacht und ihm sein unverwechselbares »Gesicht aus Eleganz / und Fresse« verleiht. Diese Gedichte scheinen unter Strom zu stehen, der sich oft aus der Spannung zwischen heterogenen Erlebniswelten speist. Kuhligk verlagert urbane Bruchstellen in die Natur, überblendet authentisches Gefühl mit Phrasen. Er verleiht sozialen Realitäten in wenigen Zeilen Tiefenschärfe und besticht vor allem durch eines: eine unbändige Vitalität.
DER SCHÖNE 38. SEPTEMBER
In dieser Starkstromnacht, in dieser vom Anfang bis zum offenen Ende durchdachten Großtraumanlage baldowert der Mond, der Mürbeteigkeks über den von Wolkenfäden zersägten Himmel und die Hände, was sollen diese Hände heute wurden 1000 Senegalesen als Botenstoffe Europas zurückgeschickt das Wetter, so bei AOL, wird geladen und du, du hörst das Zusammenwachsen der Fontanellen aller Säuglinge dieser Stadt, du Pathos-Arsch
»Konsequent zeitgenössisch und rücksichtslos poetisch.«
Der Tagesspiegel
ISBN 978-3-8270-0846-6
BJÖRN KUHLIGK wurde 1975 in Berlin geboren. Seit 2006 leitet er die Lyrikwerkstatt open poems der Literaturwerkstatt Berlin. Zusammen mit Jan Wagner ist er Herausgeber der Lyrikanthologien Lyrik von Jetzt (2003) und Lyrik von Jetzt 2 (Berlin Verlag 2008). Nach Es gibt hier keine Küstenstraßen (2001) und seinem Gedichtband Am Ende kommen Touristen (Berlin Verlag 2002) erschien zuletzt Großes Kino (Berlin Verlag 2005).
Umschlaggestaltung: Nina Rothfos und Patrick Gabler,
Hamburg, unter Verwendung eines Bildes von Plainpicture