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    Wie kann Familienmediation gelingen?

    Mut zum Frieden - Neue Wege in der Familienmediation

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    Wie kann Familienmediation gelingen?
    Mut zum Frieden - Neue Wege in der Familienmediation

    Autoren:

    Verlag:
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    Auflage: 2. Auflage.
    Erschienen: Juni 2008
    Seiten: 208
    Sprache: Deutsch
    Maße: 230x162x20
    Einband: Kartoniert / Broschiert
    ISBN: 3900254338
    EAN: 9783900254339

    Inhaltsverzeichnis

    Inhaltsverzeichnis
    Einleitung "Wie kann Familienmediation gelingen?"15
    Leseanleitung16
    Kapitel 1Definitionen17
    Univ.-Lekt. Mag. Dr. Karl Leibetseder
    1.1Was ist Familienmediation?17
    1.2Mediation ist demnach sinnvoll für18
    1.3Familienmediation bezieht sich immer auf familienrechtliche Konflikte19
    1.4Ablauf der geförderten Familienmediation20
    in familienrechtlichen Konflikten20
    1.5Familienberatung, Familientherapie, Familienmediation21
    •Familienberatung21
    •Familientherapie24
    •Familienmediation27
    1.6Schema für die Abgrenzung Familienberatung, Therapie und Familienmediation29
    Kapitel 2Wie kann Familienmediation gelingen?31
    Univ.-Lekt. Mag. Dr. Karl Leibetseder
    Mag. Martina Bacher
    2.1Systemfaktor I: Informations- und Überzeugungsarbeit seitens des Richters31
    Univ.-Lekt. Mag. Dr. Karl Leibetseder
    2.2Systemfaktor II: Der rechtsvertretende Anwalt wird zum Rechtsberater für die Partei während der Mediation34
    2.3Systemfaktor III: Einladung und Überzeugungsarbeit seitens der Co-Mediatoren34
    2.4Systemfaktor IV: Sozialpsychologische Einflüsse in der Mediation36
       2.4.1Das soziale Paradigma36
       2.4.2Das psychologische Paradigma37
       2.4.3Sozialpsychologische Blitzlichter auf der Basis der praktischen Mediationsarbeit38
    2.5Systemfaktor V: Die Metaebene des Co-Mediatorenteams42
    2.6Systemfaktor VI: Wertehaltung der Co-Mediatoren43
    2.7Systemfaktor VII: Qualifikation der Co-Mediatoren46
    2.8Systemfaktor VIII: Systemisches Mediationsmodell47
       2.8.1Personale Systemtheorie in Bezug auf die Mediation47
       2.8.2Kommunikationsstil, Vorgangsstrukturierung und Prinzipien52
    2.9Systemfaktor IX: Schulung der Medianden im Verhandlungsverhalten57
    2.10Systemfaktor X: Sitzordnung58
    2.11Systemfaktor XI: Mediationsvereinbarung59
    2.12Systemfaktor XII: Weiterführende und begleitende Maßnahmen nach der Mediation59
    Ablaufschema und Darstellung der Systemfaktoren I bis XII (Zusammenfassung)61
    Kapitel 3Unterschiedliche Austragungsformen von Konflikten65
    Univ.-Doz. Dr. Friedrich Glasl Was sind Konflikte - was sind keine Konflikte?65
    Zunehmende Verstrickungen69
    Hat das Paar einen Konflikt...?69
    ... oder hat der Konflikt das Paar?71
    Offenes oder verdecktes Kämpfen: heiße und kalte Konflikte73
    1Heiße Konflikte73
    2Kalte Konflikte75
    Kampf um den Heimvorteil der Konfliktaustragung78
    Heiße und kalte Konflikte sind unterschiedlich zu behandeln79
    Kapitel4: Wie Familienkonflikte eskalieren können81
    Univ.-Doz, Dr. Friedrich Glasl
    Grenzen der Selbsthilfe82
    Die Eskalationstreiber86
    Die 9 Eskalationsstufen89
    1Verhärtung89
    2Debatte und Polemik90
    3Taten statt Worte91
    4Images und Koalitionen93
    5Gesichtsangriff und Gesichtsverlust94
    6Drohstrategien und erpresserische Aktionen95
    7Begrenzte Vernichtungsschläge96
    8Zersplitterung, totale Zerstörung97
    9Gemeinsam in den Abgrund97
    Heiße oder kalte Eskalation97
    Wo die Selbsthilfe endet, beginnt professionelle Mediation104
    Kapitel5: Systemische Familienmediation mit professioneller mediativer Parteienbegleitung (Schutzengelmodell)107
    Univ.-Lekt. Mag. Dr. Karl Leibetseder
    Triple AAA - Facheinschlägige Weiterbildung: "Mediation"112
    Kapitel6: Grundsatzfrage Trennung/Scheidung113
    Mag. T. Engelbrecht, Mag. M. Bacher, Univ.-Lekt. Mag. Dr. K. Leibetseder
    6.1Räumliche Trennung bei weiterhin aufrechter Ehe113
    6.2Scheidung116
       6.2.1Einvernehmliche Scheidung116
       6.2.2Streitige Scheidung118
    Kapitel 7Arbeitsfelder der Familienmediation125
    Mag. T. Engelbrecht, Mag. M. Bacher, Univ.-Lekt. Mag. Dr. K. Leibetseder
    7.1Obsorge125
       7.1.1Gemeinsame Obsorge125
       7.1.2Alleinige Obsorge126
    7.2Besuchsrecht133
    7.3Unterhalt139
       7.3.1Kindesunterhalt140
       7.3.2Ehegattenunterhalt/Unterhalt von Lebenspartnern143
    7.4Vermögen148
       7.4.1Gebrauchsvermögen und Ersparnisse150
       7.4.2Ehewohnung151
       7.4.3Schulden152
    Kapitel 1, 2 und 5157
    Kapitel 3160
    Kapitel 4161
    Verzeichnis der anerkannten Mediatorinnen und Mediatoren für die geförderte Mediation in familienrechtlichen Konflikten nach den Richtlinien des BMGFJ
    Burgenland, Niederösterreich164
    Oberösterreich165
    Salzburg167
    Steiermark171
    Tirol, Vorarlberg175
    Wien176
    Verzeichnis nicht geförderter Mediatorinnen und Mediatoren
    Burgenland180
    Kärnten181
    Niederösterreich184
    Oberösterreich185
    Salzburg187
    Steiermark190
    Tirol196
    Vorarlberg197
    Wien198
    Ausbildung201



    Vorwort

    Trennung und Scheidung bedeuten sowohl für die Erwachsenen wie auch für die Kinder eine hohe emotionale Belastung. Gefühle der Verletztheit, Enttäuschung und Wut müssen verarbeitet, Regelungen für die Zukunft müssen getroffen werden.

    Das Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend unterstützt scheidungs- und trennungswillige Paare auf verschiedenen Ebenen. In den Familienberatungsstellen, die an Gerichtsstandorten angesiedelt sind, werden umfassende Scheidungsberatungen kostenlos und anonym angeboten. Daneben fördert das Ministerium Vereine, die pädagogische oder therapeutische Kindergruppen sowie Einzelarbeit und Paarbegleitung für Eltern anbieten und schließlich können Paare, die sich trennen oder scheiden lassen wollen, eine vom Ministerium geförderte Mediation in Anspruch nehmen.

    Es ist mir als Familienministerin ein großes Anliegen, mit diesen drei Angeboten die betroffenen Eltern und Kinder bei der Erarbeitung von zufriedenstellenden Lösungen für die weitere Zukunft zu unterstützen.

    Ich danke den Autoren dieses Ratgebers, der einerseits die vielfältigen Konfliktpunkte, die bei einer Trennung oder Scheidung auftreten, eingehend aufzeigt und andererseits sehr umfassend darstellt, wie Familienmediation gelingen kann.

    Dr. Andrea Kdolsky

    Bundesministerin für Gesundheit, Familie und Jugend

    JUSTIZ

    BUNDESMINISTERIUM FÜR JUSTIZ

    Konflikte begegnen uns im Alltag in vielfacher Ausgestaltung - in der Familie, zwischen Partnern, zwischen Elternteilen oder zwischen Kindern und Eltern. Zwischenmenschliche Konflikte sind oftmals unumgänglich. Entscheidend ist aber, mit ihnen so umzugehen, dass sie das Leben nicht dauerhaft belasten, dass sie nicht in Depression oder Gewalt entgleisen und nicht die Schwächeren nachhaltig zu Verlierern machen.

    Die Fragen "Wer ist schuld?" und "Wer hat Recht?" führen selten zu tragfähigen Auswegen aus einem Konflikt, weil sie Vergangenes - damit Unveränderbares - in den Mittelpunkt stellen und den Blick auf die Zukunft verhindern. Mediatorinnen und Mediatoren als unparteiische Dritte, die freiwillig beigezogen werden, die dafür ausgebildet sind und die verschwiegen sind, können in sehr vielen Fällen helfen, die Spirale des Konflikts aufzubrechen und mögliche Lösungen zu erarbeiten.

    Das Bundesministerium für Justiz führt eine Liste der eingetragenen Mediatorinnen und Mediatoren (www.mediatorenliste.justiz.gv.at), in die rund 3.500 Personen eingetragen sind. Sie stehen für Konflikte aller Lebenslagen zur Verfügung - von der Familie über den Nachbarschaftsbereich bis zum Wirtschaftsleben.

    Ich bin sicher, dass dieses Buch viel dazu beitragen wird, um die Mediation als konstruktive Form der Konfliktbewältigung weiter populär zu machen.

    Dr. Maria Berger

    Bundesministerin für Justiz

    Die Mediation stellt eine längst anerkannte Methode dar, die Parteien eines Konflikts dabei zu unterstützen, in einem auf Freiwilligkeit beruhenden Dialog die Hintergründe ihres Konflikts systematisch zu beleuchten und eigenverantwortlich eine zukunftsorientierte Lösung zu erarbeiten.

    Es liegt auf der Hand, dass gerade der spannungsgeladene Bereich der Familie in all seinen Erscheinungsformen bis hin zur Ehescheidung, dem Streit um die Obsorge für die gemeinsamen Kinder, um das Besuchsrecht und den zu leistenden Unterhalt sowie das Entstehen von Patchwork-Familien eine besondere Herausforderung für die Mediation darstellt.

    Das von anerkannten Fachleuten verfasste vorliegende Werk zeigt anhand praktischer Beispiele Erfolg versprechende Anwendungsmöglichkeiten dieses Instruments selbst nach Einleitung gerichtlicher Verfahren auf. Damit bietet es Mediatorinnen und Mediatoren, aber auch der Richterschaft und berufsmäßigen Parteienvertretungen eine wertvolle Unterstützung in ihrem Bemühen um die Erzielung akzeptierter, lebbarer Regelungen. Die interessierte Leserschaft wird jedoch auch ganz allgemein ermutigt, sich im Bedarfsfall auf diesen alternativen Weg der Konfliktbereinigung einzulassen. Die Übernahme von Verantwortung für das eigene Handeln stellt letztlich die beste Grundlage für ein gedeihliches Miteinander und damit auch für einen dauerhaften Rechtsfrieden dar.

    Dr. Manfred Scaria Präsident des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Graz

    Wir sprechen für Ihr Recht.

    DIE ÖSTERREICHISCHEN

    RECHTSANWÄLTE

    Überblickt man die letzten 15 bis 20 Jahre in der Praxis eines mit Familienrecht betreuten Beraters, so stand damals ein Zauberwort im Mittelpunkt - "Mediation". Damals noch als Wunderding, das aus Amerika kommt, bestaunt, aber gleich auch kritisiert und mit einiger Skepsis betrachtet. Die Zeiten haben sich geändert. Mediation ist insbesondere aus dem Beratungsumfeld im Zusammenhand mit Familie, Scheidung und Trennung nicht mehr wegzudenken.

    Spätestens seit der Einführung des Zivilrechtsmediationsgesetzes 2004 hat sich der Mediationsprozess auch in der öffentlichen Meinung fix etabliert.

    Im gleichen Maße, wie der Mediationsgedanke immer stärker präsent wurde, ist auch das Literaturangebot gestiegen. Es ist daher besonders erfreulich, dass sich in dem breit gefächerten Angebot nunmehr ein Ratgeber der Frage widmet, wie Familienmediation gelingen kann. Natürlich wird das Gelingen einer Mediation auch in gerade im Umfeld der Familie davon abhängen, wie die Beteiligten aufeinander zugehen, aufeinander eingehen können. Dennoch ist es besonders hilfreich, eine Unterstützung zur Seite zu haben, die aus den verschiedenen Perspektiven die Konfliktpotenziale im Rahmen einer Familienmediation beleuchtet, Erklärungen anbietet, Lösungen sucht.

    Der Schwerpunkt in der Beratungstätigkeit liegt mittlerweile in der Kreativität, Konflikte nicht zu verschärfen, sondern Probleme zu lösen. Mediation ist daher ein gutes Medium, die vorliegende Gebrauchsanweisung ein wichtiges Instrument.

    Daher ein großes Dankeschön an die Autoren, die sich auf den Weg gemacht haben, ein solches Instrument zu schaffen, und eine Ermunterung an alle, die sich im Beratungsumfeld der Familienmediation bewegen, dieses Instrument mit Leben zu erfüllen. Dr. Waltraute Steger Vizepräsidentin der Österreichischen Rechtsanwaltskammer

    Klappentext

    Univ.-Lekt. Mag. Dr. Karl Leibetseder Mag. Tamara Engelbrecht Univ.-Doz. Dr. Friedrich Glasl Mag. Martina Bacher

    Dieser Ratgeber präsentiert mit dem Modell der systemischen Familienmediation einen möglichen Ansatz, wie schwer eskalierte familiäre Konflikte erfolgreich entschärft werden können. Als Grundstein bzw. Werkzeug dienen dabei die auszugsweise dargestellten Erkenntnisse aus verschiedenen Bereichen der Wissenschaft. Das Modell selbst ergibt sich jedoch im Wesentlichen aus den durchwegs positiven, langjährigen Erfahrungen eines gegengeschlechtlichen Co-Mediatorenteams, dem es immer wieder gelungen ist, mit fundiertem Wissen und zwischenmenschlichem Geschick die unterschiedlichsten Charaktere - mitsamt ihrer verschiedenartig ausgeprägten Konfliktsituationen - für neuen Mut zum Frieden zu gewinnen.


    ISBN 978-3-900254-33-9

    mjn medienverlag

    www.medienverlag.at