Artikel werden geladen
Autoren:
Verlag:
Waxmann Verlag Weitere Titel dieses Verlages anzeigen
| Inhalt | ||||||
| 1 | Einleitung | 11 | ||||
| 1.1 | Problemstellung | 11 | ||||
| 1.2 | Zielsetzung | 12 | ||||
| 1.3 | Vorgehen | 13 | ||||
| 1.4 | Begriffsklärung | 15 | ||||
| 2 | Zu den Begriffen rund um Mehrsprachigkeit | 16 | ||||
| 2.1 | Mehrsprachig - zweisprachig - bilingual | 16 | ||||
| 2.2 | Erwerb zweier Erstsprachen | 17 | ||||
| 2.3 | Zweitspracherwerb - Zwei Sprachenerwerb | 19 | ||||
| 3 | Von der Kooperativen Pädagogik zum Ansatz für mehrsprachige Kinder mit Sprachstörungen | 21 | ||||
| 3.1 | Grundlagen der Kooperativen Pädagogik | 21 | ||||
| 3.2 | Vom Handlungsbegriff der Kooperativen Pädagogik zum mehrsprachigen sprachlichen Handeln - Überblick | 30 | ||||
| 3.3 | Sprachliches Handeln - eine Form von Handeln | 31 | ||||
| 3.3.1 | Zur Zielgerichtetheit sprachlichen Handelns | 32 | ||||
| 3.3.2 | Zur Plangeleitetheit sprachlichen Handelns | 48 | ||||
| 3.3.3 | Zur Wertorientiertheit sprachlichen Handelns | 53 | ||||
| 3.4 | Zum Sprachbegriff | 60 | ||||
| 3.5 | Zum Spracherwerb | 63 | ||||
| 3.5.1 | Vorsprachliches Handeln als sprachliches Handeln? | 63 | ||||
| 3.5.2 | Zum Spracherwerb aus der Sicht der Kooperativen Pädagogik | 65 | ||||
| 3.6 | Sprachliches Handeln unter der Bedingung der Mehrsprachigkeit | 70 | ||||
| 4 | Sprachliches Handeln mehrsprachiger Menschen | 74 | ||||
| 4.1 | Kommunikativ-pragmatische Kompetenzen als Basis für jedes sprachliche Handeln | 74 | ||||
| 4.2 | Spezifische Anpassungsleistungen Mehrsprachiger: Sprachwahl und Sprachwechsel | 80 | ||||
| 4.2.1 | Bedeutung des Sprachmodus für die Beurteilung mehrsprachiger Äusserungen | 80 | ||||
| 4.2.2 | Kontrolle über die Sprachmodi | 89 | ||||
| 4.2.3 | Abstimmung des Sprachmodus im Dialog | 100 | ||||
| 4.3 | Gezieltes Beeinflussen der Sprachverwendung mehrsprachiger Kinder: Möglichkeiten und Grenzen | 110 | ||||
| 4.3.1 | Prinzipien zur Sprach Verwendung | 110 | ||||
| 4.3.2 | Problematik von Sprachverwendungsprinzipien | 112 | ||||
| 4.3.3 | Scheitern4von Beeinflussungsversuchen | 119 | ||||
| 5 | Erwerb zweier Erstsprachen | 127 | ||||
| 5.1 | Einleitende Bemerkungen | 127 | ||||
| 5.2 | Phonetisch-phonologische Kompetenzen | 128 | ||||
| 5.2.1 | Die Erwerbsaufgabe | 128 | ||||
| 5.2.2 | Rezeption von phonetisch-phonologischen Merkmalen des Sprachflusses | 130 | ||||
| 5.2.3 | Produktion vorsprachlicher und sprachlicher Äusserungen | 133 | ||||
| 5.2.4 | Fazit zu den phonetisch-phonologischen Kompetenzen | 142 | ||||
| 5.3 | Semantisch-lexikalische Kompetenzen | 144 | ||||
| 5.3.1 | Die Erwerbsaufgabe | 144 | ||||
| 5.3.2 | Wortschatzerwerb | 145 | ||||
| 5.3.3 | Zum Sprach Verständnis | 154 | ||||
| 5.3.4 | Fazit zu den semantisch-lexikalischen Kompetenzen | 156 | ||||
| 5.4 | Morphologisch-syntaktische Kompetenzen | 158 | ||||
| 5.4.1 | Die Erwerbsaufgabe | 158 | ||||
| 5.4.2 | Theoretische Sicht auf mehrsprachige Grammatikentwicklung | 161 | ||||
| 5.4.3 | Erwerbsprozess | 164 | ||||
| 5.4.4 | Von der Natur der gegenseitigen Beeinflussung der Sprachen | 170 | ||||
| 5.4.5 | Fazit zu den morphologisch-syntaktischen Kompetenzen | 173 | ||||
| 5.5 | Kommunikativ-pragmatische Kompetenzen | 175 | ||||
| 5.5.1 | Die Erwerbsaufgabe | 175 | ||||
| 5.5.2 | Erwerb der Fähigkeit zu Sprachwahl und Sprachwechsel | 176 | ||||
| 5.5.3 | Fazit zu den kommunikativ-pragmatischen Kompetenzen | 191 | ||||
| 5.6 | Metasprachliche Kompetenzen | 192 | ||||
| 5.6.1 | Die Erwerbsaufgabe | 192 | ||||
| 5.6.2 | Besonderheiten bei zweisprachigen Kindern | 195 | ||||
| 5.6.3 | Fazit zu den metasprachlichen Kompetenzen | 200 | ||||
| 6 | Zusammenfassung und Schlussfolgerungen | 202 | ||||
| 6.1 | Sprachstörung und Sprachbehinderung | 202 | ||||
| 6.2 | Sprachliches Handeln | 203 | ||||
| 6.2.1 | Zielgerichtetheit | 203 | ||||
| 6.2.2 | Plangeleitetheit | 204 | ||||
| 6.2.3 | Wertorientiertheit | 208 | ||||
| 6.3 | Kooperation | 210 | ||||
| 6.4 | Zusammenfassende Einschätzung | 212 | ||||
| 7 | Verzeichnisse | 214 | ||||
| 7.1 | Abbildungen | 214 | ||||
| 7.2 | Literatur | 214 | ||||
Vorwort
Seit vielen Jahren setze ich mich privat und beruflich, d.h. im Rahmen meiner Tätigkeit als Sprachheilpädagogin/Logopädin und Dozentin, mit Mehrsprachigkeit auseinander. In all dieser Zeit ist mir klar geworden, dass mehrsprachige Menschen vor allem Normalität brauchen. Mehrsprachigkeit soll nicht immer als der Sonderfall betrachtet werden, der er nicht ist. Nicht von Eltern, nicht von Lehrerinnen und Lehrern, nicht von Fachpersonen wie Logopädinnen und Logopäden und zu guter letzt auch nicht von den Kindern selbst. Denn wenn Schwierigkeiten entstehen, so oft deshalb, weil mehrsprachige Menschen aus der Sicht der Einsprachigkeit betrachtet und an Normen gemessen werden, die in dieser Strenge nicht einmal für einsprachige Menschen gelten. Mein Anliegen ist es deshalb geworden mitzuhelfen, dass Logopädinnen und Logopäden bzw. Sprachheilpädagoginnen und Sprachheilpädagogen oder andere interessierte Fachpersonen eine gelassenere und informiertere Haltung gegenüber Mehrsprachigkeit entwickeln können.
Aus diesem Anliegen heraus ist auch das vorliegende Werk entstanden, das meine Dissertation darstellt. Die Dissertation wurde am Heilpädagogischen Institut der Universität Freiburg, Schweiz erstellt und im Jahr 2006 angenommen. In meiner Zeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin des Heilpädagogischen Instituts habe ich vielfältige Unterstützung erfahren, ohne die mir die Fertigstellung der vorliegenden Arbeit kaum möglich gewesen wäre. Deshalb möchte ich einigen Menschen meinen besonderen Dank aussprechen.
Prof. Dr. Urs Haeberlin danke ich für seine Bereitschaft, mich mit diesem Thema zu begleiten und für seine kritischen Rückmeldungen.
Leider ist die Kooperative Pädagogik in der Schweiz zumindest in der Logopädie/Sprachheilpädagogik noch wenig bekannt. Umso wertvoller war es für mich, in PD Dr. Barbara Jeltsch eine kompetente Gesprächspartnerin zu haben. Dank ihrer Erfahrungen und ihrem kritischen Blick konnte ich meine Auseinandersetzung mit dem Ansatz in einem fruchtbaren und spannenden Dialog vertiefen. Dafür sei ihr ganz herzlich gedankt.
In Lehrveranstaltungen mit Studierenden der Logopädie/Sprachheilpädagogik der Universität Freiburg und in Weiterbildungskursen stellte ich mehrmals meine Sichtweise zur Diskussion. Kritische Fragen der Studierenden und der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gaben mir dabei immer wieder Impulse, Zusammenhänge nochmals zu durchdenken und noch klarer darzustellen. Für diese wertvollen Anregungen danke ich den Studierenden und meinen in der Praxis tätigen Kolleginnen und Kollegen.
Manchmal benötigt man während der Erarbeitung so eines Werkes nicht eine besondere Hilfe, sondern Menschen, denen die Situation vertraut ist und die den langen Atem mit einem teilen, den es dafür braucht. Für mich waren dies insbesondere lic. phil. Pia Stalder und Dr. Martin Sassenroth. Ich bin ihnen sehr dankbar.
Für unermüdliche Korrekturarbeiten am Manuskript danke ich lic. phil. Bea Kalbermatter, lic. phil. Susanne Kempe Preti, PD Dr. Elisabeth Moser Opitz und dipl. Log. Anja Schmidt. Sie haben nicht nur die Schreibfehler aus dem Text getilgt, sondern mich auch mit aufmunternden Worten auf dem Weg begleitet.
Das Foto, das der Gestaltung des Umschlages zugrunde liegt, wurde mir freundlicherweise von Marcel Gutschner zur Verfügung gestellt. Es bildet die Grandfey-Brücke ab, die in der Nähe von Freiburg über die Saane/Sarine führt. Dieser Fluss bildet stellenweise die Grenze zwischen der französischen und der deutschen Schweiz und hat deshalb Symbolcharakter. Brücken schlagen ist wichtig, und solche wie die Grandfey-Brücke sind besonders wichtig, gerade für mehrsprachige Menschen. Deshalb danke für diese Grosszügigkeit.
Zum Schluss und ganz besonders bedanke ich mich bei meiner Familie, die in dieser Zeit oft auf mich verzichten musste und dies mit viel Geduld getan hat. Sie freuen sich besonders, dass das Buch nun fertig vorliegt.
Freiburg/Fribourg im April 2007
Cornelia Frigerio Sayilir
Wer sich beruflich mit der sprachlichen Kommunikation mehrsprachiger Menschen befasst, steht vor einer Herausforderung. Logopädinnen und Logopäden, Sprachheilpädagoginnen und -pädagogen, aber auch Lehrpersonen sollen sprachliche Leistungen Mehrsprachiger beurteilen und fördern, häufig ohne auf fundiertes Wissen zum normalen Spracherwerb und -gebrauch von mehrsprachigen Menschen zurückgreifen zu können. Diese Lücke versucht dieses Buch zu füllen.
Zudem wird diskutiert, welche Möglichkeiten und Grenzen der sprachhandlungstheoretische Ansatz der Kooperativen Pädagogik bietet, um die mehrsprachige Spracherwerbssituation zu erfassen.
Die Autorin will mit ihrem Buch dazu beitragen, dass Mehrsprachigkeit in der sprachheilpädagogischen/logopädischen und pädagogischen Fachwelt zur Normalität werden kann: zu der Normalität, die ihr gemäss ihrer Bedeutung für den Alltag so vieler Kinder, Jugendlicher und Erwachsener zukommt.
ISBN 978-3-8309-1833-2 ISSN 0932-4763
Cornelia Frigerio Sayilir (geb. 1964) studierte Logopädie/Sprachheilpädagog-H und hat langjährige Berufspraxis. 1998 nahm sie ihr Studium wieder auf arbeitete in der Ausbildung von Logopädinnen/Logopäden mit und promovierte 2006 an der Universität Freiburg (Schweiz). Seither ist sie Dozentin am Heilpädagogischen Institut der PH-Bern. Sie ist verheiratet und Mutter zweier Kinder.