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    Zweisprachig aufwachsen - zweisprachig sein

    Der Erwerb zweier Erstsprachen aus der handlungstheoretischen Sicht der Kooperativen Pädagogik

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    Zweisprachig aufwachsen - zweisprachig sein
    Der Erwerb zweier Erstsprachen aus der handlungstheoretischen Sicht der Kooperativen Pädagogik

    Autoren:

    Verlag:
    Waxmann Verlag   Weitere Titel dieses Verlages anzeigen

    Erschienen: Juni 2007
    Seiten: 230
    Sprache: Deutsch
    Maße: 210x150x19
    Einband: Kartoniert / Broschiert
    Reihe: Internationale Hochschulschriften
    ISBN: 383091833x
    EAN: 9783830918332

    Inhaltsverzeichnis

    Inhalt
    1Einleitung11
    1.1Problemstellung11
    1.2Zielsetzung12
    1.3Vorgehen13
    1.4Begriffsklärung15
    2Zu den Begriffen rund um Mehrsprachigkeit16
    2.1Mehrsprachig - zweisprachig - bilingual16
    2.2Erwerb zweier Erstsprachen17
    2.3Zweitspracherwerb - Zwei Sprachenerwerb19
    3Von der Kooperativen Pädagogik zum Ansatz für mehrsprachige Kinder mit Sprachstörungen21
    3.1Grundlagen der Kooperativen Pädagogik21
    3.2Vom Handlungsbegriff der Kooperativen Pädagogik zum mehrsprachigen sprachlichen Handeln - Überblick30
    3.3Sprachliches Handeln - eine Form von Handeln31
    3.3.1Zur Zielgerichtetheit sprachlichen Handelns32
    3.3.2Zur Plangeleitetheit sprachlichen Handelns48
    3.3.3Zur Wertorientiertheit sprachlichen Handelns53
    3.4Zum Sprachbegriff60
    3.5Zum Spracherwerb63
    3.5.1Vorsprachliches Handeln als sprachliches Handeln?63
    3.5.2Zum Spracherwerb aus der Sicht der Kooperativen Pädagogik65
    3.6Sprachliches Handeln unter der Bedingung der Mehrsprachigkeit70
    4Sprachliches Handeln mehrsprachiger Menschen74
    4.1Kommunikativ-pragmatische Kompetenzen als Basis für jedes sprachliche Handeln74
    4.2Spezifische Anpassungsleistungen Mehrsprachiger: Sprachwahl und Sprachwechsel80
    4.2.1Bedeutung des Sprachmodus für die Beurteilung mehrsprachiger Äusserungen80
    4.2.2Kontrolle über die Sprachmodi89
    4.2.3Abstimmung des Sprachmodus im Dialog100
    4.3Gezieltes Beeinflussen der Sprachverwendung mehrsprachiger Kinder: Möglichkeiten und Grenzen110
    4.3.1Prinzipien zur Sprach Verwendung110
    4.3.2Problematik von Sprachverwendungsprinzipien112
    4.3.3Scheitern4von Beeinflussungsversuchen119
    5Erwerb zweier Erstsprachen127
    5.1Einleitende Bemerkungen127
    5.2Phonetisch-phonologische Kompetenzen128
    5.2.1Die Erwerbsaufgabe128
    5.2.2Rezeption von phonetisch-phonologischen Merkmalen des Sprachflusses130
    5.2.3Produktion vorsprachlicher und sprachlicher Äusserungen133
    5.2.4Fazit zu den phonetisch-phonologischen Kompetenzen142
    5.3Semantisch-lexikalische Kompetenzen144
    5.3.1Die Erwerbsaufgabe144
    5.3.2Wortschatzerwerb145
    5.3.3Zum Sprach Verständnis154
    5.3.4Fazit zu den semantisch-lexikalischen Kompetenzen156
    5.4Morphologisch-syntaktische Kompetenzen158
    5.4.1Die Erwerbsaufgabe158
    5.4.2Theoretische Sicht auf mehrsprachige Grammatikentwicklung161
    5.4.3Erwerbsprozess164
    5.4.4Von der Natur der gegenseitigen Beeinflussung der Sprachen170
    5.4.5Fazit zu den morphologisch-syntaktischen Kompetenzen173
    5.5Kommunikativ-pragmatische Kompetenzen175
    5.5.1Die Erwerbsaufgabe175
    5.5.2Erwerb der Fähigkeit zu Sprachwahl und Sprachwechsel176
    5.5.3Fazit zu den kommunikativ-pragmatischen Kompetenzen191
    5.6Metasprachliche Kompetenzen192
    5.6.1Die Erwerbsaufgabe192
    5.6.2Besonderheiten bei zweisprachigen Kindern195
    5.6.3Fazit zu den metasprachlichen Kompetenzen200
    6Zusammenfassung und Schlussfolgerungen202
    6.1Sprachstörung und Sprachbehinderung202
    6.2Sprachliches Handeln203
    6.2.1Zielgerichtetheit203
    6.2.2Plangeleitetheit204
    6.2.3Wertorientiertheit208
    6.3Kooperation210
    6.4Zusammenfassende Einschätzung212
    7Verzeichnisse214
    7.1Abbildungen214
    7.2Literatur214



    Vorwort

    Vorwort

    Seit vielen Jahren setze ich mich privat und beruflich, d.h. im Rahmen meiner Tätigkeit als Sprachheilpädagogin/Logopädin und Dozentin, mit Mehrsprachigkeit auseinander. In all dieser Zeit ist mir klar geworden, dass mehrsprachige Menschen vor allem Normalität brauchen. Mehrsprachigkeit soll nicht immer als der Sonderfall betrachtet werden, der er nicht ist. Nicht von Eltern, nicht von Lehrerinnen und Lehrern, nicht von Fachpersonen wie Logopädinnen und Logopäden und zu guter letzt auch nicht von den Kindern selbst. Denn wenn Schwierigkeiten entstehen, so oft deshalb, weil mehrsprachige Menschen aus der Sicht der Einsprachigkeit betrachtet und an Normen gemessen werden, die in dieser Strenge nicht einmal für einsprachige Menschen gelten. Mein Anliegen ist es deshalb geworden mitzuhelfen, dass Logopädinnen und Logopäden bzw. Sprachheilpädagoginnen und Sprachheilpädagogen oder andere interessierte Fachpersonen eine gelassenere und informiertere Haltung gegenüber Mehrsprachigkeit entwickeln können.

    Aus diesem Anliegen heraus ist auch das vorliegende Werk entstanden, das meine Dissertation darstellt. Die Dissertation wurde am Heilpädagogischen Institut der Universität Freiburg, Schweiz erstellt und im Jahr 2006 angenommen. In meiner Zeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin des Heilpädagogischen Instituts habe ich vielfältige Unterstützung erfahren, ohne die mir die Fertigstellung der vorliegenden Arbeit kaum möglich gewesen wäre. Deshalb möchte ich einigen Menschen meinen besonderen Dank aussprechen.

    Prof. Dr. Urs Haeberlin danke ich für seine Bereitschaft, mich mit diesem Thema zu begleiten und für seine kritischen Rückmeldungen.

    Leider ist die Kooperative Pädagogik in der Schweiz zumindest in der Logopädie/Sprachheilpädagogik noch wenig bekannt. Umso wertvoller war es für mich, in PD Dr. Barbara Jeltsch eine kompetente Gesprächspartnerin zu haben. Dank ihrer Erfahrungen und ihrem kritischen Blick konnte ich meine Auseinandersetzung mit dem Ansatz in einem fruchtbaren und spannenden Dialog vertiefen. Dafür sei ihr ganz herzlich gedankt.

    In Lehrveranstaltungen mit Studierenden der Logopädie/Sprachheilpädagogik der Universität Freiburg und in Weiterbildungskursen stellte ich mehrmals meine Sichtweise zur Diskussion. Kritische Fragen der Studierenden und der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gaben mir dabei immer wieder Impulse, Zusammenhänge nochmals zu durchdenken und noch klarer darzustellen. Für diese wertvollen Anregungen danke ich den Studierenden und meinen in der Praxis tätigen Kolleginnen und Kollegen.

    Manchmal benötigt man während der Erarbeitung so eines Werkes nicht eine besondere Hilfe, sondern Menschen, denen die Situation vertraut ist und die den langen Atem mit einem teilen, den es dafür braucht. Für mich waren dies insbesondere lic. phil. Pia Stalder und Dr. Martin Sassenroth. Ich bin ihnen sehr dankbar.

    Für unermüdliche Korrekturarbeiten am Manuskript danke ich lic. phil. Bea Kalbermatter, lic. phil. Susanne Kempe Preti, PD Dr. Elisabeth Moser Opitz und dipl. Log. Anja Schmidt. Sie haben nicht nur die Schreibfehler aus dem Text getilgt, sondern mich auch mit aufmunternden Worten auf dem Weg begleitet.

    Das Foto, das der Gestaltung des Umschlages zugrunde liegt, wurde mir freundlicherweise von Marcel Gutschner zur Verfügung gestellt. Es bildet die Grandfey-Brücke ab, die in der Nähe von Freiburg über die Saane/Sarine führt. Dieser Fluss bildet stellenweise die Grenze zwischen der französischen und der deutschen Schweiz und hat deshalb Symbolcharakter. Brücken schlagen ist wichtig, und solche wie die Grandfey-Brücke sind besonders wichtig, gerade für mehrsprachige Menschen. Deshalb danke für diese Grosszügigkeit.

    Zum Schluss und ganz besonders bedanke ich mich bei meiner Familie, die in dieser Zeit oft auf mich verzichten musste und dies mit viel Geduld getan hat. Sie freuen sich besonders, dass das Buch nun fertig vorliegt.

    Freiburg/Fribourg im April 2007
    Cornelia Frigerio Sayilir

    Klappentext

    Wer sich beruflich mit der sprachlichen Kommunikation mehrsprachiger Menschen befasst, steht vor einer Herausforderung. Logopädinnen und Logopäden, Sprachheilpädagoginnen und -pädagogen, aber auch Lehrpersonen sollen sprachliche Leistungen Mehrsprachiger beurteilen und fördern, häufig ohne auf fundiertes Wissen zum normalen Spracherwerb und -gebrauch von mehrsprachigen Menschen zurückgreifen zu können. Diese Lücke versucht dieses Buch zu füllen.

    Zudem wird diskutiert, welche Möglichkeiten und Grenzen der sprachhandlungstheoretische Ansatz der Kooperativen Pädagogik bietet, um die mehrsprachige Spracherwerbssituation zu erfassen.

    Die Autorin will mit ihrem Buch dazu beitragen, dass Mehrsprachigkeit in der sprachheilpädagogischen/logopädischen und pädagogischen Fachwelt zur Normalität werden kann: zu der Normalität, die ihr gemäss ihrer Bedeutung für den Alltag so vieler Kinder, Jugendlicher und Erwachsener zukommt.


    ISBN 978-3-8309-1833-2 ISSN 0932-4763

    Autor

    Cornelia Frigerio Sayilir (geb. 1964) studierte Logopädie/Sprachheilpädagog-H und hat langjährige Berufspraxis. 1998 nahm sie ihr Studium wieder auf arbeitete in der Ausbildung von Logopädinnen/Logopäden mit und promovierte 2006 an der Universität Freiburg (Schweiz). Seither ist sie Dozentin am Heilpädagogischen Institut der PH-Bern. Sie ist verheiratet und Mutter zweier Kinder.