Gesamtvorwort der Buchreihe »Grundzüge der BWL«
Das vorliegende Werk gehört zu einer Buchreihe »Grundzüge der BWL«, die in mehreren Einzelbänden die wichtigsten Gebiete der Betriebswirtschaftslehre behandelt.
Jeder Band bringt in kompakter und systematischer Form eine Übersicht zu den zentralen Problemstellungen des jeweiligen Themenbereichs. Die Autoren sind Universitäts-Professoren, die aufgrund ihrer langjährigen Lehrerfahrungen eine problemorientierte und anwendungsbezogene Veranschaulichung des jeweiligen Stoffes gewährleisten. Gleichzeitig wird der Leser an die aktuellen wissenschaftlichen Fragen des Fachgebietes herangeführt.
Die Themengebiete dieser Reihe sind Management, Marketing-Management, Strategisches Management, Betriebliches Finanzmanagement, Investition mit Unternehmensbewertung, Bilanzpolitik und -analyse, Kostenrechnung, Organisation, Personalwirtschaft, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsmathematik und Statistik.
Die Bücher dieser Reihe wenden sich an Studenten im Grund- und Hauptstudium der Diplomstudiengänge mit wirtschaftswissenschaftlichen Schwerpunkten sowie an Studenten von Bachelor- und Master-Studiengängen. Darüber hinaus sind sie aufgrund ihrer anschaulichen Darlegung des neusten Standes der BWL auch für die Praxis empfehlenswert.
Bayreuth, im April 2009
Vorwort
»Management« tritt heute in einer unübersehbaren Vielfalt von Anwendungen, Varianten, Begriffen und Rezepten in Erscheinung. Dies ist sicher auch Ausdruck seiner hohen praktischen Relevanz, darf zugleich aber als Hinweis darauf gewertet werden, dass man terminologisch wie theoretisch noch relativ weit von einer »Allgemeinen Managementlehre« entfernt ist. Das vorliegende Buch will einen weiteren kleinen Schritt auf dem Weg dorthin machen, indem es den Versuch einer grundbegrifflichen und strategischen Konsolidierung unternimmt. Diese Konsolidierung soll dazu beitragen, die Managementlehre wissenschaftlich zu systematisieren und sie nicht zuletzt dadurch inhaltlich zu erweitern.
Der wichtigste Ansatz hierzu ist die Konstruktion einer Managementterminologie, die eine exakte und vor allem einheitliche Beschreibung des Managementinstrumentariums erlaubt. Erst dann wird der Systemcharakter von Management sichtbar und das managementstrategische Zusammenspiel solcher Elemente wie Planung, Organisation und Personal verständlich. Die Folge ist ein erheblicher Gewinn an Gestaltungsvielfalt, d.h. an Managementkomplexität. Diese wiederum muss gebändigt werden, damit die Managementlehre nicht zu einem Sammelsurium beliebiger und zusammenhangsloser Gestaltungsempfehlungen verkommt. Hierzu wird eine Theorie benötigt, die erklärt, wovon die Anwendung des Managementinstrumentariums, d. h. die Wahl der Managementstrategie abhängt. Die hier zugrunde gelegte Theorie der »Modernisierung« sozialer Systeme soll zeigen, dass sich die Managementstrategie in einer bestimmten Weise entwickelt, die je nach Entwicklungsstadium unterschiedliche Managementkonzepte erfordert.
Bayreuth, im April 2009
Andreas Remer