Zu allen Zeiten war das Buch nicht nur Träger und Vermittler geistiger Inhalte, sondern stets auch Objekt künstlerischer Gestaltung: Aus der engen Wechselbeziehung zwischen Inhalt und dessen materieller Präsentation entstanden unter dem Einfluß des jeweiligen historischen Umfeldes Zeugnisse, die einen lebendigen Einblick in die Kunst- und Geistesgeschichte einer Kulturlandschaft und einer Epoche gewähren können.
Die dem Frühmittelalter gewidmeten Bände der Reihe GESCHICHTE DER BUCHKULTUR beschäftigen sich mit jenen Jahrhunderten, in denen nach dem Chaos der Völkerwanderung und der politischen und kulturellen Konsolidierung die entscheidenden Weichenstellungen für die Entwicklung der mittelalterlich-abendländischen Kultur erfolgten und diese zu den ersten Höhepunkten gelangten.
Das kulturelle Leben lag in weiten Bereichen Europas brach, und es war das Verdienst der Kirche, Wissen und Bildung an sich zu ziehen und den neu in die Geschichte eintretenden Völkern zu vermitteln. In den Klöstern wurden Schreibstuben eingerichtet, Handschriften kopiert und illuminiert und Bibliotheken aufgebaut. Wissenschaftliche Betätigung als fester Bestandteil des Mönchslebens fand in den Ordensregeln ihren Niederschlag, und Scriptorien wurden zu Stätten von größter Bedeutung für die Überlieferung des Schrifttums.
Mit seinem fundierten Text und den zahlreichen Abbildungen zeichnet Band 3, der wegen seines Umfangs in zwei Teilen geliefert wird, über die Buchkultur des Frühmittelalters ein faszinierendes Gesamtbild einer Epoche, die zu den Meilensteinen auf dem Weg zur abendländischen Kultur gehört.
Die Reihe
GESCHICHTE DER BUCHKULTUR
Mit der auf neun Bände projektierten Reihe wird zum ersten Mal ein umfassendes Gesamtwerk über die Buchkultur vorgelegt. Das Neue an diesem Konzept ist die Einbeziehung sämtlicher wichtiger Bereiche, die mit der Funktion des Buches und seiner künstlerischen Ausstattung in Zusammenhang stehen.
Das Buch wird als "Gesamtkunstwerk" vorgestellt, das in seiner ursprünglichen, unwiederholbaren Zusammensetzung nur unter ganz bestimmten Gegebenheiten geschaffen werden konnte. Darin liegt der unschätzbare Wert von Büchern als kulturelle Zeugen.
Jeder der neun Bände ist einer abgeschlossenen Epoche gewidmet. Handschriften und ihre Miniaturen - die schönsten Beispiele der abendländischen Buchmalerei, sorgfältig ausgewählt aus einem nahezu unerschöpflichen Fundus - geben einen tiefen Einblick in das jeweils herrschende geistige und kulturelle Klima. Erstmals wird die so strahlende Vergangenheit der über 3000jährigen Buchgeschichte umfassend in einer Reihe präsentiert.
| Bd. 1 | Griechisch-römische Antike | |
| Bd. 2 | Byzanz | |
| Bd. 3 | Frühmittelalter (Doppelband) | |
| Bd. 4 | Romanik | |
| Bd. 5 | Gotik | |
| Bd. 6 | Renaissance | |
| Bd. 7 | Barock | |
| Bd. 8 | Rokoko und Historismus | |
| Bd. 9 | 20. Jahrhundert | |
Die dem Frühmittelalter gewidmeten Bände der Reihe GESCHICHTE DER BUCHKULTUR beschäftigen sich mit jenen Jahrhunderten, in denen nach dem Chaos der Völkerwanderung und der politischen und kulturellen Konsolidierung die entscheidenden Weichenstellungen für die Entwicklung der mittelalterlich-abendländischen Kultur erfolgten und diese zu den ersten Höhepunkten gelangten.
Das kulturelle Leben lag in weiten Bereichen Europas brach, und es war das Verdienst der Kirche, Wissen und Bildung an sich zu ziehen und den neu in die Geschichte eintretenden Völkern zu vermitteln. In den Klöstern wurden Schreibstuben eingerichtet, Handschriften kopiert und illuminiert und Bibliotheken aufgebaut.
Mit seinem fundierten Text und den zahlreichen Abbildungen zeichnet Band 3, der wegen seines Umfangs in zwei Teilen geliefert wird, über die Buchkultur des Frühmittelalters ein faszinierendes Gesamtbild einer Epoche, die zu den Meilensteinen auf dem Weg zur abendländischen Kultur gehört.
ISBN 3-201-01735-3