EINLEITUNG
"Die Kirche lebt, die Kirche ist jung!", rief Benedikt XVI. nach seiner Wahl von der Mittelloggia des Petersdoms. "Die Kirche ist auch voll innerer Heiterkeit, Humor", hätte er hinzufügen können. Lachen, Schmunzeln, auch über sich selbst, ist eine Gnade, behaupte ich.
Also begab ich mich auf Spurensuche - und bekam meine These bestätigt: durch Päpste, Kardinäle, Diözesanbischöfe, Äbte, Äbtissinnen, Pröpste, Prälaten, Pfarrer, Pfarrgemeinderäte und normal sterbliche Taufscheinkatholiken wie du und ich. Aber sie legten schon Wert darauf, dass mit den Anekdoten und Schmankerln auch gewisse Informationen, Botschaften transportiert werden. Im Geist christlicher Nächstenliebe, versteht sich. Und so gibt es nicht nur etwas zum Schmunzeln, sondern auch zum Nachdenken.
Es ist halt ein Phänomen: Lachen und Weinen, Freude und Schmerz liegen oft nah beieinander. Und so wird in diesem Buch auch versucht, ein Stück Zeitgeschichte aufzuarbeiten: Bischofsernennungen, innerkirchliche Turbulenzen, Seligsprechungen, Papstbesuche usw.
Wenn man also daran geht, manche Klischeevorstellungen zu beseitigen, Tabus zu brechen, benötigt man die Unterstützung eines Teams: Meine Frau Erika war die treibende Kraft und Seele, Verlagsleiterin Barbara Köszegi Hirn und Motor des Unternehmens, Gerhard Vogl ein wichtiger Ratgeber und Anekdoten-Lieferant und Kathpress-Chefredakteur Erich Leitenberger eine unentbehrliche "Zapfsäule" des Wissens. Nicht zu vergessen: Mit Gustav Peichl, alias "Ironimus", konnte eine österreichische Institution zur Mitarbeit gewonnen werden. Dompfarrer Toni Faber erwirkte vom Domkapitel, dass dieses Buch in der Bartholomäuskapelle im Stephansdom präsentiert werden durfte.
Die Lektorin Marie-Therese Pitner, die Chefkorrektorin Maria Theresia Fatoba und Domarchivar Reinhard H. Gruber wachten darüber, dass sich möglichst wenige Fehler einschleichen konnten.
Dieter Kindermann