Vorwort
In den vergangenen Jahren ist in unserer von Bewegungsmangel geprägten Gesellschaft eine steigende Anzahl von Venenerkrankungen zu beobachten. Selbst bei vielen Kindern und Jugendlichen sind bereits erste Anzeichen von Venenbeschwerden festzustellen.
Die Erfahrung zeigt, dass der Übergang von gesunden zu kranken Venen der unteren Extremitäten schleichend sein kann und oft auch unbemerkt bleibt. Erste Warnsignale (Besenreiser, schwere Beine, angeschwollene Knöchel) werden häufig übersehen oder gar fehlinterpretiert, was dazu führt, dass prophylaktische Maßnahmen (mehr Bewegung, Sport, gezielte Übungen, Kaltwasseranwendungen) meist viel zu spät eingeleitet werden.
Befragte Patientinnen und Patienten (Männer sind übrigens genauso betroffen wie Frauen) denken bei Venenproblemen und deren Behandlung vordergründig vielfach nur an einen kosmetischen Effekt oder resignieren, weil sie glauben, sie müssten sich diesem "Schicksal" ergeben. Obgleich schon lange bekannt ist, dass die fehlende Funktionstüchtigkeit der Venen der Ursprung schwerwiegender oder sogar lebensbedrohlicher Krankheitsverläufe sein kann, wird diesem Umstand generell zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. In vielen Fällen wird das Problem erst dann beachtet, wenn sich eine ernsthafte Venenerkrankung manifestiert.
Frau Heike Höfler, Sport- sowie Gymnastiklehrerin und erfahrene Autorin, schließt mit dem vorliegenden Buch eine längst überfällige Lücke.