Vorwort
Wie sehr das menschliche Leben vom Streben nach Sicherheit geprägt ist, wird uns schlagartig bewusst, wenn terroristische Ereignisse die Welt erschüttern. In friedvollen Zeiten dagegen treten unsere Sicherheitsbedürfnisse etwas in den Hintergrund. Dann werden notwendige Sicherungsmaßnahmen in Frage gestellt und manchmal gar als "lästige und überflüssige Beschränkungen der persönlichen Freiheit" bekämpft.
Der Empfangsdienst befindet sich an einer markanten Schnittstelle. Einerseits handelt er nach dem Generalauftrag, "durch Aufrechterhaltung von Ordnung und Sicherheit Gefahren und Schäden vom Betrieb abzuwenden". Das bedeutet, die Empfangsdienst-Mitarbeiter/innen müssen mit großer Umsicht mithelfen, Menschen und Sachwerte gegen die vielfältigsten Gefährdungen zu schützen. Andererseits besitzt der "Empfang" prägende Außenwirkungen. Er spiegelt gewissermaßen interne Bedingungen wider und besorgt das "Alltagsgeschäft" mit (hoffentlich) professionellem Service. Belegschaft wie Besucher, Behördenvertreter wie Lieferanten, Fremdfirmenangehörige wie Dienstleister - sie alle erwarten eine freundliche und höfliche, sachkundige und schnelle "Abfertigung". Je besser dies gelingt, um so mehr wirkt der Empfangsdienst als repräsentative "Visitenkarte".
Vor diesem Hintergrund gewinnt die Fortbildung des Empfangspersonals besonderes Gewicht. Zum einen wissen qualifizierte Mitarbeiter/innen um die Bedeutung einer adäquaten Ausstrahlung. Zum anderen sind sie in der Lage, situativ zweckmäßig zu handeln sowie durchdacht zu kommunizieren und sich konstruktiv in die jeweilige Sicherheitsorganisation einzubringen.
Der Verfasser hat Themen ausgewählt, die für den Empfangsdienst große Bedeutung besitzen. Verständlich und praxisbezogen, untersetzt mit zahlreichen Handlungsempfehlungen, äußert er sich zu Fachfragen, deren Beantwortung durchaus auch für andere Sicherungstätigkeiten interessant ist.
Otto-Gert Krueger
Vorsitzender
VSW Hessen-Rheinland-Pfalz-Saarland
Leiter Werkschutz BASF AG