Vorwort - Stürmische Zeiten auf den Finanzmärkten
Derzeit herrschen stürmische Zeiten auf den Finanzmärkten. Ein Kapitalanleger könnte daher schnell zu dem Schluss kommen, dass es besser sei zu Hause zu bleiben, den Fernseher vor die Tür zu stellen und Bundesschatzbriefe zu kaufen. Hierbei handelt es sich um einen menschlich verständlichen Irrtum.
Das Ereignis, das in den Medien als "Finanzkrise" bezeichnet wird, scheint seinen Höhepunkt bereits überschritten zu haben. Was wir derzeit erleben, sind die Nachwehen - eine aus der Kreditklemme resultierende Verknappung von Kapital für die Realwirtschaft und die Auswirkungen des amerikanischen Abschwungs auf die Weltkonjunktur. Das sind aber generell die Anzeichen einer jeden Rezession. Diejenigen Banken im In- und Ausland, die sich verspekuliert haben, sind entweder bereits bankrottgegangen, mit anderen Banken fusioniert oder werden derzeit mit Staatsgeldern wieder aufgerichtet. Um dem Vertrauensverlust unter den Banken zu begegnen, sind die Industriestaaten einschließlich der Schweiz in einer beispiellosen konzertierten Aktion vorgegangen, haben den Markt mit Liquidität versorgt und den Banken Eigenkapitalhilfen zugesagt. Durch ihre Entschlossenheit haben sie gezeigt, dass sie bereit sind, ihre Verantwortung für das Funktionieren des Weltfinanzsystems zu tragen. Wenn jedoch für die Funktion der großen Finanzmärkte Sorge getragen wird, sind auch die kleinen Finanzmärkte außer Gefahr. Island wird (neben Argentinien) ein Sonderfall bleiben, denn bislang wurde noch von keinem anderen Kleinstaat berichtet, dessen Kreditwirtschaft sich bei ausländischen Kapitalanlegern in derartiger Weise verschuldet hätte.
Es wäre absurd, aus der Pleite von Lehmann Brothers ein Argument gegen eine Kapitalanlage im Ausland zu zimmern und dadurch seine eigenen Handlungsmöglichkeiten zu beschneiden. Die von dieser Investmentbank emittierten Zertifikate waren eben kein ausschließlich ausländisches, sondern auch ein deutsches Phänomen. Sie wurden für den deutschen Finanzmarkt konzipiert, von deutschen Bankmitarbeitern vertrieben und von deutschen Anlegern gekauft.
Die Karten liegen also auf dem Tisch, und das Spiel an den internationalen Kapitalmärkten geht weiter. Aus der gegenwärtigen Situation lassen sich dabei keine besonderen Argumente für oder gegen Kapitalanlagen im Ausland ableiten. Abgesehen davon, dass mehr oder weniger alle Industrieländer von der Finanzkrise betroffen sind (weniger die Schwellenländer), sind auch die Anlagemöglichkeiten, mit denen der Anleger sein Vermögen im In oder Ausland absichern kann, in etwa vergleichbar. Hilfreich kann es indes sein zu erfahren, welche Chancen im Ausland in dieser Krise gesehen werden. Wer das Ausland bei der Anlage seines Vermögens regelmäßig im Blick behält, sichert sich den Weitblick über den Zaun des heimischen Finanzmarktes hinaus - und solche Anlagemöglichkeiten auf dem Immobilien- und Kapitalmarkt, die im Durcheinander des deutschen "Hühnerhofs" leicht übersehen werden können.
Kapitalanlage im Ausland - aber legal!
Damit Sie nicht vorschnell falschen Versprechungen Glauben schenken, sollten Sie sich gut informieren.
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