Vorwort
Dieses auf die Bedürfnisse der Praxis zugeschnittene Buch ist konzipiert für den Rechtsanwender im Bereich des Erb- und Nachlassrechts, der sich einen Überblick über die zentralen Fragen und Probleme seines Arbeitsgebietes verschaffen möchte, der also im Dickicht des materiellen, prozessualen, nationalen und auslandsbezogenen Erbrechts nach einem Wegweiser sucht. Besonders gut eignet sich das vorliegende Werk deshalb für junge Rechtsanwälte, die, noch Berufsanfänger, einen praxisorientierten Einstieg in die erbrechtliche Materie suchen. Vor typischen Anfängerfehlern kann dieses Buch aber auch erfahrene Juristen bewahren, sofern sie das Erbrecht bislang links liegen gelassen haben, nun aber auf diesem immer lukrativer erscheinenden Rechtsberatungsmarkt Fuß fassen möchten. Obendrein wird die vorliegende Darstellung des "Erb- und Nachlassrechts" dank seiner Praxisorientierung für jeden Erbrechtsanwender im Wirtschaftsbereich nützlich sein (Steuerberater, Testamentsvollstrecker, Nachlasspfleger und -Verwalter).
Damit das Werk auch tatsächlich zum Wegweiser wird, wurde ein "pädagogischer" Ansatz gewählt, der das Erb- und Nachlassrecht nicht rein abstrakt darstellt, sondern durch Fallbeispiele veranschaulicht und dem Leser zusätzlich Übersichten, Warnhinweise sowie ganz konkrete Formulierungsvorschläge (für Anträge, etwa im Pflichtteilsprozess) für die praktische Umsetzung an die Hand gibt.
Das Werk behandelt das gesamte Erb- und Nachlassrecht materiellrechtlich und prozessual einschließlich des Internationalen Erbrechts (u.a. Erbscheinsverfahren, Pflichtteilsprozess). Dabei wird auch auf die klassischen Beratungsbereiche eingegangen (z.B. Behindertentestament, Stiefkindertestament, Pflichtteilsvermeidung), teilweise ergänzt um für die Praxis bedeutende erbschaftsteuerliche Hinweise.
Der Verfasser verwertet in diesem Werk seine Erfahrungen als Ausbilder von Juristen, insbesondere von jungen Anwälten, und als langjähriger Zivil- und Nachlassrichter.
Die Reformvorhaben im Erbrecht (im wesentlichen Pflichtteilsrecht) und FGG-Verfahren sind berücksichtigt, Literatur und Rechtsprechung bis Anfang Juli 2008. Der Autor hat bei den "Belegen" mehr Wert auf die Rechtsprechung als auf Literaturfehden gelegt.
Für die Hilfe bei der Ausfertigung des Skripts danke ich meiner Tochter, Rechtsreferendarin Julia Graf und meiner Ehefrau, Rechtsanwältin Suse Graf.
Kontakt: H.L.Graf@gmx.de und www.HL-Graf.de
Gräfelfing bei München im August 2008
Dr. Hans L. Graf