Vorwort zur zehnten Auflage
Die nunmehr zehnte Auflage der "Explosivstoffe" trägt jetzt die Namen von drei Autoren. Erfreulicherweise hat sich Herr Dr.-Ing. Axel Homburg, wie auch bereits bei den letzten zwei englischen Auflagen, bereit erklärt, bei der Erstellung diese Werkes mitzuwirken.
Herr Dr. Homburg war viele Jahre Vorsitzender der Geschäftsführung der Dynamit Nobel AG und ist seit 1996 Mitglied des dortigen Aufsichtsrats. Aufgrund seiner langjährigen beruflichen Erfahrung darf Dr. Homburg als ein ausgezeichneter und vielseitiger Fachmann auf dem Gebiet der energetischen Materialien bezeichnet werden, der auch weit über den deutschsprachigen Raum hinaus einen ausgezeichneten Ruf genießt.
Leider verstarb im Mai 2000 der bisherige Hauptautor und Initiator dieses erfolgreichen Werkes, Herr Dr. Rudolf Meyer.
Dr. Meyer startete 1961, in seiner damaligen Funktion als technischer Direktor der WASAG Chemie AG in Essen, die erste Nachkriegsauflage der "Explosivstoffe", wobei seinerzeit eine ehemalige Firmenbroschüre von 1932 als Vorlage diente. Im Jahre 1977 erfolgte dann erstmalig die Veröffentlichung der englischsprachigen "Explosives", von der bis heute bereits eine sechste Auflage existiert.
Gegenüber der neunten Auflage wurden, neben den üblichen kleineren Korrekturen und Ergänzungen, wieder einige neue, auch technisch interessante Verbindungen mit Explosivstoffcharakter aufgenommen.
Die Autoren sind insbesondere, wie auch bei allen vorangegangen deutschen und englischen Auflagen, den Mitarbeitern des Fraunhofer-Instituts für Chemische Technologie (ICT) für die umfangreiche Hilfestellung zu großem Dank verpflichtet. Dabei wären insbesondere Herr Prof. Dr.-Ing. R Elsner, Herr Dr. H. Krause, Herr Dr. M. Herrmann, Herr Dr. S. Kelzenberg, Herr Dr. R B. Kempa, Frau Dr. G. Kistner, Herr Dr. Th. Keicher, Herr Dr. F. Volk (t) und Herr H. Bathelt zu nennen.
Mr. Dr. Robert Bickes von den Sandia National Labs, USA stellte einen Artikel zu dem Stichwort Semiconductor Bridge Igniters (SCB) zur Verfügung, Herr Dr. Alfred Kappl übermittelte Textmaterial zu dem Themenkomplex FAE und thermobare Ladungen.
Weiterhin möchten sich die Autoren auch bei den Mitarbeitern der Fachabteilung II. 3 der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) bedanken. Hier wären Herr Dr. D. Eckhardt, Herr Dr. Th. Lehmann und Herr Dr. J Otto zu nennen.
Aus dem Vorwort bisheriger Auflagen:
Das Molekulargewicht wurde im Allgemeinen mit einer für sprengtechnische Berechnungen ausreichenden Genauigkeit mit einer Stelle hinter dem Komma angegeben. Angaben zur Dichte geschahen nach bestem Wissen, natürlich bei Flüssigkeiten mit mehr signifikanten Stellen als bei Feststoffen. Die Bestimmung der sprengtechnischen Kennzahlen, wie z. B. Bleiblockausbauchung oder Verpuffungspunkt, ist in Stichworten beschrieben, in denen Definitionen und Versuchsbedingungen angegeben sind.
Alle berechenbaren Größen, Explosionswärmen, Normalgasvolumen und spezifische Energien, wurden mit Hilfe des, von Herrn Dr. F. Volk, sowie Herrn H. Bathelt, Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie (ICT), erstellten FORTRAN-Computer-Programms "ICT-Code" berechnet.
Eine Demo-CD des ICT-Codes und der ICT-Thermodynamischen Datenbank ist dem Buch beigefügt.
Die zuerst in der englischen Ausgabe aufgenommenen thermoanalytischen Daten, die Dr. G. Krien im Bundesinstitut für Chemisch-Technische Untersuchungen erarbeitete, sind auch in diese Auflage übernommen worden, ferner Ausführungen von W. E. Noile von der Erprobungsstelle 71 der Bundeswehr, Eckernförde, über Unterwasserdetonationen.
Für die Tabellen thermodynamischer Werte gilt als Standard-Temperatur 25 °C = 298,15 K, für Kohle als Elementarmodifikation Graphit (nicht Diamant). Die Daten für die Bildungswärmen wurden aus der, von Dr. F. Volk und H. Bathelt am Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie (ICT) erstellten Datenbank übernommen.
Die Autoren haben allen Gönnern und Fachkollegen zu danken, welche diese und die vorangehenden Auflagen "Explosivstoffe" zu erstellen halfen. Genannt seien Prof. Dr. E. Büchner (T. U. München), Dr. D. Eckhardt (BAM, Berlin), Dipl.-Ing. W. Franke (BAM, Berlin), Dipl.Ing. H. Grosset (WASAG Chemie), Dr. E. Häusler t (BICT), Dr. R. Hagel (DNAG, Fürth), Dr. H. Hornberg † (ICT), Dr. J. Knobloch (WNCNitrochemie), Prof. Dr. H. Köhler † (Austron), Dr. A. Kratsch (Rheinmetall Industrie GmbH), Prof. Dr.-Ing. K. Nixdorff (Universität der BW, Hamburg), Dipl.-Ing. J. Prinz (Sprengtechnischer Dienst, Dortmund), Dr. H. J. Rodner (BAM, Berlin), Dr. J. F.Roth † (DNAG, Troisdorf), Prof. Dr. H. Schubert (ICT), Prof. Dr. M. Steidinger (BAM, Berlin), Dipl.-Ing. G. Stockmann (WNC-Nitrochemie), Mr. R. Varosh (RISI, USA), Dr. F. E. Walker (Interplay, USA) und Dr. R. Zimmermann (BVS, Dortmund).
Viele ungenannt gebliebene mögen sich in gleicher Weise angesprochen fühlen!
Besonderer Dank gebührt den Herren RA G. Maibücher und Dr. Karl Meyer † , sowie der WILEY-VCH Verlag GmbH, insbesondere Frau Dr. Oberbeckmann-Winter und Frau Claudia Zschernitz für die hocherfreuliche Zusammenarbeit bei der Herstellung und Drucklegung dieses Buches.
Auch weiterhin bleiben Verlag und Autoren gerne für Anregungen und Mitteilungen jeder Art offen. Wir hoffen, dass unser Buch auch in dieser Auflage ein nützliches und rasch informierendes Nachschlagewerk bleiben wird.
Schardenberg, Oktober 2007
Josef Köhler
Dr. Axel Homburg