Vorwort
Die zentrale Zielsetzung der Arbeit liegt in der Entwicklung eines umfassenden theoriebasierten Modells, welches die Informationen für eine ganzheitliche kommunale Steuerung liefert und damit die zukünftige Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit von Kommunen unterstützen kann. In dieser Hinsicht wird - im Rahmen der vorliegenden Dissertation - kennzahlen- und indikatorenbasierten Steuerungsansätzen eine zentrale Rolle zugesprochen.
Mein konkretes Erkenntnisinteresse gründet darauf, dass ich nach umfangreichen Recherchen zu dem Schluss gekommen bin, dass bisher in Wissenschaft und Praxis kein konzeptionell und inhaltlich ausgestaltetes Modell entwickelt wurde, welches die besonderen Charakteristika kommunaler Steuerung umfassend berücksichtigt. Diese Annahme stützt sich auf internationale Erfahrungen mit der Entwicklung und dem Einsatz bisheriger Steuerungsmodelle, sowie den damit verbundenen Defiziten im Bereich einer ganzheitlichen kommunalen Steuerung.
Die zentrale Forschungsfrage in diesem Kontext lautet daher wie folgt: Wie kann gesamtkommunale Ziel- und Erfolgssteuerung effektiver gemacht werden und welche kritischen Gestaltungselemente sind bei der Entwicklung eines solchen Ansatzes zu berücksichtigen?
Dabei liegt dem Dissertationsprojekt die Hypothese zugrunde, dass einer ganzheitlichen kommunalen Ziel- und Erfolgssteuerung eine wichtige Integrationsfunktion zukommt. Damit verbunden ist die Annahme, dass eine Verknüpfung unterschiedlicher kommunaler Steuerungsebenen (vertikale Integration) mittels Indikatoren- und Kennzahlensystemen eine effektivitäts- und effizienzsteigernde Wirkung hat. In diesem Rahmen soll es möglich sein, die (kommunale) Leistungsfähigkeit auf verschiedenen Systemebenen (Makro-, Meso- und Mikroebene) im Sinne einer kommunalen Gesamtsteuerung zu erhöhen und sie gegenüber kritischen Anspruchsgruppen zu belegen.
Wichtiges (Neben-) Ziel dieser Arbeit ist es, einen Beitrag zur Schließung dieser "Forschungslücke" im Bereich des Public Managements zu leisten. Dies soll jedoch nicht (nur) in Form einer detaillierten Beschreibung und Analyse der Defizite und Entwicklungen innerhalb der Reformbewegungen erreicht werden, sondern (v. a. auch) durch den Versuch, Gesamtzusammenhänge aufzuzeigen und die Entwicklung eines umfassenden Ansatzes.
Die vorliegende Arbeit ist Ergebnis einer dreijährigen intensiven Forschungsarbeit als Assistentin des Lehrstuhles für Public, Nonprofit- und Health Management an der Universität Klagenfurt, Österreich.
Mein Dankeschön für die fachliche, aber auch persönliche Unterstützung für diese Arbeit geht an die Betreuer des Dissertationsprojektes, Univ.-Prof. Dr. Paolo Rondo-Brovetto und Univ.-Prof. Dr. Dietrich Kropfberger. Sie haben mich mit Blick auf die manchmal wissenschaftlich gefährliche Breite des Themas immer wieder in die richtigen Bahnen gelenkt und schließlich dafür gesorgt, dass die vorliegende Arbeit die Qualität und Tiefe hat, die für das Thema notwendig ist. Dank gebührt auch meinen Kolleginnen und Kollegen für ihre Unterstützung bei der Anfertigung dieser Arbeit.
Meiner Familie und meinen Freundinnen und Freunden möchte ich an dieser Stelle für Ihren Rückhalt, ihre Inspiration und der "jede Menge Jetzt", die ich mit ihnen bisher erleben durfte, danken.
Schließlich möchte ich jedoch meinen Eltern für ihre uneingeschränkte und liebevolle Unterstützung danken. Ihnen widme ich diese Arbeit.
Iris Salitere Die Veröffentlichung wurde durch die Unterstützung des Forschungsrates der Alpen-Adria Universität Klagenfurt ermöglicht.