Vorwort
Seit etwa 25 Jahren ist die transgene Technologie, die Generierung stabiler gezielter Säugermutanten, zuverlässig verfügbar. Diese Tiere dienen - vor allem im Mausmodell - der Beantwortung vielfältiger Fragestellungen, wie der Genregulation, der Entwicklungsbiologie oder dem Verständnis pathophysiologischer Mechanismen. Transgene Tiere lassen sich auch als effektive Testsysteme einsetzen. In großen Spezies kann diese Technik produktiv genutzt werden, z. B. für die Xenotransplantation oder die Herstellung von anderweitig nur schwer oder nur mit erheblichem Infektionsrisiko isolierbaren Proteinen. Transgene Modelle besitzen somit ein enormes wissenschaftliches und technisches Potential.
Um diese faszinierende Technologie Wissenschaftlern anderer Fachgebiete, Studenten und technischem Personal in kurzer Form näher zu bringen, entstand 1995 die erste Auflage dieses Buches. In der Zwischenzeit hat sich die Transgenese weiterentwickelt, wie z. B. der Nutzen der RNA-Interferenz, der lentivirale Gentransfer und die konditionale Mutagenese. Auch von versuchstierkundlicher Seite gibt es im Umgang mit transgenen Tieren neue Strategien. Diese Entwicklungen sind in die neue Auflage eingeflossen.
Für dieses Buch habe ich Unterstützung von vielen Kollegen erhalten, sie werden an entsprechender Stelle im Text erwähnt. Darüber hinaus sind Dr. Willi Silier für die Überarbeitung des Abschnitts über das Gentechnikrecht, Dr. Christine Amshoff für die Bearbeitung der patentrechtlichen Fragen sowie Almuth Manisali für das Korrekturlesen des Manuskripts zu nennen. Die Grafiken der ersten Auflage erstellte das Grafikerbüro von Solodkoff, die Ergänzungen der zweiten Auflage das Büro Gattung. Für das Lektorat war Stefanie Wolf verantwortlich, für die Produktion Judith Diemer. Meine Familie unterstützte mich mit Verständnis für meine zeitliche Belastung und vielen hilfreichen Kommentaren. Ihnen allen gilt mein Dank.
Heidelberg, Januar 2006
Johannes Schenkel