Vorwort
Wer von Davos spricht, denkt an Thomas Mann und seinen »Zauberberg«, an das Weltwirtschaftsforum mit weltbekannten Referenten und den einflussreichsten Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft als Teilnehmern, an ein Skigebiet von hohem Rang und die berühmte »Parsennabfahrt«. Davos ist aber nicht nur ein Ort für Heilungsuchende, Kongressteilnehmer und Skiläufer. Es ist auch ein Paradies für Bergwanderer, ein ausgedehntes Paradies, denn es umfasst eine ganze Landschaft, die »Landschaft Davos«, die von Laret jenseits des Wolfgang bis zum hoch gelegenen Monstein reicht - ein Gebiet von mehr als 250 Quadratkilometern, größer als mancher Schweizer Kanton.
Vielfältige Möglichkeiten für den Wanderer bietet auch das Prättigau - hochalpine Bergwanderungen in der Silvretta und im Rätikon ebenso wie leichte Gipfel in den Plessuralpen und gemütliche Wanderungen in den Seitentälern zwischen Klosters und der »Chlus«, der Grenze des Prättigaus zur »Bündner Herrschaft«.
Prättigau und Landschaft Davos werden durch einen Pass voneinander getrennt, den Wolfgang, auch wenn Laret jenseits des Passes noch zu Davos gehört. Oder sollte man besser sagen: durch einen Pass, den Wolfgang, miteinander verbunden? Gemeinsam ist den Bewohnern der beiden Orte die Sprache der alten Siedler, das Walserische. Das gilt natürlich nicht für die vielen »Zugereisten«, die hier eine Ferienwohnung erworben haben, sondern für die alteingesessenen Davoser, Klosterser und viele Bewohner der Dörfer im Tal und auf den Berghängen. Ihnen widmen wir unser Buch:
Dä Brättiger und Tafaaser und allnä, waa diä Walserhäimed gääre häin.
Davos-Platz, im Winter 2008/2009
Rudolf und Siegrun Weiss