Vorwort
Das vorliegende Buch dokumentiert die Arbeit des Projektes "Kompetenzentwicklung in vernetzten Lernstrukturen - Gestaltungsaufgabe für betriebliche und regionale Sozialpartner" (KomNetz), das von den Gewerkschaften IG BCE, IG Metall und ver.di durchgeführt und von der Helmut-Schmidt-Universität, Universität der Bundeswehr in Hamburg, wissenschaftlich begleitet wurde. KomNetz hat die Belange von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bei der betrieblichen Weiterbildung in den Vordergrund gestellt und Konzepte erarbeitet, die sowohl an der Praxis der Arbeitswelt als auch an den Bedürfnissen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nach Arbeitsplatzsicherheit und beruflicher Entwicklung ausgerichtet sind.
Die Arbeit von KomNetz zeigt, dass die Gewerkschaften zukunftsweisende Ideen entwickelt haben und neue Wege erschließen, um die Beschäftigten darin zu unterstützen, die Herausforderungen der globalisierten Ökonomie zu bestehen.
In den sechs Jahren, in denen das Projekt gearbeitet hat, ist die Diskussion um die Weiterbildung intensiv geführt worden. In den Betrieben und durch die Tarifparteien wurden neue Wege beschritten, um bei der Verfolgung ökonomischer Ziele nicht diejenigen zu vergessen, die die Träger von Innovation und wirtschaftlichem Erfolg sind: die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Neue Qualifizierungstarifverträge sind ebenso richtungsweisend wie die zahlreichen betrieblichen Initiativen, die häufig auf Anregung von Betriebsräten und Personalräten entstanden sind. Am Zustandekommen solcher betrieblichen Regelungen waren die Mitarbeiter des KomNetz-Projektes oftmals beteiligt.
Es ist noch viel zu tun auf dem Weg zu einer "Neuen Lernkultur", wie der Titel des Forschungsprogramms, aus dem KomNetz zu großen Teilen finanziert wurde, lautet. Tarifverträge müssen umgesetzt und weiterentwickelt, die Mitspracherechte der Arbeitnehmervertreter müssen gefördert werden, um eine aktive Gestaltung der Lerninhalte und Lernarrangements zu ermöglichen. Für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen Beratungsstrukturen geschaffen werden, damit sie sich im schier unübersehbaren Feld der Weiterbildungsangebote zurechtfinden.
Dieser Abschlussbericht ist deshalb eine Einladung an Betriebsräte und Personalräte und an die anderen vielen haupt- und ehrenamtlichen Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, die Verantwortung für die betriebliche Weiterbildung tragen, sich von den folgenden Seiten inspirieren zu lassen und aktiv zu einer neuen Lernkultur beizutragen.
Klaus Brauer IG BCE
Klaus Heimann IG Metall
Jörg Hesse ver.di